„Als Lehrer kündigen?

Ja, ich tue es. Ich kündige meine Lehrerstelle.

Später.

Denn ich kann jetzt meine Schüler nicht allein lassen. Dieses Schuljahr muss ich auf jeden Fall noch zu Ende bringen.

Danach kündige ich.

Sobald der richtige Zeitpunkt gekommen ist, kündige ich.

Ganz sicher.“

Während die Jahre vergingen, fragte ich mich „Wann ist der richtige Zeitpunkt, um zu kündigen?“

Wenn ich diese Frage meinen Freunden und meiner Familie stellte, war die Antwort schnell gefunden:

NIE!

Zwar kannten sie die Probleme, Schwierigkeiten und Herausforderungen des Lehrerberufs dennoch dachten sie bei „Lehrer“ an:

  • Viele Ferien,
  • Halbtagsjob,
  • Sicherer Job,
  • Unkündbar,
  • Gute Bezahlung,
  • Private Krankenversicherung und dabei zahlt einen Teil des Beitrags der Steuerzahler,
  • Bei voller Bezahlung kann der Lehrer krank sein, wie lange er will,
  • Keine Sozialabgaben,
  • Frühpensionierung.

Kurzum ein ferienreiches Leben bei guter Bezahlung und Absicherung.

Klar, weil der Lehrerjob so unbeschreiblich großartig ist, fehlen überall Lehrer.

Wenn Du Menschen, die bei „Lehrer“ sofort über die Ferien sprechen, fragst, weshalb sie selbst nicht Lehrer geworden sind, antworten sie:

Nein, das ist nichts für mich. Ist mir zu stressig.

Genauso ergeht es Dir. Denn Du bist auch nur ein Mensch.

Aufgrund des Stresses leiden viele Lehrer auch nicht-hochsensible an Depression und Burnout.

Deshalb sind die Ferien wesentlich.

Denn ohne sie fällst Du tot um. Im Grunde genommen sind sie lebensnotwendig.

Damals waren für mich als Lehrerin die Ferien Boxenstopps, ohne die ich die Schulzeit nicht überlebt hätte.

Wenn Deine Freunde, Bekannte und Familienangehörige nicht nachvollziehen können, weshalb Du als Lehrer kündigen willst, lade sie zu Dir in die Schule ein.

Falls sie Deine Einladung annehmen sollten, haben sie nach 45 Minuten Unterricht Durchfall und wollen vor Schulschluss die Toilette nicht mehr verlassen.

Da ein Freund von mir dachte, dass der Lehrerjob einfach ist, wollte er Lehrer werden.

Schließlich kann man doch den Schülern Arbeitsblätter geben und sich in Chef-Manier auf den Stuhl setzen und aus dem Fenster schauen, oder?

Anstatt seine Fragen zu beantworten, nahm ich ihn mit.

Was meinst Du, ist er Lehrer geworden?

Nein.

Während eines Schultags mit 5 Unterrichtsstunden hast Du als Lehrer laut Prof. Dr. Rudolf Kretschmann 75 erzieherische Konflikte gelöst und 1.000 Entscheidungen getroffen.

Wobei ich denke, dass ich an einigen Schultagen mehr als 1.000 Entscheidungen getroffen habe.

Falls keiner nachvollziehen kann, dass Du als Lehrer kündigen willst, sei nicht traurig. Denn die Leute haben keine Ahnung, was es heißt als Lehrer zu arbeiten.

Damit Du keine Selbstzweifel hast, empfehle ich Dir anfangs mit keinem über Deine Kündigungspläne zu sprechen.

Dazu liest Du am besten diesen Artikel: „Ich will nicht mehr Lehrer sein“.

Sobald Du weißt, wie es für Dich weitergeht, bist Du innerlich stabil genug, um kräftezehrende Gespräche zu führen.

Vorher nicht.

Damit Du Klarheit erlangst, lass uns offen und ehrlich miteinander sprechen.

Genauso wie mich der Gedanke „Ich will als Lehrer kündigen“ in Angst und Panik versetzte, tut er es bei Dir auch, richtig?

Weshalb das so ist und wie Du es dennoch schaffst als Lehrer souverän zu kündigen, erzähle ich Dir in diesem Artikel.

Dabei erfährst Du ebenso, was Du rechtlich bei Deiner Kündigung aus dem Beamtenverhältnis beachten musst.

Ist der Lehrerjob ein Traumberuf oder weshalb kündigen so wenige Lehrer?

Wenn ich nicht an 5 Schulen in drei Bundesländern gearbeitet hätte, würde ich denken, dass der Lehrerberuf ein Traumberuf ist.

Denn kaum ein Lehrer kündigt, wenige wechseln ihren Arbeitsort (Schule) und öffentlich hört man wenig von Lehrern.

Während in Talkshows oft Philosophen, Gehirnforscher, Eltern, Politiker und Ex-Schüler zu Wort kommen, fehlen die Lehrer.

Und wenn über Lehrer berichtet wird, sind sie Opfer von Lärm, schwierigen Schülern, katastrophalen Umständen und schließlich sind sie am Limit.

Dabei ist kein Lehrer ein Opfer.

Schließlich entscheidest Du selbst, ob Du als Lehrer arbeiten willst oder nicht.

Da ich den Job lange genug gemacht habe, weiß ich, dass er für die meisten Lehrer kein Traumberuf ist.

Deshalb war ich verwundert, dass es nach der Einführung des Altersgeldes keine Massenkündigungen von Lehrern gab.

Aber genau diese Tatsache macht deutlich, dass es bei Deiner Kündigung um viel mehr geht als nur die rechtlichen Belange, wie die Pension und die private Krankenversicherung.

Sobald der Gedanke „Kündigung“ in Dir auftaucht, zerbrichst Du Dir über zwei Fragen den Kopf:

  1. Was soll ich bloß nach der Kündigung machen!?
  2. Wie soll ich ohne die Sicherheiten des Beamtentums leben!?

Je nachdem wie Du über Dich, Dein Leben und die Welt denkst, beantwortest Du diese Fragen anders.

Wenn Du Deine Werte kennst und eine zuversichtliche Haltung zum Leben hast, wirst Du Dich mit Freude auf eine Entdeckungsreise machen.

Genauso wie es Christoph Kolumbus bei seiner ersten Entdeckungsreise im Jahre 1492 getan hat. Dabei hat er Amerika entdeckt.

Denn Deine Suche nach einer Alternative zum Lehrerberuf ist eine Entdeckungsreise zu Dir selbst.

Dabei willst Du herausfinden, was Du wirklich willst.

Sobald Du dafür Deinen Pioniergeist verbunden mit einer offenen und wissbegierigen Haltung aktivierst, findest Du Dein neues, freies Leben.

Falls Du Dir jedoch die typischen Lehrer-Mantras aufsagst, wie:

  • „Das geht nicht“,
  • „Aber, das können wir doch nicht machen“,
  • „Das hat doch keinen Sinn“,
  • „Nein, das bringt nichts“

wird es mit Deiner Reise in Richtung Deines neuen, freien Lebens nichts werden.

Anfangs als ich neu an der Schule war, wunderte ich mich über diese Sätze. Denn ich hatte sie zuvor nirgendwo so oft gehört, wie im Lehrerzimmer.

Bevor ich als Lehrerin arbeitete, war ich in der freien Wirtschaft als Festangestellte in unterschiedlichen Unternehmen tätig.

Da gehörte diese destruktive und defizitäre Einstellung, die für das Schulsystem typisch ist, nicht zum Arbeitsalltag. Demnach war ich erstaunt.

Nachdem ich verstand, was es heißt Beamter zu sein, wunderte ich mich nicht mehr über diese Sätze.

Aber diese Sätze, die Dir das Gefühl der Ohnmacht geben, waren nicht das einzige, worüber ich mich wunderte.

Da für mich glasklar war, dass ich im Lehrerberuf nicht alt werden will, fragte ich meine Lehrerkollegen, wie ich als Lehrer kündigen kann.

Was meinst Du, wie viele konnten mir diese Frage konkret beantworten?

Dazu empfehle ich Dir gleich morgen bei Dir im Lehrerzimmer eine Umfrage zu starten. Dafür fragst Du Deine Kollegen, wie ein verbeamteter Lehrer kündigt.

Damals wie heute, sind das die häufigsten Antworten:

  • „Auf Lebenszeit verbeamtet bedeutet auf Lebenszeit! Da kann man nicht kündigen“.
  • „Als Lehrer kündigen? Keine Ahnung, wie das gehen soll!“
  • „Du willst kündigen!? Du findest doch als Lehrer keinen Job?“
  • „Einmal Lehrer immer Lehrer. Da gibt es keine Kündigung.“

Keine der über 30 Lehrkräfte, die ich fragte, konnte mir eine wertvolle Antwort geben. Ich war geschockt.

Aufgrund dessen dachte ich, dass ich nie wieder aus dem Lehrerberuf herauskomme.

Deshalb hatte ich einige schlaflose Nächte mit vielen Alpträumen.

Wenn ich in den Unternehmen, in denen ich als Angestellte arbeitete meine Kollegen nach der Kündigung fragte, wusste jeder wie der Ablauf ist.

Dadurch wird deutlich welchen Stellenwert die Kündigung bei Lehrern hat.

Dazu passt dieses Zitat des Philosophen Seneca:

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Als Lehrer krank sein oder doch lieber ein neues, freies Leben aufbauen?

Obwohl im Lehrerzimmer viel geklagt wird und über Krankheiten gesprochen wird, spricht keiner über das Thema „Als Lehrer kündigen.“

Sobald ich damals von der Kündigung sprach, hörte ich diese Sätze:

Je nachdem wie oft Du diese Sätze wiederholst, sind sie Teil Deines Charakters.

Dazu passen die Worte des Schriftstellers Charles Reade:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Dann achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Auch wenn die Sätze meiner Lehrerkollegen logisch erscheinen, sind sie nichts anderes als hinderliche Gedanken. Denn sie führen dazu, dass Du Dir selbst im Weg stehst und nicht das tust, was Du tun willst.

Wenn Du jedoch Deiner Sehnsucht nach Freiheit folgen und Dir Deine Lebensträume erfüllen willst, musst Du aufhören Dich selbst klein zu machen. 

Denn sonst wirst Du krank und landest in der Krankheitsfalle.

Zwar bekommst Du trotz langanhaltender Krankheit zu 100% Deine Bezüge, aber was ist mit Deiner Lebensqualität?

Solange Du krank bist, brauchst Du Krankschreibungen. Das heißt Du musst zum Arzt gehen und ihm erzählen, wie furchtbar alles ist und wie wenig Macht Du hast.

Damit machst Du Dich selbst zum Opfer, raubst Dir selbst Deine Macht, fühlst Dich ohnmächtig und denkst die Dienstunfähigkeit wäre die einzige Lösung.

Aber das ist sie nicht.

Denn Du kannst als Lehrer kündigen.

Dazu musst Du lediglich strategisch klug vorgehen.

Dann schaffst Du es als Lehrer zu kündigen und Dir außerhalb der Schule ein freies und finanziell sicheres Leben aufzubauen.

Wie Du das machst, erfährst Du in dem ultimativen Kündigungs-Fahrplan. 

Dazu gebe ich Dir ein Beispiel:

Stelle Dir vor, Du willst abnehmen.

Sobald Du das weißt, befasst Du Dich intensiv mit dem Thema. Danach erstellst Du Dir einen Plan, wie einen Ernährungsplan und ein Sportprogramm, richtig?

Obendrein arbeitest Du mit einem Ernährungsberater zusammen, damit Du zielbewusst vorgehst.

Zudem sorgt er dafür, dass Du, auch wenn es schwierig wird nicht aufhörst, sondern weiter machst.

Je nachdem wie ernsthaft Du Deinen Wunsch „Ich will abnehmen“ nimmst, wirst Du darin Zeit und Geld investieren.

Dazu passt dieses chinesische Sprichwort:

Reden kocht keinen Reis.

Solange Du nur davon redest mehr Sport machen, Dich gesund zu ernähren und als Lehrer kündigen zu wollen, tust Du es nicht.

Zumindest nicht, wenn es nur beim Reden bleibt und Du den nächsten Schritt nicht machst.

Das heißt Dich ernsthaft mit dem Thema befassen, Dir eine Unterstützung holen und ins Tun kommen.

Daran scheitert es bei den meisten Lehrern.

Denn sie befassen sich nicht aufrichtig mit dem Thema „Als Lehrer kündigen“ geschweige denn die weiteren Schritte dazu zu gehen.

Weil sie glauben sie bräuchten nur eine Alternative und die gäbe es für sie sowieso nicht, da sie bloß Lehrer sind und nichts anderes können.

Außerdem sind die rechtlichen Rahmenbedingungen so schlecht, dass sich eine Kündigung nicht lohnt.

Aber eine Krankheit schon?

Mit anderen Worten: Den Beamtenstatus abgeben!? Niemals! Lieber bin ich krank!

Übrigens, Deine Alternative zum Lehrerberuf findest Du auch nur dann, wenn Du Dich aufrichtig mit Deinen Lebensträumen befasst.

Dazu lädst Du Dir am besten kostenfrei den genialen Routenplan zu Deiner bombastischen Alternative herunter.

Daran merkst Du, dass es kein Hexenwerk oder ein Ding der Unmöglichkeit ist außerschulische Jobs zu finden und letztlich als Lehrer zu kündigen.

Auch wenn die Kündigung als Lehrer zu einem Mysterium stilisiert wird, da keiner im System darüber redet, ist sie es nicht.

Damit wir das Mysterium „Als Lehrer kündigen“ gänzlich beenden, lass uns den Ablauf und die rechtlichen Veränderungen anschauen.

Klarheit gewinnen

Alternativen zum Lehrerberuf

Willst Du als Lehrer herausfinden, was Deine Alternative zum Lehrerberuf ist?


Dann hinterlasse mir Deine E-Mail-Adresse, damit ich Dir den genialen Routenplan zu Deiner Alternative zuschicke 

 

Mehr Infos dazu findest Du hier

Zusätzlich erhältst Du von mir regelmäßig wertvolle virtuelle Post. 

Mit deiner Anmeldung stimmst Du zu, dass ich Dir meinen Newsletter mit Tipps und Angeboten per Mail zusende. Mit Deinen angegebenen Daten gehe ich selbstverständlich vertraulich um! Du kannst Dich jederzeit mit einem Klick aus dem Newsletter austragen. In diesem Fall lösche ich Deine Daten und Du erhältst keinen Newsletter mehr.

Kann ich als auf Lebenszeit verbeamteter Lehrer kündigen?

Auch wenn diese Frage albern erscheint, habe ich sie mir anfangs gestellt.

Bevor ich anfing mich mit dem Thema „Als Lehrer kündigen“ zu befassen, hatte ich von keinem Lehrer gehört, der gekündigt hatte.

Und wie oben schon erzählt, konnten mir meine Lehrerkollegen nicht weiterhelfen. Denn auch sie wussten nicht, ob man als Lehrer kündigen kann und wie der Ablauf ist, geschweige denn worauf ich zu achten hatte.

Nachdem ich lange recherchiert hatte, kannte ich die Antwort:

JA, Du kannst als Lehrer kündigen!

Auch wenn du Beamtin oder Beamter auf Lebenszeit bist.

Dabei heißt die Kündigung nicht Kündigungsschreiben, sondern Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. (§ 33 BBG).

Damit stellst Du einen Antrag Dich aus dem Beamtenverhältnis zu entlassen.

Auch wenn das Wort „Antrag“ Dich glauben lässt, dass dieser abgelehnt werden könnte, ist dies nicht ganz richtig.

Allerdings kann eine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis bis maximal 3 Monate – in einigen Bundesländern bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres – hinausgeschoben werden. Damit Du Deine Amtsgeschäfte ordnungsgemäß erledigst.

Jedoch ist dies eher die Theorie und weniger die Praxis.

Denn wenn Du nicht mehr arbeiten willst, kann Dich keiner zwingen.

Dennoch sollte es Dein Ziel sein Dich in Frieden und Freude zu verabschieden. Deshalb empfehle ich Dir zeitig mit Deiner Schulleitung zu sprechen.

Dein Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis

Da Du im Fachjargon nicht kündigst, sondern einen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis stellst, schauen wie uns diesen genauer an.

  • Den „Antrag“ stellst Du formlos. Ein Zweizeiler, handgeschrieben mit einem Datum versehen reicht aus.
  • Diesen gibst Du entweder persönlich Deiner Schulleitung oder Du gibst ihn der Schulsekretärin. Über den sogenannten Dienstweg wird Dein Antrag an die oberste Dienstbehörde weitergeleitet.
  • Von der obersten Dienstbehörde (von der Person, die alle Deine Belange regelt) bekommst Du einen Brief. In diesem Brief wirst Du auf die Folgen Deiner Entlassung hingewiesen. Zusätzlich bekommst Du zwei Wochen Bedenkzeit.
  • Innerhalb dieser zwei Wochen kannst Du Deinen Antrag zurückziehen und so weitermachen, als hättest Du ihn nie gestellt (§ 33 BBG).
  • Bleibst Du bei der Kündigung, wirst Du zu dem gewünschten Termin aus dem Beamtenverhältnis entlassen und Deine Tätigkeit im Schuldienst ist beendet.
  • Eine Entlassungsurkunde für Deine Akten wird Dir zugeschickt.

Damit ist klar: Du kannst als Lehrer kündigen.

Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies einfacher ist als

  • Dich versetzen zu lassen,
  • Einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen,
  • Dir ein Sabbatjahr zu gönnen,
  • Ein Auslandsschuldienst genehmigt zu bekommen oder
  • Dich beurlauben zu lassen.

Aber aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass Deine Angst Dich daran hindert als Lehrer zu kündigen.

Schließlich hat Dich das Beamtentum verändert.

Allein die Vorstellung ernsthaft krank zu werden, ohne die Beihilfe und 100% Bezüge, lässt Dein Herz schneller schlagen und macht Dich kurzatmig.

Weil dieser Sicherheitsverlust Deine Urängste zum Leben erweckt.

Deshalb habe ich damals meinen Mut-Muskel trainiert und mein Selbstvertrauen gestärkt.

Zuletzt gaben mir Reinhold Messners Zitate den letzten Schubser für meine Kündigung.

Schließlich kündigte ich meine Lehrerstelle ohne einen neuen Job zu haben.

Wenn Du Dir Deine Fähigkeiten bewusst machst und Dir erlaubst Fehler zu machen, entmachtest Du Deine Angst.

Zudem empfehle ich Dir aufzuschreiben, was Dich Deine Angst kostet:

  • Was erlebst Du nicht?
  • Welche Lebensträume bleiben für immer unerfüllt?
  • Welche Erfahrungen machst Du nicht?

Dazu passen die Worte des tibetischen Lamas Sogyal Rinpoche:

Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten:

Es ist nicht nur vergeblich, sondern es beschert uns genau den Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten.

Dabei geht es nicht darum, dass Du den Lehrerberuf nicht loslassen willst, sondern die Sicherheiten des Beamtentums behalten willst.

Aufgrund der Sicherheitsverluste ist die Kündigung als verbeamteter Lehrer im Vergleich zu der Kündigung als angestellter Lehrer ein besonderer Akt.

Als Lehrer kündigen = Als Beamter kündigen

Da die meisten Lehrer in Deutschland immer noch einen Beamtenstatus haben, heißt als Lehrer kündigen, dass Du als Beamter kündigst.

Deshalb ist es wichtig, dass Du bevor Du Deinen Antrag auf Entlassung abgibst, klärst, wie es mit Deiner privaten Krankenversicherung und Deinen Pensionsansprüchen nach Deiner Kündigung weitergeht.

Da das wichtige Themen sind, gehe ich hier auf diese zwei Punkte ein.

Jedoch möchte ich Dich bitten Dir bewusst zu machen, dass Du es nur dann schaffst souverän zu kündigen, wenn Du mehr berücksichtigst als lediglich den rechtlichen Teil.

  • Was machst Du mit Deiner privaten Krankenversicherung?

Wenn Du ledig und länger als 5 Jahre in der privaten Krankenversicherung versichert bist, zahlst Du nach der Kündigung Deine private Krankenversicherung zu 100 % selbst und sagst: Beihilfe ade.

Bevor Du aus dem Beamtenverhältnis ausscheidest, sprich mit Deinem Versicherungsberater und kläre, ob Du Deinen Tarif runterschrauben kannst.

Später wenn Du kein Einkommen hast, ist es gut, wenn Dein Versicherungsbeitrag niedrig ist.

Wenn Du verheiratet bist und Dein Partner gesetzlich versichert ist, kannst Du gegebenenfalls mit ihm zusammen versichert werden.

Falls Du älter als 55 bist, ist ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung nach meinen Recherchen nicht mehr möglich.

Wenn Du als Lehrer kündigen willst, um einen sozialversicherungspflichtigen Job nachzugehen, wechselst Du automatisch in die gesetzliche Krankenversicherung (§ 5 SGB V).

Jedoch solltest Du diese Tätigkeit länger als ein Jahr ausüben, damit Du dauerhaft in der gesetzlichen Versicherung versichert bist (§ 9 Absatz 1 Satz 1 SGB V).

Sobald Du vor Ablauf eines Jahres die sozialversicherungspflichtige Tätigkeit kündigst, wanderst Du zurück in die private Krankenversicherung.

In Grunde genommen kannst Du auch im Lehrerjob in ein Angestelltenverhältnis wechseln, um in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen.

Zwar wird durch diesen Statuswechsel der Lehrerberuf nicht besser, aber Du hast nach Deiner Kündigung die hohen Beiträge der privaten Krankenversicherung nicht zu bezahlen.

Und Du hast Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Falls Du Dir nach Deiner Kündigung eine kreative Auszeit gönnen willst, hast Du in der Zeit kein Einkommen. Deshalb solltest Du bevor Du als Lehrer kündigst Deine Fixkosten senken.

Das heißt für Dich: Habe keine Scheu Deinen Versicherungsberater zu fragen, wie Du Deinen monatlichen Beitrag für die PKV senkst.

Je nachdem wie gut Du informiert bist, fällt Dir die Entscheidung leichter.

  • Was passiert mit Deinen Pensionsansprüchen?

Wenn Du aus dem Beamtenverhältnis ausscheidest, wirst Du bei der Deutschen Rentenversicherung nachversichert (§ 8 SGB VI).

Dabei ist die betriebliche Altersversorgung nicht Teil der Nachversicherung.

Weil Du keine Versorgungsansprüche bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) mehr stellen darfst.

Demnach verlierst Du mehr als die Hälfte Deiner Altersvorsorge.

Damit Dir deutlich wird, was genau bei der Nachversicherung passiert, habe ich dieses Video für Dich gemacht:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Aber vielleicht gibt es in Deinem Bundesland das Altersgeld.

Lies zu dem Thema auf jeden Fall den Artikel „Als Beamter kündigen“. Dort findest Du auch eine Checkliste für Deine Kündigung.

Da der Verlust von Pensionsansprüchen den Jobwechsel zwischen dem öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft enorm gehemmt hat, gibt es das Altersgeld.

Damit ist es leichter zwischen dem öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft zu wechseln.

Denn mit der Mitnahmefähigkeit der Versorgungsanwartschaften fällt es Dir leichter Dich für eine Kündigung zu entscheiden.

Denn im Falle einer Nachversicherung verlierst Du immerhin ca. 50 % Deiner Ansprüche.

Demnach ist das Altersgeld eine super Sache und zeitgemäß.

Damit Du weißt, wie es berechnet wird, habe ich für Dich dieses Video gemacht:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Wenn Dein Bundesland das Altersgeld nicht eingeführt hat, wirst Du nachversichert. Dafür bekommst Du nach Deiner Kündigung von der Behörde ein Schreiben.

Dabei will sie – bevor sie mit der Berechnung beginnt – wissen, ob Du eine Wiederverbeamtung anstrebst.

Falls dies der Fall sein sollte, brauchen sie Dich nicht bei der gesetzlichen Rentenversicherung nachzuversichern.

In so einem Fall, werden Deine Pensionsansprüche übertragen.

Auch wenn Du von anderen hörst, dass Du nie wieder verbeamtet wirst, wenn Du als Beamter kündigst, stimmt das nicht.

Denn eine Wiederverbeamtung – sogar als Lehrer – ist möglich, wenn Du die Voraussetzungen erfüllst.

Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Als Lehrer kündigen? Ja, Nein, Vielleicht

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du als Lehrer kündigen sollst oder nicht, beantworte die Fragen in diesem Artikel „Lehrer bleiben oder nicht?“.

Falls Du Dir danach immer noch nicht sicher bist, ob Du als Lehrer kündigen willst oder nicht, probiere diese zwei Möglichkeiten aus:

Sobald Du weniger arbeitest, hast Du mehr Zeit Dich mit Deinen Lebensträumen zu befassen.

Dann kannst Du herausfinden, was Du nach der Kündigung machen willst.

Ferner kannst Du Dich erholen.

Und plötzlich küsst Dich die Muße und Du stellst Dir die richtigen Fragen und weißt, wie es in Deinem Leben weitergehen soll.

Während Deiner Teilzeitbeschäftigung kannst Du Dich weiterbilden oder einiges für Deine Selbstständigkeit machen.

Somit brauchst Du Dich nicht unter Druck zu setzen, wenn Du Dir mit Deiner Kündigung nicht sicher bist.

Denn auch eine Selbstständigkeit lässt sich anfangs gut mit einer Teilzeitbeschäftigung aufbauen.

Auch wenn der § 40 BeamtStG für die Länder vorsieht, dass eine Nebentätigkeit grundsätzlich anzeigepflichtig ist, heißt dies nicht, dass Du es nicht „darfst“.

Ich habe fast immer in Teilzeit gearbeitet und kann sie Dir als eine Übergangslösung empfehlen.

Wenn es in Deiner Schule grauenhaft ist und Du glaubst, dass es an einer anderen Schule besser ist, stelle einen Versetzungsantrag.

Bevor ich gekündigt habe, war ich als Beamtin an 5 Schulen tätig. Und das in 3 unterschiedlichen Bundesländern.

Wobei Du beachten solltest, dass jede neue Schule Dich Zeit und Kraft kostet. Denn Du musst wieder alle Kollegen kennenlernen und herausfinden, wo was ist und wer wofür zuständig ist.

Deshalb überlege erst einmal, ob Dir der Lehrerberuf oder Deine Schule missfällt.

Anstatt die Zeit in die neue Schule zu stecken, könntest Du sie darin investieren Deine Idee groß zu machen. 

Während Du an Deiner Kündigung arbeitest, darfst Du Dir von keinem erzählen lassen, dass es ein Fehler ist als Lehrer zu kündigen oder dass es nicht ok ist.

Denn solche Sätze führen dazu, dass Du nicht zielbewusst und konzentriert an Deiner Kündigung arbeitest.

Wobei genau das wichtig ist, damit Du Dir endlich Deinen Traum vom eigenen Café erfüllst.

Schließlich willst Du Deine Lebensträume nicht nur träumen, sondern leben, oder?

Denke immer an die Worte von William Sommerset Maugham:

Im Alter bereust Du vor allem die Sünden, die Du nicht begangen hast.

Als ich meinen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis abgegeben hatte, hörte ich von vielen, dass meine Entscheidung als Beamtin zu kündigen eine „mutig dumme“ sei.

Dabei fühlte ich mich so frei, wie ein Vogel und war total glücklich diesen Schritt getan zu haben.

Darüber spreche ich in diesem Video:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Wenn Du Dich jeden Tag in die Schule quälst und ständig denkst:

„Weg hier! So schnell wie möglich weg hier! Ich will als Lehrer kündigen“

fange sofort damit an Deine Kündigung vorzubereiten.

Denn die Vorbereitung auf die Kündigung ist Teil der Kündigung und macht große Freude!

Zudem bringt sie Dich näher an Dein Ziel.

Wenn Du wissen willst, wo Du Dich in Richtung Deines Ziels „Endlich Freiheit“ befindest, lies diesen Artikel: „7 Phasen, die Du als Lehrer durchlebst, bis Du zu Deiner Kündigung JA sagst“

Damals als ich mich auf meine Kündigung vorbereitete, las ich das lesenswerte Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware.

Dabei schildert sie die Geschichte eines Mannes, der seinen Ruhestand immer weiter nach hinten verschob.

Obwohl seine Frau ihn anflehte doch endlich aufzuhören zu arbeiten, damit sie zusammen einige wunderschöne Jahre verbringen.

Nachdem sie Jahre lang darum gebeten hatte, entschied er sich Ende des Jahres in den Ruhestand zu gehen.

Zu spät.

Denn sie starb.

Als ich diese Zeilen las, kamen mir die Tränen.

Damals versprach ich mir nichts mehr auf später zu verschieben.

Dazu sagt Aleksej Andreevic Arakceev:

Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist JETZT.

Deshalb komme jetzt ins virtuelle Café und lass uns darüber sprechen, was Du mit Deinem Leben anfangen willst.

Ich freue mich auf Deinen Besuch.

Und nicht vergessen: Mache Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.

Victoria

Ein Hoch auf die Freiheit

PS: Wenn Du aktuell dabei bist das Schulsystem zu analysieren, schaue Dir dieses Video dazu an:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Großartige Tipps

Als Lehrer kündigen

Träumst Du davon als Lehrer zu kündigen, um endlich frei zu sein?


Dann hinterlasse mir Deine E-Mail-Adresse, damit ich Dir den bewährten Kündigungs-Fahrplan zu Deinem neuen, freien Leben zuschicke. 


Mehr Infos dazu findest Du hier.


Zusätzlich erhältst Du von mir regelmäßig wertvolle virtuelle Post. 

Mit deiner Anmeldung stimmst Du zu, dass ich Dir meinen Newsletter mit Tipps und Angeboten per Mail zusende. Mit Deinen angegebenen Daten gehe ich selbstverständlich vertraulich um! Du kannst Dich jederzeit mit einem Klick aus dem Newsletter austragen. In diesem Fall lösche ich Deine Daten und Du erhältst keinen Newsletter mehr.

Ehrlichkeit währt am längsten: In diesem Beitrag empfehle ich Dir Bücher, die ich als hilfreich empfunden habe. Damit Du sie direkt anschauen kannst, setzte ich einen Link in Form eines Affiliate-Links. Das heißt ich erhalte eine Provision, wenn du sie klickst und Produkte bestellst. Dabei zahlst Du für so einen Link keinen Cent mehr und ich empfehle nur Produkte, von denen ich überzeugt bin. 

Wenn Dir der Artikel geholfen hat, teile ihn mit anderen

Hallo, Ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Wandel, Veränderung und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben. 

Damit war es für mich unmöglich, mich in das Korsett des Beamtensystems "hineinzuquetschen". Deshalb habe ich so lange an ihm gezogen, bis es eine Stretch-Hose wurde, die sich an meine Wünsche und Bedürfnisse anpasste.

Mit anderen Worten: Ich habe innerhalb von wenigen Jahren an 5 Schulen in drei Bundesländern gearbeitet. Dabei war ich Fachbereichsleiterin, hatte Abordnungen und hatte unterschiedliche Teilzeit-Verträge.

Dennoch habe ich Ende 30, ohne einen Menschen zu haben, der meine Miete bezahlt und trotz einer chronischen Krankheit (Endometriose) als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin erfolgreich gekündigt.

Das war die beste Entscheidung meines Lebens!

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlich. Die Felder, die Du ausfüllen musst, um Deinen Kommentar abschicken zu können, habe ich für Dich markiert.  

  1. Danke für die Mut machenden Worte und Tipps! Ich dachte auch, ich stünde alleine da mit diesen Gedanken. Nur verstehe ich nicht, weshalb es heißt: „Als Lehrer zu kündigen = als Beamter zu kündigen“?!?! Ich plane den Schuldienst nicht mehr anzutreten und auf lebenslang A13 Besoldung zu verzichten, aber dennoch im Beamtenverhältnis im Öffentlichen Dienst tätig zu bleiben – ggfs Gehaltsstufe A9, aber glücklich?

    1. Hallo liebe Sandra, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du für Dich im Beamtensystem eine Stelle gefunden hast, die Dich glücklich macht. Wenn ein verbeamteter Lehrer seine Stelle kündigt, muss er einen Antrag auf ENTLASSUNG aus dem BEAMTENverhältnis stellen. Seine Kündigung läuft genauso ab wie bei allen anderen Beamten auch. Denn der verbeamtete Lehrer kündigt rechtlich gesehen als Beamter und nicht als Angestellter, weil er Beamter ist. Du schreibst, dass Du den Schuldienst nicht mehr antreten wirst. Das heißt nicht automatisch, dass Du Deine Stelle kündigen wirst. Du bleibst im Beamtensystem, wirst jedoch einer anderen Aufgabe in einer anderen Besoldungsgruppe nachgehen. Wobei auch eine Kündigung nicht bedeutet, dass man nicht wieder verbeamtet werden kann. Eine Kündigung heißt jedoch, dass Du aus dem Lehrerjob und aus dem Beamtenverhältnis rausgehst. Entweder für eine kurze Zeit oder für immer. In dem Abschnitt, von dem Du sprichst, beschreibe ich den Ablauf einer Kündigung. Somit schreibe ich nicht darüber, wie ein Lehrer im Beamtensystem bleibt aber nicht als Lehrer arbeitet. Das ist etwas anderes. Ich wünsche Dir viel Freude mit Deiner neuen Stelle. Liebe Grüße, Victoria

  2. Liebe Victoria,

    leider kann ich das Video zum Altersgeld nicht finden. Ist das nicht mehr Verfügbar?

    Außerdem habe ich noch eine Frage. Ich komme aus Baden Württemberg und hätte theoretisch das Recht auf Altersgeld. Ich bin 10 Jahre im Dienst habe aber die fünf Dienstjahre noch nicht voll, da ich in Elternzeit war und nie mit vollem Deputat gearbeitet habe. Deshalb müsste ich mich noch zwei Jahre zur Schule schleppen, um ein Recht uaf Altersgeld zu haben. Das macht für mich jedoch keinen Sinn mehr.
    Aber weißt du, ob ich trotzdem das Recht auf die Nachversicherung habe?
    Danke für deine Gedanken und dein Mutmachen

    1. Hallo liebe Meike, vielen herzlichen Dank für Deine Nachricht. Das Video zum Altersgeld ist verfügbar. Ich habe es jetzt in dem Artikel eingefügt. Über diesen Link (https://bit.ly/2PYZ0xS) müsstest Du direkt zu dem Video kommen. Nach § 8 SGB VI musst Du nachversichert werden. Darüber brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Sie ist Dir sicher. Ich finde es fantastisch und sehr stark von Dir, dass Du für Dich diese Entscheidung getroffen hast! Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg. Liebe Grüße, Victoria

  3. Hallo,

    kann ich denn auch meine Planstelle als angestellte Lehrerin kündigen, um in einer aderen BZR eine Planstelle (im Beamtenstatus) anzunehmen, weil das mit der Versetzung nicht funktioniert hat?

    1. Hallo, Du hast nach Deiner Kündigung als angestellte Lehrerin keinen Beschäftigungsverbot. Demnach kannst Du so verfahren, wie Du es schreibst. Ich empfehle Dir mit allen Beteiligten offen zu sprechen. Das ist immer besser als Geheimnistuerei. Viel Erfolg und liebe Grüße, Victoria

  4. Liebe Victoria, gestern las ich in der SZ den Artikel über Lehrer, die kündigen wollen. Stell Dir vor: ich habe schon vor 30 Jahren meinen Lehrerjob in einem korrupten Privatgymnasium gekündigt, als Lehrerstellen wirklich Mangelware waren und meine gesamte Umgebung an meinem Verstand zweifelte. Nun kurz vor meiner Rente kann ich sagen, dass dies die beste Entscheidung meines beruflichen Lebens war, denn danach habe ich richtig Karriere gemacht und viel erlebt. Wäre ich in der Schule geblieben, wäre ich heute verbittert und vielleicht auch krank. Nur Mut: Lehrer können mehr als sie denken!

    1. Liebe Beate, vielen herzlichen Dank für Deinen Kommentar! Du machst jetzt ganz vielen Lehrern Mut, DANKE! Ja, Lehrer können mehr als sie denken. Das sehe ich genauso. Es ist doch faszinierend, dass zwar 30 Jahre vergangen sind aber dass das Thema „Lehrer Kündigen“ immer noch nicht im Lehrerzimmern angekommen ist. Das ändert sich nun 🙂 Ich wünsche Dir eine wunderschöne Zeit. Liebe Grüße, Victoria

  5. Liebe Victoria,
    ich finde die ganzen Kommentare unheimlich ermutigend. Ich quäle mich seit drei Jahren mit den entsprechenden Beschwerden und ich will endlich wieder frei sein und leben. Arbeite auch mit einem Coach daran. Weiß noch nicht richtig, wo der Weg hingehen soll aber alleine der Gedanke, nicht mehr in die Schule zu gehen, lässt mich jedes Mal strahlen.

    1. Hallo Marius, vielen lieben Dank für Deine Nachricht. Es freut mich sehr, dass Du Dich durch die Kommentare ermutigt fühlst. Mache auf jeden Fall weiter und befreie Dich aus dem System. Viel Freude dabei! Liebe Grüße, Victoria

  6. Hallo Viktoria

    danke für deine tolle Seite und deine Tips.
    Ich habe eine Frage zum Altersgeld. In deinem Beispiel im Video stehen am Ende ca 2500 €. Ist das der monatliche Betrag, der mir zusteht sobald ich dann in Rente gehe?

    Liebe Grüße
    Caro

    1. Hallo liebe Caroline, vielen herzlichen Dank für Deine lieben Worte 🙂 Der Betrag am Ende des Videos (ca. 2500 Euro) ist pro Monat. Bei Dir müssten dann die entsprechenden Parameter errechnet werden, damit Du weißt, was bei Dir am Ende herauskommt. So ist zumindest der aktuelle Stand. Was später mal passieren und sich noch ändern wird, weiß derzeit keiner 🙂 Liebe Grüße, Victoria

  7. Liebe Victoria, ich bin eben auf deinen Artikel gestoßen da mein Mann Lehrer ist und wir seit 5 Jahren eine Fernbeziehung führen. Er lebt in Niedersachsen und ich in NRW. Der 5 Antrag ist nun abgelehnt und trotz unserer Anwalts lehnt die Behörde den Antrag ab, da sein Fach Musik als Mangelfach gilt und es keinen Ersatz gibt, auch nicht im Tauschverfahren. Personalrat, alle sind drin, aber unserer Hochzeit wird nur als Sozialpunkt gewertet. Also kam jetzt das Thema Kündigung auf. Mein Mann ist erst 33 und hat sich damals durch sein Studium und das Referendariat gequält und will die Arbeit und die Absicherung dafür nicht aufgeben. Also einiges von dem was du beschreibst. Ich denke du kannst uns auch nicht wirklich helfen, aber ich wollte mal kurz schreiben, Es ist so schlimm für uns das wir nie weiter planen können.

    Er hat Angst das er als Angestellter Lehrer in NRW zu wenig verdient und die Altersvorsorge für uns und evtl. Kind nicht da ist. Privatversicherung etc. Aber es sieht so aus, als wäre das die einzige Lösung. Ich verstehe ihn auch, aber ich kann es ihm nicht abnehmen. Es ist wirklich unmenschlich was mit den Lehrern passiert, nur weil sie Beamte sind.

    Traurige Grüße Julia

    1. Hallo liebe Julia, Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Ich kann Eure Situation sehr gut nachempfinden. Es ist grauenhaft, wenn Versetzungsanträge abgelehnt werden. Auch meine sind damals abgelehnt worden. Die Bedenken/Ängste Deines Ehemanns sind nachvollziehbar für jeden Beamten, der kündigen will. Sowohl ich als auch alle anderen Beamten, die gekündigt haben, haben sich mit diesen Ängsten auseinandersetzen müssen. Hast Du Dir schon auf meiner Seite die Geschichten der Lehrkräfte angehört, die ich zur Kündigung begleiten durfte? Hier ist die Seite mit den faszinierenden Geschichten: https://www.victoriaghorbani.de/als-lehrer-frei/

      Da Dein Mann erst 33 Jahre alt ist, muss er noch über 30 Jahre arbeiten, um pensioniert zu werden. Wer weiß schon, was in 30 Jahren sein wird? Die Gegenwart für eine vielleicht finanziell bessere Zukunft zu verkaufen, ist verdammt mutig 😊
      Ich kann Euch dabei unterstützen mit Bedacht starke Entscheidungen zu treffen. Dann bist Du wieder glücklich. Wenn Ihr das wollt, schreibe mir eine E-Mail und wir vereinbaren ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch. Ich freue mich sehr darauf Euch zu sprechen.
      Liebe Grüße, Victoria

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}