Gefühle manifestieren nichts, sondern Deine Geschichte

September 12, 2026
Gefühle manifestieren nichts, sondern Deine Geschichte

Zwingst Du Dich, positiv zu denken, weil Du glaubst, Gefühle manifestieren?

Das verstehe ich gut.

Denn dieses „positiv denken“, „high Viben“ und „hoch schwingen“ ist so stark verbreitet, dass schon Angst und Panik entstehen, wenn der Gedanke auftaucht: „Heute bin ich nicht so fit.“

Um bloß nichts Falsches zu machen, sodass Pech und Unheil über Dich stürzen, sagst Du nicht „Heute geht es mir schlecht“ oder „Ich bin schlecht drauf“, sondern „nicht fit genug“ oder „nicht topfit“ und Ähnliches, richtig?

Mir ging es auf jeden Fall mal so, bis ich verstand, dass nicht meine Gedanken oder Gefühle manifestieren, sondern mein Seinszustand.

Bei logischer Betrachtungsweise ist auch klar, dass Du wohlhabend, geliebt, gesund, respektiert und in einer fantastischen Liebesbeziehung sein kannst und dennoch traurig, gestresst, wütend, genervt sein darfst.

Da sich diese Dinge nicht bedingen, außer Du sagst: „Doch, tun sie. Nur wenn ich ständig lache und hoch schwinge, manifestiere ich die Millionen und meine große Liebe.“

Wenn Du das als Autorität Deiner Realität sagst, ist es für Dich so.

Aber jemand, der sagt: „Vollkommen egal, wie ich mich fühle, ich manifestiere, was ich will“, für den gilt das, weil eben nicht Gefühle manifestieren, sondern Du.

Schließlich haben weder Deine Gedanken noch Deine Gefühle Autorität über Deine Realität, sondern Du, weil Du Realität bist.

„Aber es ist doch bewiesen, dass Freude eine hohe Frequenz hat und Scham und Angst eben nicht und die Villa, die wunderschöne Liebesbeziehung schwingen nicht im Erdboden oder so, sondern eben hoch“, denkst Du vielleicht.

Genau deshalb schauen wir uns das heute genau an:

  • Was Gefühle sind.
  • Wie das mit den Frequenzen und Schwingungen zu verstehen ist.
  • Weshalb nicht Gefühle manifestieren, sondern Deine Entscheidungen.

Viel Freude und lass uns starten.

Gefühle manifestieren nichts. Sie sind bereits Manifestationen

Woher weißt Du, ob Du Angst hast, aufgeregt bist, Vorfreude empfindest oder glücklich bist?

Du spürst in Deinem Körper Veränderungen, die sich je nach Gefühl unterschiedlich zeigen.

Zum Beispiel zieht sich bei Angst typischerweise Dein Brustkorb zusammen und Du bekommst kaum Luft. Dagegen hast Du bei Freude oder wenn Du Dich glücklich fühlst Kraft im Körper und kannst springen, lachen und tanzen.

Das heißt, Du bemerkst, dass sich in Deinem Körper dies oder jenes tut, und aufgrund dieser Beobachtung und dessen, was Du über Gefühle gelernt hast, ordnest Du diese Veränderung ein und sagst: „Ich habe Angst“, „Ich bin glücklich“ oder „Ich bin traurig“.

Dadurch, dass Du Deinen Wahrnehmungen einen Namen gibst, ist Dir und jedem, dem Du davon erzählst, klar, was in Dir passiert. Wir verwenden bei allen Themen des Lebens Worte und Begriffe, um uns sprachlich zu verständigen.

Jedoch haben wir mit den Worten bestimmte Vorstellungen und Bewertungen verbunden. Beispielsweise findet der Mensch gewöhnlicherweise Angst schlimm und Freude super.

Auf den ersten Blick ist das logisch, weil Angst körperliche Reaktionen auslöst, die wir unangenehm finden und schnell loswerden wollen. Deshalb vermeidet der Mensch gerne Situationen, die er mit der Angst verbindet.

Gleichzeitig ist es so, dass, wenn jemand etwas getan hat, was ihn ängstigte, wie Fahrstuhl zu fahren oder nachts im Meer zu schwimmen, er sich überglücklich fühlt und sich als mutig ansieht.

Somit kommen Gefühle nicht mit einer allgemeingültigen Verhaltensregel, sondern Du entscheidest, wie Du mit ihnen umgehst.

Was sind Gefühle und warum fühlst Du, was Du fühlst?

Um diese Frage zu beantworten, nehmen wir das Beispiel mit dem nächtlichen Schwimmen im Meer.

  • Eine Person beschreibt sich als: „Ich bin ein Abenteurer, liebe das Schwimmen und bin sportlich.“
  • Die andere Person sagt: „Ich bin ein gemütlicher Mensch und spaziere gerne in der Natur.“

Wenn beiden der Vorschlag gemacht wird, nachts im Meer zu schwimmen, welche Gefühle werden sie wohl haben?

Höchstwahrscheinlich wird sich die erste Person freuen und die zweite Person wird über die Vorstellung erschrocken sein, so etwas zu machen, und verneinen.

Daraus kannst Du ableiten, woher die Gefühle kommen, die Du hast, richtig?

Ja, Dein Seinszustand oder Deine Identität oder Deine Selbstbeschreibung lässt Dich denken, was Du denkst.

Diese Gedanken bewertest Du aufgrund Deines Seinszustands.

Diese Bewertung löst dann die Gefühle aus, die Du wahrnimmst, einordnest und mit Worten versiehst.

Das heißt: Du fühlst, was Du fühlst, aufgrund der Gedanken, die Du hast. Diese Gedanken basieren auf Deinem Selbstbild.

Denn aus dieser Perspektive bewertest Du, interpretierst Du, handelst Du und nimmst Du wahr, was Du wahrnimmst. All das tust Du in einer Form, die Deinen vertrauten Seinszustand oder Deine Identität bestätigt.

Folglich entstehen Gedanken und Gefühle nicht im luftleeren Raum, sondern stets aus Deinem Seinszustand heraus. Deshalb setzt jede bewusste Manifestation einen Identitätswechsel voraus.

Du kannst jederzeit frei entscheiden, wer Du bist beziehungsweise was Du an das „Ich bin“ anhängst. Das ist dann Deine Erfahrung.

Demnach lässt das, was Du an Dein „Ich bin“ anhängst, die dazu passenden Gedanken und Gefühle entstehen. Diese erlebst Du in Deinem Körper, in Deinem Verhalten und letztlich in der äußeren Realität, die Dich spiegelt.

Dadurch ist klar, dass Gedanken und Gefühle nichts manifestieren, sondern bereits Manifestationen sind. Du siehst und erlebst sie. Zudem haben sie keine Schöpfungskraft. Du als Ursprung von allem hast diese Macht.

Schließlich bist Du es, der allem, auch Deinen Gefühlen, eine Bedeutung gibt.

Somit kannst Du bei Angst sagen:

  • „Angst bedeutet für mich, da ist Wachstumspotenzial und ich muss durch die Angst.“
  • „Angst zeigt mir, wo meine Grenze ist.“

Du siehst, nicht die Gefühle manifestieren sich, sondern Deine Sicht darauf, die aus Deinem Seinszustand herrührt.

Lass uns das genauer anschauen.

Wieso sind Gedanken und Gefühle bereits Manifestationen? 

Um Klarheit darüber zu bekommen, schauen wir uns kurz den Begriff „Manifestation“ an.

  • Das Wort stammt vom lateinischen manifestare und bedeutet „sichtbar machen“.

Demnach beschreibt Manifestation keine Wunscherfüllungsmethode, sondern einen Vorgang des Sichtbarmachens. Ich empfehle Dir dazu, diesen Artikel zu lesen:  Manifestieren: Was es bedeutet und wie es funktioniert

Genau dieses „Sichtbarmachen“ passiert dadurch, dass Du in Deinem Körper Deine Gedanken durch die jeweiligen Gefühle wahrnimmst.

Der Körper, die Gedanken, die Gefühle und alles, was als physische Welt bezeichnet wird, sind Manifestationen. Du hingegen bist der Ursprung von allem.

Du bist das Bewusstsein, in dem alles erscheint, auch Dein Körper.

Als Ursprung von allem in Deinem Leben hast Du die freie Entscheidungsmacht.

Letztlich bist Du Dein Leben. Ohne Dich existiert Dein Leben nicht.

Deshalb auch der Ausdruck: Du bist Realität.

Es gibt keine von Dir getrennte Außenwelt mit allgemeingültigen Regeln, sondern eine Reflexion Deines Seinszustands.

Aufgrund Deiner Entscheidungen manifestierst Du, also machst Du sichtbar, was Du als „mein Leben“ oder „meine Realität“ bezeichnest.

Somit erlebst und siehst Du alles, was Du an das „Ich bin“ anhängst.

Denn alles, was danach kommt, wie „ich bin reich, gesund, wunderschön“, beschreibt Deinen Seinszustand oder Deine Identität.

Nichts hat von sich aus eine Bedeutung

Genauso, wie Du es aus Deinem täglichen Leben kennst und an unserem Beispiel erkennen kannst, hat nichts von sich aus eine objektive und allgemeingültige Bedeutung.

Jeder Mensch gibt den Dingen aus der Perspektive seines eigenen Seinszustands eine Bedeutung.

Deshalb kann ein und dieselbe Situation von zwei Menschen völlig unterschiedlich wahrgenommen, interpretiert und bewertet werden.

Basierend auf der Interpretation und Deutung von Situationen, Umständen und Erlebnissen des täglichen Lebens manifestiert sich dies oder das beziehungsweise zeigt sich die jeweilige Realität, die der Einzelne erlebt.

Wer gibt den Umständen, den Veränderungen im Körper, dem Gehörten und Gelesenen einen Namen und deutet sie?

Ja, Du machst es in Deiner Realität und ich in meiner.

Wer ist konkret dieses Du, das dies in Deinem Leben macht?

Deine Antwort ist Deine Selbstbeschreibung, die Du jederzeit frei wählen kannst, weil Du nicht zu einer Identität verdammt bist.

Kurzum: Deine Gedanken und Gefühle sind bereits Manifestationen und nicht das, was manifestiert. Du als Autorität Deiner Realität mit freier Entscheidungsmacht manifestierst, also machst Du für Dich sichtbar, was Du sehen und erfahren willst. Sobald Du die Natur der Realität verstehst, ist das glasklar.

Was ist mit Hochschwingen und der Frequenz des Wunsches?

Wenn Gefühle mit Schwingung, Frequenz und Bewusstseinszuständen in Verbindung gebracht werden, geht es häufig um die „Map of Consciousness“ von David R. Hawkins.

Er lebte von 1927 bis 2012 und war Psychiater, Bewusstseinsforscher und spiritueller Lehrer. In seinem Modell ordnete er verschiedene Bewusstseinszustände beziehungsweise damit verbundene Emotionen bestimmten „Energie-“ oder „Frequenz“-Werten zu. In seiner Skala liegt „Scham“ bei 20 und „Erleuchtung“ im Bereich von 700 bis 1000.

Was hat sein Modell mit Dir und der Manifestation Deiner Wünsche zu tun?

Nichts.

Was ist Scham, was ist Erleuchtung?

Wie bei allen Wörtern und Themen des Lebens verhält es sich auch mit Scham, Freude, Erfolg, Erleuchtung, Versagen und so weiter.

Alles sind Definitionen, aus denen vollständige Konzepte entstanden sind.

Beispielsweise hast Du bei dem Wort „Erleuchtung“ sofort ein Bild vor Augen, sodass Du eine Vorstellung davon hast, wie sich so ein Mensch anzieht, wie er denkt, isst und lebt.

Dadurch entsteht die Idee, dass ein Mensch, der sich nicht entsprechend des gängigen Erleuchtungskonzepts verhält, nicht erleuchtet ist.

Somit eifert eine Person, die in Konzepten denkt, einer vorgefertigten Form nach, anstatt sich frei nach seiner eigenen Entscheidung zum Ausdruck zu bringen.

Dabei ist auch dieses Modell von Hawkins eine Manifestation, genauso wie jegliche anderen Konzepte, die nur für die Menschen gelten oder sich für die Menschen bewahrheiten, die sie bejahen.

Weshalb ist Hawkins’ Modell eine Manifestation?

Auf den Punkt gebracht ist es so:

  • Er hat, wie bei jeglicher wissenschaftlicher Arbeit, unsichtbare Annahmen, Ideen, Vorstellungen und Thesen mithilfe von Messinstrumenten, die Menschen erschaffen haben, sichtbar gemacht. Also manifestiert.

Zu einer vollständig objektiven Welt hat kein Mensch Zugang, falls es diese überhaupt geben sollte. Somit gibt es auch keine objektiven Fakten, die für alle gelten.

Du kannst den ganzen Tag negative Gedanken haben und dennoch in einer wunderschönen Liebesbeziehung sein und Millionen auf dem Konto haben, weil Du Dich als jemand beschreibst, der immer Geld hat und geliebt ist.

Nichts bedingt sich, außer Du entscheidest:

  • A muss sein, damit B sich zeigt.

Wie beispielsweise: „Ich muss positiv denken, damit ich Millionen manifestiere.“

Dann hast Du eine Regel für Deine Realität festgelegt. Diese gilt für Dich, aber nicht für alle Menschen.

Die einzige Regel, die es gibt, lautet: Es gibt keine Regel, um Deine gewünschte Realität zu erschaffen, außer der, die Du festlegst.

Falls der Gedanke auftaucht: „Wenn ich mich als jemand sehen muss, der immer Geld hat, um Geld zu manifestieren, ist das doch ebenso eine Bedingung“, macht dieser Gedanke daraus eine Bedingung.

Denn es geht nicht darum, dass Du etwas sein musst, um Deinen Wunsch zu manifestieren, sondern darum, dass Du stets, zu jeder Zeit, eine Selbstbeschreibung hast.

Also, wer bist Du?

Dieses Sein, das Du jederzeit frei und neu wählen kannst, bekommst Du reflektiert und nennst es dann „mein Leben“, „meine Umstände“ oder „meine Realität.“

Nicht Deine Gefühle manifestieren, sondern Deine Geschichte

Mit jedem Seinszustand bewegst Du Dich in einem Handlungsstrang, der zu dem Seinszustand passt, wie die Rollen in einem Film oder Buch.

Zum Beispiel nimmt ein Mensch, der sagt: „Ich bin ein Glückspilz und komme immer gut durchs Leben“, die Rolle einer Person ein, der alles in den Schoß fällt und bei der, selbst wenn es einmal eng wird, plötzlich alles bestens für sie aufgeht.

Da Du Dein Leben bist und Dein Leben ohne Dich nicht existiert, bist Du natürlich die Hauptfigur. Gleichzeitig bist Du die Drehbuchautorin, die Regisseurin und die Handlung.

Denn wie wir weiter oben gesagt haben, bist Du Bewusstsein.

In Dir als Bewusstsein erscheint der Mensch, den Du im Spiegel siehst, mit all seinen Gedanken, Gefühlen, Erfahrungen und Geschichten.

Du bist jedoch nicht dieser Mensch und auch nicht die Geschichte, die er über sich erzählt. Du bist das Bewusstsein, in dem all dies erscheint.

Deshalb besteht kein Grund, Dich mit den Gefühlen, Gedanken, der Vergangenheit, der Familie und allem anderen zu identifizieren, was dieser Mensch als „das bin ich“ bezeichnet.

Zudem bist Du keine Persona, kein Charakter und keine Identität, die durch die lineare Zeit geht, die ohnehin nicht existiert. Du hast die Freiheit, in jeder Sekunde zu entscheiden, wer Du bist.

Solange Du Dich jedoch mit dem derzeit vertrauten Seinszustand, also mit der Geschichte oder dem Handlungsstrang, identifizierst, bist Du davon überzeugt, nur diese Identität zu sein.

Dadurch entstehen Konzepte wie Persönlichkeitsentwicklung, Vergangenheitsbewältigung, Heilung, Innere-Kind-Arbeit und alles andere in dieser Richtung.

Wenn Du solchen Konzepten nachgehst, glaubst Du, ABC tun zu müssen, um zu werden, wer Du sein möchtest. Dabei bist Du längst, wer Du sein möchtest, da Du Bewusstsein bist.

Wähle klar, erfahre klar

Es geht nicht darum, jeglicher Identität oder der Erfahrung, Mensch zu sein, zu entkommen, sondern darum, frei aus den unendlichen Identitäten und Realitäten, die Du bist, diejenige zu wählen, die Du gerne erfahren möchtest.

Der Punkt ist:

  • Du kannst Dich als Bewusstsein erkennen und wissen, dass Du Bewusstsein bist, aber Du kannst Dich nicht sekündlich als Bewusstsein erfahren. Denn das wäre so, als würden jede Realität und jede Identität von Dir übereinanderliegen, und zwar so sehr, dass überhaupt keine begrenzte, konkrete Erfahrung mehr möglich wäre.

Um das glasklar zu machen, gebe ich Dir ein bildliches Beispiel:

Du nimmst eine Scheibe Brot und belegst sie mit allen Käsesorten, die es gibt. Du schmeckst keine einzige davon.

Wenn Du Dich jedoch für eine Käsesorte entscheidest, erlebst Du den Geschmack dieser Käsesorte.

Welche Geschichte wählst Du?

Nachdem Du weißt, dass die äußere Realität, die Du lebst, eine Geschichte ist, die aus Deinem Seinszustand resultiert, wähle frei, wer Du bist.

Da Du immer nur den jetzigen Moment hast, um zu entscheiden, wer Du bist, entscheide, befreit von Deinen aktuellen Umständen und der sogenannten Vergangenheit, wer Du bist.

Ab dem Moment, in dem Du entscheidest, wer Du bist, bist Du diese Identität, und das unabhängig davon, was Deine Außenwelt Dir noch in derselben Sekunde zeigt.

Deine äußere Realität spiegelt Deinen Seinszustand, die Geschichte, die Du über Dich erzählst, und das immer. 

Wenn Du Dich entscheidest: „Ich bin gesund, geliebt, wohlhabend und glücklich“, fühlst Du logischerweise Freude und Glück anstelle von Angst, Frust und Wut.

Ganz wichtig: Du entscheidest, wer Du bist. Du hoffst und wünschst nicht, die Person zu sein, die Du sein möchtest, sondern triffst souverän die Entscheidung: „Ich bin ABC.“

„Warum sehe ich nicht meine Liebe neben mir sitzen oder die Millionen, obwohl ich entschieden habe, dass ich in einer zauberhaften Liebesbeziehung bin und Millionen habe?“

Diese Frage kommt an dieser Stelle oft auf und vielleicht taucht sie auch in Dir auf.

  • Die Antwort lautet: Erst bist Du, dann siehst Du.

Das heißt: Sobald Du festgelegt hast: „Ich bin in einer tollen Beziehung und habe Millionen“, bist Du das.

Bleibst Du, wer Du entschieden hast zu sein, und sagst nicht: „Nein, ich bin es nicht, weil XYZ“, siehst und erlebst Du Dich als die Person, für die Du Dich entschieden hast.

Mit anderen Worten: Du bekommst Deinen Seinszustand, der eine Geschichte ist, die Du über Dich erzählst, reflektiert.

Fälschlicherweise gehen aber die meisten davon aus, es sei „Haben, Machen, Sein“, aber wir machen alles für uns sichtbar durch „Sein, Machen, Haben“.

Demnach bist Du die Person, die in einer glücklichen Beziehung ist und viel Geld hat. Du lebst aus diesem Seinszustand heraus und dann hast Du, was Du haben möchtest.

Dieses „Haben, was Du haben möchtest“ ist die Reflexion Deines Seinszustands von „Ich bin in einer glücklichen Beziehung und ich bin jemand, der viel Geld hat.“

Das „Machen“ aus „Sein, Machen, Haben“ bedeutet, aus dem gewünschten Seinszustand heraus zu leben. Da gibt es kein Falsch oder Richtig. Du entscheidest, wie Du Deine gewünschte Geschichte im täglichen Leben lebst.

Bei dem „Machen“ denken viele sofort an „Manifestieren ohne Handlung“, aber dieses Tun, Machen und Handeln ist vielfältiger, als gewöhnlicherweise gedacht wird.

Wer sitzt, macht auch etwas: Er sitzt.

Das Unsichtbare ist genauso real wie das Sichtbare

Wir haben über Generationen hinweg gelernt, dass alles, was wir sehen und greifen können, realer und echter ist als unsere Imagination oder innere Realität. Das ist jedoch nicht der Fall.

Abgesehen davon, dass Du als Autorität Deiner Realität entscheidest, was für Dich real ist und was nicht, weißt Du mittlerweile, dass die äußere Realität Deine innere Realität spiegelt.

Deshalb heißt es: Wie innen, so außen.

Somit ist das Unsichtbare, Deine innere Realität, Deine Imagination, realer und echter als das, was gewöhnlicherweise als Realität bezeichnet wird, weil das die Reflektion Deiner inneren Realität ist.

Du als Bewusstsein bist realer als das Spiegelbild eines Seinszustands. Logisch.

Folglich kannst Du Dich in diesem Moment für jede Geschichte entscheiden, die Du erfahren möchtest, weil alle Geschichten, Realitäten und Identitäten, sichtbar oder unsichtbar, real sind.

Zum Beispiel ist eine Person krank und sagt: „Ich bin krank.“ Gleichzeitig existiert diese Person als „Ich bin gesund“.

Da jeder von uns simultan in unendlichen Realitäten, Geschichten und Identitäten existiert, kannst Du im Jetzt frei wählen, welche Geschichte für Dich wahr ist.

Du erlebst in der äußeren Realität immer Deine Entscheidungen und das, was für Dich wahr ist.

Somit musst Du nicht immer die sein, die Du schon immer warst, und das erleben, was Du schon immer erlebt hast.

Du hast die Freiheit, zu sein, wer Du sein möchtest

Du kannst sein und erfahren, was Du möchtest, weil Du alles bist und als Autorität Deiner Realität die alleinige Entscheidungsmacht hast.

Zu glauben, dass nur das, was Du sehen und greifen kannst, wahr ist, Deine Geschichte ist und dass Du nur das weiterhin erleben kannst, ist genauso, als wenn Du glaubtest, einen Film, der Dir missfällt, anschauen zu müssen, nur weil Du ihn siehst.

Nehmen wir ein Beispiel, um es deutlicher zu machen:

Du sitzt in einem Kinosaal und schaust einen Film, den Du schrecklich findest. Dann zwingst Du Dich nicht, weiterhin diesen Film zu schauen, richtig?

Du gehst raus und schaust in einem anderen Kinosaal einen anderen Film an oder gehst komplett raus und machst, was Dich glücklich macht.

Genauso ist es mit Deinem Leben: Du entscheidest Dich für den Seinszustand, die Geschichte, die Dich glücklich macht und die Du erleben möchtest, weil es Dein Wunsch ist, Dich so und so zu erleben.

Zum Beispiel als gesund, geliebt, als Glückspilz, kreativ und alles andere, was Du willst. Du hast die Freiheit, zu sein, wer Du sein möchtest.

Was ist mit Bauchgefühl und Intuition?

Für gewöhnlich ist es so, dass wir davon ausgehen, eine gute Entscheidung getroffen zu haben oder auf dem richtigen Weg zu sein, wenn wir ein gutes Gefühl haben, richtig?

Dann kommt dieses „Mein Bauchgefühl sagt mir dies“ oder „Ich kann meine Intuition nicht wahrnehmen und habe keine Ahnung, was ich tun soll.“

Um solche „Probleme“ zu lösen, gibt es unendlich viele Kurse, in denen gelehrt wird, wie man seine Intuition wahrnimmt und so weiter. Sie alle sind Meinungen, die Deine Annahmen reflektieren.

Zudem gibt es noch das höhere Selbst (Higher Self), die Zeichen, die vom Universum kommen, die Engel, Geistführer, Gott und wen noch alles, die dem kleinen Menschen, der nicht klar und weit genug sehen kann, den Weg weisen.

Wer bestimmt, ob ein Gefühl von der Intuition, dem Geistführer, der verstorbenen Tante oder von wem auch immer kommt?

Logischerweise bestimmst Du das.

Wer sollte sonst in Deiner Realität entscheiden, was Du fühlst, was dieses Gefühl bedeutet und wem Du es zuschreibst?

Du nennst es „Intuition“, wenn Du es Intuition nennen möchtest.

Willst Du es „Bauchgefühl“ nennen, sagst Du: „Mein Bauchgefühl sagt …“

Ebenso gut bist Du es, der alles, was Du möchtest, einem Geistführer, dem Universum, einem Engel, Gott oder Deinem höheren Selbst zuschreibt.

Nun ist klar, wer das alles macht.

Ja, Du.

Die Illusion von Trennung

Durch die Sprache erschaffen wir Menschen eine Trennung, die es nicht gibt. Das ist die Täuschung, eine Illusion.

Du sagst:

„Das bin ich.“

  • „Das ist meine Intuition.“

„Das bin ich.“

  • „Das ist Gott.“

„Das bin ich.“

  • „Das ist das Universum.“

Folglich lässt uns die Sprache glauben, dass es eine Trennung gibt.

Ein „Ich“ hier.

  • Ein „Anderes“ dort.

Ein Beobachter.

  • Etwas, das beobachtet wird.

Eine Person, die wahrnimmt.

  • Eine Welt, die wahrgenommen wird.

Doch ohne Dich als Beobachter gibt es für Dich das Beobachtete nicht.

Du bist alles, was ist.

Ja, Du bist der Geistführer. Du bist das Universum. Du bist der Engel. Du bist die Intuition. Du bist das höhere Selbst. Du bist Gott.

Du bist alles, nur gut verborgen.

Deshalb auch die Erkenntnis: Es gibt keine Trennung. Alles ist eins.

„Aber ich fühle das alles nicht“

Von Menschen, die sich als sensibel, feinfühlig oder Ähnliches beschreiben, höre ich immer wieder einmal den Satz: „Aber ich fühle das nicht.“

Das kann sich auf Bewusstsein oder den bewusst gewählten Seinszustand beziehen, wie zum Beispiel: „Ich fühle es nicht, dass ich Bewusstsein bin und alles, was ist.“

Aufgrund dessen, was Du gelesen hast, weißt Du, dass es nicht um Gefühle geht. Gefühle manifestieren nichts. Sie lassen Dich Deinen Seinszustand erleben und haben stets die Bedeutung, die Du ihnen gibst.

Demnach bist Du nicht erst dann die Person, die Du sein möchtest, wenn Du dies, das oder jenes fühlst, sondern wenn Du als Autorität Deiner Realität entscheidest: „Ich bin ABC.“

Du bist die Autorität in Deiner Realität und nicht Deine Gefühle, die bereits eine Manifestation sind. Gibst Du Deine Macht an Deine Gefühle ab, kommt es zu diesem: „Manifestieren funktioniert nicht“.

Doch es funktioniert hervorragend.

Jeder von uns manifestiert jede Sekunde das, dessen er sich bewusst ist.

Das, dessen Du Dir nicht bewusst bist, bleibt für Dich unsichtbar, bis Du es manifestierst.

Für uns ist Manifestieren eine komplett natürliche Sache, sodass uns gar nicht bewusst ist, dass wir das sekündlich machen. Deshalb geht es nicht unbedingt darum, das Manifestieren zu lernen, sondern zu wissen, wie Du es willentlich und bewusst machst.

Nehmen wir ein Beispiel:

Eine Person beschreibt sich als: „Egal, was ich mache, ich bin immer knapp bei Kasse.“

Da sie den Umstand „Ich bin immer knapp bei Kasse“ manifestiert hat, ohne dafür extra einen Kurs oder Ähnliches absolviert zu haben, glaubt sie, lediglich eine Situation zu beschreiben, obwohl sie diese unbewusst und unwillentlich manifestiert hat.

Sie hat also eine Option „knapp bei Kasse“ unter den unendlichen Optionen, die ihr als Bewusstsein zur Verfügung stehen, für sich sichtbar gemacht.

Der Seinszustand „Ich bin immer knapp bei Kasse“ lässt dann die zu ihrem Sein passende Geschichte sich entfalten, wie: „Alle in meiner Familie hatten zu wenig Geld und die Tante, die viel hatte, war von Glück gesegnet …“

Solange sie bei dieser Geschichte bleibt, weil sie glaubt, zu beschreiben und nicht zu manifestieren, erlebt sie genau die Realität, die dazu passt. Weil sie Realität ist. Es gibt keine von uns getrennte Realität.

Auch wenn sie unzählige Male am Tag die Affirmation „Ich bin ein Geldmagnet“ aufsagt, ändert sich dadurch nicht ihre Erfahrung, bis sie ihren Seinszustand wechselt, zum Beispiel zu „Ich bin jemand, der genug Geld hat.“

Nicht Worte, Gedanken und Gefühle manifestieren, sondern Dein Seinszustand, der eine vollständige Geschichte ist.

Somit ist klar, dass auch „Ich habe wenig Geld“ eine Manifestation ist. Vielleicht nur nicht die, die Du bewusst gewählt hast.

Wie wir bereits geklärt haben, bedeutet Manifestation ursprünglich nicht, sich durch Manifestationsmethoden seine Wünsche zu erfüllen. Das Wort bedeutet, etwas für Dich Unsichtbares sichtbar zu machen.

Genau das geschieht die ganze Zeit.

  • Du manifestierst nicht erst dann, wenn Du bekommst, was Du willst.
  • Nein, Du manifestierst jede Sekunde das, was Du für wahr hältst.
  • Deshalb mache es bewusst und willentlich.

Ich wünsche Dir viel Freude und nicht vergessen: Mache Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.

Deine Victoria

Ein Hoch auf die Freiheit

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