Berufung finden

Frustriert und traurig schrieb ich in mein Notizbuch: Berufung finden, ist eine Illusion.

Dann klappte ich mein Notizbuch zu. Denn es gab zu diesem Thema nichts mehr zu sagen oder zu denken geschweige denn zu schreiben.

Nachdem ich monatelang über meine Berufung nachgedacht, jegliche Bücher dazu gelesen und diverse Übungen gemachte hatte, stand für mich fest:

Berufung finden, ist eine Illusion.

Sogar bei einem hochpreisigen Coach war ich. Ja, einer von den Menschen, die innerhalb von 10 Wochenenden und einer saftigen Seminargebühr zum Coach gekürt werden.

Zwar kann man vieles lernen jedoch nicht alles erfolgreich anwenden.

Da ich viel Zeit in der Stille verbringen wollte, um den Ruf bloß nicht zu überhören, verbrachte ich einige Tage in einem Kloster. Dort sprach ich mit einer Nonne, die vorher Englischlehrerin an einem Gymnasium war.

Während unseres Gesprächs fragte ich sie, woher sie wusste, dass sie als Lehrerin kündigen soll, um Nonne zu werden.

Weil ich genau das gleiche machen wollte, interessierte mich ihre Antwort brennend. Zwar wollte ich nicht Nonne werden, aber auch ich wollte als Lehrerin aussteigen.

Dann sagte sie das, was ich schon unzählige Male von Geistlichen gehört hatte:

„Ich habe den Ruf Gottes gehört und bin diesem gefolgt.“

„Wenn mich Gott rufen würde, würde ich auch sofort seinem Ruf folgen“, dachte ich mir. „Aber weshalb ruft er mich nicht?“

Damals als ich in meinem Lieblingscafé in Düsseldorf saß, eine Tasse heiße Schokolade mit Minze trank und den Satz „Berufung finden, ist eine Illusion“ in mein Notizbuch schrieb, wusste ich nicht, dass ich bereits den Ruf erhalten hatte.

Auch Du hast den Ruf erhalten, weißt es jedoch nicht.

Weshalb ich das weiß, erzähle ich Dir weiter unten.

Setz Dich zu mir und lass uns zusammen in diesem wunderschönen Schokoladen-Café Zeit verbringen.

Vermeide diese 3 fatalen Fehler

Wenn ich mit Freunden über das Thema „Berufung finden“ sprach, hielten sie mich für undankbar. Denn ich hatte alles, was man sich als Mensch wünscht. Zumindest sah es im Außen so aus.

Abgesehen von meinem felsensicheren Arbeitsverhältnis, das ich als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin hatte, genoss ich das Privileg zahlreiche Ferien zu haben.

Jedenfalls dachten die Menschen in meinem Umfeld so über meinen Lehrerberuf.

Obwohl ich wusste, dass der Ferien-Neid der Menschen um mich herum ein Zeichen von Unwissenheit ist, weckten diese „Du hast doch so viele Ferien“-Sätze den Drachen in mir.

Sobald ich sie hörte, spuckte ich Feuer.

Weil es mich wütend machte, dass ich neben dem Stress an der Schule mich im privaten Umfeld mit absurden Behauptungen über den Lehrerberuf befassen musste.

Dabei wollte ich nichts anderes als dass mich meine Freunde und meine Familie verstand und mich bei meinem Berufswechsel unterstützt.

Sobald wir über „Die Arbeit“ nachdenken, kommen Begriffe wie „hart, anstrengend, ätzend, sinnfrei, langweilig, stressig, macht krank“ und andere grauenhafte Wörter ins Spiel.

Wenn Du dann mit „ich will meine Berufung finden“ ankommst, wirst Du als Träumer, Idealist und weltfremd bezeichnet.

Schließlich ist das Leben hart und wer das nicht versteht, ist ein hoffnungsloser Tagträumer, der nichts schafft.

Falls Du das nicht glaubst, lies doch das Buch „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff.

Da ich nicht weiß, wie oft ich diese Sätze gehört habe, nenne ich keine Zahl außer „viel zu oft“.

Deshalb wundert es mich nicht, dass Du genauso wie ich damals den Ruf nicht wahrnimmst.

Dazu erzähle ich Dir eine Geschichte, die es auf den Punkt bringt:

Es war einmal ein Mann, der am Rand einer Klippe spazieren ging. Er kam vom Weg ab, verlor den Halt und fiel von der Kippe. Als er auf das tiefe, blaue Meer zustürzte, bekam er einen dornigen Zweig zu fassen.  

Als er da hing und sich nicht traute loszulassen, begann der Mann zu beten: „Hört mich jemand?“

„Ja“, kam die Antwort.

„Wer ist da?“, frage der Mann.

„Gott“

„Hilf mir Gott“, betete der Mann.

„Lass los und springe“, sagte Gott.

Der Mann dachte einen Moment darüber nach, dann betete er: „Ist da noch jemand?“

Bevor Du weiterliest, lass diese Geschichte in Dir arbeiten. Dann versetze Dich in die Lage des Mannes und beantworte diese Frage:

Was hättest Du getan?

Wenn Du Dich genauso wie der Mann verhalten hättest, weißt Du weshalb Du den Ruf nicht hörst.

Damit es für Dich klarer wird, nenne ich Dir die drei fatalen Denkfehler rund um das Thema „Berufung finden“:

Erstens:  Solange Du darauf wartest eine konkrete Berufsbezeichnung genannt zu bekommen, hörst Du den Ruf nicht.

Zweitens: Wenn Du davon überzeugt bist, dass es für Dich keine Berufung gibt, hörst Du den Ruf nicht. Obwohl Du gerufen wirst.

Drittens: Falls Du glaubst, dass alles in Deinem Leben sofort wunderschön wird und einfach läuft, wenn Du den Ruf hörst, überhörst Du ihn sehr gerne.

Weshalb würdest Du Dich wie der Mann in der Geschichte verhalten und nicht loslassen?

  • Aufgrund Deiner Angst davor einen Fehler zu machen?
  • Weil Du Dir nicht sicher bist, ob Du tatsächlich dem richtigen Ruf folgst?
  • Da Du Dir selbst nicht zutraust es zu schaffen?

Wenn Du Dich in diesem wunderschönen Schokoladen-Café umschaust, bleibst Du – wie ich damals – an einem Zitat von Oscar Wild hängen:

Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß, ob sie wiederkommen.

Bevor Du weiterliest, stelle Dir vor, dass Du Dir selbst JETZT erlaubst der Versuchung nachzugeben aus vollem Herzen zu leben, fröhlich zu sein und kreativ zu erschaffen.

Was machst Du dann?

Falls es Dir schwer fällt auf diese Frage zu antworten, lege Deine Hand auf Dein Herz und höre, was es sagt.

Dann hörst Du, wie es mit trauriger Stimme davon erzählt, wie unzufrieden es in dem Lehrerberuf ist, dass es depressiv ist an Burnout leidet und dass der Lehrerberuf es krank macht.

Weshalb willst Du weiterhin als Lehrer arbeiten?

Deshalb kannst Du doch nicht einfach Deinem Herzen folgen. Wenn wir in der Geschichte des Mannes an der Klippe bleiben, heißt es Du kannst nicht springen.

Denn es kann doch sein, dass Du Dich irrst und einen Fehler machst, der Dich und Deine Familie direkt in die Gosse schleudert.

Je nachdem wie fantasievoll Du bist, wird das Elend sein, das Dich und Deine Familie heimsucht, wenn Du dem Ruf folgst.

Dazu passt ein Zitat von Erich Kästner:

Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Fantasie.

Damals dachte ich genauso. Daher verstehe ich Dich. Sobald ich so dachte, stellte ich mir diese Frage:

Glaubst Du, Du bist auf der Erde, damit Du ein finanziell sicheres jedoch ein unglückliches Leben führst bei dem Du krank wirst?

Falls Deine Antwort „Ja“ ist, lies weiter, damit Du weißt, was Dir alles in diesem Leben entgeht. Dann denkst Du vielleicht um.

Wenn Du auf diese Frage mit „Nein“ antwortest, lies auf jeden Fall weiter. Weil Du im nächsten Abschnitt erfährst, wie Du mit Sicherheit Deine Berufung findest.

Während Du diese Zeilen liest, meldet sich bestimmt eine Stimme in Dir und fragt: „Weshalb bin ich denn auf der Erde? Sage es mir doch!“

Darauf gebe ich Dir im nächsten Abschnitt eine Antwort.

So kannst Du Deine Berufung finden

Damit Du Deine Berufung finden kannst, musst Du Deine Sicht auf Dich und die Welt erweitern. Das heißt Du darfst die unsichtbare Welt in Deine Überlegungen einbeziehen.

Schließlich hat sie ein Problem mit dem Lehrerberuf und nicht Deine sichtbare Welt. Das heißt Dein Verstand.

Während Dein Verstand glücklich ist und den Beamtenstatus als das beste Arbeitsverhältnis auf der Welt bezeichnet, leidet Deine innere Welt. Das heißt Deine Seele.

Dazu sagt Albert Einstein:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Deshalb findest Du auf der Ebene Deines Verstands keine Lösung, die Deine Seele glücklich macht. Denn der Verstand spricht eine andere Sprache als die Seele.

Wenn es um die Karriere geht, ist Dein Verstand gefragt. Jedoch ist die Berufung eine Sache der Seele.

Solange Du versuchst mit dem Verstand eine Lösung für Deine Unzufriedenheit im Lehrerberuf zu finden, befindest Du Dich in der 3. Phase Deiner Reise Richtung Freiheit.

Dort entstehen Ideen, wie Beurlaubung. Dafür erhältst Du keine Genehmigung. Dann machst Du weiter, bis Dein Verstand Dir die nächste Lösung anbietet: Dienstunfähigkeit.

Weil Du eine Lösung für Deine Seele finden willst, erweitere Deine Sicht auf Dich und die Welt.

Dadurch schaust Du tief in Dich hinein und gewinnst gleichzeitig einen umfassenderen Überblick über Dein Leben.

Anfangs ist das nicht einfach. Deshalb erfährst Du in der heutigen Podcast-Folge, wie Du:

  • Deine Sichtweise auf Dich und Dein Leben erweiterst. Mit anderen Worten: Wie Du die unsichtbare Welt in Deine Überlegungen einbeziehst.
  • den Ruf von anderen Geräuschen und Gedanken unterscheidest, sodass Du sicher sein kannst, dass Du dem richtigen Ruf folgst. Dazu stelle ich Dir 5 Fragen.
  • Deine Berufung finden kannst.

Sobald Du Deine Berufung gefunden hast, lies diesen Artikel, damit Du mit Deiner Berufung Geld verdienst.

Bevor Du startest, hole Dir bitte einen Stift und Papier, damit Du Dir Notizen machst. Später arbeitest Du mit ihnen weiter, um dem Ruf zu folgen.

Nachdem Du diese Folge gehört hast, kennst Du Deine Berufung, weil Du den Ruf wahrnimmst. Ob Du diesem folgst oder nicht, ist Deine Entscheidung. Jedoch solltest Du eines wissen:

Das Leben hat seine magische Logik und es interessiert sich nicht dafür, ob Du es glaubst bzw. verstehst oder nicht. Denn diese Magie wirkt immer und bei uns allen.

Viel Freude beim Zuhören und Umsetzten!

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Victoria

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Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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