Ein Grundschullehrer schreibt über seine Arbeit
Diese Zeilen stammen von einer Lehrkraft, die über die Seite „Deine Stimme“ anonym ihre Stimme zum Ausdruck bringt. Wenn auch Du Deine Meinung, Deine Geschichte, Deine Gedanken zum Lehrerberuf anonym mit uns teilen willst, tue dies auf dieser Seite: Deine Stimme. 

Hallo 🙂
Was mich sehr stört ist, dass man immer funktionieren muss. Diese Routine stört mich sehr, ich kann nicht flexibel sein in diesem Beruf. Auch kann man als GrundschullehrerIn aufgrund der Vorschriften und Regeln kaum kreativ sein, durch die Vorgaben ist man eingeschränkt. Als Selbstständige/r kannst du alles so machen wie du willst, du kannst kreativ sein und deine Gedanken in der Realität ausleben. Was mich auch noch sehr stört, ist, dass man als LeherIn keine Aufstiegsmöglichkeiten hat. Es ist egal, wie gut/schlecht du in diesem Beruf bist, du bekommst ein fixes Gehalt und es wird nicht beeinflusst. Und ich komme mir so vor, als ob ich im System, das mir ganz und gar nicht gefällt, feststecken würde und ich als Lehrerin auch noch dieses System unterstützen würde durch die Arbeit darin. Ich weiß dass ich keine Staatsdienerin mehr sein möchte, denn ich bin unglücklich als Lehrerin. Die so seh gefeierten Ferien bringen da auch nichts wenn man in diesem Beruf unglücklich ist. Es hat mich sehr viel Mut gekostet diesen Beruf aufzugeben, da ich Kinder sehr liebe aber als Lehrerin geht es nicht darum, sie zu lieben oder sie glücklich zu machen, sondern sie werden in ihren jungen Jahren geformt, damit sie in das System hineinpassen. Sowas unterstütze ich nicht und deshalb kann ich heute zufreiden sagen, dass ich keine Lehrerin mehr werden möchte.
Einige andere Sachen, die mich auch sehr stören sind:
-Alle Schulen sehen aus wie Krankenhäuser, die Atmosphäre gefällte mir ganz und gar nicht (erinnerst mich an das System)
-Man muss sich an die Kollegen/Kolleginnen, an die Eltern, an die Direktorin etc anpassen, ich komme mir so vor, als ob ich nur für sie leben würde. So als ob ich dafür leben würde, um andere zufrieden und glücklich zu machen. Ich muss mich quasi ändern um hineinzupassen.
-Die Routine. Jeden Tag um 6 Uhr auszustehen, macht mir keinen Spaß und ich denke schon gar nicht mit 50/60 Jahren.
-Ich möchte nicht ein fixes Gehalt bekommen. Je nachdem ob ich mich anstrenge in meinem Beruf, oder nicht, möchte ich dass sich mein Gehalt mir anpasst. Das fixe Gehalt gibt zwar einem Sicherheit, aber das hat auch seine Folen. Man wird faul und das Leben wird langweilig.
Das waren meine Gründe warum ich keine Lehrerin mehr sein möchte 🙂 Ich liebe es die Kinder glücklich zu sehen aber in diesem Beruf geht es ja gar nicht mehr darum..

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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