Entscheidungen treffen: 7 Wahrheiten für kluge Entscheidungen

April 14, 2025
Entscheidungen treffen freies Leben manifestieren

Wie kannst Du in der Gegenwart Entscheidungen treffen, die Dich langfristig glücklich machen?

Geht das überhaupt, wenn Du nicht weißt, wie die Zukunft sein wird? Und das weißt Du definitiv nicht, weil die Zukunft unklar ist, solange Du nicht in sie eintrittst. Sobald Du das tust, ist sie schon wieder die Gegenwart.

Doch wie kannst Du in diesem ständigen Spiel von Ungewissheit und Veränderung trotzdem Entscheidungen treffen, die Dir langfristig Erfüllung und Zufriedenheit bringen?

Genau diese Frage stellte ich mir, als ich meine Beamtenstelle kündigte, umzog und eine Beziehung beendete.

Ich wollte sicher sein, die richtige Entscheidung zu treffen, um später nicht zu bereuen, was ich getan hatte. Also begann ich intensiv damit, herauszufinden, wie man kluge Entscheidungen trifft – einfach und mit Leichtigkeit.

In diesem Artikel verrate ich Dir die Punkte, die Dir dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen – egal, in welchem Lebensbereich:

  • 7 universelle Wahrheiten über Entscheidungen, die Dir helfen, Entscheidungen mit Klarheit und Selbstvertrauen zu treffen – ohne Angst und Zweifel.
  • Die 3 häufigsten Fehler, die die meisten bei Entscheidungen machen – und wie Du sie sofort vermeidest, um schneller und sicherer zu handeln.
  • 5 einfache und effektive Tipps sowie eine knackige Checkliste, mit denen Du jede Entscheidung ab sofort spielerisch und mit Freude triffst – ohne sie zu verschieben oder andere zu fragen, was sie an Deiner Stelle tun würden.

Lass uns jetzt den Weg zu Deiner klugen Entscheidung gehen, die Du lieben wirst.

So entscheidest Du klug – auch bei schwierigen Themen

Obwohl Du unzählige Entscheidungen am Tag triffst, gibt es dennoch Situationen, in denen es Dir schwerfällt, eine Entscheidung zu treffen, richtig?

Zum Beispiel, wenn es um Kündigung, Scheidung, Umzug oder Auswanderung geht.

Im Grunde genommen ist es klar, warum diese Entscheidungen Dir viele schlaflose Nächte kosten und Dir Kopf- und Bauchschmerzen bereiten: Dein Leben verändert sich.

Deshalb neigen viele dazu (vielleicht auch Du), diese Entscheidungen immer wieder aufzuschieben oder andere zu fragen, was sie an ihrer Stelle tun würden.

Vielleicht hast auch Du schon oft gefragt: „Was würdest Du an meiner Stelle tun?“ Doch die Antwort auf diese Frage bringt Dich nicht weiter.

Da niemand Du ist, kann niemand aus Deinem Blickwinkel heraus sagen, was er tun würde. Jeder spricht aus seiner eigenen Sichtweise und erzählt, was er in der Situation machen würde.

Dadurch sorgt die Antwort auf diese Frage oft für Verwirrung.

Daher habe ich irgendwann damit aufgehört, anderen diese Frage zu stellen. Stattdessen habe ich mich den 7 universellen Wahrheiten über Entscheidungen gewidmet – und diese haben mir geholfen, endlich mit Klarheit und Zuversicht zu entscheiden.

Wenn Du diese Wahrheiten anwendest, wirst Du verstehen, wie Entscheidungen wirklich funktionieren – und Du wirst in der Lage sein, jederzeit eine kluge, selbstsichere Entscheidung zu treffen, die zu Deinem Leben passt.

Nun gehen wir die Wahrheiten gemeinsam durch.

Die 7 universellen Wahrheiten über Entscheidungen 

Bevor Du weiterliest, empfehle ich Dir, Stift und Papier zu holen, damit Du Dir Notizen machen kannst.

Es ist außerdem hilfreich, wenn Du das Anliegen, für das Du eine kluge Entscheidung treffen möchtest, aufschreibst. So kannst Du die 7 Wahrheiten sofort auf Deine Entscheidung anwenden.

1. Du entscheidest immer – auch wenn Du nicht entscheidest

Wenn Du eine Entscheidung aufschiebst – zum Beispiel, ob Du Dich von Deinem Partner trennen sollst oder nicht –, triffst Du in diesem Moment bereits eine Entscheidung: Du entscheidest Dich zu bleiben. Damit hast Du Dich gegen die Trennung entschieden.

Nicht entscheiden ist auch eine Entscheidung

Da wir unser Leben nicht auf Pause drücken können, leben wir weiter wie bisher, wenn wir sagen: „Keine Ahnung, was ich tun soll. Ich treffe später eine Entscheidung.“

Demnach kannst Du eine Entscheidung niemals wirklich verschieben – denn Du entscheidest Dich immer.

Wenn Du Dir vornimmst, die Entscheidung, die Dein Leben verändern oder Dich herausfordern könnte, später zu treffen, dann hast Du Dich im Grunde entschieden, vorerst nichts zu verändern.

Folglich bist Du in diesem Moment auch nicht unentschieden. Du hast eine Entscheidung getroffen: Alles soll erst einmal so bleiben, wie es ist – bis Du fühlst, bereit zu sein, die Entscheidung zu treffen, die eine Veränderung bewirken würde.

Das heißt: Du hast bereits eine Entscheidung in Bezug auf Dein Anliegen getroffen. Aber weil Dir diese Entscheidung nicht gefällt, denkst Du weiter darüber nach und glaubst vielleicht, noch keine Entscheidung getroffen oder unentschieden zu sein.

Gerade diese Unzufriedenheit macht Dir sehr deutlich, welche Entscheidung Dich wirklich glücklich machen würde.

Woran Du erkennst, was Du wirklich willst

Um das zu verdeutlichen, mache ich es am Trennungsbeispiel konkreter:

Wenn eine Person darüber nachdenkt, sich scheiden zu lassen, die Entscheidung aber aufschiebt, trifft sie in diesem Moment die Entscheidung zu bleiben. Im Grunde ist die Angelegenheit damit bereits geklärt.

Wenn sich diese Person jedoch weiterhin mit Fragen wie „Scheidung – ja oder nein?“, „Wie treffe ich eine kluge Entscheidung?“ und ähnlichen Gedanken beschäftigt, wird deutlich, wonach es sie eigentlich sehnt: Trennung. Scheidung.

2. Alles im Leben ist eine Entscheidung

Vielleicht glaubst Du, jemand zu sein, der sich schwer damit tut, Entscheidungen zu treffen. Oder Du bist der Meinung, dass Dir das nötige Urvertrauen fehlt, um mutige Entscheidungen zu treffen. Doch auch das ist eine Entscheidung.

Denn Du entscheidest Dich dafür, Dich so zu beschreiben – und so wahrzunehmen. Entsprechend Deines Selbstbildes erlebst Du Deine Realität. Schließlich bist Du Deine Realität. Du kannst Dich also nicht konträr zu dem erleben, wie Du Dich selbst siehst.

Du erschaffst Dich selbst – durch Entscheidung

Beispielsweise kann ein Mensch, der sagt: „Ich bin schlecht im Entscheiden und brauche ewig, bis ich eine Entscheidung getroffen habe“, sich nicht als schnellen, entscheidungsfreudigen Menschen erleben – richtig?

Je nachdem, wie Du den Satz „Ich bin …“ weiterführst, erlebst Du Dich selbst – und Dein Leben. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, und was es konkret bedeutet, dass Du Deine Realität bist, lies diesen Artikel dazu: Manifestieren: Was es bedeutet und wie es funktioniert.

Auch wenn für Dich feststeht, dass Du schlecht im Entscheiden bist, weil Du unzählige Erfahrungen aufzählen kannst, die das belegen – dann heißt das im Grunde nur: Du hast die Entscheidung getroffen, Dich als jemanden wahrzunehmen, der schlecht im Entscheiden ist.

Wenn Du Dich stattdessen als eine Person erleben möchtest, die schnell und souverän Entscheidungen trifft, darfst Du vorher die Entscheidung treffen, Dich so sehen zu wollen.

Sobald Du bewusst entscheidest, wie Du Dich erleben möchtest, richtest Du Deine Aufmerksamkeit neu aus – und beginnst, Dich im gewünschten Licht zu sehen.

Falls Du jedoch nur halbherzig entscheidest, Dich als souveränen Entscheider sehen zu wollen, wirst Du kaum eine Veränderung spüren.

Denn gleichzeitig versuchst Du, Dir selbst zu beweisen, dass Du eigentlich das Gegenteil bist – und das ja „sowieso schon immer wusstest“. So wirst Du Dich weiterhin im alten, vertrauten Licht erleben.

Dabei bist Du die Ursache Deines Lebens, von Dir geht alles aus. Du entscheidest, wer Du bist. Und wie Du Dich siehst.

Dass alles im Leben eine Entscheidung ist, gilt wirklich für alles. Zum Beispiel auch dafür, ob die Angelegenheit, die Du entscheiden musst, für Dich komplex oder einfach erscheint. Oder ob Dein Leben danach famos oder schrecklich weitergeht.

Alles ist eine Entscheidung, die Du triffst. Denn, wie Du aus der ersten Wahrheit weißt, Du triffst immer eine Entscheidung.

Das, was Du für wahr hältst, wird zu Deiner Realität. 

Wähle bewusst, was Du bestätigt sehen willst.

3. Bewusste Entscheidungen zu treffen ist ultimative Freiheit

Als ich mich noch nicht mit Entscheidungen und den 7 Wahrheiten dazu befasst hatte, verabscheute ich es, Entscheidungen treffen zu müssen.

Ständig habe ich sie auf später verschoben, andere gefragt, was sie an meiner Stelle tun würden, und oft getan, was „man“ eben so tut.

Aber als ich verstand, dass ich mit meinen Entscheidungen alles in meinem Leben selbst bestimme – und zwar so, wie ich die Dinge und mich wirklich haben will –, wurde mir klar: Das ist die absolut ultimative Freiheit.

Entscheidungen sind Freiheit

Deshalb liebe ich es heute, Entscheidungen zu treffen.

Was wäre, wenn Du ab heute jede Entscheidung als Ausdruck Deiner Freiheit sehen würdest?

Wenn Du es liebst, frei zu leben, ohne Dich dem Diktat des „Das macht man so“ zu unterwerfen oder Dich dem Gewöhnlichen anzupassen, dann wirst Du es genauso lieben wie ich, bewusste Entscheidungen zu treffen.

Denn dadurch gestaltest Du Dein Leben nach Deinen eigenen Vorstellungen. Schließlich weißt Du aus der zweiten Wahrheit bereits: Alles im Leben ist eine Entscheidung.

Und genau deshalb geht jeder Veränderung eine Entscheidung voraus.

Anfangs ist es oft „nur“ eine Entscheidung, nämlich die Entscheidung, dass Du Dein Leben wirklich und ernsthaft verändern willst.

Doch leider schenken viele Menschen der Angst, dem Neuen nicht gewachsen zu sein, mehr Aufmerksamkeit als der Freiheit, die eine bewusste Entscheidung ihnen schenken kann.

Angst oder Freiheit – Du wählst

Um Dich selbst in der gewünschten Form zum Ausdruck zu bringen, müssen Deine Entscheidungen die Facetten in Dir zum Leuchten bringen, die Du erfahren willst.

Zum Beispiel:

Wenn Du Dich als einen mutigen, freien und lebendigen Menschen erleben möchtest, dann darfst Du Dich (gerade bei Deinem aktuellen Anliegen) für den Weg entscheiden, der mehr Zutrauen von Dir abverlangt und Dich einlädt, über Dich hinauszuwachsen.

Eine Entscheidung jedoch, die aus Angst getroffen wird, nur zu einer oberflächlichen Veränderung führt und womöglich ein fauler Kompromiss bleibt, lässt Dich nicht als zuversichtlichen, selbstsicheren und lebensbejahenden Menschen erleben, sondern als einen ängstlichen.

4. Du kannst immer zwischen mehreren Optionen entscheiden

Durch meine jahrelange Erfahrung als Mentorin – und auch aufgrund meines eigenen Lebens – weiß ich: Wir haben immer die Möglichkeit, zu entscheiden.

Alternativlosigkeit ist eine Illusion

In keiner einzigen Lebenssituation stehen wir vor echter Alternativlosigkeit. Dieses Wort hat im Leben keinen Platz – denn alles hat immer auch einen Gegensatz. Wer sich dafür entscheidet, in der Beziehung zu bleiben, hätte sich genauso gut auch trennen können.

Auch wenn Du Dich in einer komplexen Situation befindest – mit Familie, finanziellen Verpflichtungen und vielem mehr, wie ich es oft im Mentoring erlebe –, kannst Du Dich trotzdem für die Option entscheiden, die Dich wahrhaftig glücklich macht.

Zum Beispiel habe ich mit alleinerziehenden Frauen gearbeitet, die ihre sicheren Jobs gekündigt haben, um sich ihren Lebenstraum vom Reisen zu erfüllen.

Gleichzeitig habe ich mit Menschen gearbeitet, die ebenfalls Kinder hatten – ihre Kinder jedoch als Hindernis für eine Kündigung betrachteten, geschweige denn als Begleiter für eine Reise.

Während die einen für ihre Kinder durch die Welt reisen wollten, unter anderem um sie aus der Schulpflicht in Deutschland herauszunehmen, sahen andere ihre Kinder als Grund, keine andere Wahl zu haben, als weiterhin dem sicheren Job nachzugehen.

Das zeigt: Was wie Alternativlosigkeit erscheint, ist oft nur eine Entscheidung, die auf Angst, Gewohnheit oder äußerem Druck beruht.

Warum ich mich trotz Krankheit für die Freiheit entschied

Damals, als ich meine Beamtenstelle kündigen wollte, wurde bei mir eine chronische, schmerzhafte Krankheit diagnostiziert. Alle rieten mir davon ab zu kündigen, mit der Begründung, dass das unter diesen Umständen keine Option mehr sei.

Doch für mich war klar: Unabhängig von meiner Lebenssituation habe ich immer mehrere Möglichkeiten zur Wahl.

Da es mir wichtig war, mich als gesund zu erleben und eine bewusste Entscheidung zu treffen, entschied ich mich für die Kündigung.

Folglich kannst auch Du, ganz unabhängig von Deinen aktuellen Lebensumständen, zwischen mehreren Wegen wählen. Und Du darfst die Entscheidung treffen, die Dich glücklich macht und (im Sinne der dritten Wahrheit) Dich so zeigt, wie Du Dich selbst erleben möchtest.

5. Es gibt weder falsche noch richtige Entscheidungen

Wer entscheidet in Deinem Leben, was falsch oder richtig ist? Ja, Du.

Deshalb solltest Du immer von Dir selbst ausgehen und Dich fragen, was für Dich passend oder unpassend ist. Denn eigentlich gibt es weder „falsch“ noch „richtig“.

Prägung durch Kultur und Zeitgeist

Je nachdem, wie Deine familiäre und kulturelle Prägung aussieht und was der aktuelle Zeitgeist bestimmt, wird eine Entscheidung als falsch oder richtig angesehen.

In einigen Kulturen wird es als richtig angesehen, wenn Eltern entscheiden, wen ein Kind heiratet, während es in vielen westlichen und christlich geprägten Kulturen als falsch betrachtet wird, wenn die Eltern diese Entscheidung treffen.

Somit hängt es von der Kultur, in der Du geprägt wurdest, ab, ob Du bestimmte Dinge als falsch oder richtig ansiehst. Das gleiche gilt für den Zeitgeist.

Beispielsweise war es zu meiner Jugend eine Seltenheit, wenn jemand vegetarisch oder gar vegan lebte; heute ist es angesagt und gehört in bestimmten Kreisen zum guten Ton.

Dadurch wird Dir klar, dass alles, was Du als „richtig“ oder „falsch“ einstufst, mit Deiner Prägung zusammenhängt. Es gibt kein allgemeingültiges „richtig“ oder „falsch“.

Die Bedeutung der Verbindung zu Deinem wahren Sein

Anstatt Dich klein zu halten und Dich von Regeln fesseln zu lassen, wie „Diese Entscheidung könnte falsch sein“ oder „Vielleicht ist sie richtig“, gehe konsequent den Weg, der Dir Freude bereitet.

Falls Dir vor lauter Grübeln nicht mehr bewusst ist, was Dir Freude macht, gehe einen Schritt zurück und lass Deinen Wunsch sich zeigen.

Du bist als Mensch nicht nur Körper und Verstand; Du bist auch Energie. Im Grunde genommen bist Du Bewusstsein. Diese Tatsache spürst Du, wenn Du in die Stille gehst und alles Offensichtliche loslässt. Andernfalls bleibst Du im Verstand und nimmst Deine Gedanken wahr, die oft aus familiären und kulturellen Prägungen stammen.

Es ist daher von unschätzbarem Wert, Dich als reines Bewusstsein wahrzunehmen. Dadurch lässt Du verstandesgeprägte Konzepte los, die Dich in eine enge Denkweise führen.

Da Du als Bewusstsein unendlich bist, siehst Du freier und erlebst Dich selbst nicht als einen kleinen, limitierten Menschen. Folglich triffst Du Entscheidungen, die Dich beflügeln. 

6. Mit jeder Entscheidung erlebst Du Dich selbst anders

Wenn Du Dich komplett anders erleben möchtest als bisher, musst Du Entscheidungen treffen, die Du bislang nicht getroffen hast. Solange Du Dich wie immer entscheidest, erlebst Du Dich auch immer auf die gleiche Weise.

Du kannst Dich nur dann neu erfinden, wenn Du neue Entscheidungen triffst. Dann findest Du auch heraus, was Du noch alles kannst und wozu Du in der Lage bist.

Neue Entscheidungen – Der Schlüssel zur Selbstveränderung

Du triffst zuerst die Entscheidung, mutig zu sein und das Bekannte hinter Dir zu lassen. Dann erlebst Du Dich bei der Umsetzung dieser Entscheidung als mutig – und entdeckst dabei Fähigkeiten in Dir, die bisher verborgen waren, weil Du sie im Alltag nie gebraucht hast.

Deshalb ergibt es wenig Sinn, sich durch Persönlichkeits- oder Stärkentests definieren zu lassen. Diese Tests fragen nur nach dem, was Du bereits von Dir weißt. Sie können nicht zeigen, welche Fähigkeiten noch in Dir stecken. Das kannst Du nur selbst herausfinden, wenn Du neue Wege gehst.

Das bedeutet, dass die Art, wie Du Dich selbst beschreibst, Dein Können und Dein Leben insgesamt, immer nur die Version von Dir widerspiegelt, die Du zu leben entscheidest.

Die Bedeutung eigener Entscheidungen und die Entdeckung des verborgenen Talents

Beispielsweise erzählte mir im Mentoring eine Dame, dass ein Astrologe zu ihr gesagt hatte, sie sei eine vorsichtige, bodenständige Person.

Doch obwohl sie sich in ihrem Beamtenjob unwohl fühlte und eigentlich raus wollte, dachte sie, als „vorsichtige Frau“ könne sie das nicht tun.

Wie Du bereits aus der vorherigen Wahrheit weißt, bist Du die einzige Person, deren Entscheidungen in Deinem Leben wirklich zählen. Nicht die Astrologie oder die Meinung anderer entscheiden, wer Du bist, das tust immer Du selbst.

Als sich diese Dame entschied, zuversichtlich und selbstsicher zu sein, kündigte sie souverän. Sie erlebte sich dadurch nicht nur als mutig, sondern entdeckte auch, dass sie unglaublich gut singen kann.

Denn sie sang für sich, wie frei und schön ihr Leben sein würde, wenn sie den engen Beamtenjob hinter sich ließe. Ihr Gesang war so beeindruckend, dass ihr Nachbar sie fragte, ob sie auf seinem Geburtstag singen könnte. So hatte sie plötzlich einen Auftritt.

7. Allein durch Entscheidungen hast Du Macht über Dein Leben

Wie Du aus den letzten sechs Wahrheiten über Entscheidungen erkannt hast, sind Deine Entscheidungen die Grundlage für Dein ganzes Leben. Denn durch sie bestimmst Du aus der Vielzahl an Möglichkeiten, wer Du bist und welche Erfahrungen Du machst.

Stell Dir vor, Du stehst in einem wunderschönen Hotel vor einem üppigen Frühstücksbuffet. Vor Dir liegt eine große Auswahl an Leckereien, und Du musst entscheiden, was Du wählen möchtest. Je nachdem, für was Du Dich entscheidest, erlebst Du den Geschmack und vieles mehr.

Verantwortung über Dein Leben

In jeder Entscheidung steckt eine Herausforderung: Sie schließt viele andere Möglichkeiten aus. Das kann es Dir erschweren, in Deiner aktuellen Situation eine kluge Entscheidung zu treffen. Doch bedenke: Du kannst jederzeit eine neue Entscheidung treffen.

Deshalb sollte Dich das Nein zu potenziellen Möglichkeiten nicht daran hindern, bewusst zu entscheiden. Denn Du weißt bereits aus der ersten Wahrheit, dass Du Dich immer entscheidest und es ist klug, bewusst Entscheidungen zu treffen. Andernfalls gibst Du die Kontrolle über Dein Leben ab und lenkst es nicht in die Richtung, die zu Dir passt.

Wenn Du anderen Menschen die Entscheidung über Dein Leben überlässt, sei es, indem Du tust, was sie Dir raten, obwohl Du das nicht möchtest, oder Dich durch Horoskope und Ähnliches beschreiben lässt, gibst Du Deine Macht ab.

Das führt zu dem Gefühl, an Deinem eigenen Leben vorbeizuleben oder das Leben anderer zu leben. Doch das muss nicht sein. Du kannst selbst entscheiden. Wer entscheidet, hat die Macht.

Wichtig zu verstehen: Auch wenn Du aus Angst vor Misserfolg oder ähnlichen Gründen tust, was andere Dir raten, triffst Du eine Entscheidung, nämlich, anderen mehr Glauben zu schenken als Dir selbst. Du entscheidest Dich, das zu tun, was sie Dir sagen, anstatt das zu tun, was Du wirklich willst.

Du möchtest Dein Leben nach Deinen eigenen Vorstellungen leben, richtig? Dann nimm Deine Entscheidungsmacht an und liebe es, bewusste Entscheidungen zu treffen, die Dir entsprechen.

Jetzt kennst Du die 7 Wahrheiten über das Entscheiden und weißt sicherlich schon, wie Du Dich in Deiner aktuellen Angelegenheit entscheiden willst. Außerdem ist Dir glasklar geworden, dass Entscheiden Freiheit bedeutet, und dass Du Dein Leben in Deinem Sinne kreierst.

Damit Du bei der Umsetzung dieser Wahrheiten nicht die 3 häufigsten Fehler machst, gehen wir sie nun gemeinsam durch.

Innen wie außen.

Lebe innerlich, was Du im Außen erleben möchtest.

Die 3 häufigsten Fehler beim Entscheidungen treffen

Im Grunde genommen ist einer der größten Fehler, den Du machen kannst, wenn Du vor einer Entscheidung stehst: keine bewusste Entscheidung zu treffen.

Das ist Dir nach dem, was Du bis hierhin gelesen hast, mehr als deutlich geworden – richtig?

Abgesehen davon gibt es bei der Anwendung der 7 Wahrheiten Fehler, die häufig gemacht werden, sodass am Ende doch keine bewusste Entscheidung getroffen wird.

Da das der allergrößte Fehler ist, lass uns die 3 Fehler durchgehen, damit Du auf jeden Fall eine bewusste Entscheidung triffst.

Denn die einzige Möglichkeit, Dein Leben zu verändern und nach Deinen Wünschen zu gestalten, ist, bewusst Entscheidungen zu treffen.

1. Fehler: „Ich weiß nicht, was ich will – deshalb kann ich mich nicht entscheiden.“

Auch der Zustand von „Ich weiß nicht, was ich will“ ist bereits eine Entscheidung.

Wie Du in der 1. Wahrheit gelesen hast, treffen wir immer Entscheidungen. Und die 2. Wahrheit besagt: Alles im Leben ist eine Entscheidung.

Das bedeutet: Der Gedanke, nicht zu wissen, was Du willst, setzt auf dreifache Weise bereits Entscheidungen voraus.

  • Erstens: Du entscheidest Dich mit dieser Aussage dafür, Dich selbst als einen Menschen zu erleben, der nicht weiß, was er will. Mit dieser Entscheidung formst Du Dein Selbstbild.
  • Zweitens: In dem Moment, in dem Du glaubst, nicht zu wissen, was Du willst, entscheidest Du Dich unbewusst dafür, dass alles so bleibt, wie es ist.

Und damit wird klar: Du weißt sehr wohl, was Du willst. Du willst, dass sich erstmal nichts verändert – auch wenn das nicht das ist, was Dich erfüllt.

  • Drittens: Weil Du mit dieser Entscheidung nicht zufrieden bist, entsteht ein innerer Wunsch nach Veränderung – also nach dem Gegenteil des aktuellen Zustands. Und genau das zeigt: Du weißt doch, was Du willst.

Beispiel aus dem Mentoring

Um das greifbarer zu machen, gebe ich Dir ein Beispiel aus dem Mentoring – eine Person, die im Beruf unglücklich ist, sagt:

„Ich weiß nicht, ob ich kündigen und den Job wechseln soll oder nicht. Ich habe keine Ahnung, was ich will.“

Mit dieser Aussage trifft sie (ohne es zu merken) bereits 3 Entscheidungen:

  1. Die Person entscheidet sich, im Job zu bleiben, den sie eigentlich nicht mag.
  2. Sie entscheidet sich innerlich gleichzeitig dafür, etwas zu verändern, indem sie weiter darüber nachdenkt, was sie tun könnte beziehungsweise ob sie kündigen soll oder nicht.
  3. Die Person entscheidet sich für ein Selbstbild, in dem sie sich als einen Menschen erlebt, der „nicht weiß, was er will“ – obwohl das nicht stimmt.

Tatsächlich weiß sie, was sie will. Sie will kündigen – sie weiß nur noch nicht genau, wohin es danach gehen soll.

Kraft der richtigen Aussage

Statt also zu sagen:

„Ich weiß nicht, was ich will und kann mich nicht entscheiden“,

könnte sie sagen:

„Ich will kündigen und etwas Neues machen – mir ist nur noch nicht klar, was genau ich machen möchte.“

Spürst Du, welche Kraft hinter dieser Aussage steckt?

Im Vergleich zu „Ich weiß nicht, was ich will“ gibt diese Formulierung eine klare Richtung und setzt Deine Energie frei, anstatt sie zu blockieren.

Vielleicht denkst Du jetzt: „Das sind doch nur sprachliche Feinheiten.“

Aber das ist ein Irrtum. Denn: Was Du über Dich selbst sagst, bestimmt, wie Du Dich erlebst – und was Du Dir zutraust.

Mit der ersten Aussage dreht sich alles im Kreis. Mit der zweiten kommst Du ins Handeln.

Denn statt Dich damit zu beschäftigen, ob Du kündigen sollst, stellst Du Dir plötzlich eine ganz andere Frage:

„Was möchte ich nach der Kündigung machen? Etwas Ähnliches oder etwas völlig Neues?“

Und genau an diesem Punkt wagte die Person aus dem Beispiel, ihren lange verborgenen Traum auszusprechen:

Sie wollte raus aus der Reisebranche und Floristin werden.

Sobald Du aufhörst, Dich selbst als jemanden zu sehen, der „nicht weiß, was er will“, wirst Du merken: Du weißt ganz genau, was Du willst.

2. Fehler: „Ich verschiebe die Entscheidung nicht, aber erst muss ich ….“

Wenn Du eine Entscheidung mit vielen anderen, lebensverändernden Entscheidungen verknüpfst, lähmst Du Dich selbst.

Da Dir die Entscheidung dann viel zu groß erscheint, hast Du das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, weil Du denkst, Dein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.

In dieser Situation fällt es Dir schwer, eine bewusste Entscheidung zu treffen, und Du entscheidest Dich unbewusst, dass alles bleiben soll, wie es ist.

Zwar ist es richtig, dass jede Entscheidung auch Einfluss auf andere Lebensbereiche hat, aber dennoch kannst Du Dich auf eine Angelegenheit konzentrieren, anstatt Dich mit allen möglichen Konsequenzen gleichzeitig auseinanderzusetzen.

Beispiel aus dem Mentoring

Auch hierzu möchte ich Dir ein Beispiel aus dem Mentoring geben: Ein junger Mann fühlte sich in seiner Wohnung und seinem Stadtteil unwohl und wollte am liebsten schon gestern ausgezogen sein. Aber er tat es nicht.

Obwohl er sich für einen Umzug entschieden hatte, traf er keine weiteren Schritte. Warum?

Weil die Wohnung nah an seinem Arbeitsplatz war und ein Umzug bedeutet hätte, dass er viel früher aufstehen müsste – und das wollte er nicht.

Er dachte, er könne nur dann umziehen, wenn er zuvor seinen Job kündigt. Da ihm der Job nicht gefiel, war eine Kündigung naheliegend, aber er war sich noch unsicher, ob er diesen Schritt wirklich gehen wollte.

Durch diese Gedankengänge meinte er, dass er sich nur endgültig für den Umzug entscheiden könne, wenn er sich vorher entschieden hatte, ob er den Job wechseln wollte. So drehte er sich im Kreis und litt weiter unter den Bedingungen in dem Stadtteil, in dem er lebte.

Er dachte, es wäre eine Zeit- und Geldverschwendung, umzuziehen, nur um nach wenigen Wochen oder Monaten wieder zu kündigen.

Was er jedoch vergaß: Er hatte die Entscheidungsmacht in seinem Leben. Er entschied selbst, wie lange er nach dem Umzug in seinem Job bleibt oder nicht.

Außerdem leben wir im Jetzt. Es ist daher wichtig, dass Du im Hier und Jetzt glücklich bist.

In dem Moment, als er erkannte, dass er der Chef seines Lebens ist und selbst bestimmt, was er wann macht, entkoppelte er die beiden Entscheidungen und zog um.

Nach etwa einem glücklichen Jahr in der neuen Wohnung entschied er sich, seinen Job zu kündigen und die Stadt komplett zu verlassen. Um seinen Job kündigen zu können, musste er lernen mit seinen negativen Gedanken umzugehen. 

Das heißt, er wurde zu einem starken Entscheider und begann, sein Leben nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten. Sehr kraftvoll.

3. Fehler: „Ich habe Angst, dass…“

Klar, die größte Angst beim Treffen von Entscheidungen ist, die falsche Entscheidung zu treffen. Aber aus der 5. Wahrheit weißt Du, dass es weder falsche noch richtige Entscheidungen gibt.

Es gibt Entscheidungen, die Dich glücklich machen, Dich herausfordern, Dir ermöglichen, Dich anders als gewohnt zu erleben – oder das Gegenteil von all dem.

Dennoch machen viele den Fehler, Angst zu haben, weil sie befürchten, zu versagen, andere zu enttäuschen oder abgelehnt, nicht gemocht oder geliebt zu werden, wenn sie das tun, was sie wirklich wollen.

Überwinde die Angst zu versagen

Wenn Du aktuell bei Deinem Anliegen, für das Du eine Entscheidung treffen möchtest, Angst hast zu versagen, mache Dir Folgendes bewusst:

Der Wunsch, den Du Dir mit Deiner Entscheidung erfüllst, hast Du, weil Du ihn auch erreichen kannst. Alles andere ergibt keinen Sinn. Weshalb solltest Du den Wunsch nach einer neuen Liebesbeziehung, einem neuen Job oder was auch immer haben, wenn Du ihn gar nicht erreichen kannst?

In dem Augenblick, in dem Du einen Wunsch in Dir wahrnimmst, bist Du die Version von Dir, die diesen Wunsch verwirklichen kann. Damit das für Dich noch klarer wird, lies den Artikel „Manifestieren: Was es ist und wie es funktioniert“, den ich Dir weiter oben verlinkt habe.

Die Angst vor Ablehnung überwinden

Bei der Angst, abgelehnt und nicht mehr gemocht zu werden, wenn Du tust, was Du willst, darfst Du Dir bewusst machen, dass Du selbst entscheidest, wer Du bist und wie Du die Reaktionen der anderen Menschen deutest. Du bist nicht von der Zustimmung anderer abhängig, um Deine Entscheidungen zu treffen.

Beispiel aus dem Mentoring:

Eine Dame, die aus einer Beamtenfamilie kam, wollte mit dieser Tradition brechen und ihren Beamtenjob kündigen. Dabei hatte sie große Angst davor, dass ihre Familie sie abstoßen, belächeln oder als Verräterin ansehen würde – und sie dann alleine und einsam wäre.

Da sie verständlicherweise das nicht erleben wollte, fühlte sie sich gezwungen, weiterhin als Beamtin zu arbeiten – obwohl sie das nicht wollte.

Jedes Mal, wenn sie mit ihren Eltern darüber sprach, dass ihr Job sie unglücklich machte, sagten sie, sie solle froh sein, einen sicheren Job zu haben und später eine gute Pension zu erhalten.

Meine Kundin jedoch dachte, dass sie es nicht gesund bis zur Pension schaffen würde. Ihre Eltern sprachen also aneinander vorbei, weil sie unterschiedliche Schwerpunkte setzten: Die Eltern wollten Sicherheit und langfristige Perspektive, sie hingegen suchte Erfüllung und Glück im Job.

Erst als meine Kundin verstand, dass sie selbst zur verhassten Arbeitsstelle gehen muss und nicht ihre Familie, war ihr klar, dass sie unabhängig von der Reaktion ihres Umfelds kündigen würde.

Nach dieser Entscheidung fühlte sie sich souverän und sprach mit ihren Eltern auf einer emotionalen Ebene. Schließlich konnten ihre Eltern nachvollziehen, warum die Kündigung für ihre Tochter die passende Entscheidung war.

Deine Entscheidung, Dein Leben

Das heißt, Du musst in Deinem Leben mit Deiner Entscheidung leben und nicht die anderen. Deshalb triff die Entscheidung, die zu Dir und Deinen Werten passt und nicht die, die andere Menschen in Deinem Umfeld glücklich macht. Auch sie sind nicht wirklich glücklich, wenn Du unglücklich bist.

Damit sie jedoch wissen, dass Du mit Deiner Entscheidung zu 100 Prozent glücklich bist, darfst Du sie treffen und selbstsicher verkündigen.

Bevor Du weiterliest, nimm Dir einen Moment Zeit und überlege, ob Du dabei bist, einen dieser Fehler zu machen. Wenn das der Fall ist, weißt Du nun, wie Du vorgehen kannst, um eine kluge Entscheidung zu treffen.

Damit Du künftig mit Leichtigkeit und in kurzer Zeit kluge Entscheidungen triffst, teile ich noch 5 bewährte Tipps mit Dir.

Du bist Realität.

Gehe als die Realität, die Du erfahren möchtest, durch Deinen Tag.

Mit diesen 5 bewährten Tipps triffst Du kluge Entscheidungen – ohne langes Grübeln

Um eine kompakte Checkliste für kluge Entscheidungen zur Hand zu haben, ist es wichtig, die folgenden 5 Tipps zu verinnerlichen.

Mit ihnen kannst Du jede Entscheidung, die Du treffen musst, schnell, klar und gelassen fällen – und bereits getroffene Entscheidungen auf den Prüfstand stellen.

So findest Du heraus, ob Du wirklich die Entscheidung getroffen hast, die Dich nachhaltig glücklich macht – oder ob sie nur eine kurzfristige Lösung war.

Zu Beginn erfährst Du jeweils, worum es bei den Tipps geht, und am Ende findest Du eine spezifische Frage, die alles auf den Punkt bringt.

Los geht es.

1. Welcher Weg begeistert Dich?

Da wir immer im Jetzt leben, ist es klug, die Entscheidung zu treffen, die Dich in der Gegenwart begeistert, fröhlich stimmt und Dich aufblühen lässt.

Obwohl Du schnell spürst, welche Richtung Du in Deinem Leben einschlagen darfst, um glücklich zu sein, tust Du es oft nicht – weil Du Dir Sorgen um die Zukunft machst, richtig?

Häufig entstehen Katastrophengedanken wie:

„Was mache ich, wenn ich keinen Mann mehr finde oder der neue noch schlimmer ist als der aktuelle?“

oder

„In meinem Alter stellt mich niemand mehr ein, und ich bleibe ohne Job und Geld.“

Solche Gedanken, die Deine Zukunft düster, tragisch und beängstigend erscheinen lassen, führen natürlich dazu, dass Du grübelst – anstatt das zu tun, was Dir Freude bereitet. Das ist verständlich, aber unnötig.

Deine Realität ist Deine Entscheidung

Die Zukunft – ebenso wie Dein gesamtes Leben – ist nicht von Dir getrennt. Du erschaffst Deine Realität mit Deinen Entscheidungen. Auch Deine Denkweise und worauf Du Deinen Fokus richtest, sind Entscheidungen.

Du kannst Dich also bewusst dafür entscheiden, dramatischen Gedanken keine Aufmerksamkeit zu schenken – einfach, weil Du sie nicht erleben willst. Schließlich weißt Du aus der zweiten Wahrheit über Entscheidungen, dass alles eine Entscheidung ist.

Wenn Du Dich zum Beispiel nicht als jemand erleben willst, der keinen Job und kein Geld hat, dann schenke diesen Gedanken weder Deine Aufmerksamkeit noch Deinen Glauben.

Stattdessen entscheidest Du Dich bewusst dafür, Deinen Fokus auf die Annahmen zu richten, die Du tatsächlich erleben willst.

Außerdem ist es so: Mit den Entscheidungen, die wir jetzt treffen, gestalten wir die nächsten Sekunden, Stunden und Tage.

Die Zukunft ist also das Resultat vergangener Entscheidungen – und zwar jener Entscheidungen, die Du im Hier und Jetzt triffst. Damit meine ich alle Entscheidungen – sowohl mental (worauf Du Dich konzentrierst), als auch physisch (was Du tust oder lässt).

Butter bei die Fische

(Für den Fall, dass Du kein Norddeutsch beherrschst: Lass uns Klartext reden.)

  • Begeistert Dich die Entscheidung, die Du treffen willst oder bereits getroffen hast, so sehr, dass Du aufblühst, Dich freust und sofort in die Umsetzung kommen möchtest?

2. Wohin möchtest Du Dein Leben hinsteuern?

Sobald Du feststellst, dass etwas in Deinem Leben nicht stimmig ist, richtest Du Deine komplette Aufmerksamkeit darauf und willst dafür eine Lösung finden.

Dabei vergisst Du, über diese eine Entscheidung hinaus auf Dein Leben zu schauen und Dich zu fragen, was Du mit Deinem Leben machen möchtest. Ohne diese Frage vorab zu klären, stopfst Du nur Löcher.

Du triffst Entscheidungen, die zeitnah das Problem „Liebesbeziehung furchtbar“ oder „Job schrecklich“ lösen, Dich aber wahrscheinlich nicht näher zu dem Leben führen, das Du wirklich leben möchtest.

Vermeide Umwege – Geh Deinem Ziel entgegen

Wenn Du zum Beispiel super gerne nach Rom möchtest und von München losfährst, kommst Du bei einem Stau nicht auf die Idee, Richtung Hamburg zu fahren, nur weil die Strecke frei ist. Auch wenn Du dann schneller in Hamburg bist als in Rom, bringt Dir das nichts. Denn Du wolltest nach Rom.

Klar, kannst Du in so einem Fall sagen, dass Gott oder das Universum Dich nach Hamburg bringen wollten, weil Du dort eine Lektion zu lernen hast oder irgendetwas in dieser Richtung. Das ist jedoch falsch. Schließlich sind Gott, das Universum und alle Instanzen außerhalb von Dir nur Deine Wahrnehmung.

Außerdem ist auch die Annahme, dass wir etwas im Leben lernen müssen, lediglich eine Perspektive, die Du ebenso in „Im Leben geht es nur darum, Freude zu haben“ ändern kannst.

Das heißt, treffe Deine Entscheidungen so, dass Du dort im Leben ankommst, wo Du wirklich ankommen möchtest. Dazu ist es wichtig zu wissen, was Du im Leben erfahren möchtest.

Demnach macht es keinen Sinn, innerhalb Deiner Branche Deinen Job zu wechseln, wenn Du Dich jedoch danach sehnst, Dein eigener Chef zu sein. Genauso ungünstig ist es, eine Liebesbeziehung weiterzuführen, in der Du genau weißt, dass Dein Partner nicht bereit ist, mit Dir ins Ausland zu gehen – obwohl das Dein großer Traum ist.

Anstatt X Paartherapien zu machen oder von einem Job, der Dich frustriert, in den nächsten zu wechseln, habe den Mut, Deinen Traum ernst zu nehmen und in seiner Richtung zu entscheiden.

Butter bei die Fische

(Für den Fall, dass Du kein Norddeutsch beherrschst: Lass uns Klartext reden.)

  • Führt Dich die Entscheidung, die Du treffen willst oder bereits getroffen hast, wirklich dorthin, wo Du in Deinem Leben hinwillst – sodass Du die Erfahrungen machst, nach denen Du Dich sehnst?

3. Welche Entscheidung fordert Dich heraus?

Wenn Du gerade eine Entscheidung treffen darfst, wie es in Deinem Leben weitergehen soll, klopft eine Veränderung bei Dir an.

Dass Du nicht sofort „Ja“ sagst – zur Kündigung, zur Scheidung, also zur Veränderung – zeigt, dass sie eine Einladung an Dich ist, aus Deinem bekannten Ich herauszutreten. Und das ist immer herausfordernd.

Doch genau das wünschst Du Dir tief in Deinem Inneren. Sonst wärst Du mit Deiner aktuellen Lebenssituation zufrieden und würdest nicht über eine andere Option nachdenken.

Die innere Zerrissenheit als Spiegel Deines Wandels

Deine Sehnsucht nach einer anderen Möglichkeit macht außerdem deutlich, dass Du Dich bereits verändert hast – oder dass sich eine neue Version beziehungsweise Facette von Dir zum Ausdruck bringen möchte.

Das Gefühl, zwischen zwei Stühlen zu sitzen oder unentschlossen zu sein, spiegelt genau diesen inneren Zustand wider: Du bist dabei, zwischen der bisherigen Version von Dir und einer neuen zu wählen. Das führt zu inneren Konflikten.

Auch wenn Du denkst, Du kämpfst mit Deinen äußeren Umständen – etwa mit der Beziehung, dem Job oder den Kindern – stimmt das nicht ganz.

In Wahrheit kämpfen wir immer mit uns selbst, mit den verschiedenen Versionen unseres Selbst, die sich entfalten oder noch festhalten wollen.

Ein Mensch, der unglücklich in seiner Liebesbeziehung ist, kämpft zum Beispiel mit sich selbst, wenn er wegen der Kinder, aus Angst vor dem Alleinsein oder vor dem Gefühl, ein Versager zu sein, eine Trennung vermeidet. Denn all diese äußeren Umstände – Kinder, Ehe, Zukunftsängste – sind letztlich Gedanken.

Wenn dieser Mensch glaubt, es sei falsch, sich zu trennen, weil Kinder im Spiel sind, wird er sich mit der Entscheidung schwer tun. Ändert er jedoch diese innere Annahme, sieht er die Situation plötzlich anders.

Um diese Annahmen zu verändern, darf er auf sich selbst schauen – und sich bewusst machen, ob er weiterhin aus den Überzeugungen seiner alten Version leben möchte oder ob er bereit ist, in die neue Version hineinzuwachsen.

Denn: Die Veränderung – also die neue Version von Dir – klopft nicht umsonst an. Du kannst sie auf Dauer nicht ignorieren, ohne dass es sich körperlich oder seelisch bemerkbar macht.

Entscheide Dich daher mutig für die Herausforderung – und lebe erfüllt.

Butter bei die Fische

(Für den Fall, dass Du kein Norddeutsch beherrschst: Lass uns Klartext reden.)

  • Bist Du dabei, Dich für den Weg zu entscheiden, der Dich aus Deinem alten, bekannten Ich herausfordert?

4. Sagst Du zu anderen – oder zu Dir selbst JA?

Als ich aus meiner Beamtenstelle als Berufsschullehrerin kündigen wollte, hörte ich von allen Menschen in meinem Umfeld, dass dieser Schritt ein riesengroßer Fehler sei – und ich ihn bereuen würde.

Anfangs irritierten mich diese Aussagen sehr. Doch dann verstand ich: Wir Menschen haben einfach unterschiedliche Werte.

Während für mich Freiheit über allem steht, war für mein Umfeld Sicherheit extrem wichtig. Deshalb haben wir im Grunde aneinander vorbeigeredet.

Es geht also nicht darum, ob eine Entscheidung „falsch“ ist oder in einer Katastrophe endet – sondern darum, ob Du Dir erlaubst, das zu leben, was Dir wirklich wichtig ist.

Je mehr Du zu Dir selbst JA sagst, desto mehr von Dir selbst ist in Deinem Leben spürbar. Du lebst Dich selbst – und Dein Leben fühlt sich nach Dir an, nicht nach Deinen Eltern oder Freunden.

Ein Moment nur für Dich

Wenn Du gerade über Deine Sehnsüchte grübelst, sie anzweifelst oder das Gefühl hast, in einer Entscheidungskrise zu stecken, halte inne – und sage JA zu Dir selbst. Denn vielleicht bist Du gerade dabei, Dich in die Vorstellung Deines Umfelds zu pressen.

Damals dachte ich kurzzeitig, ich solle besser das tun, was mir meine Familie und Freunde raten. Denn dann wären sie „schuld“, falls es schiefgeht.

Tief drinnen hatte ich schlichtweg Angst, zu mir selbst zu stehen – und meiner Sehnsucht nach Freiheit zu folgen.

Ich glaubte außerdem, dass ich für meine Entscheidung, die Konsequenzen und letztlich für mein Leben nicht verantwortlich wäre, wenn ich tue, was andere sagen.

Ein ziemlich lustiger Gedanke, wenn ich heute zurückblicke. Denn: Wir sind immer verantwortlich für unser Leben.

Auch „Ich mache, was andere sagen“ ist eine eigene Entscheidung, die wir selbst treffen. Und weil wir ohnehin immer entscheiden, entscheide Dich bewusst für ein großes JA zu Dir selbst.

Denn das ist es, was Dich langfristig erfüllt und glücklich macht. So wie meine Entscheidung, aus dem Beamtenjob auszusteigen, die beste meines Lebens war.

Butter bei die Fische

(Für den Fall, dass Du kein Norddeutsch beherrschst: Lass uns Klartext reden.)

  • Ist die Entscheidung, die Du treffen willst oder bereits getroffen hast, ein klares JA zu Dir und Deinen Wünschen?
    Falls Du Dich für einen Kompromiss entschieden hast, entscheide neu.

5. Hältst Du an Deiner Entscheidung fest – oder entscheidest Du Dich ständig neu?

Wenn es bei der Arbeit gut läuft oder Du von Deiner Liebe Blumen geschenkt bekommst, denkst Du vielleicht: „Alles ist super. Ich bleibe.“
Und sobald es in die entgegengesetzte Richtung geht, sagst Du: „Ich muss hier weg. Das ist mir zu blöd.“

Auch dieses Hin und Her kenne ich sehr gut – aus eigener Erfahrung, aber auch aus dem Mentoring. Während ich über die Kündigung meiner Lehrerstelle nachdachte, entschied ich mich an einem Tag: „Ich kündige sofort.“  

Und wenn am nächsten Tag alles in Ordnung war, dachte ich: „So schlimm ist es auch nicht. Ich bleibe erst mal.“

Dabei vergaß ich, dass es nicht um die Außenwelt geht und wie sich die Menschen verhalten – sondern um mich und meine Sehnsüchte.

In Dir liegt die Richtung

Die Welt um Dich herum spielt in Wahrheit keine Rolle. Denn es geht darum, dass Du Deinen Lebenstraum lebst und Dich selbst noch ein Stück mehr zum Ausdruck bringst.

Schließlich hast Du mehr Fähigkeiten, Facetten und Sehnsüchte, als das, was Du aktuell lebst.

Anstatt Dich auf die Außenwelt zu konzentrieren – die sowieso nur Dich selbst widerspiegelt – richte Deinen Fokus auf das, was Du erleben und zum Ausdruck bringen möchtest.

So befreist Du Dich von der qualvollen Unentschiedenheit, stehst zu Deinem Wunsch, Dein Leben verändern zu wollen, und gehst bewusst mit Deiner Entscheidungsmacht um.

Solange Du Dich aufgrund äußerer Umstände ständig umentscheidest, gibst Du Deiner Reflektion im Außen die Macht über Deine Entscheidung.

Stattdessen darfst Du Dich mit der Version von Dir verbinden, die leben möchte – und aus ihr heraus eine eindeutige Entscheidung treffen.

Wenn Du das tust, bleibst Du bei Deiner Entscheidung – und erlaubst der Außenwelt, sich dieser Entscheidung und der neuen Facette von Dir anzupassen.

Tust Du das nicht, bekommst Du Dein inneres Hin und Her im Außen gespiegelt, fühlst Dich verwirrt und erlebst nicht, wie sich die Dinge für Dich fügen würden, wenn Du bei Deiner Entscheidung bleibst, Deinen Lebenstraum zu leben.

Da Du Deinen Lebenstraum mit Sicherheit leben möchtest, hab den Mut, bei Deiner Entscheidung für Dich zu bleiben.

Butter bei die Fische

(Für den Fall, dass Du kein Norddeutsch beherrschst: Lass uns Klartext reden.)

  • Fokussierst Du Dich ausschließlich auf Dich selbst und bleibst souverän bei der Entscheidung, mit der Du Deine gewünschte Facette zum Ausdruck bringst und Deinen Lebenstraum verwirklichst?

Knackige Checkliste für kluge Entscheidungen

Damit Du die 5 befreienden Tipps auf einen Blick durchgehen kannst, habe ich sie Dir aufgelistet.

  1. Begeistert Dich die Entscheidung, die Du treffen willst oder bereits getroffen hast, so sehr, dass Du aufblühst, Dich freust und sofort in die Umsetzung kommen möchtest?
  2. Führt Dich die Entscheidung, die Du treffen willst oder bereits getroffen hast, wirklich dorthin, wo Du in Deinem Leben hinwillst – sodass Du die Erfahrungen machst, nach denen Du Dich sehnst?
  3. Bist Du dabei, Dich für den Weg zu entscheiden, der Dich aus Deinem alten, bekannten Ich herausfordert?
  4. Ist die Entscheidung, die Du treffen willst oder bereits getroffen hast, ein klares JA zu Dir und Deinen Wünschen?
    Falls Du Dich für einen Kompromiss entschieden hast, entscheide neu.
  5. Fokussierst Du Dich ausschließlich auf Dich selbst und bleibst souverän bei der Entscheidung, mit der Du Deine gewünschte Facette zum Ausdruck bringst und Deinen Lebenstraum verwirklichst?

Wenn Du fünfmal JA hast, feiere Dich selbst für diese großartige Entscheidung – ich tue es auch.

Und nicht vergessen: Mach Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.

Deine Victoria

Ein Hoch auf die Freiheit

PS: Bist Du Lehrer und suchst nach einer erfüllenden Alternative zum Schulalltag – oder kennst Du jemanden, der genau das braucht? Mein Buch Tschüss Schule - Hallo Freiheit zeigt Dir den Weg in ein neues Berufsleben.

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlich. Die Felder, die Du ausfüllen musst, um Deinen Kommentar abschicken zu können, habe ich für Dich markiert.  

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner