Juni 30, 2017
Weizenfeld

Ohne Kohlenhydrate durch’s Leben – wirklich besser?

Ist dir auch aufgefallen, dass es immer mehr Menschen gibt, die wenig Kohlenhydrate essen und ganz nach dem Prinzip „Low Carb“ (dazu schreibe ich noch einen Beitrag) leben? Kohlenhydrate sind die „Bösen“, „Krankmacher“ oder die „Schuldigen“ für Fettleibigkeit und viele andere Krankheiten. Der Weizen gehört auch zu der riesengroßen Familie der Kohlenhydrate und hat es seit einiger Zeit wirklich sehr schwer.

Während viele Menschen versuchen Kohlenhydraten so gut wie nur möglich aus dem Weg zu gehen, vermeiden sie Weizen gänzlich. „Weizen ist ganz schlimm, ich esse Weizen gar nicht mehr“, höre ich immer öfter. Auch von Menschen, die nicht an Zöliakie (Glutensensitivität bzw. Glutenunverträglichkeit) leiden. Mich hat interessiert, wie es dazu gekommen ist, dass Weizen bei vielen Menschen generell aus dem Speiseplan gestrichen wurde. Eines steht fest, kein Nahrungsmittel macht per se krank. Ich habe mich in der Fachliteratur schlau gemacht und für meine Erkenntnisse für dich gesammelt. Also, was soll an Weizen so schlimm sein?

Der Mensch selbst züchtet eine Weizensorte, die für viele unverträglich ist!

  1. Gluten: Gluten ist ein Sammelbegriff für die Klebereiweiße in Getreide und ist unter anderem für die Backeigenschaften der Getreidemehle verantwortlich. Weizenmehl wird für die Herstellung vieler Produkte (Brot, Kekse, Kuchen usw.) verwendet und Gluten hat wundervolle Teigherstellungseffekte (Wasser im Teig binden usw.). So haben die Produzenten in den letzten Jahren den Glutengehalt in modernen Weizensorten mittels Züchtung erhöht, um die positiven Effekt des Glutens für die Produktion zu optimieren. Alte Weizenarten wie Emmer, Einkorn und Dinkel enthalten weniger Gluten als die modernen Weizensorten. Der Mensch selbst züchtet eine Weizensorte, die für viele unverträglich ist!
  2. Erhöhte Widerstandfähigkeit des Getreides: Amylase – Trypsin – Inhibitor (ATI) sind Bestandteile des Getreides, mit denen er sich vor Fressfeinden schützt. Dieser Stoff ist bei neueren Getreidesorten züchterisch erhöht, um die Widerstandsfähigkeit des Getreides gegenüber Schädlingen (ein merkwürdiges Wort, das sich der Mensch für andere Lebewesen ausgedacht hat!) zu erhöhen. Im Weizen sind die Werte um das 2- bis 3-fache angestiegen, im Dinkel nur um die Hälfte. Beim Menschen sollen die ATIs milde Entzündungen hervorrufen.

 Zu viel Weizen führt zu duftenden Nebenwirkungen

  1. Fructane: Das sind Mehrfach- und Vielfachzucker, die sowohl im Getreide als auch in anderen Lebensmitteln (Zwiebel, Knoblauch, Pistazien usw.) vorhanden sind. Sie zählen zu den Präbiotika und sind in präbiotischen Joghurts zugesetzt, um das Wachstum von gesundheitsförderlichen Darmbakterien zu unterstützen. Der Mensch hat jedoch nur eine begrenzte Kapazität, Fructane aufzuschließen. Essen wir zu viele davon entstehen Blähung und Flatulenz („Pupsen“).
  2. Weitere Kohlenhydrate und Ballaststoffe: Im Getreide sind viele unterschiedliche Kohlenhydrate unterwegs, die in größeren Mengen zu Blähung und Flatulenz führen. Selbstverständlich ist dies auch für Vollkornprodukte der Fall. Ein zu viel an Ballaststoffen aus Vollkornbrot, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten führt zu Bauchschmerzen, Blähung und Gasbildung.

Die guten Seiten von Getreide: krebsvorbeugende Wirkungen                

  1. Phytisäure: Diese befindet sich in den Randschichten des Getreidekorns und soll Mineralstoffe binden, so dass dein Körper sie nicht aufnimmt. In Vollkornprodukten sind Mineralien in große Mengen enthalten, daher bleibt genug übrig, die dein Körper verwenden kann. Und das Gute: Phytinsäure hat blutzuckersenkende und krebsvorbeugende Wirkung!

Nicht Weizen ist das Problem, sondern unser Umgang damit

Abgesehen davon, dass es Menschen gibt, die nicht verstehen wollen, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt,, solltest du mal überlegen, wie viel Weizen- bzw. Getreideprodukte du am Tag zu dir nimmst. Isst du zum Frühstück Brötchen, zum Mittag Pizza im Restaurant, am Abend wieder Brot und zwischendurch Kekse, dann wird es Zeit für Abwechslung zu sorgen!!! Wie du eben gelesen hast, kann dein Körper nicht alles in Unmengen verarbeiten. Er schreit nach Vielfalt und das bietet die Natur auch!

Auch bei einer glutenfreien Ernährung kommt dein Körper mit maximal 10 mg Gluten pro Tag klar. Getreide- und Weizenprodukte kannst du essen, aber eben nicht nur diese! Schaue dir das ABC der Ernährungsphysiologie an, suche aus der Palette der Lebensmittelvielfalt neue aus und arbeite in der Küche kreativ mit ihnen! Lege gleich los!

Willst du noch mehr Wissen, dann lies das Buch „Böser Weizen? – kranker Darm?“ von Dr. Astrid Laimighofer.

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ (Philippus Theophrastus Paracelsus)

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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