Genuss

Vielleicht geht es dir so wie mir und dir macht es seit einiger Zeit gar nicht mehr so viel Freude in Gesellschaft zu essen. Ich finde es im Grunde fabelhaft zusammen in einer netten Runde zu essen. Das gemeinsame Essen kann den Genuss steigern und richtig Freude machen. Speisen in einer geselligen Runde, in der gelacht, getrunken mit Ruhe und Muße gegessen wird, ist wirklich ein Genuss. Aber leider empfinde ich immer öfter das Essen in Gesellschaft als extrem anstrengend. Jeder gehört einer „Ernährungsgruppe“ an mit klar definierten Geboten und Verboten. Selbstverständlich sind die Regeln heilig und als Anhänger ist man ziemlich unflexibel. Wehe dem, der gegen ein Dogma verstößt!

Isst man nicht im Kreise der eigenen Gemeinschaft, sondern mal ganz tolerant, neugierig und weltoffen mit Menschen aus einer anderen Gruppe, dann darf man Fragen ganz besonderer Art beantworten. „Seit wann isst du so?“, „Warum?“, „Wie geht es dir dabei?“. Antwortet man zu offen, weil man nun mal in keine Schublade passt, dann bekommt man unschöne Blicke, wie es wohl Atheisten bekommen, unter Religiösen.

Ernährung oder Religion

Generell kann man meiner Meinung nach immer öfter die Anhänger einer Ernährungsrichtung mit Religiösen vergleichen. Offensichtlich ist die Ernährung für einige Menschen, so etwas wie eine Ersatzreligion geworden.
Es gibt Verbote, wie es die Religionen auch kennen. Die Muslime essen kein Schweinefleisch, die koschere Küche der Juden verbietet Milch und Fleisch in einem Gericht, Hindus dürfen keine Kühe essen.

Worte wie „Sünde“ werden gebraucht. Ich höre so unglaublich oft, den Satz „Ich habe heute gesündigt. Ich habe Zucker / Fleisch / Brot usw. gegessen“. Sehr oft werden einzelne Lebensmitteln oder ganze Lebensmittelgruppen den Begriffen gut und böse zugeordnet. Zucker, Weizen, Brot im Grunde alle Kohlenhydrate sind derzeit ganz böse. Früher waren es die Fette vor allem Cholesterin.

Die eine Ernährungsrichtung wird über die andere gestellt. Sie ist natürlich die richtige und als Anhänger dieser Theorie ist man ein besserer Mensch im Vergleich zu anderen. Viele religiöse Menschen sind auch der Meinung, dass ihre Religion die einzig Richtige ist.

Ganz logisch ist es, dass man beim Befolgen der jeweiligen Regeln das Heil in einem gesunden längeren Leben im Jetzt erlangt. Bei den Religionen ist es meist im Jenseits. Aber hinsichtlich der Ernährung ist es eben im Jetzt.

Der Genuss kommt zu kurz

Jede Ernährungsgruppe findet in ihren zugehörigen Sprachrohren ihre Belege dafür, dass sie genau richtig liegt. Die Zeitschrift Beef wird allen Fleischliebhabern die Bestätigung geben, dass sie edel und gesund genießen. „Das Vegan-Magazin“ gibt den Veganern die Bestätigung, die sie brauchen.
Jede Gruppe ihre Quellen, ihr Image und ihr Status.
Wo bleibt der gemeinsame Genuss? Genuss verbunden mit Klimaschutz, Tierliebe, Gesundheit, Flexibilität, Toleranz und Gesundheit?
Möglich ist es schon: Dafür muss man den goldenen Mittelweg gehen.

Eine neue Krankheit in Anmarsch

Nicht nur, dass das gemeinsame Essen mittlerweile zu einer anstrengenden Angelegenheit geworden ist, kommen auch noch Menschen mit neuartigen Sorgen zu mir. Die Diskussion um die ideale Ernährungsweise für die eigene Gesundheit, der Natur, den Tieren, dem Klimaschutz und anderen Menschen in anderen Ländern, hat zu ganz neuen Besessenheit geführt.
Orthorexie, Ökorexie, sind die Folgen. Der Zwang sich gesund zu ernähren, umweltfreundlich und einfach alles perfekt zu machen, führt viele in den Wahnsinn und in ein krankhaftes Essverhalten. Willst du wissen, was dahinter steckt und / oder wie du als Betroffener wieder ein gesundes Verhältnis zu einer der schönsten Aktivitäten im Leben gewinnst, dann lade dir das Whitepaper „Wenn essen krank macht“ als PDF Datei kostenfrei runter und lege los.

Am besten machen wir es wie mein vierjähriger Neffe und essen nach unserem Bauchgefühl. Mit seinen 4 Jahren ist er ein Genießer. Er ist Vegetarier, nicht jeden Tag, aber immer wenn sein Bauch es im sagt – nicht sein Verstand. Den Begriff Flexitarier mag er nicht. Denn er ist ein Vegetarier, wenn sein Bauch es will.

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlich. Die Felder, die Du ausfüllen musst, um Deinen Kommentar abschicken zu können, habe ich für Dich markiert.  

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}