„Was soll ich an der Realität verstehen!? Sie ist das, was ich sehen und anfassen kann“, denkst Du vielleicht.
Auch ich habe einmal so gedacht.
Aber es gab diesen einen Moment, in dem ein Teil in mir wusste, dass die Realität weitaus mehr ist als das Sichtbare. (Sicherlich hast Du auch schon einmal solche klaren Augenblicke gehabt.)
Genau genommen ist sie das Ergebnis des Unsichtbaren. Damit meine ich nicht vordergründig Deine Gedanken, sondern Deine Identität. Wer Du bist, bestimmt, wie Du lebst.
Mit anderen Worten: Du bist die Realität, die Du aktuell lebst. Denn Deine innere Realität hat die äußere manifestiert.
Nun weißt Du, warum Du die Realität verstehen darfst, um Dein Lieblingsleben kreieren zu können. Wenn Du weiterhin nach der Denkweise „Ich glaube nur, was ich sehe“ lebst, wirst Du logischerweise stets das Gleiche kreieren. Ein Tag ist wie der andere. Doch das muss nicht so sein.
Denn heute klären wir:
- Was Du konkret an der Realität verstehen darfst, um Deine Wünsche zu manifestieren.
- Welche X typischen Denkweisen Du über die Realität für immer verabschieden darfst.
- Welche eine zentrale Haltung Du brauchst, um Deine Lieblingsrealität zu kreieren.
Lass uns starten. Viel Freude beim Lesen und Umsetzen.
Das solltest Du an der Realität verstehen
Die Realität, die Du mit Deinen fünf Sinnen wahrnimmst, ist Deine persönliche, subjektive Realität.
Auch wenn Dein Umfeld ähnlich denkt, redet und lebt wie Du, ändert das nichts daran, dass Du in Deiner subjektiven Realität lebst. Es gibt keine objektive Realität mit allgemeingültigen Regeln wie:
- „Wer studiert, verdient mehr Geld als jemand, der eine Ausbildung gemacht hat.“ oder
- „Man muss arbeiten, um Geld zu verdienen.“ oder
- „Schöne Männer hat man nicht für sich allein.“ oder
- „Ein Job mit sicherem Einkommen macht glücklich.“
und ähnliche Standarddenkweisen.
Zwar lernen wir, dass es eine objektive Realität gibt und nur das real ist, was messbar, greifbar und sichtbar ist, aber dem ist nicht so.
Denn unsere Sinne nehmen nur einen Bruchteil dessen wahr, was möglich ist. Und das, was Du wahrnimmst, hängt davon ab, wie Du Dich beschreibst.
Zum Beispiel nimmt ein Mensch, der sich als „Ich bin mutig“ beschreibt, andere berufliche Optionen wahr als jemand, der sagt: „Ich bin vorsichtig.“
Aufgrund ihres Seinszustands kreieren sie eine Realität, die zu ihnen passt. Da uns andere Menschen reflektieren, haben sie in ihrem Umfeld ähnlich Denkende. So entsteht schnell der Glaube, dass das Leben so sei. Aber dem ist nicht so.
Alles, was Du Dir vorstellen kannst, kannst Du leben. Denn Deine innere Welt drückt sich in der äußeren Realität aus. Letztlich ist die äußere Realität eine Illusion.
Was die äußere Realität ist und was die innere
Die äußere Realität, die Außenwelt, das Leben ist das, was Du mit Deinen fünf Sinnen wahrnimmst. Sie wird auch als die physische Welt oder die dritte Dimension bezeichnet.
Nach der objektiv-materialistischen Denkweise ist sie solide, und wir Menschen haben uns ihren allgemeinen Regeln unterzuordnen, um ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Leben zu führen. Aber wie wir geklärt haben, ist dies nicht der Fall.
Deine äußere Realität ist das Resultat Deiner inneren Realität. Zu der inneren Realität oder unsichtbaren, inneren Welt gehören:
- Dein Gedanken- und Glaubenssystem, das Deine Aufmerksamkeit lenkt, und Deine Vorstellungskraft. Sie hat Schöpfungskraft, weil sie frei und grenzenlos ist.
Da Du mit diesen Fähigkeiten, die jeder Mensch besitzt, Deine äußere Realität erschaffst, ist es klug, sie ernst zu nehmen. Lies dazu auch den Artikel „Realität erschaffen: Der einfachste und schnellste Weg.“
Während die äußere Welt als die dritte Dimension bezeichnet wird, spricht man bei Deiner inneren Realität von der vierten Dimension. Sie ist der Filter, durch den Du die Außenwelt wahrnimmst.
Wenn Du Dich entscheidest, über eine bestimmte Sache anders zu denken, richtest Du Deine Aufmerksamkeit passend zu der neuen Haltung aus. Du nimmst dann andere Dinge, Situationen und Umstände in Deiner äußeren Realität wahr. So erkennst Du klar, wie Realität entsteht.
Die meisten Menschen und Angebote in der physischen Welt konzentrieren sich vor allem auf diese Ebene der Denkweise und vernachlässigen den Ursprung von allem. Das auch als die fünfte Dimension bezeichnet wird.
- Der Ursprung, die Quelle von allem, bist Du als Bewusstsein. Du bist ein Sein, das sich seiner selbst bewusst ist.
Um das zu spüren, reicht es aus, wenige Minuten still zu sein und Deine Aufmerksamkeit nach innen zu richten. Du beobachtest, wie Gedanken kommen, wie Gefühle entstehen, und Du siehst Dich selbst als Mensch in der Stille sitzen. Du kannst auch beobachten, wie Du Dich selbst beobachtest.
Denn Du bist als Bewusstsein mit der höheren oder göttlichen Intelligenz verbunden. Du bist ein Teil von Dir. Wie es Rumi sagt: „Du bist nicht nur ein Tropfen im Ozean. Du bist der ganze Ozean in einem Tropfen.“
Warum Du der Realität nicht begegnest, sondern sie erschaffst
Nach der üblichen Sichtweise gibt es da draußen eine Außenwelt, die getrennt von uns ist. Die Aufgabe des kleinen Menschen, der verhaftet ist in der knallharten Realität, ist es, mit ihr zurechtzukommen.
Für gewöhnlich geschieht das durch Angebote, die einen in der äußeren Realität Karussell fahren lassen.
Zum Beispiel Vergangenheitsbewältigung, Heilung, Innere-Kind-Arbeit, Archetypenanalyse, Numerologie, Astrologie, die Suche nach dem Seelenplan und vieles mehr. Es gibt mittlerweile unzählige solcher Konzepte.
Wenn Du sie nutzt, um Deine äußere Realität zu ändern, bleibst Du in dem Seinszustand von „Ich bin krank“ oder „Ich muss an mir arbeiten, um XYZ zu bekommen“ oder „Ich muss meine Persönlichkeit weiterentwickeln“.
Demnach bist Du noch nicht da, wo Du sein möchtest, sondern auf dem Weg dorthin. Wer entscheidet nun, ob Du genug Innere-Kind-Arbeit gemacht hast und Dein Nervensystem ausreichend reguliert hast?
Selbstverständlich Du.
- Letztlich bist Du der Ursprung Deines Lebens, hast uneingeschränkte Entscheidungsmacht und die ultimative Freiheit, zu sein, wer Du sein möchtest, und Dich zu fühlen, wie Du es willst.
Auch wenn ein anderer Mensch, wie die Ärztin, der Psychologe, der Numerologe oder eine andere von Dir als Autorität oder Expertin angesehene Person sagt „Du bist geheilt“, entscheidest Du, ob Du ihr glaubst oder nicht. Demnach hast Du Deine Entscheidungsmacht an diese Person abgegeben.
Du kannst sie zurückholen und Dir jetzt erlauben, zu sein, zu haben und zu tun, was Du willst. Du brauchst keine Erlaubnis von anderen oder von einer menschlichen Version von Dir, die glaubt, XYZ tun zu müssen.
Du darfst jetzt geheilt, glücklich und alles andere sein, was Du willst. Es spielt keine Rolle, ob Du X Monate Z gemacht hast oder das Zertifikat Y besitzt. Du brauchst keinen Erlaubnisschein. Deine Entscheidung ist genug.
Denn nach dem, was Du bis jetzt gelesen hast, weißt Du: Realität verstehen bedeutet zu wissen, dass Du sie kreierst. Wir leben von innen nach außen.
Das heißt nicht, dass Du an Deinem Inneren arbeiten musst, sondern dass Du die Version von Dir, die Deine aktuelle Realität manifestiert hat, verabschieden darfst.
Die Bedeutung von „Du bist Realität“
Deine aktuelle äußere Realität ist ein Ausdruck Deines inneren Zustands. Somit ist sie weder von Dir getrennt noch unbeeinflussbar. Sie drückt Dich aus.
Wenn ich von „Du“ spreche, meine ich Deinen Seinszustand (also Deine Selbstbeschreibung oder Identität), aus dem Deine Gedanken, Entscheidungen, Imagination und alles andere entspringt. Dazu gehört auch, worauf Du Dich konzentrierst und was Du wahrnimmst.
Um es greifbar zu machen, gebe ich Dir ein Beispiel:
Eine Person, die sagt „Ich bin gut genug“ (Seinszustand), denkt Dinge wie
- „Ich habe viele Jobmöglichkeiten, weil ich im Grunde alles Nötige gut kann“, oder
- „Ich kündige, mache eine lange Reise und suche danach einen Job“, oder
- „Ich lerne überall tolle Menschen kennen“
und ähnliche Gedanken.
Aufgrund dieser Gedanken trifft sie andere Entscheidungen, sieht andere Optionen und lebt letztlich in einer anderen Realität als jemand, der sagt
- „Ich bin nicht gut genug“ oder
- „Ich bin jemand, der viel kann, aber nichts wirklich gut“.
Dadurch wird Dir bewusst, dass Deine Entscheidung darüber, wer Du bist, bestimmt, was Du in Deiner äußeren Realität zum Ausdruck bringst, sichtbar machst und erlebst. Demnach manifestieren nicht Deine Gedanken, sondern Du selbst. Lies dazu diesen Artikel: "Macht der Gedanken: Wirklichkeit oder Mythos."
Falls der Gedanke aufkommt, dass Du an Dir arbeiten musst, um Dich als gut genug, mutig, wertvoll und so weiter zu fühlen, irrst Du Dich. Es ist lediglich eine Entscheidung, die Du triffst. Und wie wir vorhin gesagt haben, kannst Du sie in diesem Moment treffen. Danach bist Du die Person, die Du entschieden hast zu sein.
Denn auch der Gedanke, ständig irgendetwas tun zu müssen, um etwas zu sein, ist eine typische Haltung von Menschen, die in der physischen Welt verhaftet sind.
- Du hast jedoch verstanden, wie Realität entsteht, und weißt: Als Ursprung Deines Lebens reicht es aus, eine Entscheidung zu treffen und ihr treu zu bleiben
Vielleicht kommen Dir nun Gedanken wie „Das ist unrealistisch“ oder „Ich kann doch nicht einfach so etwas behaupten“.
Befreie Dich von diesen 3 Denkweisen über die Realität
Aufgrund Deiner Lebenserfahrung und all dessen, was Du bisher gelesen hast, kennst Du die übliche Haltung zur äußeren Realität:
- Viele Menschen gehen davon aus, dass es eine objektive Realität mit festen Regeln gibt.
- Sie glauben, man müsse sich den Gesetzen der äußeren Welt beugen, um Erfolg zu haben.
- Oft entsteht das Gefühl, einer von uns getrennten Außenwelt ausgeliefert zu sein, auf die wir kaum Einfluss haben.
- Nicht selten denken wir, dass wir an uns arbeiten müssen wie an einem kaputten Auto, um etwas zu verändern.
- Die Überzeugung, dass Erfolg oder Glück hart erarbeitet werden muss und an Bedingungen geknüpft ist, ist weitverbreitet.
- Das Gefühl, nicht genug zu sein oder erst „perfekt“ werden zu müssen, bevor wir uns etwas erlauben.
- Die Vorstellung, dass Glück oder Fülle von äußeren Umständen abhängt und nicht aus dem eigenen Inneren entsteht, macht viele zu Sklaven des Geldes.
- Die Annahme, dass andere Menschen oder Autoritäten entscheiden, was möglich oder erlaubt ist.
- Der Glaube, dass Vergangenheit oder alte Erfahrungen bestimmen, was wir jetzt erreichen können.
Diese Haltung zu Deiner eigenen Realität führt zu 3 Denkweisen, die es Dir erschweren, Deine schönsten Träume bewusst, frei und mit Leichtigkeit zu manifestieren. Erfahre jetzt, welche das sind, um sie hinter Dich lassen zu können.
Erste Sichtweise: Du hast eine Persönlichkeit, an die Du festhalten sollst
Von Generation zu Generation wird uns weitergegeben, dass
- wir nicht sprunghaft sein sollen,
- bei dem, was wir entschieden haben, bleiben sollen,
- eine Sache, die wir angefangen haben, zu Ende bringen sollen,
- und standhaft bei dem bleiben sollen, wozu wir JA gesagt haben.
Menschen, die sich scheiden lassen oder vielleicht kündigen oder andere gesellschaftlich-kulturell als „für die Ewigkeit“ geltende Sachen beenden, werden oft als Versager, unzuverlässig oder nicht standhaft dargestellt.
Dadurch entsteht unbewusst der Gedanke, dass es wichtig sei, eine eindeutige Beschreibung der eigenen Persönlichkeit zu haben und diese ein Leben lang zu leben.
Deshalb bemühen sich viele, vielleicht auch Du, mit den unterschiedlichsten Methoden, die dieses komplett falsche Bild vom Ich am Leben erhalten, sich selbst besser kennenzulernen.
Zum Beispiel durch psychologische Persönlichkeitstests, Horoskop-Analysen, Human Design, Archetypen-Analysen und so weiter. Selbstverständlich finden wir uns immer in diesen Spielereien wieder, weil wir uns mit der Persönlichkeit, die auf der Suche nach sich selbst ist, identifizieren.
Aber kein Mensch hat nur eine Persönlichkeit. Und diese Persönlichkeit oder die vielen Persönlichkeiten (ich spreche lieber von „Versionen“, weil es hier nicht um irgendwelche psychologischen Konzepte geht) brauchst Du nicht zu kennen oder gut kennenzulernen.
Weil Du nicht diese Version oder diese Versionen bist.
Kurz noch zum Wort „Persönlichkeit“: Das Wort stammt vom lateinischen persona („Maske, Rolle im Theater“) ab. Ursprünglich bezeichnete es die Rolle, die jemand im gesellschaftlichen Leben spielt. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die heutige Bedeutung als individuelle, innere Eigenart eines Menschen.
Aus der Gewohnheit heraus, dass Du diese eine Persönlichkeit bist, die XYZ erlebt, identifizierst Du Dich für gewöhnlich so stark mit ihr, dass Du die Distanz zu ihr verlierst.
Das ist so, als ob die Schauspielerin, die im Theater die Rolle der betrogenen Ehefrau spielt, nach dem Theaterstück immer noch traurig ist, heult und sich wie eine hässliche, alleingelassene, blöde Kuh fühlt. Dabei war das alles nur eine Rolle, die sie gespielt hat.
Wenn Du Dich nicht als Ursprung Deines Lebens erkennst, sondern nur als die Version, durch die Dein Bewusstsein derzeit in die Welt schaut, wiederholst Du ständig dasselbe. Lies dazu diesen Artikel: „Manifestieren: Was es bedeutet und wie es funktioniert"
Noch eine Sache, die deutlich macht, dass die Idee von Persönlichkeit, Persönlichkeitsentwicklung und die Suche nach sich selbst in eine merkwürdige Richtung gegangen ist:
Der Spruch, der im Apollon-Tempel von Delphi stand, lautete: „Erkenne dich selbst.“
- Nicht: „Erkenne deine Persönlichkeit“ oder „Entwickle deine Persönlichkeit“, sondern: erkenne Dich selbst im Sinne eines tieferen Bewusstseins über die eigene Natur als Mensch.
Merke Dir: Alles, was Deine Persönlichkeit betrifft oder die Version, die Du derzeit vordergründig lebst, ist nur eine Rolle und hat mit Deinem wahren Sein, dem Bewusstsein, nichts zu tun.
Zweite Sichtweise: Die Außenwelt ist echter und mächtiger als Du
Auch diese Haltung haben die meisten über Generationen hinweg gelernt und fühlen sich daher mehr als Spielball ihres Lebens als der Schöpfer.
Wenn Du diese Perspektive auf Dein Leben einnimmst, werfen Dich unerwünschte Geschehnisse der physischen Welt ständig aus der Bahn. Dann bleibst Du Deinen Entscheidungen nicht treu, sondern lässt die äußere Realität, die Dich lediglich spiegelt, bestimmen, wer Du bist.
Solange Du der Außenwelt erlaubst zu bestimmen, wer Du bist und was für Dich möglich ist, bleibst Du gefangen in der Meinung von Menschen, die Du als Autoritäten ansiehst. Beispielsweise glaubst Du, dass Ärzte besser über Deinen Körper Bescheid wissen als Du, oder dass Wissenschaftler das Richtige sagen, oder dass der Kartenleger, die Psychologin oder der Astrologe Dich besser kennen als Du selbst.
Das Gleiche gilt, wenn Menschen irgendwelchen religiösen Traditionalisten erlauben, ihnen zu sagen, wie sie sich zu verhalten haben. Als hätten sie einen direkten Draht zu Gott persönlich und könnten mit ihm skypen, während die Normalos erst die Füße der Autoritäten küssen müssen, nur um vielleicht, ganz vielleicht, einen Millimeter näher an Gott zu kommen.
Diese Haltung, dass alles Kraftvolle, Große und Relevante im Außen liegt (also auch Gott oder das Universum), sorgt dafür, dass viele, vielleicht auch Du, es völlig normal finden, dass die Außenwelt über sie bestimmt. Für viele ist es das Natürlichste auf der Welt, sich den Regeln der Außenwelt unterordnen zu müssen, nur um im Leben weiterzukommen.
Die Vorstellung, dass jeder seine eigene Realität ist, die er täglich erlebt, ist für die meisten Menschen komplett neu. Bei einigen führt sie zuerst dazu, dass sie alles geben, um ihre „Limitierungen als kleiner Mensch“ zu verteidigen, weil sie vielleicht die volle Verantwortung für ihr eigenes Leben noch nicht übernehmen wollen. Dadurch nehmen sie sich jedoch die Freiheit, ihre Lieblingsrealität bewusst zu manifestieren.
Das heißt, anstatt ihre äußere Realität bewusst zu manifestieren, tun sie dies unbewusst. Denn manifestieren ist etwas, das wir immer tun. Deshalb brauchst Du es nicht zu lernen, sondern zu verstehen, um es in Deinem Sinne zu machen. Lies dazu diesen Artikel: Manifestieren lernen: nötig oder kannst Du es schon?"
Ein Mensch, der die Außenwelt über sich selbst stellt, ist logischerweise traurig, niedergeschlagen oder fühlt sich ohnmächtig, wenn äußere Ereignisse passieren, die ihm missfallen. Zudem neigt er dazu, seinen Wünschen hinterherzujagen. Das entfernt ihn immer weiter von seiner Wunschrealität.
Dritte Sichtweise: Sei froh über das, was Du hast, sonst wird es Dir weggenommen
Alle Sätze, die in die Richtung gehen von:
- „Freu Dich nicht zu früh“
- „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“
- „Lieber den Schatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“
- „Hochmut kommt vor dem Fall“
sollen deutlich machen, dass wir als Menschen auf dem Boden der Tatsachen bleiben sollen. Denn die Realität ist kein Zuckerschlecken, und wer das nicht versteht, fällt tief in den Graben.
Nachdem, was Du gelesen hast, weißt Du, dass das Blödsinn ist. Denn Du selbst bist der Ursprung Deiner Realität. Somit drückst Du Dich, so wie Du Dich beschreibst, in Deiner physischen Welt aus.
Wenn Du Dich als einen Glückspilz beschreibst, der einen Erfolg nach dem anderen hat und immer das Beste und Schönste bekommt, erlebst Du genau das.
Denn die Realität verstehen bedeutet zu wissen, dass Deine Außenwelt Deine materialisierte Energie ist.
Demnach bist Du größer als alle Umstände, Gefühle, Gedanken und Situationen in Deinem Leben. Ähnlich wie das Meer größer ist als alle Lebewesen, die in ihm leben. Schließlich leben sie in ihm und nicht andersherum. Deine gesamte Realität findet in Dir als Bewusstsein statt.
Letztlich darfst Du, wie der indische Mystiker Ramana Maharshi sagte, die Vorstellung aufgeben, dass Du ein endliches Wesen bist, bestehend aus physischer Materie, das in einer dauerhaft existierenden, objektiv realen Welt lebt und sie nur beobachtet.
Du bist Energie, die Materie entstehen lässt. Der Physiker Max Planck sagte es so:
„Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Wir müssen hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist die Matrix aller Materie.“
Und dieser Geist bist Du. Dein Seinszustand, Deine Annahmen, Deine Aufmerksamkeit und Deine Vorstellungskraft erschaffen Deine äußere Realität.
Deshalb befreie Dich von der Haltung, Deiner Außenwelt mit Ehrfurcht begegnen zu müssen. Stattdessen erlaube Dir, unerschrocken zu sein, wer Du sein willst. Denke, handle, imaginiere und lebe aus dieser Haltung, um Deine Lieblingsrealität zu manifestieren.
Diese Haltung erschafft Deine Realität
Da Du Deine eigene Realität bist, die Du lebst, darfst Du bei Deiner Entscheidung bleiben, um eine andere Realität zu manifestieren. Dabei spielt es keine Rolle, was Du in der Außenwelt siehst, erlebst oder von anderen hörst.
Damit das deutlich wird, gebe ich Dir ein Beispiel:
Nehmen wir einen Mann, der sich in eine Frau verliebt hat und von ihr abgelehnt wurde. Sie hat zu ihm gesagt, dass sie ihn zwar nett findet, aber keine Liebesbeziehung mit ihm will.
Für gewöhnlich würde er traurig sein, sich mit Liebeskummer von Freunden und Familie trösten lassen, über die andere Person schimpfen oder sich übermäßig anstrengen, um ihr zu zeigen, wie toll er doch ist.
Unsere Beispielperson weiß, dass sie selbst diese Realität erschaffen hat, in der die andere Person ihn ablehnt. Denn sie weiß: Realität verstehen bedeutet zu wissen, dass die äußere Realität Ausdruck des eigenen Seinszustands ist.
Daher ist dem Mann in unserem Beispiel klar, dass er mit der Frau, die er liebt, die gewünschte Realität erfährt, wenn er bei seiner Entscheidung „Ich bin die Liebe ihres Lebens und lebe glücklich mit ihr zusammen“ bleibt.
Das heißt: Du stellst Dich über das, was Du in Deiner Außenwelt erlebst, weil sie in Dir als Bewusstsein stattfindet. Deshalb brauchst Du Dich ihr nicht unterzuordnen oder sie als solide und unveränderbar anzusehen.
Sobald Du den Seinszustand einnimmst, den Du haben möchtest, zum Beispiel „Ich bin ihre Liebe“, handelst Du aus diesem Zustand heraus. Du denkst, imaginierst, führst Deine inneren Dialoge und richtest Deine Aufmerksamkeit auf das, was Du erleben möchtest, und erfährst es auf diese Weise.
Um in der gewünschten inneren Realität zu bleiben, können Dir Manifestationsmethoden helfen. Lies dazu diesen Artikel: „Manifestation Methoden: Das steckt wirklich dahinter“.
Warum Fehler beim Manifestieren keine Rolle spielen
Sobald wir unsere Ziele nicht erreichen oder das Gefühl haben, es läuft nicht wie geplant, suchen wir nach Fehlern, weil wir glauben, etwas falsch zu machen.
Auch diese Haltung ist typisch für die gewöhnliche Sichtweise auf die Realität. Jedoch bringt sie Dich nicht zu Deiner gewünschten Realität.
Wenn Du in dem Seinszustand oder in der Selbstbeschreibung bist von „Ich bin jemand, der Fehler macht und deshalb klappt es mit dem Manifestieren nicht“, befindest Du Dich genau in der passenden Realität.
Anstatt bei der einen zentralen Haltung zu bleiben – dass Du bist, wer Du entschieden hast zu sein – wechselst Du zu „Ich mache einen Fehler und bin nicht, wer ich bestimmt habe zu sein.“
Abgesehen davon führen Fragen wie „Warum habe ich meine Manifestation noch nicht?“ oder „Was mache ich bloß falsch?“ dazu, dass eine Version von Dir eine passende Geschichte aus der Vergangenheit erzählt.
Zum Beispiel: „In der Liebe hattest Du schon immer Pech“ oder „Du bist zu kopflastig, vernünftig, rational, um manifestieren zu können.“
Da Dich keine Antwort, die vom Verstand der Version kommt, die Du als Bewusstsein vordergründig lebst, weiterbringt, schenke Dir die Freiheit, keine Fehler zu suchen. Lebe in dem Wissen, dass Du Deine ausgedrückte Realität bist. Deshalb bleibst Du bei dem, was Du entschieden hast zu sein und erfahren zu wollen.
Schließlich gilt: Als Schöpfer Deiner Realität bleibst Du in dem entschiedenen Seinszustand, unabhängig von der Außenwelt, und manifestierst Deine gewünschte Realität.
Dein Sein, nicht Dein Tun, erschafft Deine Lieblingsrealität
Die vorherrschende Denkweise in der physischen Welt lautet: „Um Deine Ziele erreichen zu können, musst Du tun, machen, Dich anstrengen, abmühen, abrackern und Dich ins Zeug legen.“
Daher denken viele, dass sie mehr tun müssen, wenn das Kreieren der gewünschten Realität nicht so schnell läuft, wie sie es wollen. Zum Beispiel meditieren, affirmieren, visualisieren und Ähnliches.
Doch das ist ein Irrtum. Entscheidend ist nicht, was Du tust, sondern aus welchem Seinszustand Du handelst.
Wenn der Mann aus unserem vorherigen Beispiel aus der Haltung „Ich habe Angst, dass sie mich nicht will, und deshalb rufe ich sie an, schenke ihr Blumen, mache ihr teure Geschenke“ handelt, kreiert er eine Realität, in der er ständig etwas tun muss, um von der Frau gesehen zu werden.
Das ist jedoch nicht die Realität, die er leben will. Er wechselt vom Seinszustand „Ich bin nicht geliebt oder nicht gut genug und muss das mit Geschenken kompensieren“ in „Ich bin geliebt und genug.“
In diesem Zustand kann er der Frau, die er liebt, etwas schenken oder ihr schreiben. Er tut es nicht aus Angst, sie zu verlieren, sondern aus Freude und Überfluss. Die Handlung entspringt dem natürlichen Impuls seines Seins.
Denn er macht nicht XYZ, um ABX zu bekommen. Weil er ABC hat, macht er XYZ oder lässt es sein, je nachdem, welchen Impuls er hat.
Anstelle der klassischen Vorgehensweise „machen, haben, sein“ geht er nun nach dem Prinzip „sein, machen, haben“ vor.
Das heißt: Er ist der Mann, der von seiner Traumfrau geliebt wird. Aus diesem Zustand heraus hat er den Wunsch, ihr Schokolade zu schenken. Er tut es und lebt in der romantischen Beziehung, die er sich wünscht.
Um nicht ständig das Gefühl zu haben, dass Du irgendetwas tun oder besser, schneller werden musst, beantworte Dir vor der Handlung diese Frage: Wer bin ich gerade, die handeln will?
Deine Entscheidung zählt
Nachdem Du alles gelesen hast, ist Dir klar, welche zentrale Rolle Deine Entscheidung für Deine Lieblingsrealität hat.
Vielleicht ist Dir dabei eine Sache aufgefallen, die zunächst widersprüchlich wirkt. Wir haben gesagt, dass Deine Gedanken, Entscheidungen und alles andere aus Deinem Seinszustand entspringen. Wie kann also die Entscheidung vor der Selbstbeschreibung liegen?
- Die Antwort liegt in einer wichtigen Frage: Was willst Du, oder wie möchtest Du XYZ erleben?
Anhand dieser Fragen erkennst Du, was zuerst kommt: Dein Wunsch.
Wenn Du etwas Bestimmtes erfahren möchtest, beginnst Du, Dich mit Dir und Deinem Leben auseinanderzusetzen. Solange alles in Ordnung ist oder Du glücklich bist, bleibt alles stimmig. Doch in dem Moment, in dem Du als individueller menschlicher Aspekt der höheren oder göttlichen Intelligenz in der physischen Welt eine neue Erfahrung machen willst, beginnt sich alles zu bewegen.
Dann beschreibst Du Dich passend zu dem Wunsch, den Du erleben willst, und bleibst dabei. Folglich triffst Du die Entscheidung, Deinen Wunsch ernst zu nehmen und verwirklichen zu wollen. Gleichzeitig triffst Du die Entscheidung, dass Du bereits die Person bist, die diesen Wunsch lebt.
Da Du nicht sowohl die Person sein kannst, die den Wunsch lebt, als auch die Person, die den Wunsch nicht lebt, ist es entscheidend, stets bei der Entscheidung zu bleiben, dass Du bist, wer Du sein möchtest.
Aus diesem Seinszustand entspringen dann die weiteren Gedanken, Entscheidungen, Handlungen und die Imagination. Deshalb ist die zentrale Frage beim Manifestieren Deiner gewünschten Realität die Frage nach Deinem Seinszustand.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Manifestieren Deiner Lieblingsrealität und nicht vergessen: Mach Dein Leben zu einer atemberaubenden Reise.
Deine Victoria
Ein Hoch auf die Freiheit
PS: Bist Du Lehrer und suchst nach einer erfüllenden Alternative zum Schulalltag – oder kennst Du jemanden, der genau das braucht? Mein Buch Tschüss Schule - Hallo Freiheit zeigt Dir den Weg in ein neues Berufsleben.
Du willst Deine Wunschrealität manifestieren?
Direkt. Klar. Ohne Kompromisse.
Genau das setzen wir im Mentoring um.
Ich freue mich auf Dich.
