Die Meinung anderer ist Deine Meinung

August 26, 2026
Meinung anderer ist Deine Meinung Wunsch manifestieren Realität erschaffen

Wir wissen, dass es uns egal sein sollte, aber die Meinung anderer ist uns nicht egal, richtig?

Dabei können diese „anderen“ Deine Freunde, Familienangehörige, Nachbarn oder Fremde sein.

Ja, auch die Meinung von Fremden kann Dich dazu bewegen, etwas nicht zu tun, wie ein bestimmtes Kleidungsstück nicht anzuziehen oder es nur in einer Kombination zu tragen, von der Du ausgehst, dass die anderen sie gut finden.

Da sind wir beim Kernpunkt angekommen. Hast Du es gemerkt?

Genau, es ist dieser Satz:

  • „Wovon Du ausgehst, dass es die Meinung der anderen ist.“

Ist die Meinung der anderen tatsächlich ihre Meinung?

Oder vielleicht nur das, was Du glaubst, dass sie denken?

Auch wenn das anfangs eventuell wie eine sprachliche Feinheit erscheint, ist sie das nicht.

Denkst Du diese Aussage logisch zu Ende, kommst Du zu dem Ergebnis:

  • In Deiner Realität gibt es nur Dich.
  • Niemand in Deiner Realität hat einen freien Willen.

Das erscheint Dir zu weit hergeholt oder zu radikal?

Verstehe ich gut. Deshalb lass uns das zusammen im Detail anschauen.

Existiert in Deiner Realität die Meinung anderer oder nur Deine?  

„Natürlich haben die Menschen um mich herum eine Meinung und sogar ihre eigene. Ich zwinge sie doch nicht dazu, das zu denken, was ich denke. Ich bin tolerant und jeder hat die Freiheit zu denken, was er will“, sagt sicherlich eine Stimme in Dir.

Zumindest ist es das, was ich stets höre, wenn es um die Meinung anderer Menschen geht. Jedoch wird dabei eine gut gemeinte oder moralische Haltung mit der Logik verwechselt.

Diese Verwechslung passiert unwillentlich und ist nachvollziehbar, weil sie auf einem Fundament baut, das bereits eine Illusion ist.

Nämlich: Es gibt eine von Dir getrennte, objektive Außenwelt mit allgemeingültigen Regeln.

Bevor wir uns diese trügerische Erzählung von einer objektiven Realität anschauen, beantworte diese Frage:

Woher weißt Du, was die Meinung anderer ist?

Du kannst für „die anderen“ eine spezifische Person nehmen, wie Deine Mutter, oder eine Gruppe von Menschen, wie beispielsweise Ärztinnen, Landwirte oder Floristen.

Deine Antwort auf diese Frage ist eine Mischung aus persönlicher Erfahrung, Gehörtem, Gelesenem oder etwas, das Du erzählt bekommen hast.

Vollkommen unabhängig davon, ob:

  • Du Millionen Mal dasselbe mit der Person erlebt hast,
  • unzählige andere Menschen eine identische Meinung zu der Person haben wie Du oder
  • es um wissenschaftliche Studien geht,

stelle Dir nun diese Frage:

Weshalb hast Du genau diese Erfahrung gemacht oder dies und jenes gelesen, gehört und nicht etwas anderes?

„Weil meine Mutter nun mal so ist.“

„Ärztinnen sind immer so.“

„Männer sind so, da kann man nichts machen, und Frauen sind nun mal anders.“

Auch wenn Du das nicht genau so formulierst, ist klar, worum es geht, richtig?

Du gehst, wie die meisten Menschen, von einer objektiven, von Dir getrennten äußeren Realität aus.

Somit nimmst Du an, dass Du objektiv etwas erfahren, gelesen oder gehört hast und davon berichtest, wenn Du über Deine Mutter oder wen auch immer sprichst.

Jedoch hast Du sicherlich schon diese Erfahrung gemacht:

  • Du sprichst mit einem Kollegen über eine Kollegin und er hat eine komplett andere Sicht auf diese Person als Du.

Das Gleiche gilt für ein Thema wie zum Beispiel Essen:

Eine Person erzählt, wie gesund, fit und großartig sie sich nun fühlt, seitdem sie nur Rohkost isst, und eine andere macht es ihr nach und landet aufgrund dieser Ernährungsweise im Krankenhaus.

Wieso kommt es bei ein und derselben Person oder bei demselben Thema zu diesen unterschiedlichen, konträren Meinungen und Erfahrungen?

„Weil jeder anders ist“, antwortest Du automatisch.

Ja. Deshalb schaut jeder aus seinem Seinszustand, seiner Identität oder seiner Selbstbeschreibung heraus auf den anderen und manifestiert die Erfahrung, die zu diesem Seinszustand passt.

Du siehst nicht den anderen, sondern Dich 

Je nachdem, wie Du Dich siehst, deutest, bewertest und interpretierst Du die Aussage, Mimik und Verhaltensweise Deines Gegenübers.

Zum Beispiel denkt eine Person: „Ich bin hässlich“.

Eine andere Person denkt: „Ich bin schön.“

Wie werden sie wohl den Blick eines Menschen bewerten?

Logischerweise werden sie automatisch aus ihrem Seinszustand heraus den Blick, die Mimik und die Körperhaltung des anderen interpretieren. 

Somit wird die eine Person so etwas denken wie:

„Dieser Mensch schaut mich an, weil ich hässlich bin und einen dicken Pickel auf der Nase habe“.

Die andere Person denkt:

„Schon wieder jemand, der mich anschaut, weil ich schön bin.“

Das Gleiche gilt zum Beispiel für Gedanken wie:

„Die Bankberaterin gibt mir niemals einen Kredit, weil sie denkt, dass ich zu wenig verdiene.“

„Ich bekomme den Job bestimmt nicht, weil die Leute dort denken, ich hätte meinen sicheren Job gekündigt, weil ich schlecht war.“

„Die Liebe meines Lebens finde ich in diesem Leben wohl nicht mehr, da mich alle für zu alt halten.“

Was ist mit objektiven Fakten?

Auch wenn Du denkst, von objektiven Fakten zu sprechen, tust Du das nicht, weil es keine vollständig objektiven Fakten gibt.

Schließlich kann kein Mensch, auch kein Wissenschaftler, aus seiner Selbstbeschreibung und somit aus seiner Wahrnehmung und Deutung hinaustreten.

Kein Mensch hat Zugang zu einer vollständig objektiven Welt.

Demnach siehst und beschreibst Du zu keinem Zeitpunkt einen anderen Menschen objektiv.

Deshalb geht es zu keinem Zeitpunkt um eine „richtige“ oder „falsche“ Beschreibung eines Menschen oder Sachverhaltes.

Deine Beschreibung des anderen gibt stets Deine Sicht auf Dich und den anderen wieder.

Wie sollte es auch anders sein?

Wenn Du davon überzeugt bist, die besten Eltern zu haben, wirst Du das, was Deine Eltern machen und sagen, entsprechend Deiner Sichtweise deuten und interpretieren.

Folglich kann der andere Mensch nur Deine Überzeugungen widerspiegeln, weil Du in Deiner Realität deutest, bewertest und interpretierst.

Kurzum: Der andere Mensch hat immer die Meinung, von der Du überzeugt bist, dass er sie hat. Er erfüllt immer Deine Erwartungen, sodass Du sagen kannst:

„Wusste ich doch, dass es so kommt.“

Somit gibt Dir Dein Gegenüber immer das, von dem Du erwartest, dass er es Dir gibt. Damit lässt er Dich nicht im Stich und ermöglicht es Dir, Deine Entscheidungen und das, was Du für wahr hältst, zu erleben.

Wenn Du die Natur der Realität verstehst, ist das für Dich glasklar, und Du kannst gelassen Deine Wünsche manifestieren.

Dadurch ist auch deutlich geworden, warum die Menschen um Dich keinen freien Willen haben, richtig?

Um das glasklar zu machen, lass uns das zusammen durchgehen.

Kein Mensch in Deiner Realität hat einen freien Willen

Anfangs klingt dieser Satz sehr hart, absolut und zum Teil schräg. Denn jeder kann doch denken, was er will.

Immerhin kannst weder Du noch ich oder sonst jemand in den Kopf des anderen schauen, um ihn zu einer bestimmten Denkweise zu bringen oder ihn zu zwingen, so oder so zu denken.

Wieso sollte dann Dein Gegenüber keinen freien Willen haben?

Ja, Dein Gegenüber kann, wie jeder Mensch, denken, was er will.

Du kannst nicht bestimmen, was in seinem Kopf geschieht. Aber darum geht es auch nicht.

Der zentrale Punkt ist:

In Deiner Realität nimmst Du Deine Sichtweise auf den anderen, auf Dich und auf eure Beziehung wahr.

Aus dieser Sichtweise heraus gibst Du ihm und Dir eine bestimmte Rolle.

Das gilt selbstverständlich nicht nur für Dich, sondern für jeden Menschen. Denn kein Mensch hat Zugang zu einer objektiven Welt oder zur objektiven Wahrnehmung eines anderen Menschen.

Deshalb tauchen in Dir, sobald Du einen Namen hörst, den Du kennst, bestimmte Worte und Bilder in Deinem Kopf auf. Damit gibst Du dem anderen und Dir in eurer zwischenmenschlichen Beziehung eine Rolle.

Das trifft auch auf Menschen zu, die Du nicht persönlich kennst, oder auf Themen.

Wenn Du Michael Jackson hörst, den Du höchstwahrscheinlich nicht persönlich kennst, hast Du dennoch sofort bestimmte Bilder und Worte im Kopf.

Genauso ist es mit „Wirtschaft“, „Sport“, „Theater“ oder anderen Themen des Lebens. Da tauchen ebenfalls spezifische Worte und Bilder in Dir auf.

Zum Beispiel denkt eine Person bei „Papa“ an:

„Er braucht Hilfe.“

„Er hat keine Freunde.“

„Er ist unsympathisch.“

„Er ist depressiv.“

„Er saugt einem die Lebensfreude aus den Adern.“

Welche Rolle hat nun der Vater und welche Rolle hat die Person in dieser Beziehung?

  • Die Person ist genervt, fühlt sich jedoch gezwungen, mit dem Vater Zeit zu verbringen oder sich um ihn zu kümmern.
  • Der Vater ist in ihrer Wahrnehmung der unsympathische Energievampir, der Hilfe braucht und keine Freunde hat.

Wie kann der Vater in dieser Beziehung aus dieser Rolle herauskommen, wenn die Person daran festhält, dass er unsympathisch ist, keine Freunde hat und Hilfe braucht?

Im Grunde genommen kann der Vater aus dieser Rolle in der Realität dieser Person nicht herauskommen, solange die Person sich und ihn weiterhin so beschreibt.

Denn solange sie davon überzeugt ist, dass sie sich um ihn kümmern muss und dass er ihr Energie raubt, wird sie ihn entsprechend wahrnehmen und genau diese Erfahrung mit ihm machen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Vater generell so ist oder von allen Menschen in dieser Form gesehen wird.

Nein. Nur diese Person sieht den Vater als jemanden, der ein Energieräuber ist und so weiter.

Schließlich sieht diese Person aus ihrem Seinszustand heraus und nimmt den Vater, alle anderen Menschen und die äußere Realität aus diesem Zustand heraus wahr.

Dieser Seinszustand kann wie folgt sein:

Ich bin jemand, der hilfsbereit ist, immer an andere denkt und viel zu nett ist. Ich habe einen Vater, der unsympathisch ist, deshalb keine Freude hat und mir jegliche Energie raubt.

Wenn diese Person nun mit anderen über den Vater spricht und diese Ähnliches über den Vater sagen wie sie, beweist das nicht, dass der Vater objektiv so ist.

Es zeigt nur, dass auch die Aussagen anderer Menschen von ihr aus der Perspektive „Mein Vater ist ein Energieräuber und Co.“ wahrgenommen beziehungsweise gefiltert werden.

Deine äußere Realität, zu der natürlich auch andere Menschen gehören, spiegelt Deinen Seinszustand wider.

Somit bekommst Du immer ein JA, weil ein Spiegel nun einmal nichts anderes macht, als Dir JA zu sagen.

Wenn Du recht haben willst, bekommst Du immer recht.

Genau dieses Wissen darüber, dass Du keiner von Dir getrennten Realität begegnest oder in einer objektiven, fertigen oder festgelegten Realität lebst, ermöglicht es Dir, Deine gewünschte Realität zu erschaffen.

Dieses Verständnis führt dazu, dass Du Dich weder der Meinung anderer noch irgendwelchen Lebensumständen ohnmächtig fühlst. Du nimmst Deinen Platz als Autorität Deiner Realität ein und es kommt auch nicht mehr zu dem Gedanken: „Manifestieren funktioniert nicht.“

Kannst Du die Menschen um Dich so erschaffen, wie Du sie willst?

Nachdem, was Du gelesen hast, tauchen viele Fragen auf, wie die obige oder: „Bin ich verantwortlich für die Meinung und das Verhalten des anderen?“

Vielleicht denkst Du auch, dass Du womöglich die Schuld daran trägst, falsch, schlecht oder respektlos behandelt worden zu sein.

All diese Fragen sind verständlich und zeigen Dir, dass Du nicht Deine Gedanken, Dein Körper oder Deine Vergangenheit bist, sondern das reine Bewusstsein, in dem alles erscheint.

Dadurch erkennst Du, dass Du nicht alle Verhaltensweisen und Erfahrungen persönlich nehmen brauchst.

Jedoch ist es zielführend, um friedliche und harmonische zwischenmenschliche Beziehungen zu führen, wenn Du Dir deutlich machst, dass es in Deiner Realität nur Dich gibt.

Dabei spreche ich nicht vom Solipsismus.

Das Wort kommt aus dem Lateinischen solus (allein) und ipse (selbst) und beschreibt die Vorstellung, dass nur ein Ich existiert und dass alle anderen Menschen bloße Projektionen des eigenen Bewusstseins sind, wie Gestalten in einem Traum.

Vielmehr geht es darum, dass das eine Bewusstsein durch viele Geist-Körper-Systeme als scheinbar getrennte Individuen erscheint.

Im täglichen Leben in der physischen Welt ist es so, dass alle Menschen um Dich herum Deine Sicht auf Dich und auf sie spiegeln.

Deshalb spreche ich davon, dass es in Deiner Realität nur Dich gibt, weil alle um Dich herum Deinen Seinszustand spiegeln.

Auf einer tieferen Ebene existiert nur das reine Bewusstsein, das wir alle sind

Um das deutlich zu machen, gebe ich Dir ein Bild: 

Bildlich gesprochen ist es so, als würdest Du beim Karneval in einem Raum voller Spiegel stehen und überall Dich sehen, nur jedes Mal in der Gestalt eines anderen.

Die Erscheinungen wirken verschieden, doch hinter jeder Maske bist letztlich immer Du.

Das Bewusstsein, in dem all diese Gestalten erscheinen, ist dasselbe.

Alle und alles sind reines Bewusstsein in anderer Gestalt.

Somit erkennst Du in allem, was Dir begegnet, eine Überzeugung, Sichtweise, Annahme und letztlich einen vordergründig gelebten Seinszustand von Dir.

Aber das bedeutet nicht, dass Du das, wovon Du liest, hörst und was Du erlebst, erschaffen hast, wie zum Beispiel ein Verbrechen.

Folglich geht es nicht um eine Kausalkette nach dem Muster: Es taucht für einen Bruchteil einer Sekunde „Unfall“ in Dir auf und in der nächsten Sekunde hast Du einen Unfall oder siehst einen Unfall.

Nein, das ist damit nicht gemeint, da Gedanken nicht manifestieren.

Warum Du jedoch dies oder das gelesen oder erlebt hast und der Nachbar oder Deine Tante nicht, liegt an dem Seinszustand, in dem Du schwerpunktmäßig verweilst, und an Deinen Überzeugungen.

Weshalb haben beispielsweise einige Menschen wunderschöne Liebesbeziehungen und andere grässliche?

Pech? Glück?

Nein, es liegt am Seinszustand beziehungsweise an der Selbstbeschreibung und den Überzeugungen zu Beziehungen und anderen Menschen.

Wenn jemand sagt: „Ich werde immer verlassen, betrogen und belogen“, glaubt sie, dass sie nur Erlebtes beschreibt.

Sie weiß nicht, dass sie sich damit zugleich selbst beschreibt, sich eine Rolle in zwischenmenschlichen Beziehungen gibt und somit entscheidet, welchen Seinszustand sie reflektiert bekommt.

Auch wenn sie diese Entscheidung unwillentlich trifft, weil sie nicht weiß, dass sie eine Entscheidung treffen kann, bekommt sie dennoch ihren Seinszustand reflektiert.

Letztlich ist es so, dass die meisten Menschen von der gewöhnlichen Denkweise ausgehen, dass sie eine Persönlichkeit sind, die durch die lineare Zeit geht.

Dadurch kommt es zu Aussagen wie: „Ich bin nun mal so und war es schon immer.“

Deshalb bringen Manifestationsmethoden wie Affirmationen, bei denen es darum geht, einen gewünschten Satz zu wiederholen, nichts, wenn es nicht zu einem Identitätswechsel kommt.

Denn das, was Du als „mein Leben“, „meine Realität“ oder „meine Umstände“ bezeichnest, ist die Reflexion Deines vordergründig gelebten Seinszustands.

Du veränderst niemanden, nur Dich

Im Grunde genommen wissen wir alle, dass wir keinen Menschen verändern können außer uns selbst. Dennoch gibt es genug Menschen, die ständig versuchen, den anderen zu verändern.

Dabei kannst Du jeden Menschen jetzt anders sehen, indem Du Deine Sicht auf Dich und den anderen passend zu Deinem Wunsch wählst.

Dann brauchst Du auch keine Angst mehr vor der Meinung anderer zu haben, da sie die Meinung haben, von der Du sagst, dass sie sie haben.

Haben sie dann tatsächlich die Meinung, die Du festlegst, dass sie haben?

Ja, vielleicht haben die anderen die Meinung, die Du festgelegt hast, dass sie haben, aber vielleicht auch nicht. Es spielt jedoch keine Rolle, ob sie exakt das sagen und denken, was Du entschieden hast, oder nicht.

Der Punkt ist: 

  • Du kannst nichts anderes wahrnehmen, interpretieren, bewerten und deuten als das, was Du festgelegt hast, was für Dich und den anderen gilt. Du schaust stets aus der Perspektive von „Ich bin ABC“ und „der andere ist XYZ“.

Um es konkret zu machen:

Wie wir weiter oben gesagt haben, kannst Du einen Menschen, von dem Du überzeugt bist, dass er beispielsweise „freundlich“ ist, nur als freundlich wahrnehmen.

Das gilt auch dann, wenn Du in dem Seinszustand bist:

„Ich bin jemand, der nur freundliche Menschen kennt.“

Erst wenn Du eine andere Sicht auf Dich und diese Person hast, nimmst Du sie anders wahr beziehungsweise passend zu der neuen Sichtweise.

Somit führt ein Gespräch mit dem anderen nicht dazu, dass er sich grundsätzlich und nachhaltig verändert.

Stattdessen darfst Du einen Identitätswechsel vornehmen, um in dem Seinszustand zu verweilen, den Du von dem anderen reflektiert bekommen möchtest. Denn es ist doch so:

  • Du nimmst den anderen wahr.
  • Du glaubst, dass der andere diese oder jene Meinung hat.
  • Du gehst davon aus, dass Dein Gegenüber sich wieder mal so und so verhält.

„Aber was ist, wenn das alles stimmt, weil die andere Person nun mal so denkt und immer das sagt und tut?“, denkst Du jetzt womöglich.

Lass uns diese Gedanken genauer anschauen.

Wie solltest Du den anderen anders sehen, wenn er sich nicht anders zeigt?

Da wir über Generationen hinweg gelernt haben, dass alles, was wir sehen und greifen können, echter und realer ist als unsere Imagination, sind wir stark außenorientiert.

Die äußere Realität gilt als Beweis, ist heilig und steht auf dem Podest. Demnach bestimmt sie beziehungsweise das, was wir sehen, wer wir sind.

  • Folglich ist es logisch, dass jemand, der keine Millionen hat, kein Millionär ist.

Sagt er, dass er das ist oder reich oder wohlhabend ist, obwohl er nur ein paar Hundert Euro hat, lügt er, richtig?

Aufgrund dieser Sichtweise erscheint es nachvollziehbar, dass Du einen Menschen, den Du als unfreundlich erlebt hast, nun nicht als freundlich bezeichnen kannst.

Wenn Du das machst, glaubst Du zu lügen oder Dich auf den Arm zu nehmen oder Dir etwas vorzumachen, wie es bei Affirmationen oft erscheint.

Solange Du die äußere Realität für die maßgebliche Wahrheit hältst, bestimmt sie über Dich.

Folglich kannst Du den anderen oder einen Umstand nicht anders sehen, als Du ihn mit Deinen äußeren Augen siehst.

Aber was ist, wenn das, was Du in der äußeren Realität siehst, wie die unfreundliche Kollegin, die Reflexion Deiner Überzeugung ist?

Schließlich gibt es einen uralten Gedanken:

Wie innen, so außen.

Du kannst diesen Grundgedanken sofort überprüfen, indem Du Deine Gedanken zu einer Person durchgehst oder aufschreibst und diese Überzeugungen über den Menschen mit dem vergleichst, wie Du ihn erlebst.

Der Mensch hat die Meinung und das Verhalten, wie Du es von ihm denkst, richtig?

„Ja, aber er ist nun mal so. Ich sage das doch nicht von mir aus, sondern weil ich ihn so erlebt habe. Das ist Erfahrung“, denkst Du sicherlich

Dieser Mensch ist nicht so, weil er so ist, sondern weil Du ihn so siehst.

Das tust Du aufgrund Deiner Annahmen über Dich und den anderen und über die Themen des Lebens.

Wenn Du zwischenmenschliche Beziehungen anders gestalten möchtest, darfst Du Dich aus den negativen Gedanken innerhalb des Manifestierens befreien.

Ansonsten drehst Du Dich um Dich selbst und bleibst in der Haltung von:

„Das, was ich sehe, ist meine Geschichte, und da ich es sehe, kann etwas anderes nicht sein oder stimmen, weil ich etwas anderes nicht sehe.“

Das ist so, als wärst Du im Kino im Saal Nummer eins und schaust Dir einen Film an, der Dir missfällt, aber Du gehst nicht raus, um Dir im Saal Nummer zwei einen anderen anzuschauen, weil Du denkst:

„Geht ja nicht. Denn nur das, was ich sehe, unabhängig davon, ob es mir gefällt oder nicht, ist nun mal das, was es gibt. Alles andere gibt es nicht, weil ich es jetzt nicht sehe.“

Damit hältst Du Dich in einer Denkweise gefangen, die unlogisch ist und Dir zudem nicht die Freiheit schenkt, das zu erleben, was Du willst.

Um es deutlich zu machen, lass uns ein konkretes Beispiel nehmen, das im Sommer oft vorkommt:

Eine Person möchte einige Tage in den Bergen verbringen und der Freund möchte die Tage am Meer verbringen.

Nun haben wir zwei unterschiedliche Meinungen oder Vorschläge für den Urlaub. Was nun?

Bereits der Zustand, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, entsteht aus den Überzeugungen der Personen heraus.

Sagt die eine Person: „Mein Freund will immer die Tage am Meer verbringen“, rate mal, was der Freund sagt?

Genau: „Ich will ans Meer.“

„Ja, aber es war schon immer so, dass er ans Meer will. Ich kann doch nichts behaupten, was bisher nicht war und somit nicht stimmt!?“

Obwohl die Vergangenheit nur als mentales Bild oder als Gedanke existiert, entscheiden die meisten Menschen auf der Grundlage dieser sogenannten Vergangenheit. Dabei ist die lineare Zeit eine Illusion.

Solange Du Dich und den anderen im Jetzt so siehst, wie Du glaubst, es tun zu müssen, weil die Person schon immer dies oder das gesagt hat, erlebst Du diese Person logischerweise wie immer.

Jedoch kannst Du im Jetzt alles neu entscheiden, wie es unsere Beispielperson macht:

„Ich bin jemand, der einen Freund hat, der die Berge liebt.“

An dieser Stelle kommt üblicherweise der Gedanke:

„Das ist Manipulation.“

Warum soll das "mein Freund mag die Berge" Manipulation sein und „er mag das Meer“ nicht?

In beiden Situationen bekommst Du Deinen Seinszustand und Deine Überzeugungen reflektiert.

Denn die äußere Realität, zu der auch die Menschen gehören, existiert nicht getrennt und unabhängig von Dir.

Letztlich ist das, was wir als Realität bezeichnen, unsere Wahrnehmung.

Diese beruht immer auf dem Seinszustand, weil wir nicht „Mangel“, „Fülle“, „Unfreundlichkeit“ oder „Haus“ sehen, sondern Formen und Strukturen, denen wir aufgrund unseres Seinszustands diese Worte geben.

Wenn Du manifestieren lernst, wird Dir klar, dass Du jegliche Erfahrung Deiner äußeren Realität immer aus Deinem Seinszustand heraus für Dich sichtbar gemacht hast.

Demnach ist die Version oder der Seinszustand des Freundes, der das Meer mag, genauso eine Reflexion Deines Seinszustands wie die Version oder der Seinszustand von ihm, der die Berge mag.

Deshalb haben wir weiter oben gesagt, dass die Menschen in Deiner Realität keinen freien Willen haben, da sie Deine Annahmen reflektieren und nur Du in Deiner Realität existierst, weil Du von allen um Dich herum Deine Annahmen reflektiert bekommst.

Mit anderen Worten: Du veränderst nicht willentlich die Meinung eines anderen Menschen. Du wechselst bewusst in einen anderen Seinszustand, und dadurch erfährst Du eine andere Version dieser Person.

Dass Du mit anderen Personen keine Gespräche, Diskussionen und Ähnliches führst, hat nichts damit zu tun, dass Manifestieren ohne Handeln funktioniert oder nicht, sondern mit der Logik, dass Du stets Deinen Seinszustand gespiegelt bekommst.

Alles, was Du nach „Ich bin“ sagst, erlebst Du, wenn Du dabei bleibst.

Ich wünsche Dir viel Freude und nicht vergessen: Mache Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.

Deine Victoria

Ein Hoch auf die Freiheit

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