Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Vor zwei Tage habe ich einen Spiegel-Online-Artikel von meiner Schwester zugeschickt bekommen. Ich konnte meinen Augen nicht trauen. DIE DGE hat es tatsächlich getan! Sie, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), formuliert ihre Richtlinien um. Schon seit Jahren, und auch schon während meines Studiums in Gießen vor ca. 15 Jahren, stand sie dafür in der Kritik. Unfassbar, wie lange die DGE an Richtwerten, Empfehlungen und Regeln festgehalten hat, die in vielen Kreisen als überholt galten.

Die Macht der Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Im ersten Moment denkst du vielleicht, wen interessieren die Vorgaben der DGE? Aber als eine unabhängige wissenschaftliche Fachgesellschaft hat die DGE großen Einfluss auf die Arbeitsweise von Ernährungsberatern, die mit Krankenkassen zusammenarbeiten wollen.

Leider ist der Begriff „Ernährungsberater“ nicht geschützt und im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern gibt es in Deutschland keine gesetzliche Regelung für Ernährungsberater. Jeder kann sich an unterschiedlichen Institutionen zum Ernährungsberater ausbilden lassen. Aber wer mit Krankenkassen kooperieren möchte, muss eine Zusatzqualifikation aufweisen. Diese Zusatzqualifikation bietet unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung an. Macht man diese Zusatzausbildung erklärt man sich in der Regel mit der Philosophie dieser Institution einverstanden.

Will man als qualifizierte Ernährungsfachkraft präventive Ernährungsberatung anbieten und mit Krankenkassen kooperieren, dann müssen die ausgearbeiteten Schulungskonzepte durch die Zentrale Prüfstellen Prävention (ZPP) anerkannt werden. Diese Prüfstelle erkennt nichts an, die nicht den Vorgaben der DGE entspricht.

Es gibt noch viele andere Bereiche, in denen die DGE mit ihren Richtlinien und Empfehlungen einen großen Einfluss hat. Demnach ist es wichtig, dass sie ihre Aussagen den wissenschaftlichen Erkenntnissen angleicht.

Es wäre wünschenswert den Beruf des Ernährungsberaters ähnlich wie der der Psychologen und Ärzte gesetzlich zu regeln. So wäre niemand gezwungen sich Berufsverbänden anschließen zu müssen, um eine Zusatzqualifikation zu absolvieren.

Was hat die DGE geändert?

Schon die erste Regel ist konkreter formuliert als sie es vorher war und empfiehlt eine pflanzliche Ernährungsweise.

Die zweite Regel lautet nicht mehr „Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln“ zu essen, sondern ganz konkret drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Wirklich gut finde ich, dass sie als bunte Lebensmittelauswahl Hülsenfrüchte und Nüsse erwähnen. Sie haben die Empfehlung Saft als eine Portion Obst/Gemüse anzusehen erfreulicherweise rausgenommen.

Die dritte Regel, die vorher die zweite war, ist ganz konkret formuliert „Vollkorn wählen“. Aktuell sind die Kohlenhydrate an allem Schuld und werden von vielen streng limitiert gegessen, dabei sind komplexe Kohlenhydrate wichtig für unsere Darmflora. Diese komplexen Kohlenhydrate sind in Vollkornprodukten zu finden. Demnach geht die Empfehlung genau in die richtige Richtung. Mehr zum Thema Low-Carb erfährst du im Beitrag „Altes im Neues Gewand – Low-Carb„.

Mit der Formulierung der vierten Regel macht die DGE deutlich gemacht, dass tierische Produkte nur eine Beilage sein sollten. Die fragwürdige Empfehlung fettarme Produkte zu verzehren, ist nun endlich entfernt. Vorher hieß es, dass Eier in Maßen gegessen werden sollen, nun steht zu Eiern nichts mehr. Wichtig zu wissen: Seit Jahren zeigen Studien immer wieder, dass Cholesterin in der Nahrung sich kaum auf den Cholesterinspiegel im Blut auswirkt.

Warum braucht ein erwachsener Mensch jeden Tag Milch!?

Jedoch ist für mich nicht nachvollziehbar, warum man als erwachsener Mensch jeden Tag Milch trinken soll!? Milch als Lieferant für Proteine, Calcium und Vitamin B2 ist zwar richtig, aber es gibt andere Quellen. Proteine sind in Hülsenfrüchten, Hafer, Nüssen und viele andere Lebensmittel enthalten. Calcium nimmst du auch mit dunkelgrünem Gemüse, wie Brokkoli oder mit Nüssen und Samen auf. Vitamin B2 ist in Mandeln, Kürbiskernen und Trockenfrüchten auch enthalten. Die Milch braucht kein Erwachsener täglich zu trinken. Vielleicht saß zufälligerweise die Milchlobby dabei als die Regeln formuliert worden sind. Auch die DGE trägt eine Verantwortung gegenüber Tieren.

Schaue dir auf jeden Fall die Dokumentation „Das System Milch“, die am 21.9.17. in den Kinos kommt an.

Die fünfte Regel bringt im Grunde die größte Veränderung: Pflanzliche Öle sollen bevorzugt werden, aber es wird keine Obergrenze mehr genannt. Versteckte Fette (wie in verarbeitenden Produkten) finden zwar Erwähnung, aber bezüglich gesättigter Fettsäuren wird nicht mehr auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen verwiesen. Das geht in die richtige Richtung, da man schon seit Jahren weiß, dass gesättigte Fettsäuren nicht generell gesundheitlich bedenklich sind.

Alle anderen Regeln, die mehr die Ernährungskultur betreffen, sind im Kern unverändert aufgeführt.

Hier kannst du dir die Regeln durchlesen:
http://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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