August 26, 2017
Fermentation

Diese Aufforderung ist ernst gemeint. Lebende Bakterien zu essen ist ein Trend, obwohl wir seit Jahrhunderten durch die Methode der Haltbarmachung von bestimmten Lebensmitteln lebende Bakterien zu uns nehmen. Durch die Einführung des Tiefgefrierens und Hitzekonservierens ist jedoch diese Bakterienversorgung verlorengegangen. Weißt du von welcher Methode ich rede? Sauerkraut – es geht um die Fermentation.

Fermentierte Nahrungsmittel, sind das beste, was du für dein Mikrobiom tun kannst. Du versorgst damit deine Darmbakterien mit lebenden Bakterien (Probiotikum) und präbiotischen Faserstoffen. Präbiotika bezeichnet die Nahrung, die Bakterienstämme für ein gesundes Leben benötigen. Ballaststoffe sind zum Beispiel Präbiotika. Dein Ziel sollte es sein fermentierte Nahrungsmittel jeden Tag auf den Speiseplan zu setzen. So kannst du deinen Darm mit lebenden Bakterien versorgen. Lies auch diesen Beitrag „Ist die Darmflora gesund – wie du sie mit der richtigen Ernährung auf Vordermann bringst“ welche Rolle Bakterien für unsere Gesundheit spielen.

Fermentation unterstütz dein Mikroben-Team

Deine Ernährung wirkt sich auf die Vermehrung deiner Mikroorganismen aus. Erreicht dein Essen die Verdauungsorgane, beginnen die Bakterien, die für die Verdauung deines Essens benötigt werden, sich zu vermehren. Isst du Zucker, dann vermehren sich zuckerverdauende und bei Fett fettverdauende Bakterien usw. Je vielseitiger dein Mikroben-Team aufgestellt ist, desto flexibler und verträglicher reagierst du auf Speisen. Isst vielseitig, damit deine Bakteriengesellschaft nicht verarmt.

Fermentierte Lebensmittel zu essen, ist eine gute Möglichkeit dein Mikroben-Team vielseitig auszustellen. Fermentation leitet sich vom Lateinischen „fermentum“ ab und heißt so viel wie Gärung. Mikroorganismen vergären unter Ausschluss von Luft pflanzliche und tierische Rohstoffe zu etwas Neuem. Aus Weißkohl wird Sauerkraut, aus Trauben wird Wein, aus Fleisch wird Salami. Gelangen Mikroorganismen aus der Luft ins Gärgut, spricht man von wilder Fermentation. Setzt man dem Gärgut absichtlich Hefe, Bakterien oder Schimmelpilze zu, dann handelte es sich um einer kultivierte Fermentation.

Für die Fermentation gibt es unterschiedliche Gründe

Der wichtigste Grund für die Fermentation ist die Haltbarmachung von Lebensmitteln. Käse, Joghurt und Kefir kannst du zum Beispiel länger halten als Rohmilch. Außerdem werden durch die Fermentation einige Nährstoffe bekömmlicher. Verträgst du Laktose nicht, dann kannst du Hartkäse und Joghurt essen. Milchsäurebakterien bauen im Zuge der Joghurt- oder Käsereifung die Laktose ab. Zudem entstehen interessante Aromen und Geschmacksrichtungen. Weißkohl weißt als Sauerkraut auf einmal intensivere und vielfältigere Geschmacksrichtungen auf.

Probiere mal ein Kimchi Rezept aus. Mit Kimchi bezeichnet man in Korea jedes Gemüse, das durch Milchsäuregärung zubereitet wird. Traditionell wird Spitzkohl genommen. Es ist das Pendant zu Sauerkraut.

Wie wäre es mit Kombucha? Ein fermentiertes Teegetränk, das derzeit der absolute Renner ist. Fairment stellt verschiede Kombucha-Drinks her: https://fairment.de/. Carpe Diem tourt mit seinem Truck durch Hamburg, Berlin und Wien und will die Menschen auf den Geschmack bringen: http://www.carpediem.com/de.

Obacht beim Kauf dieser Getränke! Der Zuckergehalt des Getränks hängt von der Gärzeit ab. Die Bakterien- und Hefestämme vergären den Zucker und je länger sie fermentieren, desto weniger Zucker ist in dem Getränk.

Am besten du fermentiertes zu Hause in deiner Küche dein Lieblingsgemüse. Das Buch von Claudia Lorenz-Ladener „Milchsauer eingelegt“ kann ich dir als einstieg empfehlen.

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

  1. Danke für diesen schönen Beitrag. Ich habe dieses Jahr verschiedene Krankheiten hinter mir und nach zweimal Antibiotika sind meine Darmbakterien wahrscheinlich ziemlich geschwächt, daher tolle Tipps! Noch ein paar Fragen: Wenn ich Sauerkraut und fermentierte Gurken essen will, wo bekomme ich da her und worauf muss ich achten? Oder kann man das dann nur selbst machen? Und gibt es auch Kombucha ohne Zucker? Danke!

    1. Hallo liebe Hanna, du kannst fermentiertes Gemüse auf dem Wochenmarkt kaufen oder du fermentierst selber dein Gemüse. Fermentieren ist nicht schwierig. Für die Herstellung von Kombucha braucht man Zucker. Die Bakterien- und Hefestämme (Kombucha-Pilz) vergärt den Zucker. Damit das fertige Getränk möglichst wenig Zucker enthält, sollte der Kombucha lange fermentieren (mehr als 10 Tage). Am besten ist es du stellst selber deinen Kombucha her:) Es gibt viele Video Anleitungen dazu und Fairment verkauft einen Kombucha Komplett-Set für Einsteiger. Solltest du noch Fragen haben, dann schreibe mir:).

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