als angestellter Lehrer kündigen

Wenn Du als angestellter Lehrer kündigen willst, musst Du in einem Punkt achtsamer sein als Beamte, die kündigen wollen: Die Kündigungsfrist.

Denn Du musst als angestellter Lehrer bei Deiner Kündigung die gängigen Kündigungsfristen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) beachten.

Ausgenommen davon sind befristete Verträge.

Falls Du wie ich damals einen befristeten Arbeitsvertrag hast, brauchst Du, keine Fristen zu beachten.

Denn Dein Vertrag läuft zum festgelegten Zeitpunkt aus.

Wobei Du jedoch Kündigungsfristen einhalten musst, wenn Du vor Ablauf der Vertragsfrist kündigen willst.

Dazu habe ich für Dich weiter unten die wesentlichen Infos zusammengestellt.

Während meiner Zeit als Lehrerin war ich für ein Schulhalbjahr als angestellte Lehrerin an einer Schule tätig.

Da ich als Schwangerschaftsvertretung eingestellt wurde, war mein Arbeitsverhältnis auf ein Schulhalbjahr befristet.

Danach habe ich mich an einer anderen Schule beworben und wurde als Beamtin auf Probe eingestellt.

Wenn ich auf mein Lehrerdasein zurückschaue, gefällt mir die Zeit als angestellte Lehrerin am besten.

Wobei dies viel mehr mit meinem befristeten Vertrag zusammenhing als mit meinem Angestelltenverhältnis.

Da jeder an der Schule wusste, dass ich in einem halben Jahr wieder weg bin, hatte ich kaum Verantwortung.

Zudem erlaubte ich mir nur die Sachen zu kennen und zu wissen, die ich für meine Arbeit brauchte.

Das heißt ich kannte nur die Namen der Kollegen, mit denen ich direkt zusammenarbeitete.

Alles, was nicht unmittelbar mit meiner Arbeit in Verbindung stand, schob ich zur Seite.

Außerdem musste ich mir keine Gedanken machen, ob ich als angestellter Lehrer kündigen will oder nicht, da aufgrund des befristeten Arbeitsvertrags klar war, wann das Arbeitsverhältnis endet.

Dadurch war die Arbeit angenehm.

Jedoch sieht die Arbeit einer Lehrkraft leider im Allgemeinen anders aus.

Denn sobald ich als Beamtin auf Probe eingestellt wurde, hatte ich

  • Klassenleitungen,
  • war in vielen Teams und
  • führte Gespräche mit Ausbildern, Psychologen, Vormund, Sozialarbeitern und
  • verwaltete bis zum Erbrechen.

Wobei meine Arbeit nicht zunahm, weil ich Beamtin wurde, sondern weil ich einen beinahe unbefristeten Vertrag erhielt.

Anfangs war ich lediglich Beamtin auf Probe.

Da ich als Berufsschullehrerin mit vielen angestellten Lehrern zusammengearbeitet habe, weiß ich, dass Du die gleiche Arbeit machst, wie verbeamtete Lehrer.

Falls Du traurig darüber bist, dass Du ein angestellter und nicht verbeamteter Lehrer bist, lies diesen Artikel: Angestellter oder Beamter: Ein Vergleich.

Übrigens, es gibt 5 Gründe, weshalb es in dem Lehrerjob angestellte Lehrer gibt. Denn grundsätzlich werden Lehrkräfte verbeamtet.

Außer Du:

  • bist zu alt oder
  • erfüllst die fachlichen Voraussetzungen nicht oder
  • bist nicht gesund oder
  • erhältst nur befristete Angebote für Schwangere oder erkrankte Lehrkräfte oder
  • willst als angestellter Lehrer arbeiten.

Da Du als angestellter Lehrer kündigen willst, lass uns gemeinsam schauen:

  • wie Du als angestellter Lehrer kündigen kannst,
  • welche Fristen Du einhalten musst,
  • was sich durch Deine Kündigung ändert.

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Wie Du als angestellter Lehrer kündigst

Im Grunde genommen kündigst Du als angestellter Lehrer genauso, wie Du es auch in der freien Wirtschaft machst.

Erstens: Schaue nach Deiner Kündigungsfrist

Da Deine Kündigungsfrist davon abhängt wie lange Du im öffentlichen Dienst gearbeitet hast, schaue unter diesem Paragrafen § 34 Abs. 1 TV-L nach, welche gesetzliche Kündigungsfrist Du einhalten musst.

Zweitens: Lege den letzten offiziellen Arbeitstag fest

Nachdem Du Deine Kündigungsfrist aus dem § 34 Abs. 1TV-L herausgelesen hast, legst Du nach Einhaltung der Frist Deinen letzten Schultag fest.

Und bedenke beim Errechnen Deines letzten Arbeitstages, dass Du zum Ende des Quartals kündigst.

Drittens: Schreibe Dein Kündigungsschreiben

Da die Kündigung laut § 623 BGB nur schriftlich erklärt werden darf, schreibst Du ein Kündigungsschreiben.

Und in den Satz:

„Ich kündige meinen Arbeitsvertrag unter Einhaltung der Kündigungsfrist zum XX.XX.XX„

schreibst Du das Datum Deines letzten offiziellen Arbeitstages.

Sonst ähnelt der Aufbau eines Kündigungsschreibens dem eines Geschäftsbriefs.

Kündigung bei befristeten Verträgen

Wenn Du einen befristeten Vertrag hast, schaue hier nach Deiner Kündigungsfrist: Kündigungsfrist befristeter Vertrag.

Auflösungsvertrag

Falls Du vor Deiner Kündigungsfrist die Schule verlassen willst, besteht nach § 33 Abs. 1 b TV-L die Möglichkeit eines Auflösungsvertrags.

Jedoch geht das nur, wenn alle Beteiligten mit dem Auflösungsvertrag einverstanden sind.

Was sich durch Deine Kündigung verändert

Da Du im Gegensatz zu verbeamteten Lehrern in die gesetzliche Sozialversicherung eingezahlt hast, ändert sich für Dich rechtlich nichts.

Aufgrund Deiner Arbeitslosenversicherung erhältst Du Arbeitslosengeld.

Wenn Du jedoch als angestellter Lehrer selbst kündigst, ruht nach § 159 SGB III Dein Anspruch auf ALG 1 für die Dauer einer Sperrzeit.

Dabei beträgt die Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe meist 12 Wochen.

Wobei sie im Allgemeinen aufgehoben wird, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen gekündigt hast. Dafür musst Du eine ärztliche Bescheinigung vorlegen.

Weil Du als angestellter Lehrer:

  • in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibst und
  • in die gesetzliche Rentenkasse einzahlst,

ändert sich in der Hinsicht für Dich nach Deiner Kündigung nichts.

Wobei Du im Gegensatz zu Beamten nach Deiner Kündigung in der Zusatzversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) Demnach beruht Deine Altersversorgung auf zwei Säulen.

Während ich mir damals vor meiner Kündigung als verbeamtete Lehrerin Sorgen über die Sicherheitsverluste nach meiner Kündigung machte, musst Du dies nicht tun.

Denn Du hast als angestellter Lehrer in die wichtigste Institution der sozialen Sicherung in Deutschland, die Sozialversicherung, eingezahlt.

Dadurch sollte Dir die Entscheidung darüber, ob Du als angestellter Lehrer kündigen sollst oder nicht leichter fallen als es bei Beamten der Fall ist.

Da Beamte bei ihrer Kündigung ihren Beamtenstatus abgeben, verlieren sie jegliche Sicherheiten.

Dadurch verändert die Kündigung aus dem Beamtenverhältnis viel.

Übrigens, Du bekommst weniger Geld als ein Beamter auf Dein Konto überwiesen, weil Du in die gesetzliche Sozialversicherung einzahlst und ein Beamter nicht.

Deshalb bekommt der Beamte bspw. kein Arbeitslosengeld, wenn er kündigt.

Auch wenn Du hinsichtlich der Sicherheitsverluste anders gestellt bist als Deine verbeamteten Lehrerkollegen, gibt es einen Punkt, bei dem es keinen Unterschied macht, ob angestellter oder verbeamteter Lehrer:

  • Als Lehrer kann ich doch nichts. Finde ich je wieder einen Job?

Anfangs war ich verwundert, dass auch angestellte Lehrkräfte denken, dass sie außerhalb der Schule nichts finden.

Wobei einige aus der freien Wirtschaft in die Schule gewechselt haben.

Aber wahrscheinlich färbt die allgemein übliche destruktive und defizitäre Einstellung, die für das Schulsystem typisch ist, auf alle an der Schule ab.

Damit Du weißt, dass Du auf jeden Fall einen Job finden wirst, lies weiter.

Finde ich je wieder einen Job?

Falls Du Dich mit dem Gedanken, dass Du als Lehrer nichts kannst und nie einen Job in der freien Wirtschaft finden wirst, quälst, lies diese Artikel:

Solange Du Deine hinderlichen Gedanken kultivierst, stehst Du Dir selbst im Weg und lässt nicht zu, dass Du Deine Lebensträume lebst.

Dazu passt dieses Zitat von Platon:

Einem Kind, das die Dunkelheit fürchtet, verzeihen wir leicht.

Tragisch ist es, wenn Menschen Angst vor dem Licht haben.“

Wenn Du diese 13 Fragen bejahst und alle anderen Zeichen ebenfalls für eine Kündigung sprechen, gehe los.

Das heißt komme ins Tun und stelle Dir die richtigen Fragen, damit Du die Antworten lebst.

Während Dein Kopf sich damit befasst, was Du alles nicht kannst, vergisst Du alle Fähigkeiten, die Du hast.

Zum Beispiel hast Du vielleicht außer Deinen Erfahrungen als Lehrkraft noch einen Diplom-, Magister- oder Master-Abschluss.

Weil Du nicht auf Lehramt studiert hast.

Damit Du in der Schule nicht krank wirst, stärke Dein Selbstvertrauen und trainiere Deinen Mut-Muskel.

Dadurch lässt Du nicht zu, dass Deine Selbstzweifel Dich daran hindern als angestellter Lehrer zu kündigen.

Sobald Du als angestellter Lehrer sechs Wochen für dieselbe Krankheit krankgeschrieben wirst, bekommst Du anstatt Deines Gehalts das Krankengeld ausbezahlt.

Und das nicht für immer, sondern höchstens 72 Wochen.

Weshalb willst Du ein mittelmäßiges Leben führen, wenn Du ein einzigartiges leben kannst?

Dazu passt ein Zitat des Schriftstellers Timothy Ferriss:

Welcher Topf voll Gold wäre es wert, die besten Jahre des Lebens damit zu verbringen, auf ein Glück am Lebensende zu hoffen?

Wenn Du bereits JETZT die besten und glücklichsten Jahre Deines Lebens führen willst, komme ins virtuelle Café. Und lass uns ernsthaft darüber sprechen, was Du aus Deinem Leben machen willst.

Ich freue mich auf Deinen Besuch.

Und nicht vergessen: Mache Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.

Deine Victoria

Ein Hoch auf die Freiheit

Alternativen zum Lehrerberuf

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Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

Dein Kommentar

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    1. Vielen lieben Dank für den Hinweis! Die Kündigung geht ans Ministerium. Denn im Normalfall stellen sie Dich ein. Jedoch empfehle ich Dir vorab mit Deiner Schulleitung zu sprechen. Sie sollten wissen, dass Du kündigen willst. Im Grunde genommen kannst Du Deine Kündigung auch dort abgeben. Liebe Grüße, Victoria

  1. Hallo liebe Victoria,

    in der aktuellen Lage muss man sich überlegen wo die eigenen Grenzen sind, mit all dem was ansteht, Masken und Testzwang, eines Tages vielleicht Impfzwang??? Das Vertrauen ist weg, ich mute der Regierung alles zu. Nun ist es so, ich arbeite als Vertretungskraft. Morgen Unterscheibe ich meinen Verlängerungsvertrag welcher bis Oktober gehen soll. Nebenbei schaue ich mich nach anderen, mir attraktiveren Schulen um, ob ich nicht irgendwo in die PE komme. Nun meine Frage, sollte ich in eine PE kommen, und dann wegen der politischen Lage kündigen wollen, hätte das dann zukünftig Nachteile? Sowas wie, dass man nie wieder in eine PE in NRW aufgenommen werden würde, oder sowas? Weißt du dazu was?
    Und weißt du zufällig wie es aussieht wenn man die Dienstanweisung aus moralischen Gründen (oder sonst was) verweigert als Tarifangestellte? Wird man dann ggf. auch direkt gekündigt? Oder wie läuft sowas?

    Liebe Grüße und danke für deine Beiträge, das war schon sehr hilfreich 😉

    Katharina

    1. Hallo liebe Katharina, ja, der Lehrerberuf hat sich in eine sehr traurige Richtung verändert. Bei der Kündigung gibst Du keine Gründe an. Daher ist es irrelevant, weshalb Du kündigst bzw. keiner kennt den Grund. Außer Du nennst den Grund explizit. Was ist Dir nicht empfehle.
      Wenn Du wegen einer anderen Stelle ein befristetes Arbeitsverhältnis kündigst, wirst Du dafür nicht bestraft. Du darfst kündigen. Du darfst dort arbeiten, wo Du gerne arbeiten willst. Das ist möglich. Du bist ein freier Mensch.
      Als Tarifangestellte bist Du eine Angestellte im öffentlichen Dienst. Das heißt, wenn Du Anordnungen nicht befolgst, kann es zu ernsthaften Gesprächen und Abmahnungen kommen. In Deutschland gibt es für Angestellte einen Kündigungsschutz. Daher kannst Du davon ausgehen, dass es im Normalfall erst einmal Gespräche, Abmahnungen, Akteneinträge usw. geben wird, bis man Dir kündigt. Du hast selbst die Möglichkeit zum Arbeitsgericht zu gehen. Du musst nicht alles mitmachen. Jedoch solltest Du die Bereitschaft haben aktiv zu werden. Und wissen, dass wenn Du aneckst, und NEIN sagst es Konsequenzen geben wird. Es ist jedoch wichtig zu sich selbst und seinen eigenen Werten zu stehen. So schaust Du Dir jetzt und später zufrieden in den Spiegel 😊 Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und Gelassenheit. Liebe Grüße, Victoria

  2. Hallo Viktoria,

    Vielleicht kannst du mir weiterhelfen. Ich möchte nicht weiter an meiner Schule arbeiten und auch keine 2 Jahre darauf warten, bis einer Umsetzung widerwillig zugestimmt wird. Welche Konsequenzen habe ich, wenn ich in meinem Bundesland Berlin kündige, die Schule verlasse und mir dann recht schnell eine neue Stelle in einem anderen Bezirk suche? Ist dies möglich, gibt es Soperrzeiten, was sagt das Ministerium dazu?
    Liebe Grüße

    1. Hallo liebe Paula, ich freue mich sehr von Dir zu lesen. Vielen Dank für Deine Nachricht. Du kannst Dich auf eine neue Stelle in einem anderen Bezirk bewerben. Das ist möglich. Du kannst auch schon vor Deiner Kündigung bei anderen Schulen nach Stellen fragen und Dich bewerben. Berlin ist groß 😊 Wenn Du Dein Bezirk wechselst, hast Du gute Chancen. Zudem werden Lehrer gesucht. Du darfst mutig für Dich losgehen 😊 Viel Freude und liebe Grüße, Victoria

  3. Liebe Victoria, ich frage heute für eine Freundin, die im Moment etwas durch den Wind ist. Sie ist zur Zeit noch Beamtin auf Probe in Schleswig-Holstein und hat gestern erfahren, dass sie aus gesundheitlichen Gründen (Psyche) nicht verbeamtet wird, soll demnächst per Post kommen. Gleichzeitig hat man ihr in Aussicht gestellt, unbefristet an der derzeitigen Schule eingesetzt zu werden. Nun ist es so, dass dort einige Dinge nicht gut gelaufen sind und sie zum anderen schon länger davon träumt, in Spanien zu unterrichten. Sie hat nun auch das Angebot einer internationalen Schule bekommen und morgen online ein Bewerbungsgespräch. Wenn die sie nehmen wollen, würde sie das sehr gerne machen. Aber wie muss sie vorgehen? Wir finden einfach nichts Konkretes. Was ist, wenn sie später zurück nach Schleswig kommt, aus welchen Gründen auch immer, kann sie dann wieder arbeiten, wenn sie sich bewirbt oder steht da dann was in der Akte, weil sie eine Stelle mal abgelehnt hat? Und wie kann sie jetzt kündigen? Gilt sie als Beamtin oder als Angestellte? Ganz schön kompliziert. Es wäre so schön, wenn du uns ziemlich schnell eine erste Antwort geben könntest oder eine Stelle, an die man sich noch wenden kann.

    Liebe Grüße Angelika (als Freundin) für Marie

    1. Hallo liebe Angelika, ich freue mich von Dir zu lesen. Vielen Dank für Deine Nachricht.
      Hat Deine Freundin das Referendariat beendet und wollte nun an der Schule als Beamtin auf Probe starten? Um sagen zu können, welchen Status sie hat, ist es wichtig zu wissen, welches Arbeitsverhältnis sie aktuell hat. Allgemein gesprochen ist es so, dass sie erst einmal kein Arbeitsverhältnis hat, wenn sie nicht verbeamtet wird und erst einen unbefristeten Vertrag als angestellte Lehrerin unterschreiben darf/kann. Wenn sie die Stelle in Spanien annimmt, ist es super 🙂
      Sollte sie in X Jahren wieder zurück nach Schleswig-Holstein kommen, bewirbt sie sich an Schulen und macht beim Bewerbungsverfahren mit. Sie wird nicht später bestraft, weil sie jetzt eine Stelle verneint hat. Wie die Kündigung abläuft, hängt davon ab mit welchen Status sie derzeit an der Schule arbeitet. Liebe Grüße, Victoria

  4. Liebe Victoria,

    vielen Dank für deine tolle Webseite. Diese hilft mir viel viel mehr als die vom Landesamt für Schulen in Sachsen.
    Ich habe Fragen zur Kündigungsfrist als unbefristet angestellte Lehrerin (nicht verbeamtet) nach über 20 Jahren mit demselben Arbeitsvertrag. In Sachsen sind angestellte Lehrer nach TV-L angestellt. Dort steht zur Kündigungsfrist:
    Unbefristete Arbeitsverhältnisse
    Beschäftigungszeit: mindestens 12 Jahre
    Kündigungsfrist: 6 Monate zum Quartalsende
    (Quelle: https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/allg/kuendigungsfristen.html )

    Wenn ich dieses Quartal kündige also noch im Juni 2022, dann wäre mein letzter Arbeitstag 6 Monate nach dem Ende dieses Quartals, also am 31.12.2022.

    Nun meine Fragen:
    Stimmt meine Berechnung der Kündigungsfrist auf der Grundlage des TV-L?
    Das wäre Mitten im Schuljahr, sogar Mitten im 1. Halbjahr. Geht das trotzdem? Ich habe Sorge, dass ich Ärger bekomme, wenn ich jetzt kündige.
    Ich möchte nicht wieder als Lehrerin arbeiten, habe nur Angst vor Mobbing zwischen Kündigung und letzten Arbeitstag.

    Danke für dein Empowerment hier auf deiner Webseite! Das hilft wirklich sehr. Lehrer sind oft so angepasst und ängstlich und viel im Stress – ungesund.
    :
    Beträgt die Kündigungsfrist dann

    1. Hallo liebe Anna,
      vielen lieben Dank für Deine lieben Worte. Ich freue mich sehr, dass Dir meine Seite gefällt und Dich in Deine Kraft bringt.
      Ich gratuliere Dir zu Deiner Entscheidung 😊
      Ja, Deine Berechnung bzgl. der Kündigungsfrist ist richtig. Du brauchst keine Unannehmlichkeiten zu befürchten, wenn Du zum 31.12.22 die Schule verlässt. So sind die Kündigungsfristen. Du hältst Dich lediglich an die Fristen. Es kann sein, dass die Schulleitung Dich fragt, ob Du bis zum 31.1.23 bleiben kannst und dann mit der Behörde diesbezüglich spricht. Es kann ebenso gut sein, dass Dir ein Aufhebungsvertrag angeboten wird. Du kannst stets selbst – unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist – entscheiden, wann Du die Schule verlässt. Derzeit herrscht Lehrermangel so denke ich, dass die Schule froh ist, wenn Du bis zum 31.12.22 noch arbeitest. Mache das, was Dich glücklich macht. Viel Freude dabei. Liebe Grüße, Victoria

  5. Hallo!

    Ich arbeite seit 2007 als angestellte Lehrerin und möchte die Schule wechseln. Meine Schulleiterin stimmt wegen Mangel an Lehrkräften einer Versetzung nicht zu. Gerne würde ich an die direkte Nachbarschule wechseln, die mich auch gerne hätten. Kann ich bei meiner Schule kündigen und mich bei der Nachbarschule direkt einstellen lassen oder geht dies nur über das Dezernat im Schulamt?

    Grüße
    Friederike

    1. Hallo liebe Friederike,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Generell kannst Du schon an einer Schule kündigen und Dich bei einer anderen Schule bewerben. Jedoch geht dies bei staatlichen Schulen immer über das Dezernat. Das heißt in Deinem Fall empfehle ich Dir vorab mit der Schulleitung der Nachbarschule zu sprechen. Ein offenes und ehrliches Gespräch ist hilfreich. Wenn Dich die Schulleitung der Nachbarschule bei dem Schulwechsel unterstützt, solltest Du erneut mit Deiner Schulleitung sprechen und ihr freundlich deutlich machen, warum ein Schulwechsel für alle Beteiligten das Beste ist. Falls die Schulleitung der Nachbarschule Dich nicht unterstützt, wird ein Wechseln trotz Kündigung nicht erfolgreich sein. Da es Nachbarschulen sind, werden sich höchstwahrscheinlich die Schulleiter kennen und sich keine Probleme machen wollen. Daher empfehle ich Dir offen und ehrlich vorzugehen. Viel Freude.
      Liebe Grüße
      Victoria

  6. Hallo Victoria, ich arbeite als Berufsschullehrer, angestellt seit 1983. Nächstes Jahr sind es 40 Jahre, das reicht Ich gehe 2025 mit 63 nach 45 Jahren in Rente mit Abschlägen.Jetzt möchte ich nur noch bis 31.12.23 arbeiten und vorher kündigen. Wann müsste ich das tun und mit welchem ärztlichen Attest kann ich die Sperre vom Arbeitsamt umgehen?
    Grüße Monika

    1. Hallo liebe Monika,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wowww 40 Jahre!!!
      Wenn Du schon so lange bei einem Arbeitgeber bist, wirst Du eine lange Kündigungsfrist haben. Ab 12 Jahren beim gleichen Arbeitgeber ist die Kündigungsfrist 6 Monate. Du kannst zum Quartalsende kündigen. Wenn Du aus gesundheitlichen Gründen kündigst, solltest Du frühzeitig zum Arzt gehen und Dir Deine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen schriftlich bestätigen lassen.
      Gratulation zu Deiner Entscheidung!
      Liebe Grüße
      Victoria

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