Identitätswechsel oder Identity Shift, das in der Coaching- und Manifestationswelt häufiger verwendet wird als das deutsche Wort „Identitätswechsel“, ist das, worauf Dein ganzes Leben baut.
Klingt übertrieben oder dramatisch?
Aber vielleicht denkst Du auch: „Logisch, dass mein Leben auf meiner Identität baut, wie sollte es auch sonst sein? Ich bin nun mal ich.“
Verstehe ich. Wir sind so stark mit unserer Identität verflochten, dass wir glauben, nur eine Identität oder ein Charakter zu sein.
Wie oft hast Du Dich schon als „Ich bin so und so“ beschrieben?
- „Ich bin unsicher.“
- „Ich bin jemand, der noch nie mit Geld gut umgehen konnte.“
- „Ich bin Kaffeeliebhaberin. Ohne Kaffee geht bei mir nichts.“
Sekündlich redest, denkst und handelst Du aus der Identität, die Du als Dich selbst ansiehst. Dabei bist Du keine Identität. Du bist auch nicht Dein Körper oder Deine Gedanken.
„Wer bin ich dann?“, fragst Du Dich nun.
Genau das klären wir heute, indem wir diesen Fragen nachgehen:
- Was genau ist ein Identitätswechsel, ist es nur eine moderne Wünsch-Dir-Was-Technik oder steckt mehr dahinter?
- Warum ist er zentral für ein freies und glückliches Leben?
- Wie wechselst Du bewusst Deine Identität?
Okay, lass uns starten.
Identitätswechsel neue Wunscherfüllungsmethode?
Damit wir die Frage, ob Identitätswechsel neu ist, nicht theoretisch beantworten, sondern für Dich erlebbar machen, tue Folgendes:
Setze Dich bequem hin.
Packe alles Offensichtliche, womit Du Dich beschreibst, wie
- Deinen Namen,
- Deine Vergangenheit,
- Deinen Beruf,
- Dein Alter,
- Deine Lebensumstände
und so weiter, in einen Karton.
- Wer bist Du, wenn Du all das nicht bist?
- Welche Gedanken tauchen in Dir auf?
- Wie fühlst Du Dich?
Merkst Du, wie Du sitzt, diese Zeilen liest und zeitgleich unterschiedliche Gedanken und Gefühle in Dir wahrnimmst?
Diese Instanz, die alles beobachtet und Zeuge von all dem ist, was Du tust, denkst und fühlst, ist Dein wahres Sein: Bewusstsein.
- Du bist Bewusstsein
Somit bist Du nicht Deine Gedanken, Dein Körper, Deine Gefühle, Deine Lebensgeschichte oder Ähnliches. Du bist Bewusstsein.
Und als Bewusstsein bist Du der Raum, in dem Dein Körper, Deine Gedanken, Deine Identität und alles andere existieren.
Im Grunde genommen ist es wie das Meer: Es ist der Raum, in dem viele unterschiedliche Lebewesen leben. Aber das Meer ist nicht diese Lebewesen, und sie sind nicht das Meer.
Demnach läuft zwar in Dir als Bewusstsein alles ab, aber Du brauchst Dich mit nichts zu identifizieren oder Dich durch etwas beschreiben zu lassen.
Dazu passt eine Aussage des indischen Philosophen, Yogis, Dichters und Freiheitskämpfers Sri Aurobindo, der von 1872 bis 1950 lebte:
„Das Bewusstsein ist nicht im Körper, sondern der Körper ist im Bewusstsein.“
Auch ein Zitat des indischen spirituellen Lehrers und Mystikers Nisargadatta Maharaj, der von 1897 bis 1981 lebte, passt:
„Die Welt, die Du siehst, ist nicht außerhalb von Dir. Sie ist in Dir, und Du bist die Welt.“
Okay, nun ist klar, dass Identitätswechsel keine neue Manifestationsmethode ist.
Aber was bringt Dir dieses Wissen von „Du bist Bewusstsein und die Welt ist in Dir“ für den Alltag und die Verwirklichung Deiner Ziele?
Dein Alltag als Bewusstsein ohne Identifikation
Wenn Du Dich nicht mit der Wut, der Trauer, dem Schmerz, der Angst, der Freude oder Deinen Lebensumständen identifizierst, beschreibst Du Dich nicht über sie.
Das heißt, Du sagst nicht mehr Sätze wie
- „ich bin verschuldet“,
- „ich bin in einer Lebenskrise“ oder
- „ich bin verzweifelt“.
Wie fühlt sich das für Dich an?
Befreiend, richtig?
Aber dann kommt bestimmt auch der Gedanke: „Das ist verantwortungslos.“ Zumindest ist das meine Erfahrung aus dem Mentoring.
Nach einem befreienden Ausatmen höre ich oft so etwas wie:
„Ich muss doch meine Probleme lösen und kann nicht so tun, als hätte ich keine Verantwortung dafür, dass mein Kind mit genug Geld aufwächst. Es wäre doch unverantwortlich und egoistisch, meinen sicheren Job zu kündigen und das Risiko einzugehen, weniger zu verdienen.“
Auch wenn solche Sichtweisen üblicherweise als vernünftig gelten, sind sie es nicht. Und das vor allem aus folgendem Grund:
- Außerhalb Deines Bewusstseins existiert keine Außenwelt.
Mit anderen Worten: Was Dir nicht bewusst ist, existiert, solange es Dir nicht bewusst oder bekannt ist, nicht für Dich.
Du hast niemals Zugang zu einer Welt außerhalb Deines Bewusstseins. Das Bewusstsein ist also kein Objekt in der Welt, sondern der Raum, in dem die Welt erscheint.
Alles, was Du als Außenwelt wahrnimmst (Menschen, Situationen, Probleme), existiert nur in Deinem Bewusstsein. Sie treten in der Form und Dynamik, wie sie in Deinem Leben erscheinen, nur in Deinem Leben auf. Denn sie sind nicht getrennt von Dir, sondern Deine Projektion.
Ein typisches Beispiel ist die Art, wie wir einen Menschen wahrnehmen:
Eine Person beschreibt den Kollegen X als nett, freundlich und hilfsbereit, und eine andere Person kann kaum glauben, dass sie vom gleichen Kollegen spricht, da sie ihn komplett anders erlebt.
Letztlich erschaffst Du als Bewusstsein Deine gesamte Realität, und das, was Du siehst und erlebst, ist eine Spiegelung dessen, was in Dir selbst liegt.
Deine Identität mit den entsprechenden Annahmen wird Dir in allem, was Du als Dein Leben bezeichnest, zurückgespiegelt. Gleich wird alles anhand von Beispielen glasklar.
Du bist die äußere Realität, die Du erlebst
Alles, was als Realität, Leben oder Außenwelt gebraucht wird, um zu sagen:
- „Ich begegne einer von mir getrennten äußeren Realität, in der ich ein Problem habe und Angst habe, zu wenig Geld zu verdienen, wenn ich den Job wechsle“,
ist eine Illusion.
Weil es keine von Dir getrennte Realität gibt. Wie wir vorhin geklärt haben, erschaffst Du als Ursprung von allem in Deinem Leben Deine Realität. Somit begegnest Du in Deiner äußeren Realität Dir selbst. Konkret Deinem Seinszustand beziehungsweise Deiner Identität.
Dazu gebe ich Dir ein bildliches Beispiel, um es glasklar zu machen:
Aus einer Stern-Keksausstechform erhältst Du immer Sterne, wenn Du sie im Teig ausdrückst. Da kommt niemals ein Weihnachtsmann heraus, richtig?
Jemand, der sagt:
- „Ich bin unsicher und habe deshalb Angst, beim Jobwechsel finanziell schlechter dazustehen“,
wird keine Realität erschaffen, in der er gelassen, fröhlich und souverän seinen Job wechselt und dabei sogar deutlich mehr verdient als vorher.
Dadurch wird Dir klar, warum Deine Identität ausschlaggebend ist für das Leben, das Du lebst.
Was ist mit der objektiven Welt?
Zwar denken viele, es gäbe eine objektive Realität mit allgemeingültigen Regeln, wie beispielsweise:
- „Diese Vorgehensweise ist vernünftig.“
- „Das ist unmöglich.“
- „Nur diese Methode führt zum Erfolg.“
…aber so ist es nicht. Wenn Du die Natur der Realität verstehst, weißt Du, dass es sich um eine kollektive Erzählung einer pseudoobjektiven Welt handelt, die Orientierung schaffen soll.
Somit ist es einer der häufigsten Denkfehler zu glauben, dass etwas objektiv sein müsse, nur weil es viele glauben. Den Mehrheitsglauben mit Objektivität zu verwechseln, ist gefährlich.
Jede als „objektive Tatsache“ verkaufte Behauptung ist letztlich eine Annahme oder Hypothese, die als zutreffend für praktisch alle Beobachtungen betrachtet wird. Das hat jedoch mit objektiver Wahrheit oder Ähnlichem nichts zu tun.
Schließlich ist es unmöglich, etwas als objektive Tatsache zu beweisen. Alles, was wir beobachten, ist durch unsere Identität, Gedanken und Annahmen gefärbt.
Außerdem verändert jede Beobachtung das, was beobachtet wird. Daher lässt sich Realität nur als überprüfbares Modell formulieren. Und dieses Modell spiegelt immer den Seinszustand der Person wider, die es erstellt.
Kurzum: Eine objektive Realität mit allgemeingültigen Regeln gibt es nicht.
Dazu passt die Aussage des indischen Mystikers Ramana Maharshi, der von 1879 bis 1950 lebte:
Alles, was Du siehst, hörst oder erfährst, ist eine Erscheinung in Deinem eigenen Bewusstsein.
Der persische Mystiker Rumi formulierte es so:
„Die ganze Welt ist ein Spiegel. Schau hinein und erkenne Dich selbst.“
Wenn Du ohne Identifikation mit Deinen Gedanken, Deiner Vergangenheit und allem anderen in Deinem Leben durch Deinen Alltag gehst, schenkst Du Dir die Freiheit, losgelöst von dem Sichtbaren neue Entscheidungen zu treffen.
Sobald Du Dich jedoch über das beschreibst, was in Deiner Realität abläuft, machst Du die Umstände zu Deiner Identität. Und da Deine Identität manifestiert, bleibst Du so lange in einer ungewollten Realität, bis Du diese Identität loslässt und auf die Frage „Wer bin ich?“ eine neue Antwort gibst.
Ich gebe dir zu dem vorherigen Abschnitt ein Beispiel aus dem Mentoring
Eine Person ist ständig verschuldet und weiß nicht, wie sie ihr Geldproblem gänzlich lösen soll.
Anfangs wiederholte sie fortlaufend in unseren Gesprächen ihre Vergangenheit:
„Auch schon meine Eltern konnten mit Geld nicht umgehen. Wir hatten nie genug Geld, und auch jetzt haben alle in meiner Familie ständig Geldsorgen …“
Gleichzeitig tat sie das, was viele Menschen tun: Sie beschrieb sich über ihre Umstände, als würden diese sie definieren. Dadurch identifizierte sie sich vollständig mit ihrer finanziellen Situation. Entsprechend sagte sie Sätze wie:
„Ich kann mit Geld nicht umgehen. Das ist ja klar, sonst hätte ich Geld.“
Erst als sie verstand, dass sie Bewusstsein ist und nicht gezwungen ist, sich mit ihrer Vergangenheit oder ihren aktuellen Lebensumständen zu identifizieren, fühlte sie sich innerlich frei. In diesem Moment konnte sie neu entscheiden, wer sie sein wollte.
Wäre diese Loslösung nicht geschehen, wäre ein Identitätswechsel nicht möglich gewesen. Denn solange sie sich als „verschuldet“ oder als „jemand, der mit Geld nicht umgehen kann“ definierte, erschuf sie genau die Realität, in der sich diese Annahmen bestätigten. Das ist logisch, denn wir leben von innen nach außen.
Schauen wir uns das Ganze genauer an, damit für Dich deutlich wird, warum ein Identitätswechsel jederzeit möglich ist und Du ihn ohnehin ständig vollziehst.
Deine Identität ist Dein Leben
Hast Du irgendwann in Deinem Leben Sätze gehört wie diese:
- „Sei nicht so sprunghaft.“
- „Du weißt auch nie, was Du willst. Heute hü, morgen hott.“
- „Was Du angefangen hast, musst Du zu Ende bringen.“
Auch wenn sie nicht direkt an Dich gerichtet waren, weißt Du, dass weitläufig der Glaube vorherrscht, wir hätten eine feste Identität oder Persönlichkeit und müssten diese stabil leben.
Doch so ist es nicht. Denn wir sind sekündlich neu. Schließlich ist das, was wir als sichtbar, greifbar und solide wahrnehmen, wie zum Beispiel unseren Körper, Energie.
Bereits der Physiker Werner Heisenberg, der 1932 den Nobelpreis für die Begründung der Quantenmechanik erhielt, sagte:
„Die Energie ist tatsächlich der Stoff, aus dem alle Elementarteilchen, alle Atome und daher überhaupt alle Dinge gemacht sind.“
Auch der Physiker Prof. Dr. Hans-Peter Dürr sagte häufig diesen Satz:
„Materie ist nicht aus Materie gemacht.“
Wenn selbst das scheinbar Festeste (Materie) keine feste Substanz ist, dann kann auch das Bild, das wir von uns selbst haben, nicht starr oder endgültig sein.
Ein alltägliches Beispiel dafür ist Folgendes:
Du sagst oder tust etwas, und im nächsten Moment tadelst Du Dich für das, was Du gesagt oder getan hast. Dann gehst Du im inneren Dialog durch, was stattdessen angebracht gewesen wäre.
Gewöhnlich erzählen wir uns die Geschichte, wir hätten einen Fehler gemacht, daraus gelernt und gingen nun als dieselbe Persönlichkeit etwas weiser weiter. Aber das ist nicht der Fall.
In uns als Bewusstsein sprechen unterschiedliche Versionen miteinander. Die eine findet aufgrund ihrer Identität das, was die andere gemacht hat, falsch, unpassend, kindisch, peinlich und so weiter.
Dieses alltägliche Erleben zeigt, dass auch unser Selbstbild nichts Festes, sondern etwas Bewegliches ist.
Du bist Realität.
Gehe als die Realität, die Du erfahren möchtest, durch Deinen Tag.
Du bist alle erdenklichen Identitäten
Im Grunde genommen machen die Wörter „Persönlichkeit“ und „Identität“ deutlich, dass die Vorstellung von einer feststehenden Identität falsch ist.
Das Wort „Persönlichkeit“ stammt vom lateinischen persona („Maske, Rolle im Theater“) ab. Ursprünglich bezeichnete es die Rolle, die jemand im gesellschaftlichen Leben spielt.
Wenn jemand beispielsweise die Rolle eines Richters spielt, sich als bescheidenen Menschen sieht oder als jemanden, der sich für andere aufopfert, kann er diese Rolle ein Leben lang spielen. Doch damit verbietet er sich selbst, sich anders zu erleben und andere Erfahrungen zu machen.
Beim Wort „Identität“ ist es ähnlich. Es stammt aus dem Lateinischen idem und bedeutet „derselbe“, „das Gleiche“. Gemeint ist, sich selbst als gleichbleibend, eindeutig und wiedererkennbar zu erleben.
Damit wird jedoch der Kern dessen verfehlt, was im Apollon-Tempel von Delphi stand. Der Spruch lautete: „Erkenne Dich selbst.“
Wenn Du Dich selbst erkennst, weißt Du, wie wir vorhin festgestellt haben, dass Du Bewusstsein bist. Somit bist Du alle Identitäten, alle Realitäten und alles andere, was existiert. Denn alles existiert in Dir. Deshalb ist ein bewusster Identitätswechsel oder Identity Shift jederzeit möglich.
Erinnerst Du Dich an den Satz des Mystikers Nisargadatta Maharaj:
„Die Welt, die Du siehst, ist nicht außerhalb von Dir. Sie ist in Dir, und Du bist die Welt.“
Da Du als Bewusstsein alles Mögliche sein kannst, zum Beispiel:
- „ich bin mutig“
- „ich bin unsicher“
- „ich bin wohlhabend“
- „ich bin verschuldet“
- …und alles andere Erdenkliche
kannst Du, und damit jeder Mensch, frei entscheiden, welche Identität Du in Dir als Bewusstsein erleben möchtest.
Deine Entscheidung gilt immer
Deine Entscheidung darüber, wer Du bist, lässt Dich immer eine zu Deiner Identität passende Realität erleben, sehen und wahrnehmen. Deshalb können zwei Menschen zusammen im Café sitzen, dieselbe Szene beobachten und dennoch völlig unterschiedliche Sichtweisen haben.
Zum Beispiel sehen sie eine Frau aus einem Porsche aussteigen.
- Die eine Person sagt: „Ich habe kein Geld, und sie ist so jung und fährt mit einem Porsche herum.“
- Die andere sagt: „Das Auto gehört bestimmt dem Mann. Sie hat sich an einen reichen, alten Mann verkauft. Für Geld machen Menschen alles.“
Alles, was sie sagen, basiert auf ihrer Identität beziehungsweise dem Seinszustand, in dem die beiden Personen jeweils verweilen. Passend dazu ist ihr Gedankengerüst.
Logischerweise hat ein Mensch, der sagt: „Ich bin jemand, der Reiche als das größte Problem ansieht“, andere Gedanken als jemand, der sagt: „Ich liebe Geld.“
Dadurch wird auch klar, warum Du Deine Gedanken weder verändern noch Dich zwingen musst, nur noch positiv zu denken. Deine Entscheidung darüber, wer Du bist, entfaltet von sich aus (ohne Dein Zutun) die zu dieser Identität passenden Gedanken.
Die meisten Menschen entscheiden sich unbewusst für einen Seinszustand, indem sie automatisch aus ihrer Standardeinstellung heraus die Entscheidung treffen, so zu denken wie immer.
Deshalb stellt sich immer wieder die Frage, ob wir manifestieren lernen müssen oder Bewusstheit darüber erlangen sollten, wie wir unsere Realität erschaffen.
Kurzum: Solange Du Dich von Deinen Gedanken führen lässt, die immer zu der gewählten Identität passen, statt bewusst zu entscheiden, wer Du sein möchtest, bist Du im Altbekannten gefangen.
So gelingt der Identity Shift ohne Stress
Vielleicht stellst Du Dir die Frage: „Warum überhaupt die Identität wechseln und das alles machen? Ist doch alles anstrengend.“
Obwohl Du mittlerweile weißt und in Dir spürst, dass ein Identitätswechsel nicht kompliziert ist und der Grund dafür offensichtlich ist, fühlst Du möglicherweise ein Unbehagen.
Das hängt damit zusammen, dass das Festhalten an einer unveränderbaren Identität im Sinne von „ich bin so und das war schon immer so“, verbunden mit einer pseudoobjektiven Realität als Erzählung, Sicherheit vermittelt.
Deshalb steht dieses Unbehagen für Unsicherheit und zeigt sich im Gedanken „warum überhaupt“ sowie im Gefühl „viel zu stressig“.
Bildlich gesprochen ist es so, als würdest Du die Sicherheitsbojen im Meer loslassen und Dich frei im Wasser bewegen.
Abgesehen davon, dass es mehr Spaß macht, als an den Sicherheitsbojen entlangzuschwimmen und sich an ihnen festzuklammern, ist Loslassen tatsächlich sicherer. Denn Selbstsicherheit übertrifft immer die äußere Sicherheit, weil diese unsicher und zerbrechlich ist.
Wer äußere Sicherheit gibt, kann sie auch nehmen. Selbstsicherheit gibst Du Dir selbst. Somit hast Du die Freiheit, Dir jederzeit so viel Selbstsicherheit zu geben, wie Du willst.
Genauso ist es mit Deiner Identität, die Du jederzeit neu wählen kannst. Zum Beispiel kannst Du entscheiden, dass Deine Selbstsicherheit so fest und unerschütterlich ist wie ein Eisberg.
- Du hast als Ursprung von allem in Deinem Leben sowieso uneingeschränkte Entscheidungsmacht und absolute Schöpfungskraft.
Schließlich bist Du die alleinige Autorität in Deinem Leben. Alles, was Du entscheidest, gilt, egal ob Du die Entscheidung bewusst oder unbewusst triffst.
Da Du immer Deine Realität erschaffst, Entscheidungen triffst und für Dein Leben verantwortlich bist, ist es nur klug, all dies bewusst zu machen. Dazu gehört auch, bewusste Identitätswechsel vorzunehmen.
Exakt das werden wir jetzt zusammen tun.
Innen wie außen.
Lebe innerlich, was Du im Außen erleben möchtest.
Welche Identität wählst Du?
Wenn Du Dich bereits mit Manifestation oder dem bewussten Kreieren Deiner eigenen Realität befasst hast, kennst Du diese Begriffe:
- Gott-Bewusstsein (God-Consciousness),
- Christusbewusstsein (Christ Consciousness),
- göttliches Bewusstsein (Divine Mind).
Auch wenn sie religiös oder christlich klingen, haben sie damit nicht direkt zu tun.
Denn im Zusammenhang mit dem bewussten Kreieren der eigenen Realität werden Gott-Bewusstsein und göttliches Bewusstsein als das Wissen darüber verstanden, dass Du der Ursprung von allem in Deinem Leben bist.
Anstelle von Schöpfer, König, Boss, Ursprung oder Autorität Deines Lebens kannst Du auch „Gott Deines Lebens“ sagen.
Denn es gibt keine externe Macht wie Gott, Universum, Teufel, Geistführer, Engel oder wen auch immer, die Einfluss auf Dich hat. Letztlich ist alles Deine eigene Wahrnehmung, Deutung, Interpretation und so weiter.
Schon Rumi sagte:
„Du bist der Spiegel Gottes, der in sich selbst Gott schaut.“
Mit dem Christusbewusstsein ist es ähnlich wie mit dem Buddha-Bewusstsein oder Krishna-Bewusstsein: Gemeint ist das, was mit diesen Menschen in Verbindung gebracht wird, beispielsweise Liebe, Mitgefühl und Einheit, erleuchtet sein und so weiter.
„Muss ich eine der obigen Identitäten wählen?“
Da es Personen gibt, die beim Identity Shift folgende Aufteilungen machen:
- Gott-Bewusstsein, Christusbewusstsein oder göttliches Bewusstsein
- menschliche Versionen, Rollen oder Charaktere
sind einige verwirrt.
Deswegen wissen sie nicht, was sie beim Identitätswechsel konkret entscheiden sollen:
- "Göttliches Bewusstsein"
oder
- „Ich bin wohlhabend, gesund, schön und geliebt“.
Wie alles andere in Deiner Realität bestimmst Du, was für Dich stimmig ist und welche Bedeutung die jeweiligen Begriffe für Dich haben. Deine Entscheidung gilt für Dein Leben.
Dennoch ist es so, dass Menschen, die diese pseudo-spirituelle Haltung einnehmen, einen riesengroßen Fehler machen. Damit zeigen sie, dass sie nicht bis zum Ende gedacht haben.
Anstatt dem spirituellen Fehlschluss zu folgen, logisch denken
Ich halte nichts von der Aufteilung in göttliches Bewusstsein und menschliche Rolle, da dabei automatisch eine Bewertung von vollkommen und unvollkommen, fehlerhaft mitschwingt.
Diese Sichtweise und Einteilung kommt bereits von einer menschlichen Version, die „Gott“, „Buddha“ oder „Jesus“ als gut und so weiter ansieht, die menschliche Rolle jedoch nicht.
Letztlich muss die Person „Gott“, „Buddha“ und Ähnliches kennen und mit ihnen etwas verbinden, das religiös angehaucht ist, um sie stellvertretend für Liebe, Mitgefühl und Vergleichbares anzusehen.
Durch diese Perspektive auf den Identitätswechsel ruhst Du nicht im Bewusstsein, das bewertungsfrei entscheidet, Erfahrungen macht und alles als wertvoll ansieht, weil alles in ihm existiert.
Im Grunde genommen sehe ich es wie Ramana Maharshi, der bewusst einen Großteil seines Lebens in der Stille verbracht hat:
„Stille ist die lauteste Lehre. Sie ist die vollkommenste Unterweisung.“
Denn Bewusstsein braucht keine Aussage über sich selbst. Es ist. Punkt.
Stelle Dir eine Leinwand vor, auf der die unterschiedlichen Filme ablaufen. Jegliche Gefühle, Geschichten, Charaktere und Umstände lässt die Leinwand kommen und gehen.
Sie kommentiert nicht. Sie deutet nicht. Sie interpretiert nicht. Sie hält nichts fest. So ähnlich ist das Bewusstsein, beziehungsweise bist Du, wenn Du als Bewusstsein schaust.
Gestalte mutig Deine Realität
In dem Augenblick, in dem wir reden und handeln, tun wir das stets aus einer menschlichen Rolle heraus, die auf einer Identität basiert und aus dieser ihre Meinung äußert.
Auch Mystiker wie Ramana Maharshi lebten aus einer menschlichen Rolle heraus: als Mystiker, spirituelle Lehrer. Dementsprechend aßen sie, kleideten sich, wohnten und erledigten alle Aufgaben des alltäglichen Lebens.
Folglich siehst Du als Bewusstsein die Welt immer aus einer menschlichen Rolle heraus. Deshalb ist es effektiver, auf die Frage „Wer bin ich?“ konkrete Antworten zu geben, wie
- „Ich bin gesund“,
als zu sagen:
- „Ich bin göttliches Bewusstsein“.
Schließlich steht „göttliches Bewusstsein“ und Co. ohnehin stellvertretend für die menschliche Rolle von „perfekt, geliebt, super“ und Ähnlichem. Demnach ist auch dies eine menschliche Rolle.
Mit anderen Worten: Sitzen im Bewusstsein bedeutet ohne Widerstand anzunehmen, dass beispielsweise Krankheit Teil des Bewusstseins ist, das in sich alles erfährt, weil es alles ist. Wer verändern will, ist nicht mehr im reinen Ruhen, sondern im bewussten Leben als Mensch.
Und so ein Mensch versteht Annehmen nicht als passives Hinnehmen, sondern als die Fähigkeit, glasklar zu entscheiden, was er erleben möchte, ohne sich selbst zu verleugnen.
Denn genau um diese bewussten Entscheidungen, die im Einklang mit unserer Wahrheit stehen, geht es in der physischen Welt. Nicht um Wellness-Spiritualität, bei der Menschen einen Retreat nach dem anderen machen und sich für wenige Tage wohlfühlen.
Doch trotz jahrelanger Beschäftigung mit Vergebung, Schattenarbeit, innerem Kind, Selbstliebe und so fort manifestieren sie weiterhin ein Leben, in dem sie im verhassten Job sitzen, in einer unglücklichen Ehe leben und finanzielle Probleme haben.
Da Du Deine Realität sicherlich bewusst und mutig erschaffen willst, entscheide ehrlich und souverän, was Du als Bewusstsein in der physischen Welt erfahren möchtest.
Du hast freie Schöpfungskraft und verfügst über uneingeschränkte Entscheidungsmacht. Demnach bist Du nicht dazu verdammt, einem spirituellen Konzept zu folgen, das Fassade ist statt logisch zu Ende gedacht.
Lass uns in diesem Sinne Deinen Identitätswechsel starten.
Mit einem Schritt Identität wechseln
Nachdem Du bis hierhin gelesen hast, weißt Du bestimmt, welcher Schritt für den bewussten Wechsel in Deine gewünschte Identität zentral ist.
- Genau: Deine eindeutige, selbstsichere Entscheidung, dass Du ABC bist.
„Allein meine Entscheidung soll reichen für den Identitätswechsel, sodass ich meinen Wunsch manifestiere“, denkst Du sicherlich.
Deine Überraschung verstehe ich sehr gut. Schließlich wird oft die Sichtweise verbreitet, dass wir unendlich viel tun müssen, um in der Wunschrealität anzukommen. Es wird so dargestellt, als sei es ein langer, steiniger Weg, den jeder gehen muss.
Wer will, kann einen mühevollen Werdungsprozess durchlaufen, um sich am Ende selbst die Erlaubnis zu geben, genau das zu tun, was er von Anfang an tun wollte. Anfangs war das jedoch nicht möglich, weil er die Annahme „es ist schwierig“ als objektive Wahrheit akzeptierte.
Warum reicht Deine Entscheidung für einen Identity Shift aus?
- Du bist der Ursprung von allem in Deinem Leben.
- Abgesehen von Dir hat niemand Einfluss auf Deine Realität.
- Die äußere Realität, die Du erlebst, ist Deine Energie, Dein innerer Zustand. Folglich gibt es nichts im Außen, das Dir Deinen Wunsch verneint oder sich gegen Dich stemmt.
- Du hast freie Schöpfungs- und Entscheidungsmacht.
- Als multidimensionales Wesen lebst Du in Paralleluniversen oder multiplen Realitäten, wie es in der modernen Physik diskutiert wird. (Wir Menschen sind stets sowohl auf der physischen Ebene als auch auf der mentalen und energetischen Ebene unterwegs.)
- Als Bewusstsein existiert alles in Dir. Somit bist Du von keiner Identität, keinem Wunsch und keiner Realität getrennt. Du hast energetisch simultan Zugriff auf alles.
- Lineare Zeit ist ein Konzept der physischen Welt und spielt für das Bewusstsein auf energetischer Ebene keine Rolle. Demnach gibt es immer nur das JETZT, und alles findet im ewigen Jetzt statt.
Wenn Du diese Punkte nacheinander durchgehst, wird Dir sofort klar, dass Du immer entscheidest. Es ist unmöglich, dass etwas anderes Dein Leben bestimmt. Nur Deine Entscheidung kreiert Deine Realität.
Auch Aussagen wie:
- „Die Psychologin hat gesagt…“
- „Der Astrologe meinte…“
- „Die meisten Wissenschaftler haben festgestellt…“
ändern nichts daran, dass Du entscheidest.
Schließlich entscheidest Du als Ursprung von allem in Deinem Leben, ob Du den Aussagen anderer Glauben schenkst oder nicht. Die Annahmen anderer sind nicht automatisch Deine und das gilt vollkommen unabhängig von ihren Titeln.
Du triffst immer eine Entscheidung, und das Ergebnis dieser Entscheidung lebst Du.
Ich gebe dir zu dem vorherigen Abschnitt ein Beispiel aus dem Mentoring
Eine Person hatte den Wunsch, sich lebendig zu erleben und ein fröhliches Leben zu führen, anstelle von Routine und Eintönigkeit.
Anfangs sagte sie über sich: „Ich bin jemand, der ohne einen Plan zu haben, nicht losgehen kann.“
Dabei meinte sie mit „Plan haben“, dass sie genau wusste, welche Schritte aufeinander folgen. Dadurch beschränkte sie sich auf das, was sie mit ihren fünf Sinnen wahrnehmen konnte, und reduzierte sich als multidimensionales Wesen ausschließlich auf die physische Ebene.
Diese Haltung basierte auf Gedanken wie: „Was ich nicht sehe, glaube ich nicht“ oder „Ohne Beweise glaube ich es nicht“. Solange sie diese Denkweise beibehielt, manifestierte sie immer wieder das Altbekannte.
Wer in seiner gewohnten Identität verharrt, erlebt nur das, was zu dieser Identität passt. Das „Ich mache ohne Plan nichts“ spiegelte sich in einer routinierten, bekannten und eintönigen Realität wider.
Solange Du in einem veganen Restaurant bist, bekommst Du kein Rindersteak. Willst Du etwas anderes, beginnst Du nicht, das Restaurant zu verändern, sondern wechselst in eines, in dem Du Deinen Wunsch verwirklichen kannst.
Genauso funktioniert es mit Deinem Leben und Deinen Entscheidungen. Jede Entscheidung für eine Identität entfaltet eine passende Realität, die feststeht, wie die Essensrichtung im Restaurant.
Deshalb kannst Du an dieser Realität, die wie ein fertig geschriebenes Skript für einen Charakter in einem Film ist, nichts ändern. Du kannst jedoch die Identität wechseln, so wie Du das Restaurant wechseln kannst.
Daher veränderte sich das Leben der Person im Mentoring erst, als sie ihre Identität von „Ich mache ohne Plan nichts“ zu „Als Boss meines Lebens habe ich immer einen Plan, weil ich alles selbst festlege“ wechselte.
Dieser Identitätswechsel ist eine bewusste Entscheidung. Genau diese Entscheidung formt Dein Leben.
Trotz Identitätswechsel ist keine Veränderung zu sehen
- Du hast nicht versucht, Dich reich zu fühlen.
- Nicht versucht, mutig zu sein.
- Nicht gehofft, nicht gewünscht, nicht ausprobiert, nicht gebetet, dass plötzlich Millionen auf Deinem Konto sind oder Deine große Liebe Dir endlich einen Heiratsantrag macht.
Richtig?
Als die einzige Autorität Deines Lebens hast Du kraftvolle, entschlossene Entscheidungen getroffen. Trotzdem siehst Du in Deiner Realität keine Veränderung und denkst: „Manifestieren funktioniert bei mir nicht.“
Wenn all das auf Dich zutrifft und Du traurig darüber bist, dass Du Deine Wünsche noch nicht verwirklicht hast, verstehe ich das extrem gut. Damit wir diese Situation ändern und Du in Deine Lieblingsrealität wechselst, beantworte diese Frage:
- Schaust Du immer aus dem Fenster oder in den Keller, um Dir selbst zu bestätigen oder zu beweisen, dass Du ein Fahrrad hast?
Nein, das machst Du ganz sicher nicht.
- Stelle Dir vor, Du hättest in Deinem Garten einen Swimmingpool. Würdest Du mehrmals am Tag zu dem Pool gehen, nur um mit dem Wissen „Ich habe einen Pool im Garten“ wieder ins Haus zu gehen?
Auch das tust Du nicht.
Denn wenn Du etwas weißt, brauchst Du nicht zu hoffen, zu wünschen, auszuprobieren oder zu versuchen, von einem Menschen oder Deiner Außenwelt (also Deiner Reflexion) die Bestätigung zu bekommen, dass Du es weißt.
Nachdem Du als Ursprung von allem in Deinem Leben eine bewusste, kraftvolle Entscheidung getroffen hast, dass Du bist, wer Du sein möchtest, ist es so. Das gilt unabhängig davon, wie Deine Umstände sind.
Denn alles andere ist keine klare Entscheidung, sondern ein Suchen in der physischen Welt nach greifbaren, sichtbaren Beweisen.
- Dann bist Du in der Haltung: „Wenn ich es sehe, glaube ich es.“
- Doch Deine Realität kreierst Du bewusst nach dem Satz: „Erst bist Du, dann siehst Du.“
„Das klingt nach einem Hütchenspieler-Trick. Ich mache den Identitätswechsel doch nur, um meine Wünsche sichtbar und greifbar zu haben.“
Was Du nicht bist, kannst Du nicht sehen
Es geht nicht darum, eine Entscheidung zu treffen wie: „Ich bin reich“ und sich das vorzustellen, während in der äußeren Realität kaum Geld vorhanden ist.
Genauso wie „kaum Geld haben“ oder „verschuldet sein“ nicht vom Himmel fällt, ist es mit „genug Geld haben“ oder „ich schwimme in Geld“.
Wenn Du nicht bist, wer Du sein willst, sondern glaubst es zu werden, wenn Du XYZ hast, kreierst Du nicht die Umstände, die Du möchtest. Erinnerst Du Dich an das Beispiel mit der Stern-Keksausstechform, die niemals einen Weihnachtsmann im Teig ausdrückt?
Folglich kann jemand, der sagt „Ich bin verschuldet“, keine Erfahrungen kreieren, die eine Person lebt, die sagt „Ich bin wohlhabend“.
Deshalb bestimmst Du komplett frei und losgelöst von Deiner Lebenssituation, wer Du bist. Ansonsten erschaffst Du fortlaufend das, was Du nicht willst, in der Hoffnung, es möge sich irgendwie von Zauberhand verändern. Dabei bist Du selbst der Zauberstab, aus dem alles in Deiner Realität erwächst.
Letztlich liegt es auf der Hand, wer Du sein möchtest: das Gegenteil von dem, was Dich derzeit nervt, stört, missfällt und unglücklich macht.
Falls Du krank bist, ist Dein Wunsch logischerweise, „gesund sein“. Das gilt für alle Themen. Somit geht es immer darum, einen Seinszustand einzunehmen, der konträr zum aktuellen ist. So kannst Du Deinen Wunsch manifestieren. Schließlich ist Dein aktuelles Leben auch das Ergebnis Deiner Identität.
Das, was Du für wahr hältst, wird zu Deiner Realität.
Wähle bewusst, was Du bestätigt sehen willst.
Erst bist Du, dann siehst Du
Anders, als gewöhnlicherweise gedacht wird, kreieren wir alle unsere Realität nach
- „sein, machen, haben“
und nicht nach „machen, haben, sein“.
Daher ist es klug, die Identität, die Du sein möchtest, zu sein und aus ihr heraus zu leben. Und wie Du mittlerweile weißt, bist Du als Bewusstsein sowieso alle Identitäten und Realitäten, weil Du alles bist, was ist.
Vielmehr geht es an diesem Punkt des Identity Shift darum, Deine Aufmerksamkeit bewusst auf den Seinszustand zu richten, den Du in Deiner äußeren Realität zum Ausdruck bringen willst.
Stelle Dir vor, Du gehst mit einer Taschenlampe durch einen dunklen Raum. Da alles dunkel ist, kannst Du nichts sehen. Nur das, was Du mit Deiner Taschenlampe beleuchtest, siehst Du. Alles andere bleibt für Dich im Dunkeln, obwohl es vorhanden ist.
- Genau das machst Du mit Deiner Aufmerksamkeit: Worauf Du sie richtest, beleuchtest Du für Dich.
Wenn eine Person in ihrer äußeren Realität krank ist und sich nun entscheidet: „Ich bin gesund“, zieht sie der Identität „Ich bin krank“ die Aufmerksamkeit ab und richtet sie auf „Ich bin gesund“.
Dadurch nimmt sie an sich selbst und in ihrem Umfeld vermehrt „Gesundheit“ wahr. Und das, was Du mit Deiner Aufmerksamkeit nährst, wächst.
Wer entscheidest Du zu sein?
„Aber was ist, wenn die Person Schmerzen hat oder es ihr schlecht geht? Dann kann sie doch nicht behaupten, sie wäre gesund? Das ist doch, sich selbst zu belügen und sich irgendetwas einzubilden, was nicht ist“, sagt vermutlich eine Stimme in Dir.
Diese Gedanken verstehe ich sehr gut, da ich aufgrund einer als chronisch geltenden, schmerzhaften Krankheit (Endometriose) in der Situation war, „Ich bin gesund“ zu sagen, obwohl ich Schmerzen hatte.
Deine Realität bewusst zu kreieren hat nichts mit Selbstbelügen oder Einbilden zu tun. Es geht um klare, entschlossene Entscheidungen, die Du als Ursprung von allem in Deinem Leben triffst.
Zudem ist es generell so (auch bei Schmerzen), dass alles, worauf Du Dich konzentrierst, Du intensiver wahrnimmst.
Weder die Krankheit noch der Schmerz verschwinden aus Deiner Realität, wenn Du Dich auf Folgendes konzentrierst:
- „Ich bin krank“
- „Ich habe solche Schmerzen“
- „Warum muss ich leiden?“
Wenn Du sagst: „Ich liebe Schokolade. Ich liebe Schokolade. Ich liebe Schokolade…“, hast Du nicht auf einmal Appetit auf Mandeln, richtig? Genauso wirkt Deine Aufmerksamkeit: Sie nährt das, worauf Du sie richtest.
Außerdem hast nicht Du als Bewusstsein Schmerzen, Schulden oder Ähnliches, sondern die menschliche Rolle, die sich in Dir ausdrückt. Du kannst Dich jederzeit bewusst für einen neuen Charakter entscheiden, zum Beispiel: „Ich bin gesund“.
„Allein der Identitätswechsel manifestiert doch nichts Materielles.“
Der Gedanke, dass die Entscheidung „Ich bin reich“ nicht sofort Millionen auf dem Konto manifestiert, kommt häufig auf.
Bezogen auf einen Menschen entsteht dann der Gedanke im Sinne von: „In dem Augenblick, in dem ich entscheide, dass ich in einer glücklichen Beziehung bin, ist das doch nicht automatisch der Fall.“
Solche Gedankengänge sind nachvollziehbar. Denn unser Fokus ist aufgrund unserer Prägung schnell auf das Sichtbare und Greifbare gerichtet, also auf das Haben.
Dabei vergessen wir den Kern des bewussten Kreierens der eigenen Realität.
- Dein Sein manifestiert das Greifbare.
Deshalb heißt es: Sein, Machen und Haben.
Deswegen ist der Identitätswechsel zentral, um Deine Lieblingsrealität zum Ausdruck zu bringen. Schließlich steht Deine Identität für das Sein.
Wenn Du beim Identitätswechsel entscheidest: „Ich bin reich“, bist Du es. Unabhängig davon, ob Du einen Euro oder Milliarden auf dem Konto hast.
Demnach geht es bei „Ich bin reich“ nicht darum, die Summe X zu haben oder drei Villen und Ähnliches. Dein Sein steht im Fokus.
- Was konkret heißt für Dich „reich sein“?
- Wer bist Du, wenn Du reich bist?
- Wie fühlst Du Dich als reiche Person?
- Welche Sichtweisen hast Du zu „Geld“, „reichen Menschen“ und „Arbeit“, jetzt, wo Du reich bist?
- Welche Gedanken hast Du, wenn Du Geld ausgibst oder eine Rechnung bekommst, und wie fühlst Du Dich in solchen Situationen (jetzt, wo Du reich bist)?
Anhand dieser Fragen merkst Du, worum es geht.
Du lernst Dich als die Identität kennen, die Du in Deiner äußeren Realität zum Ausdruck bringen willst, und gehst ganz natürlich in ihren Schuhen durch Deinen Alltag.
Somit ist Deine entschlossene Entscheidung für den Identitätswechsel beziehungsweise für die Identität XYZ der Beginn des Lebens als diese menschliche Version.
- Schenke Dir selbst die Freiheit, zu sein, wer Du sein möchtest. Konsequent und JETZT.
Dann kann es gar nicht anders sein, als dass Du die Identität, die Du innerlich lebst, auch in Deiner Außenwelt zum Ausdruck bringst.
Ich wünsche Dir viel Freude. Wenn Du gerne meine Unterstützung haben möchtest, können wir im Mentoring zusammenarbeiten. Und nicht vergessen: Mach Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.
Deine Victoria
Ein Hoch auf die Freiheit
PS: Bist Du Lehrer und suchst nach einer erfüllenden Alternative zum Schulalltag oder kennst Du jemanden, der genau das braucht? Mein Buch Tschüss Schule - Hallo Freiheit zeigt Dir den Weg in ein neues Berufsleben.
Du willst Deine Wunschrealität manifestieren?
Direkt. Klar. Ohne Kompromisse.
Genau das setzen wir im Mentoring um.
Ich freue mich auf Dich.
