Beamter Angestellter Vergleich

Sobald es um das Thema „Beamter Angestellter Vergleich“ geht, kommt es schnell zu einer sinnlosen Neiddebatte.

Dabei ist es wichtig, dass Du Dich umfassend mit den Unterschieden zwischen dem Beamtenstatus und dem Angestelltenverhältnis befasst.  

Weil Du sonst das tust, was andere für richtig halten und von Dir erwarten. Anstatt das zu tun, was Du wirklich möchtest.

Und da erstaunlicherweise immer noch der falsche Gedanke vorherrscht, dass Beamte es allgemein besser haben als Angestellte, wirst Du Dich für die Verbeamtung entscheiden.

Obwohl das Beamtendasein höchstwahrscheinlich nicht zu Deinen Werten, Deinem Naturell und Deiner Lebenseinstellung passt. 

Aber Du folgst den vorgegebenen Spuren. Da Du es nicht besser weißt.

Damals nach meinem Referendariat machte ich exakt das. Folglich ließ ich mich, wie alle anderen, verbeamten.

Dann war ich Beamtin auf Probe.

Letztlich fragt Dich keiner nach dem Referendariat oder nach Deiner Ausbildung für einen anderen Beamtenberuf, ob Du weiterhin im Beamtentum sein willst oder nicht.

Denn alle denken, dass Du das auf jeden Fall möchtest. Weil die Mehrheit davon überzeugt ist, dass es super ist Beamter zu sein.

Aber haben es Beamte wirklich besser als Angestellte? Beziehungsweise: Geht es Angestellten stets schlechter als Beamten?

Damit Du für Dich eine gute Entscheidung triffst, klären wir das heute. Außerdem erfährst Du in diesem Artikel:

  • Was die zentralen Unterschiede zwischen Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst sind.
  • Welche Vor- und Nachteile es im Beamtentum beziehungsweise im Angestelltenverhältnis gibt.
  • Wann es sich lohnt den Beamtenstatus zu haben und wann es besser ist als Angestellter zu arbeiten.
  • Wer besser verdient besser - Angestellte oder Beamte.

Bevor wir starten noch ein wichtiger Punkt: Wenn ich über Angestellte spreche, meine ich in diesem Artikel immer Angestellte im öffentlichen Dienst.

Verdienen Beamte wirklich mehr Geld als Angestellte? 

Wenn Du denkst, dass Beamte monatlich mehr Geld auf ihr Konto überwiesen bekommen und im Alter aufgrund der Pension besser versorgt sind als Angestellte, liegst Du richtig.

Damit könntest Du, wie die Mehrheit, den Vergleich zwischen Beamten und Angestellten beenden.

Kurzum: Weil Beamte in der Gegenwart und später im Ruhestand mehr Geld bekommen, ist der Beamtenstatus super. Demnach lässt Du Dich verbeamten.

Auch wenn diese Denkweise weit verbreitet ist, heißt es nicht, dass sie richtig oder zielführend ist.

Daher steigen wir tiefer in das Thema „Beamter Angestellter Vergleich“ ein. Damit wir diese zentrale Frage beantworten:

  • Weshalb bekommen Beamte pro Monat mehr Geld überwiesen als ihre angestellten Kollegen, wenn sie doch das Gleiche leisten?

Was meinst Du?

Weil sie einer versicherungsfreien Beschäftigung nachgehen und somit nicht in die Sozialversicherungen einzahlen müssen?

Ja, das ist richtig.

  • Aber warum gehören Beamtenberufe zu den sozialversicherungsfreien Beschäftigungen?

Damit der Begriff „sozialversicherungsfrei“ klar ist, erkläre ich ihn kurz.

Im Grunde genommen gilt in Deutschland eine allgemeine Sozialversicherungspflicht für Arbeitnehmer.

Jedoch gibt es dazu Ausnahmen.

Wenn zum Beispiel ein Angestellter im Jahr mehr als 66.600 Euro verdient, überschreitet er die Jahresarbeitsentgeltgrenze für 2023. Deshalb kann er selbst entscheiden, ob er in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder in die private Krankenversicherung wechseln möchte.

Aufgrund dieser Möglichkeit der Entscheidung wird von der Versicherungsfreiheit gesprochen. Denn der Angestellte ist dann nicht mehr gezwungen in der gesetzlichen Krankenkasse zu bleiben.

Aber in den anderen Sozialversicherungen, wie die Arbeitslosenversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung und so weiter bleibt er dennoch.

Im Gegensatz dazu sind Beamte von den Sozialversicherungen befreit. Demnach zahlen sie weder in die gesetzliche Krankenkasse noch in die Arbeitslosenversicherung oder in die gesetzliche Rentenkasse ein.

Dadurch bekommen sie einen höheren Betrag überwiesen als ihre angestellten Kollegen, die gezwungenermaßen einen Teil ihres Gehalts in die Sozialkassen einzahlen müssen.

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Beamter Angestellter Vergleich: Was unterscheidet Beamte und Angestellte voneinander? 

Nachdem nun klar ist, dass Beamte aufgrund der Sozialversicherungsfreiheit mehr Geld überwiesen bekommen, gehen wir dieser Frage nach:

  • Weshalb gehören Beamtenberufe zu den sozialversicherungsfreien Beschäftigungen?

Damit sind wir beim Hauptunterschied zwischen dem Beamtentum und dem Angestelltenverhältnis angelangt.

Während es beim Angestelltenverhältnis um ein Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitsvertrag nach dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst geht, ist das Beamtenverhältnis nach Art 33 GG ein Treue- und Dienstverhältnis.

Zudem gelten für Beamte die hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums. Das heißt für sie gelten unter anderem diese Punkte: 

  • Die Unkündbarkeit. 

Solange ein Beamter nicht aufgrund einer Straftat von einem deutschen Gericht verurteilt worden ist, bleibt er im Amt. (Landesbeamte Paragraf 24 Beamtenstatusgesetz und Bundesbeamte Paragraf 41 Bundesbeamtengesetz).

Wobei nach Paragraf 36 Bundesbeamtengesetz politische Beamte, die in der Probezeit sind, jederzeit entlassen werden können.  

  • Schließlich gilt für Beamte das Neutralitätsprinzip. Das heißt sie müssen ihr Amt unparteiisch ausüben. 

 Aber das tun sie nicht. Denn Staatsdiener dienen dem Staat. Somit machen sie das, was er ihnen sagt. Folglich vertreten sie seine politischen Interessen. Auch die Remonstrationspflicht verdeutlicht dies. 

  • Das macht die Wohlverhaltenspflicht deutlich.

 Danach muss das Verhalten eines Landesbeamten nach Paragraf 34 Beamtenstatusgesetz und eines Bundesbeamten nach Paragraf 61 Bundesbeamtengesetz:

„Innerhalb und außerhalb des Dienstes der Achtung und dem Vertrauen, die sein Beruf erfordert, gerecht werden.“

Außerdem müssen Beamte „hinsichtlich ihres Erscheinungsbildes Rücksicht auf das ihrem Amt entgegengebrachte Vertrauen nehmen.

Wenn Beamte sich nicht wohl verhalten oder ihre Pflichten nicht erfüllen, kommt es zu einem Disziplinarverfahren.

Falls Du wissen willst, welche Pflichten das sind, lies für Landesbeamte den Paragraf 47 Beamtenstatusgesetz und für Bundesbeamte den Paragraf 77 Bundesbeamtengesetz durch.

Während dieses Disziplinarverfahrens wird ermittelt, was konkret vorgefallen ist.

Wenn ein leichtes Vergehen vorliegt, gibt es eine Disziplinarmaßnahme. Wogegen bei schweren Vergehen eine Disziplinarklage beim Verwaltungsgericht erhoben wird.

Nachdem Du den Hauptunterschied zwischen Beamten und Angestellten kennst, klären wir, warum Beamte mehr Geld bekommen.  Wenn Du möchtest Du kannst Du Dir vorab noch dieses Video anschauen: 

Warum bekommen Beamte mehr Geld?

Aufgrund der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums gelten für Beamte ebenso diese Punkte: 

  • Das Mindestabstandgebot.

 Das heißt: Die Beamtenbesoldung muss in den untersten Besoldungsgruppen mindestens 15 Prozent höher liegen als das Grundsicherungsniveau.

Deswegen muss die Beamtenbesoldung steigen, wenn der Regelsatz der Sozialhilfe angehoben wird. 

  • Dazu kommt das Abstandsgebot.

Da der Abstand zwischen den jeweiligen Besoldungsgruppen nicht verletzt werden darf, steigt die Besoldung aller Beamten, wenn das Bürgergeld erhöht wird.

  • Demnach werden die Bezüge der Beamten, ohne dass sie dafür streiken müssen, erhöht.

Somit macht sich das Streikverbot (an das sich Beamte halten müssen) nicht auf ihrem Konto bemerkbar. Aber in den Arbeitsbedingungen.

Denn der Dienstherr kann diese durch Erlasse und Verordnungen täglich ändern. Genau das hat viele Lehrer dazu bewegt die Schule zu verlassen. Dazu hörst Du Dir am besten die Kündigungsgeschichten an.

  • Dann kommen wir noch zu dem wichtigsten Prinzip: Das Alimentationsprinzip.

 Im Grunde genommen beruhen die bekannten Aspekte des Beamtentums auf diesem Prinzip. Denn im Gegensatz zu Arbeitnehmern bekommen Beamte kein Entgelt, sondern werden alimentiert.

Das heißt sie werden für ihre Arbeit nicht vergütet (Entgelt), sondern sie werden vom Staat für ihre treu ergebenen Dienste gut versorgt (alimentiert). 

 Kurzum: Da der Beamte aufgrund seiner Vereidigung dem Staat nach dem Treueverhältnis dient, fühlt sich der Staat verpflichtet ihn bei Krankheit, im Ruhestand und bei Dienstunfähigkeit gut zu versorgen.

Deswegen bekommt der Beamte die Pension. Außerdem hat er die Beihilfe.

Dadurch beteiligt sich der Staat an den Kosten für Krankheit und Pflege. Jedoch nicht zu 100 Prozent. Daher sind Beamte zusätzlich privat krankenversichert. Denn die privaten Krankenversicherungen bieten mit ihrer Restkostenversicherung eine passgenaue Lösung zu den Beihilfetarifen an.

Letztlich lässt sich die Beihilfe als eine staatliche Krankenfürsorge für Beamte verstehen.

Da Beamte oberflächlich betrachtet mehr erhalten als Angestellte denken viele „Beamte haben es besser als Angestellte“. Dabei vergessen sie, dass alles seinen Preis hat.

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Haben es Beamte wirklich besser als Angestellte?

Weil Du alles aufmerksam durchgelesen hast, weißt Du, dass das Thema „Beamter Angestellter Vergleich“ weitaus tiefer geht als die Gehälter zu vergleichen.

Schließlich reden wir von zwei vollkommen unterschiedlichen Verhältnissen: Ein Arbeitsverhältnis basierend auf einem Arbeitsvertrag und ein Dienstverhältnis begründet in der Vereidigung zur Treue.

Demnach ist es fatal das Thema „Beamter Angestellter Vergleich“ auf das Geld zu reduzieren. Dadurch schaffst Du Dir kein fundiertes Bild von den Unterschieden zwischen Beamten und Angestellten und triffst nicht die Entscheidung, die Dich langfristig glücklich macht.

Damit Du eine stimmige Entscheidung triffst, schauen wir uns an, was die Alimentation dem Beamten kostet.

Dazu reicht es aus, wenn Du die Gebote und Prinzipien durchgehst, die die hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums mit sich bringen. Danach weißt Du, dass Beamte für die Pension, die Beihilfe und die Versicherungsfreiheit einen extrem hohen Preis zahlen: Ihr Selbst. 

Wenn Du durch einen Eid bekräftigst, dass Du Dein Bestes gibst, um Deinen Aufgaben als Staatsdiener gerecht zu werden, tust Du exakt das, richtig?

Denn alles andere führt zu einer kognitiven Dissonanz. Genau das habe ich in einer krankhaften Form zwischen 2020 und 2023 beobachten müssen. Weil Du als Beamter nun die Erlasse, Verordnungen und Regularien Deines Dienstherrn treu ergeben umsetzen willst, missachtest Du Deine Werte, Deine Intuition, Deine Ideale, Dein Menschenbild, Deine Würde, Deine Seele…

Deswegen höre ich von Beamten, die kündigen wollen, dies: „An dem Tag als ich die Urkunde zur Lebenszeit Verbeamtung erhalten habe, ging es mir schlecht. Ich fühlte, wie ich meine Seele verkaufte.“

Auch wenn sich das Bild des Menschen als Homo Oeconomicus verbreitet hat, ist es falsch. Denn der Mensch ist Wesen mit einer Seele, die als innerer Kompass stets exzellent weiß, was sich mit den menschlichen Werten vereinbaren lässt und was nicht.

Glaubst Du wirklich, dass Beamte es besser haben als Angestellte?

Dazu schaust Du Dir am besten dieses Video an: 

Welche Vor- und Nachteile hat das Angestelltenverhältnis im Vergleich zum Beamtentum

Sobald wir über die Vorteile und Nachteile des Beamtentums oder des Angestelltenverhältnisses sprechen, geht es um Deine Sichtweise.

Denn Du entscheidest aufgrund Deiner familiären und kulturellen Prägung sowie Deiner Werte (wenn sie Dir bewusst sind), was Vorteile oder was Nachteile sind. Demnach gibt es keine allgemeingültigen Vorteile oder Nachteile, die das Beamtenverhältnis oder das Angestelltendasein mit sich bringen. 

Wenn Du, wie ich ein freiheitsliebender Mensch bist, verneinst Du konformistische Systeme, steile Hierarchien und starre Vorgaben an die Du Dich halten musst. Folglich wird Dich die Fremdbestimmung, die ein Kernelement des Beamtentums ist, krank machen.

Dazu gibt es Studien, die ich Dir in diesen zwei Videos vorstelle:

Damit Du für Dich entscheiden kannst, welche Aspekte des Angestelltenverhältnisses beziehungsweise des Beamtentums Du als Vorteile und welche als Nachteile einstufst, liste ich Dir die Unterschiede in einer Tabelle auf:

Beamtentum

Angestelltenverhältnis

Dienst- und Treueverhältnis

Arbeitsverhältnis

Vereidigung

Arbeitsvertrag

Versicherungsfreiheit

Sozialversicherungspflichtig

Beihilfe

Gesetzliche Krankenversicherung

Keine gesetzlich festgelegte Begrenzung der Auszahlung der Bezüge zu 100 Prozent bei Krankheit. In der Regel bekommt der Beamte innerhalb von 6 bis 12 Monaten die Einladung zum Amtsarzt, wenn er ohne Unterbrechung krankgeschrieben war. 

Entgeltfortzahlung bis zu 6 Wochen. Danach greift das Krankengeld. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung erneuert sich, wenn der Angestellte innerhalb von 6 Monaten wieder krank wird, aber wegen einer anderen Erkrankung. 

Die hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums mit Alimentationsprinzip, Streikverbot, Wohlverhaltenspflicht und so weiter müssen eingehalten werden.

Alles, was gemeinsam im Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten worden ist, zählt.

Der Beamte braucht stets eine Erlaubnis, wenn er etwas machen möchte, was außerhalb der vorgegebenen Spur ist. Wie zum Beispiel für eine Nebentätigkeit.

Der Angestellte braucht nicht stets eine Erlaubnis, da seine Arbeitszeit endet. Und er in seiner Freizeit machen kann, was er will. Wie sich beispielsweise eine Nebentätigkeit aufzubauen. 

Dienstverhältnis endet nicht, wenn der Beamte seinen Arbeitsort verlässt und in der Freizeit ist. Ein Beamter ist immer Beamter und hat sich stets an die Grundsätze zu halten.

Ein Angestellter ist nach Verlassen des Arbeitsortes in der Freizeit und kann machen, was er will.

Hält sich der Beamte nicht an seine Pflichten oder verhält er sich nicht angemessen, erfolgt ein Disziplinarverfahren. Dort wird er diszipliniert. Nur bei schweren Vergehen, greift das Verwaltungsgericht als externe Instanz ein.   

Wenn der Angestellte sich nicht an die im Arbeitsvertrag vereinbarten Punkte hält, ist das Arbeitsgericht zuständig.

Wenn der Beamte sich falsch behandelt fühlt oder Dienstanweisungen nicht ausführen will, kann er bei seinem direkten Vorgesetzten remonstrieren. (Das die Remonstration eine Farce ist, hat sich zwischen 2020 und 2023 erneut gezeigt) 

Als Angestellter kannst Du mit einer Anklage direkt zum Arbeitsgericht gehen.

Aufgrund des Lebenszeitprinzips unkündbar. Außer der Beamte begeht eine Straftat.

Gesetzlicher Kündigungsschutz, der im Tarifvertrag festgehalten ist.

Pension

Rente

Durch diese Zusammenstellung zum Thema „Beamter Angestellter Vergleich“ ist Dir erneut deutlich geworden, dass wir über zwei völlig andere Mentalitäten sprechen. Deshalb ist es wichtig, dass Du Deine kennst - ansonsten triffst Du keine passenden Entscheidungen für Dich.

Außerdem ist es so, dass Dich das Beamtentum verändert. Dazu hörst Du Dir am besten an, wie das Beamtentum Dich verändert:

Wann solltest Du Dich für den Beamtenstatus und wann für ein Angestelltenverhältnis entscheiden

Zwar gibt es nicht in allen Beamtenberufen die Möglichkeit zwischen dem Beamtenstaus und einem Angestelltenverhältnis zu entscheiden, aber in einigen schon, wie zum Beispiel im Lehrerberuf.

Da es vor 2023 noch Bundesländer gab, die Lehrer nicht verbeamteten, wie Berlin, wird deutlich, dass die Verbeamtung von Lehrern nicht zwingend notwendig ist.

Aufgrund des Lehrermangels entschieden die Politiker in Berlin sich jedoch dafür die Lehrer dort nach 18 Jahren wieder zu verbeamten.

Wobei die Idee, dass die Verbeamtung den Lehrerberuf attraktiv macht absurd ist. Dazu schaust Du Dir am besten dieses Video an:

Wenn Du ein freiheitsliebender Mensch bist, der gerne flexibel und selbstbestimmt leben möchte, ist die Verbeamtung das falsche.

Denn während Du ohne bürokratischen Aufwand das Angestelltenverhältnis kündigen kannst, um zu tun, was Du willst, hat es ein Beamter mit seiner Kündigung schwer.

Im Grunde genommen ähnelt die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis einer Scheidung. Wogegen die Kündigung aus dem Angestelltenverhältnis einer Trennung vom Freund gleicht.

Auch wenn die Kündigung eines sicheren Arbeitsverhältnisses immer belastend ist, haben es Beamte besonders schwer. Weil sich formal in ihrem Leben einiges ändert.

Beispielsweise verlieren sie die Beihilfe und müssen entweder die private Krankenversicherung zu 100 Prozent selbst zahlen oder in die gesetzlichen Krankenversicherung wechseln. Wie das geht, liest Du im Artikel „Als Lehrer kündigen“.

Auch hinsichtlich ihrer Pensionsansprüche verändert sich bei der Kündigung einiges, wenn es in ihrem Bundesland kein Altersgeld gibt.

Dazu kommt, dass sie kein Arbeitslosengeld erhalten. Denn sie haben nicht, wie Angestellte, in die Sozialkassen eingezahlt.

Damit Du eine Übersicht über die Veränderungen bei der Kündigung hast, teile ich mit Dir diese Tabelle:

Entlassung aus dem Beamtenverhältnis

Kündigung Angestelltenverhältnis

Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.

Antrag kann laut Paragraf 33 Bundesbeamtengesetz maximal um 3 Monate hinausgeschoben werden.

Für Landesbeamte gilt der Paragraf 23 Beamtenstatusgesetz sowie die Landesverordnung. Wobei dort das gleiche steht, wie im Paragraf 33  Bundesbeamtengesetz.

Bei Lehrern kann der Antrag bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres verschoben werden. 

Kündigungsschreiben mit Einhaltung der Fristen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.

Beihilfe sowie Heilfürsorge fällt weg. Die private Krankenversicherung muss zu 100 Prozent selbst gezahlt werden. Ein Wechsel in die gesetzlichen Krankenkassen ist möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Bleiben in der gesetzlichen Krankenkasse.

Erarbeitete Pensionsansprüche werden je nach Bundesland über das Alstergeld oder über die Nachversicherung errechnet. Danach wird die Summe in die gesetzliche Rentenkasse überwiesen.

Erarbeitete Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung bleiben bestehen.   

Bekommen kein Arbeitslosengeld.

Erhalten Arbeitslosengeld.

Bevor Du Dich für die Verbeamtung entscheidest, kläre, ob Du dem Staat treu ergeben dienen willst. Falls Du Dich nach diesem ausführlichen „Beamter Angestellter Vergleich“ für den Beamtenstatus  entscheidest, weil Du aus Überzeugung dem Staat dienen möchtest, passt die Verbeamtung zu 100 Prozent.

Aber nur wegen der Pension und Co solltest Du Dich nicht vereidigen lassen. Da Dich das unglücklich macht oder Du in die stille Kündigung gehst. Dazu schaue Dir dieses Video an:

Wie Du sicherstellst, dass Du nicht verbeamtet wirst, sondern einen Angestelltenvertrag erhältst

Wenn Du aufgrund dieses umfassenden „Beamter Angestellter Vergleich“ zu dem Schluss gekommen bist, dass Du frei, selbstbestimmt und flexibel leben möchtest und dem Staat nicht aus Überzeugung dienen kannst, ist es wichtig dies auszusprechen.

Da Dich kein Mensch während der Ausbildung oder zum Ende der Ausbildung direkt danach fragt, ob Du verbeamtet werden oder einen Angestelltenvertrag möchtest, musst Du es selbst ansprechen.

Anfangs bist Du als Lehrer im Referendariat oder in der Ausbildung für einen anderen Beamtenberuf Beamter auf Widerruf. Danach wirst Du einer Dienststelle zugewiesen und bist Beamter auf Probe.

Bevor Du in den Status „Beamter auf Probe“ wechselst, ist es sinnvoll den Automatismus zu stoppen. Weil Du zu dem Zeitpunkt noch leicht aus den formalen Verbindlichkeiten herauskommst, wie aus der privaten Krankenversicherung.  

Dazu teilst Du Deinem direkten Vorgesetzten mit, dass Du als Angestellter arbeiten möchtest. Anfangs versteht er das vielleicht nicht oder der Dienstherr verneint Deinen Wunsch. Trotzdem musst Du Dich nicht verbeamten lassen.

Schließlich kann Dich keiner zu einer Vereidigung zwingen, wenn Du dieser nicht aus Überzeugung nachkommen kannst. 

Demnach ist es wichtig, dass Du standhaft bleibst und Deine Sichtweise verständlich darlegst. Wobei keiner Deine Entscheidung nachvollziehen oder gutheißen muss.

Damit Du einen Angestelltenvertrag erhältst, reicht es aus, dass der Dienstherr Deine Entscheidung für Dein Berufsleben versteht und ihr nachkommt.

Da Du nun diesen ganzheitlichen „Beamter Angestellter Vergleich“ durchgearbeitet hast, kannst Du bestens darlegen, warum Du Dich nicht verbeamten lassen willst. Und Du bist nicht allein.

Auch wenn die meisten Menschen bei dem Begriff „Öffentlicher Dienst“ an Beamte denken, sind laut des statistischen Bundesamts von den 5,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst lediglich 1,9 Millionen (34 Prozent) Beamte und Richter. Demnach sind mehr als 3 Millionen (62,6 Prozent) der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Angestellte.

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Ist es möglich den Beamtenstatus in ein Angestelltenverhältnis umzuwandeln?

Wenn Du als Beamter kündigen und danach gesetzlich versichert sein willst, ist es zielführend den Beamtenstatus in ein Angestelltenverhältnis umzuwandeln.

Jedoch läuft das nicht reibungslos ab. Weil sich die Leute in den Behörden nicht auskennen. Somit wissen sie nicht, was sie machen müssen. Bevor sie etwas falsches machen, machen sie nichts beziehungsweise sagen sie ihren Standardsatz „das geht nicht.“ Wobei das natürlich geht.

Falls Du diesen Weg gehen willst, befolge diese 4 Schritte:

Erstens: Du solltest davon überzeugt sein, dass Du diesen Weg gehen willst. Zudem musst Du diesen Wechsel begründen können. Da Du nach dem Grund gefragt wirst.

Außerdem musst Du kündigen wollen. Denn Du stellst, wie bei einer Kündigung einen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. Denn solange Du Beamter bist, kannst Du kein Angestellter sein.

Zweitens: Bevor Du mit Deinem Dienstherrn sprichst, musst Du Deinem direkten Vorgesetzten von Deinem Vorhaben erzählen. Weil Du als Beamter den Dienstweg einhalten musst.

Da Dein Vorgesetzter höchstwahrscheinlich nicht versteht, warum Du das machen willst, wird er Dich oft nach Deinen Gründen fragen. Bleibe geduldig.

Zudem wird er Dich mehrfach darauf aufmerksam machen, dass Du die „Vorteile“ des Beamtentums verlierst, wenn Du in das Angestelltenverhältnis wechselst.  Aber weil Du diesen „Beamter Angestellter Vergleich“ gelesen hast, weißt Du, dass Du für Dich die passende Entscheidung getroffen hast.

Drittens: Nach dem Gespräch mit dem Vorgesetzten geht Dein Antrag auf Umwandlung des Beamtenstatus in ein Angestelltenverhältnis an den Dienstherrn.

Danach bekommt Du diese Reaktionen:

a) Du erhältst einen Angestelltenvertrag für Deine aktuelle Beamtenstelle. Und musst dann (nicht vorher) Deinen Antrag auf Entlassung abgeben.

b) Dein Antrag wird abgelehnt. Und Dir wird gesagt, dass Du kündigen und Dich als Angestellter auf offene Stellen im öffentlichen Dienst bewerben kannst, wenn Du ein Angestelltenverhältnis willst.

Viertens: Du triffst eine Entscheidung für Dich. Denn Du kannst Deine Berufsalternative finden und kündigen. Dazu kannst Du mein Buch "Tschüss Schule - Hallo Freiheit" lesen. 

Wenn Du Dir unsicher bist, schaue Dir dieses Video an:

Nun hast Du alles wesentlichen Infos, um für Dich die passende Entscheidung zu treffen und umzusetzen. 

Ich wünsche Dir viel Freude und nicht vergessen: Mache Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.

Deine Victoria

Ein Hoch auf die Freiheit

PS: Diesen Artikel habe ich das erste Mal am 13.6.2019 veröffentlicht. Nun war es Zeit ihn für Dich komplett zu überarbeiten und zu erweitern. 

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Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

Dein Kommentar

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  1. Ich bin nach dem Ref an eine Privatschule gegangen- nicht verbeamtet. Ich musste und muss mich heute dafür rechtfertigen. Ich merke, dass Leute denken, mein Abschluss sei zu schlecht gewesen (War er nicht) und dass ich unterbezahlt sei (bin ich nicht).
    Ich bin frei. Ich könnte morgen in ein anderes Bundesland gehen. SO VIELE VORTEILE. An einer staatlichen Schule wäre ich sicher jetzt nicht Schulleiterin. Da wäre ich stagniert.

    1. Hallo liebe Sarah, vielen lieben Dank für Deine wertvollen Erfahrungen, die Du mit uns teilst! DANKE! Frei sein, ist fantastisch 🙂 Liebe Grüße, Victoria

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