Low-Carb

Als Vater der Low-Carb-Diäten gilt der englische Bestattungsunternehmer William Banting (1797-1878). Sein Arzt verordnete ihm diese Ernährungsform mit der er erfolgreich abnahm. Daraufhin publizierte er sie.

Viele Jahre später gab es dann namenhafte Vertreter dieser Ernährungsform, wie den Kardiologen Dr. Robert Coleman Atkins (1930-2003). Seine Low-Carb-Diät heißt Atkins-Diät, die im Kern das gleiche Prinzip wie alle Low-Carb-Diäten verfolgt: Reduzierung von Kohlenhydraten. Schon Ende der 1950er Jahre formulierte Dr. Atkins Regeln für eine starke Reduzierung der Kohlenhydrate. Nach seinem Tod erfuhr seine Diät ein Comeback und einige Änderungen, die letzte 2011.

Es gibt viele Low-Carb-Varianten, die ein ganzes Buch füllen könnten. Alle verfolgen sie jedoch das gleiche Prinzip: viel eiweiß- und fettreiche und wenig bis kaum kohlenhydratreiche Lebensmittel. Je nach Ausführung werden unterschiedliche Kohlenhydratmengen in der Ernährung vorgeschrieben, meist unter 100 g täglich.

Low-Carb ein Trend mit Folgen

Ernährst du dich nach einer der Low-Carb-Diäten isst du eiweiß- und fettreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Eier. Einige Gemüsesorten darfst du auch noch essen, aber kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Getreideprodukte und Obst sind sehr selten mal erlaubt. Was du im Detail essen darfst, hängt von der Low-Carb-Variante ab, für die du dich entscheidest.

Generell ist es so, dass du anstelle von Kohlenhydrate, Fette isst. Daher wird die moderne Form der Low-Carb-Ernährung auch Low-Carb-High-Fat (LCHF) genannt. Sie soll keine Diät sein, die zeitlich begrenzt ist, sondern eine dauerhafte Ernährungsform. Ein bekannter Vertreter der LCHF ist der schwedische Arzt Dr. Andreas Eenfeldt. Er hat das Buch „Köstliche Revolution“ geschrieben. Solltest du dich nach dem Lesen dieses Beitrags noch für diese Ernährungsform interessieren, dann kann ich dir das Buch empfehlen.

Beim Lesen des Low-Carb-Prinzips wirst auch du wie Ernährungs-Experten zu dem Schluss kommen, dass diese Ernährungsform zu einseitig ist. Wenn du die Beiträge „Ist die Darmflora gesund-wie du sie mit der richtigen Ernährung auf Vordermann bringst“ und „Ballaststoffe – Ballast oder Erleichterung“ gelesen hast (falls nicht, dann hole dies nach ;)), weißt du, dass unsere Darmbakterien Ballaststoffe brauchen. Diese sind in Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte enthalten. Das sind alles Kohlenhydrate, die du bei einer strengen Low-Carb-Diät in sehr geringen Mengen essen darfst.

Aufgrund der hohen fett- und eiweißreichen Kost, die zwar einen hohen Sättigungseffekt haben (haben Ballaststoffe übrigens auch), kommt es zu einer vermehrten Aufnahme von Purinen. Isst du viel eiweißreiche Lebensmittel, zu denen auch Eiweißshakes zählen, dann nimmst du Purine auf. Beim Abbau der Purine aus der Nahrung entsteht Harnsäure. Einige Menschen, vor allem Männer, können dies nicht in ausreichender Menge ausscheiden. So kommt es im Blut zu einem hohen Harnsäurespiegel, der in den Gelenken zu Ablagerungen und damit zu Gicht führen kann.

LOGI Methode – moderate Low-Carb-Diät

Der Diplom-Ökotrophologe, Dr. Nicolai Worm, stellte 2001 die LOGI Methode (Low Glycemic and Insulinemic = niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel) vor. Bei dieser Ernährungsform werden Kohlenhydrate mit niedrigem Glykämischen Index (z. B. Gemüse, Hülsenfrüchte) gegessen. Der Glykämische Index (GI) gibt an, welche Wirkung ein kohlenhydratreiches Lebensmittel auf den Blutzucker hat.

Anders als bei den anderen Low-Carb-Diäten geht es hier nicht um eine Reduzierung der Kohlenhydrate im Generellen, sondern um die Minimierung der Kohlenhydrate, die eine sofortige Wirkung auf den Blutzuckerspiegel haben. Beispielsweise werden Hülsenfrüchte langsam abgebaut und halten den Blutzuckerspiegel konstant. Haushaltszucker hingegen wird schneller abgebaut und führt zu einem sofortigen Anstieg des Blutzuckers.

Auch die LOGI-Methode versteht sich nicht als eine Diät, sondern als eine dauerhafte Ernährungsform. Willst du dich nach der LOGI-Methode ernähren, solltest du dich mit dem GI der Lebensmittel beschäftigen. Du findest viele Infos auf dieser Seite: http://www.logi-methode.de/startseite.html

Low-Carb versus Paleo

Vielleicht fragst du dich jetzt, inwiefern sich die beiden Ernährungsformen unterscheiden. Das ist eine sehr gute Frage, die sich sehr viele stellen. In dem Beitrag „Altes im neuen Gewand – Paleo“ kannst du die Regeln der Paleo-Ernährung nachlesen.
Im Wesentlichen unterscheiden sie sich in Punkto Kohlenhydrate. Die Paleo-Ernährung ist angelehnt an die Ernährungsweise der Steinzeitmenschen. Hier werden unter anderem keine Getreideprodukte und Hülsenfrüchte gegessen. Bei der Low-Carb-Diät kann man nach der ausgewählten Variante bestimmte Kohlenhydrate essen und Milchprodukte sind generell erlaubt.

Was darf ich und was nicht?

Jeder der vorgestellten Varianten erlaubt und verbietet bestimmte Lebensmittelgruppen. Jeder findet für seine Meinung zutreffende Forschungsergebnisse, Anhänger, Erfolgsgeschichten usw. Ich frage mich immer wieder, warum kann man nicht einfach bunt, vielfältig und maßvoll essen? Ist es einfacher sich an Regeln zu halten als von allem etwas und in Maßen zu essen? Lässt du dir tatsächlich von einem Wissenschaftler in einem so privaten und genussreichen Bereich deines Lebens einfach so mal Regeln aufzeigen!?
Es ist deine Entscheidung. Ich habe dir die derzeit trendigen Ernährungsformen vorgestellt. Alle diese Ernährungsweisen haben viele Variationen, daher habe ich immer den Kern bzw. die Ursprungsform erläutert.

Ich bleibe stets meiner bunten, vielfältigen Confetti-Ernährungsweise, in der kreativ unverarbeitete Lebensmittel gekocht und genussvoll verspeist werden, treu. Sie ist einfach umsetzbar, du gelangst zu deinen erforderlichen Nährstoffen, hältst dein Gewicht konstant und bist fröhlich und fit.

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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