Schlafstörung, Depression, Burnout, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Migräne, Diabetes, Magen-Darm-Erkrankungen, Immunerkrankungen, Fettleibigkeit und so viele andere Krankheiten, entstehen oft aus Unachtsamkeit sich selbst gegenüber.
Gehörst du zu denen, die den täglichen Stress, auch wenn er gehäuft auftritt, als selbstverständlich hinnehmen? Und machst du dir auch keine Gedanken über die langfristigen Folgen, die insbesondere bei chronischem Stress, entstehen können? Dann bist du in guter Gesellschaft.

Die meisten meiner Klienten, und auch Menschen in meinem Freundeskreis, sind sich nicht bewusst, dass Stress ab einem bestimmten Punkt Krankheiten nach sich zieht. Etwas Stress ist lebenswichtig, aber zu viel macht krank. Mit einer ausgewogenen Ernährung kannst du den Stress reduzieren.
Ich liebe das Arbeiten und bin gerne unter Menschen, aber sobald ich meine goldene Mitte verlasse, verändert sich auf der körperlichen und psychischen Ebene meine Belastbarkeitsgrenze. Durch viele Beobachtungsübungen und Büchern über das Thema, merke ich nun relativ schnell, dass mein kritischer Punkt erreicht ist und dass eine Erholung folgen muss. Mit diesem Beitrag möchte ich dich für das Thema sensibilisieren und dich auf eine persönliche Beobachtungsreise schicken. Los geht es!

Kennst du deine Stressoren?

Bringst du wie die meisten Menschen Stress auch immer mit der Arbeitswelt in Verbindung? Bei genauer Beobachtung wirst du bestimmt feststellen, dass aus vielen Richtungen Stressoren auf dich einwirken. Es ist wichtig, dass du eine Unterscheidung zwischen den Stressoren vornimmst, denn die Grundlage für eine erfolgreiche Stressbewältigung, ist eine Auseinandersetzung mit den persönlichen Stressoren. Stressauslöser kann man nach der Ebene, auf der wir sie wahrnehmen (sensorisch, psychisch oder physisch) oder nach ihrer Herkunft (endogen/exogen) unterteilen. Zum Bespiel nimmst du von außen den Lärm des Rasenmähers wahr und von innen deine Wut bzw. störende Gefühl dieser Lärmkulisse.

Es wirken immer mehrere Stressoren auf deinen Körper ein, bis er eine Stressreaktion auslöst. Nur der Termin mit dem Chef ist noch kein Grund für deinen Körper eine Stressreaktion auszulösen. Doch kommen deine Gedanken hinzu, wie z. B. dass er dich nicht mag oder es gerade ein schlechter Zeitpunkt ist, dann führen diese Stressoren zusammen in Bezug auf diesen Termin zu Stress in deinem Körper. Beobachte deinen Körper und dich ganz bewusst. Du wirst Spannendes herausfinden.

Für diese Beobachtungsphase ist es wichtig zu wissen, dass zwischen den Stressverursachern und der Stressreaktion du mit deiner Stressbewertung stehst. Nicht jedes Ereignis wird von uns allen gleich bewertet. Der Termin beim Chef wird von einem als grauenhaft stressig bewertet und von dem anderen als spannend. Achtsamkeit bedeutet diese Bewertungsebene erst einmal wahrzunehmen, zu beobachten und später ggf. zu hinterfragen und daran zu arbeiten. So brauchst du deinen Körper auch nicht zu entgiften 😉

Stress Bewertung

Ohne Stress kein Leben

Als ich las, dass das Wort „Stress“ (englisch: Druck, Anspannung; lateinisch: stringere: anspannen) aus der Materialprüfungstechnik entstammt, war ich sehr überrascht. Der Mediziner Hans Selye wandte 1936 das Wort erstmals auf den Menschen an und setzte Belastung in Beziehung mit den daraus resultierenden körperlichen Reaktionen (Stressreaktionen). Er fand heraus, dass Stress zwei Gesichter hat. Er kann Motor sein für neue Perspektiven, aber er kann auch zu dauerhafter Überlastung führen und krankmachen. Ganz klar ist, dass ein aktives Leben ohne Stress ein Widerspruch in sich ist. Eine Körperzelle, die keine Anspannung hat, ist tot. Ein völlig stressfreies (spannungsarmes) Leben, dass unsere Fähigkeiten permanent unterfordert, lässt uns in Langeweile ersticken und wird als Boreout (ausgebrannt durch Langeweile) bezeichnet.

Stress beginnt im Kopf

Nun weißt du, dass die Vorstellung immer entspannt am Strand zu liegen, die Sonne, das Meer und leckeres Essen zu genießen, auch keine dauerhafte Lösung für Stress ist. Früher oder später wirst du dich langweiligen und daran erkranken.
Also, geht es darum eine für dich passende Balance zwischen Stress (Anspannung) und Entspannung zu finden. Hier hilft das Wissen, dass ich oben erwähnt habe. Zwischen den Stressoren und der Stressreaktion deines Körpers stehst du mit deinem Kopf und der Bewertung der Situation. Du solltest ganz aktiv die Zügel deines Denkens und damit deines Lebens in die Hand nehmen. Je mehr du dich fremdbestimmt fühlst, desto höher ist die Unzufriedenheit und damit der Stress.

Drei Gefühle gelten als Indikatoren für Stress: Angst, Ärger und Hilflosigkeit. An allen kannst du ganz bewusst arbeiten, wenn du deine Stressoren kennst und aktiv wirst. Starte den Tag zum Beispiel mit einem warmen Frühstück, wie es die Traditionell Chinesische Medizin empfiehlt.

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Hallo, Ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Wandel, Veränderung und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben. 

Damit war es für mich unmöglich, mich in das Korsett des Beamtensystems "hineinzuquetschen". Deshalb habe ich so lange an ihm gezogen, bis es eine Stretch-Hose wurde, die sich an meine Wünsche und Bedürfnisse anpasste.

Mit anderen Worten: Ich habe innerhalb von wenigen Jahren an 5 Schulen in drei Bundesländern gearbeitet. Dabei war ich Fachbereichsleiterin, hatte Abordnungen und hatte unterschiedliche Teilzeit-Verträge.

Dennoch habe ich Ende 30, ohne einen Menschen zu haben, der meine Miete bezahlt und trotz einer chronischen Krankheit (Endometriose) als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin erfolgreich gekündigt.

Das war die beste Entscheidung meines Lebens!

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