September 16, 2017
Achtsam essen

Über Achtsamkeit und achtsam essen ist in den letzten Jahren sehr viel berichtet worden. Bestimmt hast du einen Artikel zu dem Thema gelesen oder gehört. Und wenn du dies getan hast, dann weißt du, dass die Meditation ein wichtiger Bestandteil der buddhistischen Lehre ist. Allen Meditationen liegt eine achtsame Haltung zu Grunde. Es ist demnach nicht möglich ohne Achtsamkeit zu meditieren, aber ohne zu meditieren kann jeder achtsam sein.

Was hat Achtsamkeit mit dem Essen zu tun?

Achtsamkeit ist mehr als nur aufmerksam zu sein. Wenn du achtsam bist, dann ist dein Autopilot ausgeschaltet. Du bist körperlich und geistig im Hier und Jetzt und bewertest das Geschehen um dich herum nicht. Jede innere und äußere Erfahrung wird wahrgenommen, zugelassen, aber nicht bewertet. Je achtsamer du bist, desto weniger zeigst du automatisierte und unbewusste Reaktionen auf erlebte Situationen. Diese Haltung ist für ein gesundes und genussvolles Essverhalten sehr wichtig und wird achtsam essen genannt.

Ein Mensch zu sein, heißt Emotionen zu haben und das Thema Essen ist davon nicht ausgenommen. Dein Essverhalten ist größtenteils erlernt und kann an negative und positive Gefühle gekoppelt sein. Du nimmst beim Essen nie nur Nährstoffe zu dir, sondern auch wichtige Zutaten für dein seelisches Wohlbefinden, wie bspw. das Gefühl der Geborgenheit, Liebe und Fürsorge. Im Laufe des Lebens kommt es zu vielen unterschiedlichen Konditionierungen. So essen viele Menschen in stressigen Situationen oder wenn sie traurig sind zucker- und fetthaltige Lebensmittel. Lies hierzu den Beitrag „Warum kann Stress dick machen?“.  Die Praxis des „Achtsam essen“ kann dir helfen dein Verhalten zu überdenken.

Essen wird von einigen Menschen als Trostpflaster, Ablenkung, Belohnung, Zeitvertreib etc. eingesetzt. Hast du ein Essverhalten erlernt und mehrfach durchgeführt, wird es zu deiner Gewohnheit.  Sobald der Reiz (z. B. Kinobesuch) ausgelöst wird, erfolgt die Reaktion (z. B. Popcorn essen). Ganz automatisch läuft nach diesem Muster dein Essverhalten ab. Willst du ein neues Verhalten lernen, ist es notwendig den Autopiloten auszuschalten. Ohne Achtsamkeit ist es weder möglich das Essen zu genießen noch neues Essverhalten zu erlernen. Achtsam essen führt zu mehr Zufriedenheit und Genuss beim Essen.

Achtsam essen bedeutet bewusst zu essen

Achtsames Essen ist keine Diät und beinhaltet keine Regeln. Du isst und machst alles ganz bewusst. Du nimmst deine Körpersignale wahr, weißt was du brauchst und entscheidest immer bewusst, was du isst. In diesem Konzept beschäftigst du dich mit den automatisch ablaufenden Aspekten deines Essensverhaltens. Du nimmst wahr: wann du isst, warum du was isst, wie du isst und wo du isst. Mit diesem Konzept kannst du dein Essverhalten wahrnehmen, analysieren und ggf. neues Verhalten einüben.

Mit den Beiträgen „Mit der Bausteintheorie zu mehr Lebensqualität“ und „In 5 Schritten große Veränderungen erreichen“ kannst du nach dem Achtsamkeitskonzept dein Essverhalten analysieren.

Damit du eine konkrete Vorstellung vom achtsamen Essen hast, stelle ich dir meine Achtsamkeitsübung vor. Sie ist mittlerweile für mich keine Übung mehr, sondern mein alltägliches Essverhalten.

Achtsam essen und genießen

1. Beim Essen, isst du und machst nichts anderes.

2. Beim Essen sitzt du. Nichts im Gehen und Stehen essen.

3. Iss keine Fertigsnacks. Mach es dir zur Gewohnheit Süßigkeiten nur dann zu essen, wenn du sie selber zubereitet hast. Backst du deinen Kuchen, Müsliriegel und deine Kekse selber, dann weißt du was drin ist.

4. Koche für dich. Iss keine Fertigprodukte.

5. Beim Kochen achte auf deine Sinne und spiele mit Farben. Welche Farben passen? Wie bunt möchtest du dein Essen heute haben?

6. Welche Gerüche magst du? Verwende spielerisch und kreativ Gewürze.

7. Kaue dein Essen gründlich und lasse deine Sinne daran teilnehmen. Versuche den Geschmack eines bestimmten Gewürzes aus deinem Essen heraus zu schmecken.

8. Mache beim Essen Pausen. Stopfe das Essen nicht schnell und lustlos in dich hinein.

9. Iss langsam, so bist du mit deinem Körper gut verbunden und spürst die Signale des Sattseins. Höre mit dem Essen auf, sobald du satt bist. Alles was noch auf dem Teller liegt, kannst du später essen.

10. Frage dich nach dem Essen immer, wie dir deine gekochte Speise geschmeckt hat.  Was würdest du beim Kochen das nächsten Mal anders machen?

Nimm dir am besten für jede Woche einen anderen Punkt aus der Liste und praktiziere ihn. Mit Geduld und viel Übung verankern sich diese Verhaltensweisen in dir. Sie helfen dir automatisch ablaufende Reaktionen auf Reize zu entkoppeln.

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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