Als Beamter kündigen Alle rechtlichen Infos

„Oh Nein! Du willst als Beamter kündigen? In diesen unsicheren Zeiten!? Du wirst es bereuen. Das sage ich Dir!“

Wenn Du auf einer Party die gesamte Aufmerksamkeit auf Dich ziehen willst, brauchst Du nur einen Satz zu sagen: „Ich will als Beamter kündigen“

Dann sind alle ganz Ohr. Zwar nicht unbedingt um Dir genau zuzuhören, sondern um Dich vor einem großen, sehr großen Fehler zu bewahren.

Weshalb viele Menschen es für einen Fehler halten den Beamtenstatus zu kündigen und ob das wirklich ein großer Fehler ist, möchte ich heute mit Dir klären.

Schließlich habe ich selbst zweimal aus der Lebenszeitverbeamtung heraus gekündigt und mittlerweile eine beträchtliche Anzahl an Beamten beim Ausstieg sowie bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt. Somit weiß ich, wovon ich schreibe. 

Außerdem erfährst Du in diesem Artikel:

  • Wann Du als Beamter kündigen solltest.
  • Worauf Du zu achten hast, wenn Du als Beamter kündigen willst.
  • Was passiert, wenn Du das Beamtenverhältnis kündigst.
  • Ab welchem Alter es zu spät ist als Beamter zu kündigen.
  • Wann Du auf keinen Fall als Beamter kündigen solltest.
  • Wie Du den Beamtenstatus behältst ohne Deine Tätigkeit auszuüben.
  • Wie Du als Beamter auf Probe kündigst.
  • Ob eine Wiederverbeamtung möglich ist.
  • wie Du mit der 10-Schritte-Anleitung souverän kündigst. 

Bist Du startklar? Dann lass uns starten.

„Als Beamter kündigen, ist ein Fehler!“ 

Wenn Du als Beamter kündigen willst, hörst Du von vielen Menschen, dass Dein Vorhaben „idiotisch ist“, „ein großer Fehler ist“, „total unvernünftig ist“, „lediglich ein Zeichen dafür ist, dass Du keine Ahnung vom echten Leben und somit dem harten Arbeitsmarkt hast“.

Während einige Menschen Dein Vorhaben fragwürdig finden, gibt es ebenso diejenigen, die Dich selbst in Frage stellen. Dann fallen Sätze, wie „Du bist so undankbar! Was willst Du denn noch!?“, „Du bist so naiv. Glaubst Du die Welt wartet auf Dich!?“, „Wer in diesen unsicheren Zeiten die Sicherheiten des Beamtentums nicht wertschätzt, hat sie nicht verdient!“, „Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis“.

Damals, als ich selbst meine Beamtenstelle kündigen wollte, hörte ich in Gesprächen mit Anderen ständig solche und ähnliche Sätze. Dabei sprach ich mit den Menschen in meinem Umfeld, weil ich glaubte, dass sie mich verstehen und unterstützen, aber das Gegenteil geschah.

Anstatt gestärkt, inspiriert und zuversichtlich nach solchen Gesprächen nach Hause zu gehen, ging ich traurig, niedergeschlagen, demotiviert und innerlich zerrissen nach Hause. Folglich hatte ich viele schlaflose Nächte, quälende Existenzangst und starke Selbstzweifel.

Abgesehen von den entmutigenden Gefühlen, die diese Gespräche in mir auslösten, wunderte ich mich sehr über die Reaktionen meiner Freunde und Familie auf meinen Wunsch den Beamtenstatus zu kündigen.

Schließlich wollte ich lediglich das machen, was Angestellte in der freien Wirtschaft täglich tun: Einen Job, der mich seelisch belastet, unglücklich und krank macht, kündigen.

Wenn Dich die Tätigkeit, die Du täglich ausübst weder erfüllt noch Dir sinnvoll erscheint, ist die Kündigung klug und konsequent.

Dennoch raten Dir die meisten Menschen davon ab als Beamter zu kündigen. Weshalb das der Fall ist, verstand ich als ich den Sachverhalt unter die Lupe nahm.

Beamter kündigen Fehler

Weshalb viele Menschen glauben, dass es ein Fehler ist als Beamter zu kündigen

Während ich eines Tages früh am Morgen im Zug saß, folgte ich hochkonzentriert den Gesprächen der Menschen um mich herum. Genauso wie ich, waren sie auf dem Weg zur Arbeit und fanden ihren Job grauenhaft.

Zwar klagten sie nicht nur an dem einen Tag über ihren Beruf, sondern jeden Tag, aber an diesem einen Tag analysierte ich die Gespräche penibel.

Weil ich verstehen wollte, weshalb keiner von ihnen auf die Kritik des Anderen in der Art und Weise reagierte, wie meine Freunde und meine Familie auf meine Kritik hinsichtlich meines Berufs.

Nachdem ich herausfand, dass es drei wesentliche Faktoren sind die diese Menschen im Zug von mir unterscheiden, machte ich einen Selbstversuch. Denn ich wollte meine Feststellung untermauern.

Bevor ich Dir von dem Versuch erzähle, teile ich mit Dir die drei Faktoren, die dazu führen, dass Menschen Deine Kündigung als Beamter als einen Fehler ansehen.

Erstens: Alle, die im Zug über ihre Jobs klagten, arbeiteten in unterschiedlichen Unternehmen und übten völlig andere Tätigkeiten aus, aber sie hatten das Gefühl gleich schlecht behandelt zu werden.

Im Grunde genommen ähnelte das dem Klagen im Lehrerzimmer.

Zweitens: Sie alle hatten in ihren jeweiligen Unternehmen oder Abteilungen Menschen, die sie furchtbar fanden, weil diese mehr Geld verdienten, mehr freie Tage hatten oder aus ihrer Sicht zu Unrecht besser behandelt wurden.

Mit anderen Worten: Sie waren neidisch auf diese Menschen über die sie schlecht redeten, weil diese irgendetwas hatten, was sie selbst nicht hatten.

Drittens: Sie fanden im Klagen selbst ihre Befriedigung, weil sie davon überzeugt waren, dass sie an ihrer beruflichen Situation nichts ändern können.

Sobald einer von ihnen einen Gedanken, der einen Funken von Lösungsorientierung beinhaltete aussprach, fielen alle über diesen her und zählten 1000 Gründe auf, warum das nicht geht.

Weißt Du jetzt, warum viele Menschen auf Deine Kündigung als Beamter mit Kopfschütteln reagieren?

Du hast etwas, was die Mehrheit nicht hat

Nachdem ich diese drei Feststellungen an den folgenden Tagen immer wieder bestätigt sah, machte ich meinen Selbstversuch.

Da sie alle im Zug über ihre Jobs klagten und ich meinen Job ebenfalls schlecht fand, war es naheliegend mit ihnen zu sprechen. Schließlich mussten sie mich bestens verstehen.

Also nahm ich meinen Mut zusammen, setze mich auf einen dieser Vierer-Plätze im Zug und als sie anfingen zu erzählen, wie müde sie seien, welche sinnfreien Aufgaben sie bei der Arbeit erledigen müssten und wie schön es wäre nicht zur Arbeit fahren zu müssen, sagte ich

„ja, jeden Morgen um 5:45 Uhr aufstehen zu müssen, ist eine Qual. Insbesondere dann, wenn ein Tag voller blödsinniger Aufgaben vor einem steht“.

„Was machen Sie denn beruflich?“, fragte mich einer aus der Gruppe, der verwundert darüber war, dass ich etwas sagte. Denn sonst war ich ein stiller Zuhörer.

„Ich bin Lehrerin und arbeite an einer Berufsschule“, antwortete ich gespannt auf ihre Reaktionen.

„Lehrerin!? Dann haben Sie doch bald Ferien! Von den vielen Ferien, die Lehrer haben kann ich nur träumen“, erwiderte eine andere Person und ein weiterer sagte:

„Als Lehrerin bringen Sie den Kindern etwas bei. Das ist doch sinnvoll! Also, wenn diese Arbeit nicht sinnvoll ist, weiß ich auch nicht mehr“.

„Klar, sind die Jugendlichen nicht einfach, aber welcher Beruf ist schon einfach. Dafür arbeiten Sie nur vormittags und haben viele Ferien“ sagte die Person, die mich nach meinem Beruf gefragt hatte.

„Vergiss die Bezahlung nicht. Schlecht verdienen die Lehrer nun wirklich nicht. Sind doch alles Beamte“ sagte ein anderer aus dem Vierer-Sitz neben unserem mit lauter Stimme.  

„Warum man Lehrer verbeamtet, habe ich bis heute nicht verstanden. Später bekommen sie alle auch noch die Pension und unsereiner kriegt eine mickrige Rente“, warf ein anderer ein.

Danach ging das Gespräch in eine komplett andere Richtung.     

Letztlich verstand keiner von ihnen, weshalb ich meinen Lehrerberuf nicht mehr ausüben wollte. Zudem gaben sie mir das Gefühl ein schlechter Mensch zu sein.

Obwohl sie sich meine Gründe für einen Berufswechsel nicht anhören wollten, verurteilten sie mich dafür, dass ich als Erwachsene, die mit Jugendlichen arbeitet, meinen Beruf nicht mochte.

  • Weshalb verstanden sie mich nicht, während jeder von ihnen bestens nachvollziehen konnte, warum der Andere seinen Beruf nicht mag?
  • Warum war es bei ihnen legitim ihren Beruf schlecht zu finden, aber bei mir nicht?
Als Beamter kündigen Beratung

Worum Dich andere Menschen beneiden           

Durch diesen Selbstversuch bestätigten sich für mich die drei Feststellungen, die ich aus den vorherigen Gesprächsanalysen herausfand.

Erstens: Da ich Beamtin und Lehrerin war, glaubten sie nicht, dass ich im beruflichen Kontext genauso schlecht behandelt wurde, wie sie. Demnach gab es ihrer Meinung nach für mich keinen Grund in meinem Beruf unglücklich zu sein.

Zweitens: Als Lehrerin und Beamtin hatte ich ihrer Einschätzung nach viele Vorteile, die sie nicht hatten. Daher hatten sie kein Verständnis für meine Kritik. Letztlich hatte ich mehr als sie. Somit gehörte ich zu der Gruppe von Menschen, die sie beneideten.   

Drittens: Ich wollte meinen Beruf wechseln. Dadurch machte ich deutlich, dass ich davon überzeugt war mein Leben in die Hand nehmen und es in meinem Sinne gestalten zu können. Wenn Du klagenden Menschen eine Lösung für ihr Problem anbietest, bist Du der Feind.

Genauso, wie mir damals, ergeht es Dir, wenn Du als Beamter kündigen willst.

Schließlich hast Du aus der Sicht der Mehrheit bereits alles, was sich die Menschen auf diesem Planeten seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte erträumt hat.

Denn Du:

  • hast einen felsensicheren Job und bist beinahe unkündbar.
  • bist versicherungsfrei. Deshalb zahlst Du nicht in die Sozialkassen ein und bekommst somit mehr Geld überwiesen als Deine angestellten Kollegen.
  • hast eine private Krankenversicherung und die Beihilfe.
  • erhältst Deine Bezüge am Anfang des Monats und nicht wie Angestellte am Ende des Monats.
  • bekommst bei Krankheit über viele Monate hinweg Deine Bezüge zu 100 Prozent überwiesen. Demnach gibt es für Dich keine Abzüge, wenn Du nicht arbeitest.  
  • erfreust Dich irgendwann später im Alter an einer Pension von der andere Menschen nur träumen können.

Aufgrund dieser Fakten beneiden Dich viele Menschen. Denn sie glauben, dass jemand, der diese Sicherheiten hat kein schlechtes Leben führt. Auch dann nicht, wenn er die Arbeit, die er ausübt schlecht findet.

Nicht die Arbeit, sondern der Beamtenstatus zählt

Zwar versteht die Mehrheit, dass es belastend ist in einem Beruf zu arbeiten, der einem keine Freude macht, aber sie sind der Meinung, dass die Sicherheiten des Beamtentums wichtiger sind als Freude an der Arbeit zu haben.

Deshalb hörst Du, wenn Du sagst, dass Du als Beamter kündigen willst „Denke, doch an die Pension, an die Ferien, an die Sicherheiten, Arbeit macht keine Freude…“

Demnach ist es irrelevant, ob Du als Bundesbeamter, Polizist, Lehrer, Justizvollzugsbeamter, Rechtspfleger, Verwaltungsbeamter, Zollbeamter, Finanzbeamter, oder was auch immer für ein Beamter unglücklich im Beruf bist. Denn nicht die Arbeit, die Du täglich ausübst, wird bewertet, sondern Dein Beamtenstatus.

Wenn diese Denkweise nur die Menschen in Deinem Umfeld haben, ist das für Deine Kündigung kein Problem.

Aber wenn Du ebenfalls die Sicherheiten des Beamtentums über Deine Freude, Zufriedenheit, Freiheit und Lebensträume stellst, wirst Du als Beamter kündigen wollen. Jedoch nicht kündigen.

Sobald Du die vorherrschende Meinung „Als Beamter kündigen, ist ein Fehler“ zu Deiner Meinung machst, hast Du Angst vor der Kündigung.

Dann träumst Du nur davon irgendwann später vielleicht mal:

  • freier anstatt felsensicher zu arbeiten.
  • selbstbestimmt und nicht fremdbestimmt zu leben.
  • kreativ und innovativ zu arbeiten und weniger vorschriften- und paragrafenfixiert.
  • mobiler und flexibler zu arbeiten anstatt festgenagelt zu sein.
  • herauszufinden, was Du noch alles kannst.
  • ohne eine Freistellung Deinen Arbeitgeber wechseln zu können.
  • einen Job zu haben, der Dir Freude macht und zu Deinem Naturell passt.

Wenn Du diese Wünsche verwirklichen und als Beamter kündigen willst, ist es essentiell zwischen dem Beamtenstatus und Deiner täglichen Arbeit zu unterscheiden.

Denn während Du mit dem Status vielleicht kein Problem hast, leidest Du täglich bei der Arbeit. Folglich ist nicht der Beamtenstatus Dein Job, sondern die Arbeit, die Du ausübst.  

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Fragen, die Dir aufzeigen, ob Du als Beamter kündigen sollst

Zwar beeinflusst die Beamten-Mentalität mit Treue- und Dienstverhältnis nach Artikel 33 Grundgesetz und der Gehorsamspflicht gemäß § 62 Abs. 1 Bundesbeamtengesetz beziehungsweise § 35 Beamtenstatusgesetz die Arbeitsatmosphäre, aber relevant sind Deine Antworten auf diese Fragen:

  • Macht Dir Deine Arbeit Freude?
  • Erfüllt sie Dich?
  • Entspricht sie Deinen Werten?
  • Empfindest Du sie als sinnvoll?
  • Passt sie zu Deinem Naturell?

Wenn Du diese Fragen nicht eindeutig bejahst, solltest Du als Beamter kündigen. Weil Du sonst seelisch leidest und krank wirst.

Auch wenn die Krankheit im Beamtentum monetär unterstützt wird, willst Du sicherlich nicht über die Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand gehen.

Denn das fühlt sich so an, als wenn Du Dein Leben nicht gelebt hättest. Dabei willst Du doch frei sein, leben und herausfinden, was Dein Leben noch alles für Dich bereit hält. Richtig?

Damit Du weißt, ob es sich für Dich lohnt als Beamter zu kündigen oder nicht, schaue Dir das Video unten an. Danach schauen wir uns an, wie Du als Beamter kündigen kannst und worauf Du zu achten hast.

Als Beamter kündigen: Wie geht das?

Im Grunde genommen kündigst Du nicht. Denn Du stellst einen Antrag. Und dieser Antrag heißt: Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.

Nach § 33 BBG beziehungsweise § 23 Abs. 1 Nr. 4 BeamtStG beantragst Du die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.

Während das Bundesbeamtengesetz (BBG) für die Beamten des Bundes gilt, regelt das Beamtenstatusgesetz (BeamtStG) die Pflichten nach Artikel 33 Grundgesetz der Landesbeamten.

Dort im § 33 BBG steht:

(1) Beamtinnen und Beamte sind zu entlassen, wenn sie gegenüber der zuständigen Behörde schriftlich ihre Entlassung erlangen. Die Erklärung kann, solange die Entlassungsverfügung noch nicht zugegangen ist, innerhalb von zwei Wochen nach Zugang bei der zuständigen Behörde zurückgenommen werden, mit Zustimmung der zuständigen Behörde auch nach Ablauf dieser Frist.

Das heißt, Du kannst schriftlich um Deine Entlassung bitten und hast nach der Abgabe Deines Antrags zwei Wochen Bedenkzeit. Außer die Behörde gibt Dir mehr Bedenkzeit.

Da Du als Erwachsener Deinen Antrag auf Entlassung erst dann abgibst nachdem Du gründlich über diesen lebensverändernden Schritt mit seinen Konsequenzen nachgedacht hast, brauchst Du keine Bedenkzeit. Schließlich weißt Du, was Du tust.

Danach heißt es in dem Gesetzestext:

(2) Die Entlassung kann jederzeit verlangt werden. Sie ist für den beantragten Zeitpunkt auszusprechen. Sie kann jedoch so lange hinausgeschoben werden, bis die Beamtin oder der Beamte die ihr oder ihm übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß erledigt hat, längstens drei Monate.

Demnach hast Du als Beamter keine Kündigungsfristen, wie Angestellte. Denn Du kannst jederzeit um Deine Entlassung bitten.

Jedoch kann die Behörde Deine Entlassung bis maximal 3 Monate hinausschieben bist Du Deine Amtsgeschäfte ordnungsgemäß erledigt hast.

Habe ich als Beamter eine Kündigungsfrist?

Da viele den obigen Passus falsch verstehen, wiederhole ich es noch einmal: Du kannst als Beamter kündigen, wann immer Du willst. Weil Du keine Kündigungsfrist hast. Somit sind diese drei Monate nicht als Kündigungsfrist zu verstehen.

Denn das Verschieben Deiner Entlassung um drei Monate vielmehr als Theorie verstanden werden darf als eine gängige Vorgehensweise in der Praxis. Denn kein Mensch kann Dich zwingen zur Arbeit zu fahren, wenn Du nicht dahin willst.

Abgesehen davon sagst Du frühzeitig Deinem Vorgesetzten, dass Du kündigst. Somit weiß jeder vorzeitig über Deine Kündigung Bescheid und kann ohne Dich planen.

Damit wir die Gesetzestexte vollständigen haben, schreibe ich Dir noch auf, was im § 23 Abs. 1 Nr. 4 BeamtStG steht:

1) Die Beamtinnen und Beamten sind zu entlassen, wenn sie die Entlassung in schriftlicher Form verlangen.

Abgesehen von diesen Paragraphen sind für Landesbeamte die jeweiligen Landesverordnungen relevant. Wobei in denen das gleiche steht, wie im § 33 BBG.

Wenn Du ein verbeamteter Lehrer bist, liest Du in den Landesverordnungen, dass Dein Antrag bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres verschoben werden kann. Damit Du weißt, wie Du Deinen Antrag stellst, um zum gewünschten Zeitpunkt die Schule zu verlassen, lies diesen Artikel „Als Lehrer kündigen“

Dein „Kündigungsschreiben“, also den Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis stellst Du schriftlich. Abgesehen von Deinem gewünschten Entlassungstermin, brauchst Du bei Deinem Antrag nichts weiter zu beachten.

Das heißt: Du schreibst alles andere so, wie Du auch einen formlosen offiziellen Brief schreibst.

Worauf Du zu achten hast, wenn Du als Beamter kündigen willst

Sobald es um den Ausstieg aus dem Beamtentum geht, denken alle sofort an die Pension. Dabei spielt die Pension für die Gegenwart keine Rolle.

Außerdem hast Du darauf keinen Einfluss. Denn der Umgang mit Deinen Pensionsansprüchen obliegt den Regularien des Bundes oder der Länder.

Somit darfst Du Dich gelassen mit einem anderen für die Gegenwart zentralen Thema befassen: Deine Krankenversicherung.

Wenn Du nach Deiner Kündigung als Beamter weiterhin in Deutschland bleibst, musst Du Dich krankenversichern. Weil es seit 2009 eine Allgemeine Krankenversicherungspflicht für alle Menschen gibt, die einen Wohnsitz in Deutschland haben.

Da Du als Beamter für gewöhnlich in der privaten Krankenversicherung bist und dazu die Beihilfe oder die Heilfürsorge hast, musst Du nach Deiner Kündigung die private Krankenversicherung zu 100 Prozent selbst zahlen.

Denn die Beihilfe oder die Heilfürsorge fällt weg, wenn Du als Beamter kündigst.

Weil der monatliche Beitrag für die meisten Menschen dann zu hoch ist, wollen sie nachdem sie als Beamter gekündigt haben in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

Dadurch wird Dir bewusst, wie wichtig es ist, dass Du Dich bevor Du als Beamter kündigst mit der Krankenversicherung befasst. Schließlich ist sie für die Gegenwart relevant.

Deshalb nenne ich Dir die drei gängigen Vorgehensweisen:

Erstens: Du bleibst in der privaten Krankenversicherung und schraubst Deinen monatlichen Beitrag runter. Dazu bietet sich das Streichen von Leistungen und die Erhöhung der Selbstbeteiligung an.

Zweitens: Damit Du in die gesetzliche Krankenkasse kommst, findest Du einen sozialversicherungspflichtigen Job. Dann kündigst Du Deine private Krankenkasse und wechselst in eine gesetzliche Krankenkasse Deiner Wahl.  

Drittens: Du hast einen Ehepartner oder Partner in der gesetzlichen Krankenkasse und willst nachdem Du als Beamter gekündigt hast Nichtstun oder auf Minijob-Niveau arbeiten. Dann kannst Du über Deinen Ehepartner in die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse wechseln.

Als Beamter kündigen private Krankenversicherung

Was machst Du mit der Krankenversicherung, wenn Du älter als 55 Jahre alt bist?

Wenn Du über 55 Jahre alt bist, ist der Wechsel in eine gesetzliche Krankenversicherung kaum möglich. Außer Du warst in den letzten fünf Jahren mindestens zweieinhalb Jahre in der GKV pflichtversichert.

Aber da Du diese Voraussetzung als Beamter nicht erfüllst, ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse schwierig.

Wobei es Menschen gibt, die sich darauf spezialisiert haben diesen Wechsel für Menschen über 55 Jahre hinzubekommen, aber wie hoch deren Erfolgschancen bei Beamten ist, weiß ich nicht.

Damit Du die Möglichkeiten hinsichtlich der Krankenversicherung verinnerlichst, schaue Dir dieses Video an:

Was machst Du nach Deiner Kündigung mit der privaten Krankenversicherung? 

Falls Du nach Deiner Kündigung als Beamter in die gesetzliche Krankenversicherung wechselst, musst Du noch entscheiden, ob Du Deine private Krankenversicherung kündigst oder eine Anwartschaftsversicherung abschließt.  

Wenn Du eine An­wart­schafts­ver­si­che­rung abschließt, wird die Ver­si­che­rung nicht aufgelöst, sondern nur unterbrochen und Du kannst später in Deinen alten Tarif zurückkehren.

Wobei es nicht nur eine Form der Anwartschaftsversicherung gibt, sondern zwei.

Erstens: Eine kleine Anwartschaftsversicherung. Wenn Du sie abschließt, kannst Du ohne erneute Gesundheitsprüfung in Deinen ursprünglichen Tarif zurückzukehren.

Zweitens: Eine große Anwartschaftsversicherung. Wenn Du sie abschließt, bleiben Dir Deine bisherigen Altersrückstellungen erhalten. 

Bevor Du mit einem Versicherungsberater sprichst, solltest Du für Dich klären, ob Du später wieder in die private Krankenversicherung zurückwechseln willst.

Nachdem Du Dich dafür entschieden hast, dass Du die private Krankenversicherung nicht kündigen, sondern stilllegen willst, sprichst Du mit einem Versicherungsberater. Denn dieser kann Dir sagen, wie hoch die monatlichen Beiträge für die Anwartschaftsversicherungen sind.

Zum Beispiel kann eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll sein, wenn für Dich eine Selbstständigkeit in Frage. Damit Du Klarheit darüber hast, ob die Selbstständigkeit zu Dir passt, schaue Dir dieses Video an: 

Was passiert mit Deinen Pensionsansprüchen?

Obwohl die meisten, die als Beamter kündigen wollen mehr als 15 Dienstjahre vor sich haben, belastet sie der Verlust der Pensionsansprüche immens.

Dabei wollen sie im Jetzt leben, ihr Leben genießen, ihr Potenzial entfalten, sich verwirklichen, sich weiterentwickeln und allen anderen Begriffen der aktuellen Zeit nachgehen. Zumindest sagen sie das.

Denn wer wahrhaftig sein Potenzial entfalten, sich verwirklichen und sich weiterentwickeln will, bleibt nicht im Beamtentum, weil er in 10, 15, 20, 30 Jahren eine Pension erhält.

Abgesehen davon, dass kein Mensch weiß, wie die Gesetze in der Zukunft sein werden, weißt Du nicht, ob Du Dein Ruhestandsalter erreichst und in welcher körperlichen und seelischen Verfassung Du das tust.

Daher ist es klug die Gegenwart nicht an die Zukunft zu verkaufen. Das heißt, wenn Du jetzt in Deinem Beruf unglücklich bist, kündige als Beamter und gehe Deiner Freude nach.

Außerdem stimmt diese Aussage, die ich oft höre, nicht: „Wenn Du als Beamter kündigst, verlierst Du Deine kompletten Pensionsansprüche“.

Während Bundesbeamte generell das Altersgeld erhalten, steht diesen Landesbeamten ebenfalls das Altersgeld zu:

  • Baden-Württemberg
  • Bremen
  • Niedersachsen
  • Hessen
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Schleswig-Holstein
  • Freistaat Sachsen
  • Thüringen

Wenn wir über das Altersgeld sprechen, geht es um die Portabilität von Pensionsansprüchen.

Das heißt, Du kannst Deine Pensionsansprüche, wenn Du die Voraussetzung erfüllst, in Altersgeldansprüche umwandeln lassen und in die Rentenversicherung „tragen“.

Nachversicherung anstatt Altersgeld

Falls es in Deinem Bundesland das Altersgeld nicht gibt, wirst Du in die gesetzliche Rentenversicherung nachversichert.

Während Du beim Altersgeld Deine Pensionsansprüche mit in die gesetzliche Rentenversicherung nimmst, wird bei der Nachversicherung nur die Regelsicherung berücksichtigt. Somit fällt die betriebliche Altersvorsorge weg.

Wenn Du als Beamter kündigst wirst Du nach § 8 SGB VI in die gesetzliche Rentenversicherung nachversichert.

Zudem ist in § 181 Abs. 5 SGB VI klar festgelegt, dass die Beiträge von Deinem ehemaligen Dienstherrn nachentrichtet werden.

Dabei berücksichtigt Dein Dienstherr für die Berechnung der Nachversicherung diese Parameter:

  • Bruttoeinkommen.
  • Wie lange Du als Beamter gearbeitet hast.
  • Der aktuelle Beitragssatz für die Rentenversicherung (Stand 2023: 18,6% des Bruttogehalts).

Wenn Du hinsichtlich Deiner Pensionsansprüche wenig Verluste haben willst, solltest Du frühzeitig als Beamter kündigen. Denn je länger Du Landesbeamter bist, desto mehr verlierst Du bei der Nachversicherung.

Alternativen zum Lehrerberuf Buch Als Lehrer kündigen Buch

Finde als Lehrer und als Beamter mit meinem Buch "Tschüss Schule - Hallo Freiheit!" in 6 klaren Schritten Deine erfüllende Berufsalternative!

Im Buch „Tschüss Schule – Hallo Freiheit!“ zeige ich Dir, wie Du außerhalb der Schule Geld verdienst, souverän kündigst und endlich frei und selbstbestimmt lebst.

Was passiert, wenn Du das Beamtenverhältnis kündigst 

Da Du nach Deinem Ausstieg aus dem Beamtentum keine  Bezüge mehr erhältst, ist es wichtig vorab zu klären, wovon Du lebst.

Mit anderen Worten: Wie finanzierst Du nach Deiner Kündigung Dein Leben?

Während Angestellte nach der Kündigung Arbeitslosengeld beantragen können, kannst Du das nicht. Weil Du nicht in die Sozialkassen eingezahlt hast.

Deshalb musst Du nach Deiner Kündigung entweder einen Job haben oder einen Menschen, der Dein Leben finanziert oder genug Geld, um Dich selbst zu finanzieren.

Bevor Du als Beamter kündigst, solltest Du auf jeden Fall die Zeit nach der Kündigung bestens vorbereiten. Dabei darfst Du Dir das zentrale Thema „Finanzen“ gründlich anschauen.

Denn ohne einen Überblick über Deine Finanzen zu haben, kannst Du keine Entscheidungen treffen.

Obwohl sich viele die kündigen wollen viele Gedanken um das Thema Geld machen, tun sie sich schwer sich mit ihren Finanzen zu befassen. Deshalb wird dieser wesentliche Part der Kündigungsvorbereitung ständig nach hinten verschoben.

Damit Dir das nicht passiert, schaue Dir dieses Video an:

Ab welchem Alter es zu spät ist als Beamter zu kündigen

Im Grunde genommen ist es nie zu spät Dein Leben in die Hand zu nehmen und zu tun, was Dich erfüllt.

Auch wenn Du ab 55 Jahren nicht mehr leicht in die gesetzliche Krankenversicherung kommst, ist das kein Grund nicht zu kündigen. Denn bei einem Angestelltenjob bezuschusst Dein neuer Arbeitgeber Deine private Kran­ken­ver­si­che­rung mit ca. 404€ pro Monat (Stand: 2023).

Damit Du für Dich Klarheit gewinnst, empfehle ich Dir Dich mit diesen Fragen zu befassen und den Artikel „Mit 50 kündigen zu spät?“ zu lesen.

  • Wie fühlst Du Dich aktuell seelisch und physisch?
  • Bist Du mit Deinem Status quo zufrieden?
  • Gehst Du gerne zur Arbeit?
  • Wie lange musst Du bis zum Ruhestand arbeiten?
  • Wenn Du Dein Leben nicht veränderst, wie wirst Du Dich seelisch und physisch in Deinem Ruhestandsalter fühlen?
  • Kannst Du mit der seelischen und physischen Verfassung, die Du glaubst zu haben,  Deine Lebensträume verwirklichen?
  • Lohnt es sich für Dich Deiner Meinung nach jetzt als Beamter zu kündigen?

Schaue Dir dazu auch noch dieses Video an:

Wann Du auf keinen Fall als Beamter kündigen solltest

Solange Du nicht zu 100 Prozent von Deiner Kündigung als Beamter überzeugt bist, solltest Du nicht kündigen.

Auch wenn sich das logisch anhört, gibt es immer wieder Beamte, die aus fragwürdigen Gründen kündigen. Danach verfallen sie in Panik und ziehen ihren Antrag zurück.

Damit Dir das nicht passiert, kündige nicht aus Trotz oder weil Du beleidigt bist oder weil Du von einer Kündigungsgeschichte inspiriert bist oder weil Du Angst vor einer Aufgabe innerhalb Deines Berufs hast. Also bitte keine Inspirations- oder Fluchtkündigung.

Wenn Du Dich auf das Leben außerhalb des Beamtentums freust und die Kündigung als die beste Entscheidung einstufst, kündige als Beamter.

Außerdem solltest Du auf keinen Fall als Beamter kündigen, wenn Du nicht die Bereitschaft hast Dein Leben aktiv zu gestalten. Denn während Du zum Beispiel als Beamter beim Dienstortwechsel nur einen Versetzungsantrag stellst, musst Du außerhalb des Beamtentums selbst eine Arbeitsstelle suchen und Dich bewerben. Da gibt es keine Behörde, die für Dich eine andere Stelle findet.

Im Grunde genommen kündigen Beamte, weil sie ihr Leben selbst gestalten wollen. Deshalb sind sie von ihrer Kündigung überzeugt.

Aber diejenigen, die aus fragwürdigen Gründen kündigen, haben diese Bereitschaft für dieses aktive Leben nicht. Daher sind sie von den Konsequenzen der Kündigung überfordert und ziehen ihren Antrag zurück.

Denn bevor Du kündigst, solltest Du alle Aspekte des Eisberg-Prinzip der Kündigung aus dem Beamtentum geklärt haben. Damit Du das exzellent tust, gehe ich in meinem Buch "Tschüss Schule - Hallo Freiheit" ausführlich darauf ein. Und das Buch ist auch für Beamte anderer Berufe geeignet. 

Als Lehrer kündigen Eisberg-Prinzip

Bevor Du Deinen Antrag auf Entlassung abgibst, gehe in Dich und kläre für Dich, ob Du Dich auf die Zeit nach der Kündigung freust und von Deinem Ausstieg entschlossen bist oder das Gefühl hast selbst das Problem zu sein. Schaue Dir dazu diese Video an: 

Wie Du den Beamtenstatus behältst ohne Deine Tätigkeit auszuüben 

Falls Du Angst davor hast den Beamtenstatus abzugeben und beunruhigt bist über ein Leben ohne die Sicherheiten, denkst Du darüber nach, wie Du den Status behalten kannst.

Da fällt Dir sofort die Beurlaubung als eine gute Idee ein. Damit Dein Antrag auf Beurlaubung genehmigt wird, müssen folgende Gründe vorliegen:

  • Beurlaubungen aus familienbedingten Gründen (§ 92 BBG),
  • Beurlaubung aus arbeitsmarktpolitischen Gründen (§ 95 BBG)
  • Elternzeit (§ 6 MuSchEltZV)
  • Sonderurlaub aus wichtigen Gründen (SUrlV)

Während der Beurlaubung darfst Du einer Nebentätigkeit nachgehen, wenn sie Dir vorab genehmigt wurde.

Jedoch ist die Beurlaubung eine der teuersten Varianten den Beamtenstatus zu behalten. Denn Du bekommst keine Bezüge und in vielen Fällen bist Du nicht mehr beihilfeberechtigt. Demnach musst Du Deine private Krankenversicherung zu 100 Prozent selbst zahlen.  

Wenn es Dein Wunsch ist frei zu sein und selbstbestimmt zu leben, ist die Beurlaubung dafür nicht geeignet. Weil Du als beurlaubter Beamter immer noch Beamter und demnach Deinem Dienstherrn verpflichtet bist.

Abgesehen von der Beurlaubung gibt es noch andere Möglichkeiten den Beamtenstatus zu behalten ohne zu arbeiten. Schaue Dir dazu dieses Video an:

Wie Du als Beamter auf Probe kündigst 

Zwar gibt es hinsichtlich der Bürokratie keine Besonderheiten, die Du als Beamter auf Probe zu beachten hast, aber zwischenmenschlich schon.

Deshalb habe ich für Dich dieses Video gedreht:

Ist eine Wiederverbeamtung möglich?

Auch wenn viele glauben, dass eine Wiedereinstellung als Beamter nach eigener Kündigung nicht möglich ist, entspricht dies nicht der Wahrheit.

Wenn Du als Beamter auf Deinen Wunsch hin den Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis stellst, willst Du kein Beamter mehr sein.

Demnach geht jeder erst einmal davon aus, dass Du als Nicht-Beamter glücklich bist. Jedoch bestraft Dich keiner, wenn Du es Dir wieder anders überlegst.

Falls Du wieder Beamter sein willst, bewirbst Du Dich auf die gewünschte Stelle. Dann durchläufst Du den gleichen Prozess, den auch andere Bewerber durchlaufen.

Das heißt, Du gehst wieder zum Amtsarzt und so weiter.

Zwar gibt es keine Garantie dafür, dass Du wieder verbeamtet wirst.

Solange Du jedoch die Voraussetzungen für die Verbeamtung in den jeweiligen Bundesländern erfüllst, spricht rechtlich nichts gegen Deine Wiedereinstellung in ein Beamtenverhältnis.

Aber Du solltest wissen, was Du bei Bewerbungsgesprächen auf die Fragen:

  • „Weshalb haben sie das Beamtenverhältnis gekündigt?“
  • „Warum wollen sie wieder Beamter werden?“

antwortest.

Demnach kannst Du wieder verbeamtet werden, auch wenn Du als Beamter selbst das Beamtenverhältnis gekündigt hast.

Und das weiß ich aus eigener Erfahrung, da ich als Beamtin gekündigt habe und später wieder als Beamtin eingestellt worden bin.

Später habe ich meine Beamtenstelle wieder gekündigt.

Deine 10-Schritte-Anleitung für Deine souveräne Kündigung

Bevor Du Deinen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis abgibst, solltest Du folgende Punkte durchgehen.

1. Finde heraus, ob es in Deinem Bundesland das Altersgeld gibt und ob Du die Voraussetzungen erfüllst. Dazu kannst Du bei Google Altersgeld und Dein Bundesland eingeben. Für Bundesbeamte gibt es auf jeden Fall das Altersgeld.

2. Wenn Du Anspruch auf Altersgeld hast, empfehle ich Dir mit Deinem Antrag auf Entlassung ebenso einen Antrag auf das Altersgeld abzugeben. Falls es das Altersgeld in Deinem Bundesland nicht gibt oder Du die Voraussetzungen nicht erfüllst, wirst Du nachversichert.

3. Dann rufst Du Deinen Berater bei Deiner privaten Krankenversicherung an. Und fragst wie hoch Dein Beitrag nach der Kündigung sein wird und wie weit Du diesen runterschrauben kannst.

Aber übertreibe es mit dem Beraten und Informationen sammeln nicht! Denn sonst drehst Du Dich im Kreis und bleibst ewig an Punkt 3 hängen!

4. Schließlich legst Du fest, wann Dein letzter Arbeitstag sein soll.

5. Danach schreibst Du Deinen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis und bereitest Dich emotional auf den Ausstieg vor. Dabei unterstützt Dich dieses Video: 

6. Jetzt kannst Du den Antrag auf Entlassung entweder direkt Deinem Vorgesetzten geben oder über das Sekretariat an ihn weiterleiten lassen.

Auf jeden Fall muss Dein Antrag auf dem Dienstweg bei Deinem Dienstherrn landen. Da Du sicherlich einen friedlichen Abschied haben willst, empfehle ich Dir Deinen Antrag direkt bei Deinem Vorgesetzten abzugeben. Schaue Dir dazu dieses Video an: 

7. Nachdem Du Deinen Antrag abgegeben hast, bekommst Du Post von Deinem Dienstherrn. Dabei macht er Dich auf die Konsequenzen Deines Ausscheidens aus dem Beamtenverhältnis aufmerksam.

Damit Du weißt, dass Du keine Beihilfe, Pension und Co bekommst. Zudem hast Du zwei Wochen Bedenkzeit.

Im Grunde genommen kannst Du nachdem Du Deinen Antrag abgegeben hast, Deine „Kündigung“ innerhalb der zweiwöchigen Bedenkzeit wieder zurückziehen.

8. Wenn Du Deinen Antrag („Kündigung“) nicht zurückziehst, bekommst Du einige Tage beziehungsweise Wochen später Deine Entlassungsurkunde. Damit bist Du offiziell zu Deinem Wunschtermin kein Beamter mehr.

Damit hast Du Dir Deinen Traum "ich will als Beamter kündigen, um frei und selbstbestimmt zu leben" erfüllt.

Gratulation!!!

9. Da es dauert bis die Behörden sich gegenseitig über Deine Entlassung informieren, schreibe am besten selbst der Besoldungsstelle eine E-Mail. Damit Du nicht weiterhin Dein Geld bekommst.

Ansonsten musst Du, wie ich, das überwiesene Bruttogehalt zurücküberweisen. Und bis Du die negativen Einkünfte über die Einkommenssteuererklärung zurückbekommst, kann es über ein Jahr dauern.

10. Nachdem Du eine lange Wegstrecke mit Höhen und Tiefen zurückgelegt hast, kommt jetzt das schönste und wichtigste!

Feiere Dich und Dein neues Leben.

Auch wenn kaum darüber gesprochen wird, ist es dennoch so, dass eine Kündigung glücklich macht. Und sie ist ein perfekter Grund, um zu tanzen und zu lachen.

Wann Du als Beamter kündigen solltest

Bevor wir uns für heute verabschieden, will ich Dir einige Gedanken mit auf den Weg geben.

Wenn ein Vogel im Käfig lebt, wird er umsorgt und beschützt. Jedoch ist sein Bewegungsraum von seinem Besitzer klar vorgegeben.

Sobald er aus seinem Käfig hoch hinaus in den Himmel fliegt ist er frei und kann frei entscheiden wohin er fliegt. Jedoch muss er dann selbst für seine Nahrung sorgen.

Genauso ist es mit dem Beamtenstatus.

Denn Du wirst im sicheren Beamtenjob beschützt und umsorgt, zahlst dafür jedoch einen Preis. Dafür gibst Du:

  • Deine Freiheit.
  • Dein selbstbestimmtes Leben
  • Deinen Wunsch zur Entfaltung.
  • Deine Gesundheit.
  • Deine Lebensqualität und

viele andere Sachen auf.

Demnach ist der Preis, den Du für die Sicherheiten aufgibst sehr hoch, findest Du nicht?

Wenn Du im Käfig sitzt obwohl Deine Seele frei sein will, wirst Du seelisch leiden und krank werden. Bevor das passiert, solltest Du als Beamter kündigen.

Das heißt: Sobald Du merkst, dass Dein Job Dich unglücklich und seelisch krank macht, solltest Du kündigen. 

Dann erfüllst Du Deiner Seele den Wunsch nach Freiheit. Damit Du weißt, welche konkreten Folgen es hat, wenn Du den Ruf Deiner Seele ignorierst, höre Dir diese Podcast-Folge an. Viel Freude. 

Und nicht vergessen: Mache Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.

Victoria

Ein Hoch auf die Freiheit

PS: Diesen Artikel habe ich das erste Mal am 2.12.2019 veröffentlicht. Jetzt habe ich ihn für Dich überarbeitet und erweitert. 

Willst Du Dich endlich von einem Beruf, der Dich einengt und daran hindern wirklich DU selbst zu sein, befreien, um frei und selbstbestimmt zu leben? 

Dann schreibe mir unten Deine E-Mail-Adresse auf und Du erhältst sofort Deinen bewährten Kündigungs-Fahrplan. 

👉🏽Der bewährten Kündigungs-Fahrplan ist kostenfrei.

💡Wenn Du wissen möchtest, was Dich alles im Kündigungs-Fahrplan erwartet, lies hier weiter: Mehr Infos zum Kündigungs-Fahrplan.

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Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

Dein Kommentar

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  1. Liebe Viktoria, ich kann das alles mit JA unterschreiben und trotzdem trau ich mich nicht zukünftigen, und liebäugel stattdessen mit Krankenstand herum, was mir aber so feig vorkommt und so richtig nach Ofer schmeckt, da bei uns ein eher ungünstige Klima herrscht indem alle so recht und schlecht dahinkämpfen, einige haben auch schon aufgegeben.

    1. Hallo Roswitha, die Idee in die Krankheit zu flüchten, kann ich nachvollziehen. Sie wird Dich jedoch nicht glücklich machen. Erst recht nicht, wenn sie Dir feige vorkommt und für Dich nach Opfer schmeckt. Wenn Du lieber einen anderen Weg gehen willst, lass uns reden. Ich hoffe Du bleibst gesund! Liebe Grüße, Victoria

  2. Hallo Victoria, liebe Leser/innen, nachdem ich (Polizeibeamter, Kripo, Mainz) bereits etwas über 2 Monate krank geschrieben war (ich zog für mich die Notbremse, bevor ich tatsächlich einen Burn-Out erlitt) wurde mir der Wechsel (Hospitation) in eine andere Abteilung ermöglicht. Allerdings ist hier die Thematik nicht so doll und es mangelt an Team-Arbeit (was mir schon vorher fehlte und hier eben auch nicht besser wurde). Dies führte dazu, dass ich derzeit praktisch gar keine Arbeit mehr habe, was natürlich auch langweilt und frustriert. Ich quäle mich jeden Morgen aus dem Bett und zwinge mich, zur Arbeit zu fahren. Seit ich jedoch für mich den Entschluss gefasst habe, nach Spanien zu gehen und die Pensions-Verluste in Kauf zu nehmen, geht es mir mental etwas besser. Heute stieß ich auf deine Seite(n) und bedanke mich für die Arbeit. Zwar hast du diese bestimmt zum großen Teil zum Selbstzweck erstellt, aber dennoch hast du viele Fragen und Informationen erörtert und dafür alleine schon gebührt dir Dank. Ich werde nach dem Verkauf meiner unnötigen Habseligkeiten, meines Hauses und Klärung meiner Versicherungen zum Ende des Jahres „den Dienst quittieren“ und meine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen – vlt. auch schon früher, da ich gefühlsmäßig so lange nicht mehr durchhalte 😉

    1. Hallo lieber Andreas, ich freue mich riesig darüber, dass Dir meine Erfahrungen und mein Wissen geholfen haben! Dein Kommentar mach mich sehr glücklich, vielen Dank! Das Leben ist zu kurz für später, deshalb verwirkliche Dir Deinen Traum von Spanien so früh wie möglich. Ich wünsche Dir dabei viel Freude und Erfolg! Die Zeit in Spanien wird fantastisch. Liebe Grüße, Victoria

  3. Hallo Victoria,
    eine sehr gute Seite…. Die sollten nicht nur die lesen, die aus dem Beamtenverhältnis rausmöchten, sondern auch die, die so absolut nicht loslassen und in den Vorruhestand gehen wollen. Auch das ist eine neue -wenn auch kleinere Freiheit. Lebenszeit und Errlebenszeit ist durch nichts aufzuwiegen.
    Ferner empfehle ich die Lektüre auch denen, die immer auf den Beamten herumreiten und sie so außerordentlich beneiden. Es ist nicht alles Gold was glänzt und nicht alles Schokolade was braun ist.
    Schließlich sollten auch Berufsanfänger deine Seite wenigstens mal durchblättern und sich gründlich überlegen, ob alle Vorteile die Nachteile Beamter zu sein aufwiegen. Ob sie es tun? Lesen ist out – schade. Vieles entgeht so unserer Jugend. Denn – je älter man wird, desto schwerer wird es, besonders wenn man schon Familie hat. Als Beamter ist es wie eine Ehe – dieser Schritt will gut überlegt sein.

    1. Hallo Charles, vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Ja, das Beamtentum ist tatsächlich wie eine Ehe. Als ich kündigen wollte, hatte ich oft das Gefühl mich scheiden lassen zu wollen :). Es sind sehr wenige junge Lehrer, die sich mit der Frage „Beamter oder Angestellter“ befassen. Da – wie Du schreibst – die meisten Menschen davon ausgehen, dass die Verbeamtung nur Vorteile hat und super toll ist. Dabei macht es Sinn sich vor der Vereidigung zu überlegen, ob man den Staat wirklich heiraten will :). Liebe Grüße, Victoria

  4. Ich hadere gerade mit mir. Eigentlich bin ich völlig unzufrieden und demotiviert. Aber es gibt nichts, was ich alternativ machen könnte. Ich hatte bereits Burnout und Depressionen. Hab mich da raus gekämpft und merke, wie ich nach zwei okayen Jahren wieder auf das Loch zusteuere. Ich will einfach nicht mehr so weiter machen. Problem: ich bin 40 und wenn ich jetzt kündige, werd ich finanziell so richtig am Ar*** sein. Andere Abteilung ist so gut wie unmöglich. Hab ne bestimmte fachliche Ausbildung. Damit kann ich woanders nicht viel anfangen. Knapp 28 muss ich jetzt noch durchhalten bis zur Pension. Es ist nichts zu machen.

    1. Hallo liebe Ella, ich kann Deine Gedanken und Deine Situation super gut nachempfinden. Deshalb tut es mir weh, dass Du in der Alternativlosigkeit steckst und noch 28 Jahre durchhalten willst. Auch wenn Du es Dir jetzt nicht vorstellen kannst, glaube mir es gibt immer eine Lösung. Sicherlich wirst Du bei einer Kündigung anfangs Abstriche machen müssen. Aber langfristig wird sich dieser Schritt für Dich lohnen. Wenn Du magst, können wir persönlich reden. Schaue dazu im virtuellen Café vorbei. Erlaube Dir um die Ecke zu denken. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du kreative Ideen entwickelst und Dein Leben mit Freude lebst! Ganz liebe Grüße, Victoria

  5. Hallo Victoria, ich gratuliere dir zu diesen wunderbaren Seiten. Auch ich überlege mir, obwohl ich weder krank noch unzufrieden mit meinem Job bin aus dem Beamtenverhältnis auszusteigen. Ich mir nicht vorstellen, weitere 17 Jahre zu arbeiten, um dann erschöpft in Pension zu gehen. Dafür finde ich das Leben zu schade. Selbstbestimmung ist ein hohes Gut und das glücklich macht, je mehr man davon hat.
    Die Frage ist, wie viel Luxus wir brauchen um glücklich zu sein und wie viel Zeit und Anstrengung wir in Arbeit investieren, um uns diesen Luxus leisten zu können.
    Für mich gilt, weniger Luxus, weniger Geld, weniger Arbeit, dafür mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Nochmals vielen Dank für deine wunderbaren Ratschläge und Ausführungen. Du machst einem Mut.
    Herzliche Grüße
    Magnus

    1. Hallo Magnus, vielen herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Du sprichst mir aus der Seele :). Ich sehe es genauso wie Du. Unser Leben ist das Wertvollste, was wir haben. Und es will von uns gelebt werden. Und zwar JETZT und nicht irgendwann später. Ich habe in meinem Leben oft die Erfahrung gemacht, dass ich mit weniger Luxus viel lustiger, fröhlicher und kreativer gelebt habe :). Ich finde wir sollten nicht unser Leben und unsere Freiheit an die Sicherheit und den Luxus verkaufen. Gehe früher raus und lebe Dein Leben nach Deinen Wünschen! Dein Leben freut sich 🙂 Ich wünsche Dir dabei viel Freude und Erfolg! Ganz liebe Grüße, Victoria

  6. Ich kämpfe seit 3 Jahren mich von Schleswig-Holstein nach Berlin versetzen zu lassen. Leider jedes Mal lehnt mein Schulleiter den Antrag ab. Mein Leben ist seit dieser Zeit auf Stand-by. Ich entwickle mich weder berüflich noch privat weiter (es wird mir ständig versprochen, dass bei der erneuten Antragstellung ich gehen darf. Langsam sehe ich keinen weiteren Ausweg für mich, als den Status zu kündigen. Eine Stelle in Berlin habe ich schon.
    Danke für deine ausfürliche Beschreibung des Weges, welchen Sie gegangen sind. Das macht mir Mut.
    Liebe Grüße
    Kamil

    1. Hallo Kamil, aktuell werden viele Versetzungsanträge abgelehnt. Das ist grauenhaft! Ich kann Deine Situation sehr gut nachvollziehen. Wenn Du eine Stelle in Berlin hast, gehe. Deine Freiheit und Zufriedenheit sind doch wichtiger als der Beamtenstatus. Und wenn Du schon seit 3 Jahren wartest, ist es doch jetzt Zeit, das zu tun, was Dich glücklich macht. Es freut mich sehr, dass ich Dir mit meiner Seite Mut mache. Mache Dein Leben nicht zu einem Wartezimmer. Lebe! Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg und Freude! Liebe Grüße, Victoria

    2. Hi, darf man fragen wie es ausgegangen ist?
      Bleibt die Pension nicht erhalten wenn man auf der neuen Stelle gleich wieder verbeamtet wird?
      Alles Gute und liebe Grüße

      1. Hallo Kamil,
        ich habe damals einen Antrag auf Entlassung gestellt und bin demnach aus dem Beamtentum ausgestiegen. Die beste Entscheidung!
        Ja, die Pension bleibt bestehen, wenn man wieder verbeamtet wird.
        Viel Freude auf Deiner Ausstiegsreise🥳
        Liebe Grüße
        Victoria

  7. Hallo Victoria,
    ich war Polizeibeamtin, habe nicht gekündigt, bin aber aufgrund langer Karnkheit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. Da ich schon 53 und gesundheitlich angeschlagen bin, hatte ich nicht mehr den Mut zu kündigen. Nun habe ich weniger Geld, aber bin auch wieder frei. Ich gehe zur Schule, bilde mich weiter und will später so wenig Geld dazuverdienen, wie ich darf. Bezüglich meiner Alterspension bin ich schon etwas skeptisch, ob sie mir später reichen wird. Aber ich lebe jetzt und derzeit fühle ich mich wohl, dass die Behörde mich sozusagen abgelegt hat. Allen jungen Menschen, die sich mit dem Beamtenstatus nicht wohlfühlen, kann ich auch nur raten, allen Mut zur Veränderung zusammenzunehmen und den Weg in die Freiheit zu nehmen. Es gibt noch ein Leben außerhalb der Behörde.

    1. Hallo liebe Gundula, ich danke Dir ganz herzlich für Deinen Kommentar. Es ist wunderschön zu lesen, dass Du Dich wohl fühlst und wieder lebst. Großartig! DANKE, dass Du an allen jungen Menschen, die Angst davor haben als Beamter zu kündigen schreibst, dass es ein Leben außerhalb der Behörde gibt. DANKE dafür! Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg. Liebe Grüße, Victoria

  8. Hallo Viktoria,

    Ich muss sagen, dass mir dein Artikel dabei hilft darüber klar zu werden, wie ich meinen weiteren Berufsweg gestalten möchte. Ich habe vor 3 Jahren mein Duales Studium im öffentlichen Dienst begonnen und habe in meinem Praxisjahr festgestellt, dass mir die Freiheit fehlt. Natürlich war mir bewusst, dass ein Beamtendasein nicht gerade die größte persönliche Freiheit bedeutet und man in einem engmaschigen System ausgebildet wird, aber erst in diesem Jahr ist mir klar geworden, dass ich in dieses System durch mein ausgeprägtes Freiheitsdenken und Querdenken nicht hineinpasse. Ich hätte mich niemals als Freigeist beschrieben, aber man hat mir schon in Abizeiten gesagt, dass ich ein ‚Problem‘ mit hierarchischen Strukturen habe und lieber ‚out of the box‘ denke.
    Meine Dozenten haben mir geraten, eventuell in die Lehre zu gehen und dieses ‚Querdenken‘ an zukünftige Beamtengenerationen weiterzugeben. Dieses Plan verfolge ich momentan und habe geplant meinen Master und eine Promotion an meine universitäre Bildung anzuhängen. Die Frage für mich ist momentan, ob ich das Masterstudium berufsbegleitend über 4 Jahre absolvieren soll, oder aus dem Dienst ausscheide und in 2 Jahren das Masterstudium fertig mache.
    Da hilft dein Artikel mir sehr, die Vor- und Nachteile abzuwägen, obwohl es mir sehr schwer fällt zu sagen, ob ich wirklich den Dienst quittieren werde. Ich hab das ganze Berufsleben noch vor mir, ich bin gerade erst 20, aber man hat doch irgendwo im Hinterkopf, dass man einen unglaublich sicheren Job aufgibt.

    Liebe Grüße
    Kristin

    1. Hallo liebe Kristin, ich freue mich sehr, dass Dir mein Artikel hilft für Dich eine Entscheidung zu treffen. Als Freigeist wirst Du immer einen Job finden. Denn Du hast die Fähigkeit frei zu denken. Das ist verdammt viel wert. Ein sicherer Job wird Dir genau diese Fähigkeit mit der Zeit nehmen und Dir dafür die Angst geben. Wer nach Sicherheit schreit, hat Angst. Aber ein frei denkender Mensch ist mutig. Freue Dich darüber, dass Du ein Freigeist und Querdenker bist 😊 Mache daraus das allerbeste! Liebe Grüße, Victoria

  9. Hallo! Ein toller Beitrag, danke dafür! Ich bin Kommunalbeamtin und kurz vor meinem Antrag auf Entlassung. Ich habe einen Studienplatz in einem völlig anderen Bereich und freue mich so sehr darüber, den Mut für diesen Schritt aufgebracht zu haben. Als ich mich dazu entschieden habe, mein Beamtenverhaltnis beenden, and ich mir ganz viel Gegenwind aus meinem Umfeld gerechnet. Tatsächlich gab es aber nur genau eine Person, die den ganzen Unverständnis entgegen gebracht hat, alle anderen haben mich beglückwünscht zu der Entscheidung, mir zugestimmt, mich bestärkt. Das war für mich in meiner Entscheidung sehr wichtig, muss ich sagen.
    Viele Grüße!

    1. Hallo liebe Lisa, vielen herzlichen Dank für Deine Nachricht. Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung zu kündigen! Hurra, endlich bist Du frei :). Ich freue mich riesig für Dich. Du kannst stolz auf Dich und Deinen Mut sein. Großartig, dass die meisten aus Deinem Umfeld Deine Entscheidung zu kündigen, beglückwünscht haben. Das finde ich fantastisch. Genieße Deine Freiheit und Dein neues Leben. Liebe Grüße, Victoria

  10. Hallo Victoria und Leser,
    bin zufällig auf diesen Artikel gestossen und es hat mich an meinen Weg erinnert.
    Ich hatte bereits 1965 als eine der ersten Lehrlinge bei den Justizbehörden in Berlin angefangen und wurde nach beendeter Lehrzeit in das Beamtenverhältnis übernommen. Dazu muss ich erwähnen, dass man mit 17 Jahren noch nicht über den weiteren Lebensweg als Beamter nachdachte, man wurde meistens um diesen sicheren Berufsweg beneidet. Ich habe meinen Beruf wirklich mit Leidenschaft verrichtet, bis ich in eine Behörde versetzt wurde und nur noch Verwaltungssache zu bearbeiten hatte, die mit meiner Ausbildungszeit und deren Erfahrungen nichts gemein hatten. Da fing ich dann schon an über den Sinn des Beamtentums allgemein nachzudenken. Ich bin auch heute noch der Meinung, dass das Beamtenverhältnis eine längst überholte Sache ist. Man kann auch Angestelltenverträge so absichern, dass die gewünschten Sicherheiten der verschiedenen Behörden gesichert wären. Aber „das haben wir immer so gemacht“ wird schwer zu ändern sein. Ich hatte dann jedenfalls den Mut und Willen nach 11 Jahren Beamtenzeit und der Ernennung zur Beamtin auf Lebenszeit -was mich wohl besonders erschreckt hatte- zu kündigen und ganz andere berufliche Wege zu gehen.
    Wenn man eine Tür schliesst, öffnet sich eine -oder auch viele- neue. Ich wünsche denen, die darüber nachdenken viel Erfolg. Liebe Grüsse aus Griechenland, jetzt als Rentnerin

    1. Hallo liebe Ellen, vielen herzlichen Dank für Deine Nachricht. Es ist faszinierend zu lesen, wie Dein Weg vor vielen Jahren war. Dein Satz „Wenn man eine Tür schliesst, öffnet sich eine -oder auch viele- neue.“ kann ich zu 100% bestätigen. Vielen lieben Dank für Deine wertvollen Zeilen, die vielen Beamten helfen werden. DANKE! Viel Freude in Griechenland. Liebe Grüße, Victoria

  11. Hallo,
    ich hätte da eine Frage bezüglich der Kündigung von Beamte. Ist eine Kündigung/ Entlassung aus dem Beamtenverhältnis aufgrund außerdienstlicher politischer Betätigung zulässig? Falls ja, unter welchen Voraussetzungen?

    1. Hallo liebe Dianna, vielen lieben Dank für Deine Nachricht. Als Beamtin kannst Du unabhängig von Gründen kündigen. Mit anderen Worten: Es ist egal warum Du kündigst. Vielleicht geht es Dir jedoch darum, ob Dein Dienstherr Dir kündigen kann (Dich aus dem Beamtenverhältnis entfernen kann). Eine Entfernung aus dem Beamtenverhältnis wird dann verhängt, wenn Du als Beamtin durch ein schweres Dienstvergehen das Vertrauen Deines Dienstherrn verloren hast. Das ist etwa bei rechtskräftiger Verurteilung durch ein deutsches Gericht zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr wegen einer vorsätzlichen Tat der Fall (§ 41 BBG, § 24 BeamtStG). Aufgrund außerdienstlicher politischer Betätigung wirst Du im Regelfall nicht entlassen werden. Es gibt einige bekannte Politiker, wie bspw. Björn Höcke, der seinen Beamtenstatus behalten hat, obwohl er nicht mehr als Lehrer arbeitet, sondern als Politiker. Liebe Grüße, Victoria

  12. Hallo Viktoria,
    deine Seite ist ein Segen! Endlich lese ich mal von jemandem der das Beamtenverhältnis so sieht wie ich das tue.
    Ich habe letztes Jahr, im zweiten Jahr meiner Ausbildung bei der Bundespolizei, die Liebe meines Lebens kennengelernt. Nur ist dieser Amerikaner und wir möchten unser Leben in den USA gemeinsam gestalten. Er ist dort State Trooper und lebt eine Art Polizeiarbeit, die weitaus mehr dem entspricht, was ich erwartet aber nicht bekommen habe hier in Deutschland.
    Ich bin jetzt im März mit der Ausbildung fertig und würde als Beamter auf Probe wieder eingestellt werden.
    Ende dieses Jahres möchte ich zu meinem zukünftigen Ehemann und ein neues, glücklicheres Leben mit ihm beginnen.
    Jetzt hat man mir aber schon von allen Seiten natürlich die gleiche Kritik gebracht wie dir und mit der „Du musst deine Anwärter Bezüge zurück zahlen!“.
    Wie kann ich mich denn informieren, mit was für einer Zahl ich rechnen muss?
    Ich habe bisher aufgrund eines teuren Mietvertrags nicht viel sparen können. Mein zukünftiger Mann wird mich natürlich finanziell unterstützen und ich werde so schnell es geht zu ihm gehen, nur frage ich mich wirklich, wer weiß was mich am Ende meine Freiheit kostet.
    Ich werde mich noch weiter durch deine Seite lesen. Vielen Dank für deine tollen Ratschläge und Erfahrungen!

    1. Hallo liebe Sonja, vielen herzlichen Dank für Deine spannende Geschichte! Genial, dass Du Deine Liebe während der Ausbildung bei der Bundespolizei gefunden hast. Ich habe kein Gesetzestext gefunden, in dem steht, dass Du Deine Anwärter Bezüge zurückzahlen musst. Hast Du ein Schreiben unterschrieben, mit dem Du Dich für X Jahre verpflichtet hast? Wenn Du das nicht gemacht hast, musst Du nichts zurückzahlen. Ich wünsche Dir viel Freude mit Deiner Freiheit, Deinem Leben in den USA und Deiner Liebe! Liebe Grüße, Victoria

  13. Hallo liebe Victoria,

    Ich bin heute auf deine Seite gestoßen, weil ich mich gerade auch mit dem Gedanken spiele meinen Beamtenstatus aufzuheben. Allerdings hat es weniger mit dem Beruf an sich zu tun – denn ich bin trotz vieler negativen Aspekte Lehrerin aus Leidenschaft – als viel mehr mit der Tatsache, dass mir durch meine weisungsgebundenheit der Weg ins Ausland versperrt ist. Ich habe zwar die Freistellung zur ADLK (Auslandsdienstlehrkraft) bekommen, leider aber nur ein Angebot als OLK (Ortslehrkraft). Mein großer Traum ist es jedoch in Spanien zu leben und das bleibt mir hiermit verwehrt.
    Hast du hierzu irgendeinen Tipp für mich oder heißt es auch hier: über meinen Schatten springen, meinen Traum folgen und kündigen?
    Danke dir
    Barbara

    1. Hallo liebe Barbara, vielen lieben Dank für Deine Nachricht. Wie lange bist Du breit auf die passende Stelle zu warten? Gibt es in Spanien eine Schule, bei der Du arbeiten willst und die Dich haben will? Wenn Du nicht warten willst bist Du die passende Schule angeboten bekommst und weißt, dass Du in Spanien eine Stelle findest, worauf wartest Du? 😊 Wenn Du als Beamtin wechseln willst, musst Du warten. Wahrscheinlich wartest Du lange. Das Problem gibt es schon im Inland! Viel Freude in Spanien 😊 Liebe Grüße, Victoria

  14. Ich bin ein Lehrer (geworden?), dem nach einer ewig langen Ausbildung und vielen Ausnutzereien durch Nebenjobs zum Studium, durch Ref und durch Vertretungsstellen-Hopsen, nun endlich auch einmal eine Planstelle angeboten wurde – mit der gepriesenen Option auf Verbeamtung.
    Dein Artikel hat mich in meiner Meinung nochmal bestätigt, dass ein Angestelltenverhältnis jedoch aus einer Vielzahl von Gründen immer noch die bessere Option ist und dass ich von den lockenden Schein-Vorteilen eines Beamtenstatus mal besser den Abstand nehmen sollte, der mir intuitiv schon immer vorschwebte.
    Die Liebe zur Freiheit und zur Freizeit hat mein Leben bisher auch immer sehr stark geprägt und diesem die richtige Richtung, sprich Erfüllung, gegeben. Teilzeit ist anvisiert. Meine Lebenserfahrung sagt: Geld ist lediglich ein Mittel der Versklavung! Daran wird sich in unserer zutiefst primitiven und immerzu kapitalistisch geprägten Gesellschaft so schnell nicht viel ändern. Der Traum einer Gesellschaft, in der die Güter gerecht verteilt sind, bleibt da erst mal weiterhin eine rosa Seifenblase und die einfachen und eigentlich doch klar verständlichen Ideen marxistischer Denker werden nach wie vor verzerrt statt gelehrt, geschweige denn realisiert…

    Für mich ist jedenfalls unter den gegebenen Umständen im gegebenen Zeitgeist unseres "Kultur"standes der Mittelweg beim Thema "Freiheit vs. Sicherheit" der Richtige und bodenständigste: feste und relativ sichere Stelle erst mal sichern, aber im Angestelltenverhältnis, sodass man bei Kündigung auch sein Minimum erhält, das einem eigentlich schon als Mensch, der kein Untermensch ist, zustehen sollte: "ganz normales" Arbeitslosengeld ohne Zusatz-Bürde, für private Versicherungsträger und Kapitalschläger zu blechen, nur um dankenswerterweise im äußersten Notfall auch überhaupt noch ärztliche Verpflegung zu erhalten, nachdem man so schändlich aus dem Beamtenstatus zurückgetreten ist…

    Als Beamter wird man also völlig eingeengt und erpresst, OK, hab ich kapiert! Brauch ich nicht in meinem Leben!
    Aber in der freien Marktwirtschaft als Selbstständiger wird man ja auch recht schnell gefressen,
    und den Sprung irgendwie in irgendeine Selbstständigkeit zu wagen,
    um so völlig frei zu sein… ähm – ja?!
    Würde ich in meinem Leben noch zu sehr für Träumerei halten! Das ist der aufgezüchtigte wilde Vogel, der in die Freiheit gelassen wird. Was passiert?
    Aber vielleicht wird's ja noch?
    Dann bräuchte ich ja auch noch so was wie einen Plan, wo die Reise als freier Unternehmer oder Künstler denn hin gehen sollte,
    um nachher nicht doch nur unter den Hilfsbedürftigen zu betteln, und ich bin mir nicht so sicher, ob meine Künste zum Lebensunterhalt noch gerade so hinlangen würden oder ob's denn doch nur alles in Hartz enden würde…

    Schade eigentlich, wie das alles so funktioniert oder auch nicht! Ich würde mich eine grundsätzlich andere Gesellschaft wünschen!

    1. Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Mich freut es sehr, dass Dich mein Artikel in Deinem Vorhaben bestätigt hat. Sicherlich ist ein Angestelltenverhältnis eine gute Option. Später kannst Du immer noch in die Selbstständigkeit wechseln, wenn Du es magst. Vielleicht verändert sich gesellschaftlich einiges. Alles ist im Wandeln. Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg! Liebe Grüße, Victoria

  15. Hallo liebe Victoria,

    vielen Dank für deine Seite mit ganz viel Erklärungen und Wahrheit, die Mut machen und zum Nachdenken anregen.
    Ich bin zurzeit im Referendariat, also zurzeit sind Sommerferien und danach steht die Prüfung im Dezember an. Eigentlich finde ich den Beruf als Lehrerin toll, doch ich möchte nicht nur Lehrerin sein in meinem Leben. Ich möchte nochmal etwas anderes studieren und eine Ausbildung zur Yoga Lehrerin und Ernährungsberaterin machen. Ich bin bereits als Kurstrainerin selbstständig und würde gerne beides miteinander verbinden. Ich kann mir auch vorstellen, im Ausland zu leben und zu arbeiten. Das Beamtendasein würde mich aber in Verdiensthöhe, Zeit und Ort so dermaßen einschränken. Ich bin, genauso wie du, eher eine Freiheitsliebende, dennoch bin ich unsicher, ob ich auf die Verbeamtung komplett verzichten sollte.
    Liebe Grüße

    1. Hallo liebe Carina, vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Dir die Seite Mut macht. Ich finde Deine Vorstellung von Deinem Leben fantastisch! Du willst frei, mobil und flexibel sein. Dazu passt die Verbeamtung nicht. Deshalb empfehle ich Dir Dich selbst zu fragen, warum Du dennoch über eine Verbeamtung nachdenkst. Habe den Mut auf Deine innere Stimme zu hören und mutig zu sein 🙂 Liebe Grüße, Victoria

  16. Hallo Victoria,

    vielen Dank für deine großartige Arbeit! Du machst mir Mut. Zur Zeit bin ich Beamter auf Lebenszeit bei einer hessischen Berufsfeuerwehr. An dieser Dienststelle bin ich seit über zwei Jahren und langweile mich, von ein paar spannenden Einsätzen abgesehen, förmlich zu Tode. Mir wurden bei Dienstantritt Entwicklungsmöglichkeiten suggeriert, die sich bis dato nicht einstellten. Kollegen werden ständig hingehalten und dem Leistungsprinzip wird bei Besetzung von Stellen auch nicht gefolgt. Die Führung ist sich offenbar sehr bewusst darüber, dass sowieso keiner seinen sicheren Beamtenstatus aufgibt und geht entsprechend nicht wertschätzend mit den Untergebenen um. Kürzlich habe ich unerwartet ein sehr attraktives Jobangebot aus der Industrie bekommen und bin drauf und dran meine Entlassung zu beantragen. Die Bezahlung ist um Längen besser, die Entwicklungsmöglichkeiten mannigfaltig und das Arbeitsumfeld dynamisch und innovationsfördernd. Trotz aller Vorteile habe ich unerwartet große Ängste, meine Entlassung zu beantragen. Es ist unglaublich, wie sehr mich das im Griff hat. Tatsächlich ist es sogar schon meine zweite Entlassung auf eigenen Wunsch aus dem Beamtentum, diesmal aufgrund meines Alters jedoch unumkehrbar. Von Lehrern liest man mittlerweile öfters, dass sie ihre Entlassung beantragen, Berufsfeuerwehrbeamte konnte ich bisher keine finden, die diesen Schritt gewagt haben.
    Danke nochmal für deine wertvollen Worte auf dieser Seite!

    1. Hallo 🙂 vielen lieben Dank für Deine liebe Nachricht. Ich freue mich sehr, dass Dir mein Artikel und die Seite Mut machen. Deine Angst solltest Du als Wegweiser ansehen. Dort wo die Angst ist, solltest Du hingehen. Weil Du sonst Dein Leben von der Angst einschränken lässt. Genau das willst Du jedoch nicht. Du willst die Entwicklung haben. Da Du sie nicht bei der Feuerwehr bekommst, wechselst Du in die Industrie. Wenn Du bei der Feuerwehr bleibst, erlaubst Du Deiner Angst Dir Grenzen aufzuzeigen, wo keine sind. Nimm die Chance an und entwickele Dich weiter. Dass Du nicht mehr verbeamtet werden kannst, ist gut. Denn Du willst nicht mehr verbeamtet sein oder später wieder verbeamtet werden.
      Es kündigen mehr Lehrer als Berufsfeuerwehrbeamte, da es mehr Lehrer gibt als Berufsfeuerwehrbeamte. Lasse den mutigen Teil in Dir entscheiden. So wird Dein Leben schöner, bunter und freier. Liebe Grüße, Victoria

  17. Liebe Viktoria,

    danke für diese ganzen Informationen. Kannst Du mir weiterhelfen, wo ich weitere Informationen finde, dass wenn man nicht länger als fünf Jahre in der PKV war, auch wieder in die PKV wechseln kann, wenn man nicht mehr Beamtin ist.
    Danke!

    1. Hallo liebe Katharina, sehr gerne 🙂 Du kannst wieder in die PKV wechseln bzw. dort bleiben, wenn Du in der Selbstständigkeit tätig bist oder als Angestellte mehr als € 64.350,- jährlich, also € 5.362,50 monatlich verdienst. Da ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze für das Jahr 2022. Liebe Grüße, Victoria

  18. Hallo Victoria,
    herzlichen Dank für deine wunderschönen Zeilen. Das hat mir noch mal richtig Mut gegeben, den Schritt jetzt zu tun. Ich bin schon lange daran, diesen Weg zu gehen, aber du weißt ja wie es ist, die Angst steht einem im Weg. Als Beamter denkst du, die Welt bricht sofort zusammen, wenn du gekündigt hast und du wirst nie wieder glücklich werden. Das ist aber ein fataler Trugschluss. Der Preis für die angebliche Sicherheit ist viel zu hoch, vor allem wenn man ein freiheitsliebender und freidenkender Mensch ist. In diesem Moment schreibe ich den Antrag auf Entlassung die kommende Woche gebe ich es ab.
    Danke auch noch mal für deine Tipps und auf was man achten sollte. Wer das Beamtentum von außen betrachtet, sieht nur Positives, aber tatsächlich ist es ein Gefängnis.
    Viele Grüße
    Harry aus Baden-Württemberg

    1. Hallo lieber Harry, ja stimmt, von außen sieht das Beamtentum toll aus. Erst, wenn man es jedoch von innen erlebt hat, weiß man, wie es tatsächlich ist. Der Preis für diese angeblichen Sicherheiten ist verdammt hoch. Im Grunde genommen ist es unter anderem die Unsicherheit und Unfreiheit. Sobald man Selbstsicher wird und sein Selbstvertrauen stärkt, ist das System zu eng. In so einer Situation kann man sich entweder klein halten oder in die eigene Größe gehen. Es ist fantastisch, dass Du in Deine Größe gehst. Es gibt genug Menschen, die sich klein und unsicher halt, da ist es gut, dass Du mutig bist und in Deine wahre Größe gehst. Ich gratuliere Dir dazu 🙂 Feiere Dich, Deine Entscheidung, Deinen Mut und Deine neue Freiheit 🙂 Liebe Grüße, Victoria

  19. Liebe Community,

    ich mache mir gerade Gedanken über meine "Kündigung" des Beamtenverhältnisses und suche noch einen/eine Mentor/in.
    Ich würde mich über jede Unterstützung und einfach den Austausch freuen.
    Vielen Dank auch für diesen Artikel. Er klärt zumindest die ersten Fragen und man ist nicht mehr allzu verunsichert.

    Ganz herzliche Grüße und viel Kraft bei all euren Vorhaben zur Veränderung.

    1. Hallo liebe Nadine, vielen Dank für Deinen Kommentar. Wenn Du auf Dich zugeschnittene Lösungen und eine erfahrene Unterstützung haben willst, ist das Umsetzungs-Mentoring passend für Dich. Du findest hier: https://www.victoriaghorbani.de/coaching/ bzw. in der Menüleiste unter „Mentoring“ alle Infos dazu. Ich freue mich!
      Liebe Grüße
      Victoria
      PS: Aus Datenschutzgründen kann Deine E-Mail-Adresse nicht im Text stehen.

  20. Hallo Victoria, ich bin derzeit von Amts wegen aufgrund Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt worden befristet auf ein Jahr. Mein Dienstherr ist die Justiz in Berlin. Ich habe zum zweiten Mal innerhalb von 6 Jahren eine schwere Depression. Ich setze mich derzeit mit meiner Situation auseinander und komme immer mehr zu der Erkenntnis, dass ich gar nicht zurück möchte, sondern gern nochmal eine Ausbildung/ Umschulung zur Pflegefachfrau machen wollen würde. Ich habe nur überhaupt keine Ahnung, wie das funktionieren würde und sicherlich auch Angst, den Beamtenstatus aufzugeben. Ich werde nächstes Jahr 50, da kommt eine Ausbildung sicherlich nicht mehr in Frage und würde ich eine Umschulung finanziert bekommen? Ihr Beitrag hat mir aber Mut gemacht und vielleicht sollte ich den Schritt doch gehen. Aber ich erhalte ja sicherlich keine finanzielle Unterstützung zum Bestreiten meines Lebensunterhaltes. Da sind doch noch einige Unsicherheiten. Liebe Grüße Katrin

    1. Hallo liebe Katrin, vielen lieben Dank für Deine Nachricht. Ich vermute Du bekommst die Umschulung nicht finanziert, wobei Pflegefachkräfte gesucht werden. Daher ist es sicherlich lohnenswert bei einem Ausbildungsbetrieb, bei einem Träger oder/und bei der Agentur nachzufragen. Wichtig ist, dass Du erst einmal Klarheit darüber hast, ob Du wirklich die Entlassung aus dem Beamtentum willst und ob die Arbeit als Pflegefachfrau Dich erfüllen wird. Wenn dies der Fall ist, lohnt sich der Weg dahin schon. Finde ich 🙂 Mit 50 bist Du jung und kannst noch einige Deiner Gaben leben. Ich wünsche Dir viel Freude und wenn Du eine intensive Unterstützung haben willst, ist das Mentoring eine gute Entscheidung. Schaue Dir dazu unter „Mentoring“ die Infos an. Ich freue mich auf Dich 🙂 Liebe Grüße, Victoria

  21. Liebe Viktoria,

    Eine wirklich tolle Seite mit sowohl wertvollen psychologischen als auch praktischen Ratschlägen für solch eine “Lebensentscheidung”. Gleiche Sorgen beschäftigen mich und gibt mir Deine Seite Hilfe bei der Entscheidungsfindung.
    Was mich beschäftigt und ich hierauf noch keine schlüssige Antwort gefunden habe, sprichst Du nur mit einem knappen Satz an: “ Ansonsten musst Du, wie ich, das überwiesene Bruttogehalt zurücküberweisen. Und bist Du die negativen Einkünfte über die Einkommenssteuererklärung zurückbekommst, kann es über ein Jahr dauern.”
    Bezieht sich diese Rückzahlungspflicht auf den gesamten Zeitraum des Beamtenverhältnisses, also evtl. auf viele Jahre und Jahrzehnte in die Vergangenheit? Das würde ja eine riesige finanzielle Belastung bedeuten, wenn man solch eine Rücklage nicht hat? Oder relativiert sich das über die Erklärung von “negativen Einkünften” bei der Einkommenssteuererklärung, wie Du schreibst?
    Liebe Grüße, Thomas

    1. Hallo lieber Thomas,
      vielen Dank für Deine lieben Worte 🙂
      Ich musste damals die Bezüge von 3 Monaten zurückzahlen, weil ich schon gekündigt hatte, aber die Besoldungsstelle mir weiterhin das Geld für diese 3 Monate an denen ich keine Beamtin mehr war, überwiesen hatte. Die Besoldungsstelle hatte einen Fehler gemacht und deswegen musste ich das Geld zurücküberweisen.
      Wenn Du kündigst, musst Du nichts zurückzahlen. Das war bei mir nur der Fall, weil die Besoldungsstelle zu spät erfahren hatte, dass ich gekündigt habe.
      Liebe Grüße
      Victoria

  22. Liebe Victoria, ich bin durch Zufall auf deine Website gestoßen und strahlte bereits nach den ersten Zeilen über beide Ohren; endlich mal etwas handfestes. Ich bin aktuell noch Beamtin auf Probe (1 Jahr) und frage mich, ob für mich nochmal besondere Nachteile entstehen, wenn ich in der Probezeit kündigen würde, z.B. Rückzahlungen?

    1. Hallo liebe Larissa,
      ich freue mich sehr, dass Du den Weg zu meiner Seite gefunden hast 🙂 Wenn Du als Lehrerin in der Probezeit kündigst, brauchst Du nichts zurückzuzahlen. Auch andere besondere Nachteile gibt es nicht. Außer Du siehst es als einen Nachteil an, dass Dein Jahr in der Probezeit bei einer eventuellen Wiederverbeamtung nicht berücksichtigt wird.
      Viel Freude und liebe Grüße
      Victoria

  23. Liebe Victora,

    vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Ich überlege als Beamter in Probe zu kündigen, da das Verhältnis zur Schulleitung grausam ist und die ersten beiden "Vorzeigestunden" im Rahmen der Revision aus Sicht der Schulleitung in die Hose gingen.
    Bisher sprechen alle Argumente FÜR eine Kündigung mit einem anschließenden Wiedereinstieg in einer neuen Schule, da ich noch sehr jung bin und kaum Zeit im Amt verbracht habe.
    Eine Frage hätte ich jedoch noch an dich: Wird die Beihilfe wieder aktiv, sofern ich als Beamter an einer neuen Schule wieder einsteige? Finanziell wäre es ein K.O-Schlag, wenn die Beihilfe beim Wiedereinstieg nicht "reaktiviert" werden würde und nur die private Krankenversicherung 50% meiner Arztrechnungen zahlen sollte.

    Lieben Gruß!

    1. Hallo lieber David,
      vielen lieben Dank für Deine lieben Worte.
      Sobald Du wieder im Beamtentum bist, hast Du die Beihilfe. Die Beihilfe ist Teil des Beamtenverhältnisses bzw. der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums. Wozu auch das Alimentationsprinzip zählt. Wenn Du mehr über das Beamtentum wissen willst, lies diesen Text: https://www.victoriaghorbani.de/blog/beamter-werden/
      Liebe Grüße
      Victoria

  24. Hallo liebe Victoria,

    die Seite ist Super, habe den Text mit Aufmerksamkeit gelesen. Ich bin seit 2020 mit der Ausbildung im Beamtenverhältnis fertig gewesen doch schon da wurde ich von meinem damaligen Dienstherren enttäuscht welche mich kurz vor der mündlichen Abschlussprüfung sitzen gelassen hatte und keine Stelle angeboten hat, so dass ich gezwungen war in Hartz IV Leistungsbezug zu gehen. Zum "Glück" war ich zu dem Zeitpunkt aus gesundheitlichen Gründen noch freiwilligen GKV versichert und nicht PKV. Nach über 100 Bewerbungen im Umkreis von 100 km (habe ich schon aufgehört zu zählen) und 1 Jahr, kam dann ein befristeter Jahresvertrag im Angestelltenverhältnis ohne einer Möglichkeit auf Verlängerung geschweige Verbeamtung. und nun sitze ich in einer Behörde wieder nach 75 Bewerbungen im Beamtenverhältnis auf Probe seit 4 Monaten der Bereich liegt mir aber gar nicht am Herzen , (hatte damals aus Naivität und des bevorstehenden Ablauf des Vertrags zugesagt nur zugesagt und nicht aus eigenem Interesse.) Hatte schon versucht mit dem Abteilungsleiter zu sprechen ob ein Wechsel in den anderen Sachbereich möglich ist, doch leider ohne Erfolg (leider keine typische Verwaltungsbehörde). Mein Bewerbungsvolumen liegt jetzt auch schon bei über 20 Stück. und die Einladungen kommen nur als sog. "Quote" da eine Gleichstellung vorliegt. keiner braucht heut zu Tage mittler. Dienst Beamte oder man möchte welche die 20 Jahre jung sind und 40 Jahre Erfahrung und 4 Studiums haben… Leider spiele ich mit dem Gedanken ebenfalls aus dem öffentlichen Sektor auszusteigen und mich im anderen Bereich umzubilden.

    1. Hallo lieber Nick,

      ich freue mich sehr, dass Du hier bist und Dir die Seite gefällt. Danke!
      Du hast mit der Behörde viel erlebt. Wow! Schade, dass Du keine Stelle gefunden hast, die Dir zusagt. Bevor Du über Jahre hinweg einen Beruf nachgehst, der Dir nicht gefällt, ist es gut auszusteigen. Insbesondere dann, wenn Du festgestellt hast, dass der mittlerer Dienst keine Zukunft bietet. Suche nach einem Beruf, der mit Deinen Interessen übereinstimmt. Danach bist Du glücklich und fühlst Dich wertgeschätzt. Das ist total wichtig. In diesem Sinne werde aktiv, um Dich glücklich zu machen 🙂
      Liebe Grüße
      Victoria

  25. Moin Viktoria, bereits 2019 las ich in dieser Website, weil ich nach Lösungen suchte, mein Beamtenverhältnis zu beenden. Ich bin allerdings kein Landesbeamter, sondern Berufssoldat, derzeit im 22. Dienstjahr. Im Februar 2020 wollte ich loslegen, ich sagte meinem Chef (Flottillenarzt) dass ich sehr unglücklich bin, und plane kurzfristig ein Praktikum in Dänemark als Notfallsanitäter zu absolvieren.. plus auswandern mit 3 kleinen Kindern.. also Kündigung.
    Er war schockiert, und natürlich kamen die Warnungen… Sicherheit, Pension.. allerdings hatte er mich wegen drohendem Burnout schon das ein oder andere Mal aus dem Dienst genommen. Als Arzt und Chef hatte r da natürlich seine Freiheiten, seine Goldstücke zu schützen..meine Kollegin und ich wechselten uns mit Burnoutähnlichen Problemchen ab.
    .. dann kam dieses Ding Namens Corona.. ich ging nicht ins Praktikum, nicht nach Dänemark.. und in den Wechselschichtbetrieb eines Sanitätsversorgungszentrum einer Marinekaserne in Eckernförde.. Kohortenbildung, Triage, nerviges Politgeschwafel von Offizieren.. Ich fand mich im falschen Film wieder. Dieses Theater ertrug ich bis April 2021 wo den Soldaten die C..Vaccine befohlen wurde.. ich war bis dato kein Freund von Impfungen, war aber der Überzeugung, das Impfungen für meine Berufsgruppe nunmal nötig seien. Kurz um, ich verweigerte den Befehl, wahrscheinlich als erster meiner Zunft, und musste nun dem Wehrdisziplinaranwalt mein Schicksal entscheiden lassen. Das Resultat sind nun seit Mai ´21, ein Dienstausübungsverbot und als Disziplinarmaßnahme eine Bezügekürzung von 20% ( eigentlich sollten es bis zu 50% sein), parallel zeigte mich mein Kommandeur bei der Kripo an, wegen Ungehorsam. Es folgte ein Strafbefehl vom Amtsgericht wegen Ungehorsam zu einer Geldstrafe..
    Das eigentliche Verfahren beim Truppendienstgericht wird wohl erst in ein paar Jahren kommen. In der Zwischenzeit bin ich als Kleingewerbler unterwegs um meine familie adäquat zu versorgen. Das klappt ganz gut.. Selbständigkeit funktioniert… Nun sollte ich wirklich mal eine Entscheidung treffen.. aber ich kenne keinen einzigen Berufsoldaten, der meinen Weg vor mir gewählt hatte.. was ist dann mit der Nachversicherung? Oder dem Altersgeld.. Anwartschaft einer Krankenversicherung und und und… Vielleicht hast du ja von einem ähnlichen Fall gehört.. ein Austausch wäre wertvoll. LG Daniel

    1. Hallo lieber Daniel, vielen Dank für Deinen Kommentar. Unfassbar, was Du alles erlebt hast. Ich freue mich riesig, dass Du in der Selbstständigkeit Erfolge erzielst und wieder beruflich glücklich bist. In den letzten Jahren haben mittlerweile einige Berufssoldaten sich neu orientiert. Diejenigen, die mir geschrieben haben, haben dies jedoch anonym getan bzw. mit Fantasienamen.
      Da die Berechnung des Ruhegehalts (die Summe, die der Pensionär im Ruhestand erhält) bei Berufssoldaten ähnlich verläuft, wie bei Bundesbeamten, wird bei einem Ausstieg ähnlich wie bei Bundesbeamten das Altersgeld gelten müssen.
      Die Anwartschaftsversicherung wird beim Eintritt in die Pensionierung aktiviert, wenn der Anspruch auf die Heilfürsorge endet. Wenn Du aus dem System herausgehst, kann die Anwartschaftsversicherung nicht greifen. Für die Gegenwart musst Du Dich je nachdem, was Du beruflich machst (Angestellt oder Selbstständig) in der PKV oder in der GKV versichern. Da Du aktuell in der Selbstständigkeit bist, ist es eher die PKV. Wobei bei Krankversicherung viele individuelle Faktoren eine Rolle spielen. Daher ist meine Aussage allgemein zu verstehen.
      Ich wünsche Dir viel Freude in Deinem neuen Leben🥳
      Liebe Grüße
      Victoria

  26. Vielen lieben Dank für deine Geschichte, die du hier mit uns teilst. Nach über 20 Dienstjahren verspüre auch ich den Wunsch die vermeintliche Sicherheit gegen die Freiheit einzutauschen. Ich habe angefangen mir nebenberuflich passive Einnahmen aufzubauen und somit quasi auch eine Art eigene Pension. Spätestens wenn diese das Doppelte meiner Bezüge betragen werde ich die Entlassung beantragen. Vielleicht auch früher 😉 so behalte ich mir noch eine Weile die finanzielle Sicherheit. Ich konnte immerhin schon auf 75% reduzieren und hoffe im Sommer runter auf 50%. Mein Wunsch nach persönlicher Entfaltung ist so groß geworden! Danke nochmal für deine vielen Informationen. Ich werde die Kündigung weiter visualisieren und sie schon mal schreiben. Den Rest wird das Universum übernehmen! Denn das macht bekanntlich keine Fehler.
    Liebe Grüße
    Friederike

    1. Hallo liebe Friederike,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Großartig, dass Du angefangen hast Dir neben der Schule Einnahmequellen aufzubauen.
      Deinen Wunsch nach Freiheit und persönlicher Entfaltung verstehe ich extrem gut. Bleibe am Ball und schon bald gibst Du den Antrag auf Entlassung ab🥳
      Liebe Grüße
      Victoria

  27. Hallo Victoria, vielen Dank für deine Informationen. Eine Frage hätte ich noch: Bin ich nach der Entlassung bei einer Neubewerbung wieder Beamtin auf Probe oder erlange ich direkt wieder mein Status Beamtin auf Lebenszeit?

    1. Hallo Akira,
      vielen Dank für Deine spannende Frage.
      Du startest wieder als Beamtin auf Probe. Wobei die Probezeit verkürzt werden kann. Sie muss jedoch laut Paragraf 31 Bundeslaufbahnverordnung mindestens 1 Jahr dauern.
      Viel Freude😃
      Liebe Grüße
      Victoria

  28. Liebe Viktoria,

    ich bin heute auf deinen Artikel gestoßen und vieles spricht mir einfach so sehr aus der Seele.
    Ich bin seit einigen Jahren Verwaltungsbeamtin und war noch nie sonderlich glücklich mit dem Job. Das Gefühl, im Käfig des Beamtentums gefangen zu sein wird seit einiger Zeit immer stärker.. wie gerne würde ich als kreativer und freiheitlich denkender Mensch in die Welt außerhalb flattern können.

    Allerdings kämpfe ich auch mit psychischen Problemen, die einen Wechsel in die GKV erschweren oder gar verhindern könnten. Ich frage mich auch, wäre ich dem wirtschaftlichen Druck in
    der Privatwirtschaft gewachsen?

    Und einen richtigen Plan für danach habe ich auch nicht, aber vielleicht die Chance, ihn zu entdecken.

    Ich weiß nicht, ob ich den Mut aufbringen kann..

    1. Hallo liebe Anna,
      vielen Dank für Deinen Kommentar🙏🏼
      Wenn Du bisher noch nie wirklich glücklich gewesen bist in Deinem Beruf kann sich das schon negativ auf Deine Psyche auswirken. Schließlich verbringen wir sehr viel Zeit mit der Arbeit und bei der Arbeit.
      Ich bin davon überzeugt, dass Du in der freien Wirtschaft einen Job mit Rahmenbedingungen findest, die zu Dir passen. Somit brauchst Du Dir keine Sorgen hinsichtlich des wirtschaftlichen Drucks zu machen. Viel wichtig ist es, dass Du Dir erlaubst zu träumen und berufliche Ideen zu entwickeln.
      Dein Mut wächst mit der Zeit. Ich empfehle Dir regelmäßig den Podcast zu hören. Dann wächst Dein Mut und Du entwickelst mit der Zeit einen Plan👍🏽 Hier ist der Link zum Podcast: https://www.victoriaghorbani.de/als-lehrer-kuendigen-coaching/

      Viel Freude🎉

      Victoria

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