September 9, 2017
Stress und Fettleibigkeit

Fettleibigkeit hat viele Gründe, wie alles andere im Leben auch. Aber ein wichtiger Faktor, der bei den meisten Menschen zu einer Gewichtszunahme führt, ist Stress. Um genau zu sein ist es der Disstress.

Sprichst du von Stress, Langeweile oder Überlastung, dann meinst du immer den Disstress (lateinisch: dis = schlecht). Diesen empfinden wir als negativ und belastend. Er steht meistens mit den Gefühlen der Bedrohung oder Überforderung in Verbindung oder mit Langeweile und Unterforderung.

Neben dem negativ empfundenen Stress existiert ein positiv empfundener Stress. Er wird als Eustress (lateinisch: eu = gut) bezeichnet. Dein Körper wird auch bei Eustress gefordert, aber du erlebst es als Antriebsquelle. Mit dem Eustress stehen Schaffensdrang, Euphorie, Optimismus und Freude in Verbindung. In diesem Beitrag „Stress – Ursache vieler Krankheiten“ kannst du lesen, warum ein Leben ohne Stress nicht möglich ist.

Das Leben ist Stress. Doch die Dosis, die einem bekommt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Während der eine mühelos eine Situation meistert, kann sie den anderen überfordern. Die Bewertung einer Situation in Hinblick auf Stress ist subjektiv sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab.

Deine Stresstoleranzgrenze ist ein Maß dafür, welche Belastung du meistern kannst und ab wann deine persönliche Disstress-Phase mit ihren Symptomen beginnt.

Im Folgenden benutze ich Stress synonym für Disstress.

Fettleibigkeit: Warum nehmen die meisten Menschen in Stresssituationen zu?

Ist deine Stresstoleranzgrenze überschritten, dann beginnt dein Körper auf der Ebene des Nervensystems sowie Hormonsystems auf Stress zu reagieren. Die ausgelösten Mechanismen liefen auch schon bei unseren Vorfahren ab und beruhen auf dem Prinzip „Kampf oder Flucht“.

Im 21. Jahrhundert können wird nicht vor einer anstehenden Präsentation, dem Chef, dem Smartphone oder anderen stressauslösenden Dingen flüchten oder auf diese Dinge Gewalt ausüben (außer wir wollen eine Anzeige riskieren). Wir bleiben in der als stressig empfundene Situation und halten sie aus.

Genau das führt zu vielen Krankheiten und damit auch zu Fettleibigkeit. Warum?

Bei kurzeitigem Stress schüttet die Nebennierenrinde Katecholamine (Noradrenalin und Adrenalin) und bei langanhaltendem Stress Glukokortikoide (wie Cortisol) aus. Diese Hormone bewirken unter anderem, dass:

Stressreaktionen und Fettleibigkeit

Unser Körper bereitet uns mit dem Anstieg des Blutzuckers und Blutfettes darauf vor, dass wir sofort die Flucht ergreifen oder kämpfen und dann fliehen. In beiden Fällen verbrauchen wir die zusätzlich bereitgestellte Energie.

Was passiert, wenn wir die Energie für das Prinzip „Kampf oder Flucht“ nicht verbrauchen? 

Wird die Energie nicht verbraucht, weil du während der stressigen Situation nicht losrennen kannst, und danach keinen Sport machst, dann muss dein Körper zusätzlich Insulin ins Blut abgegeben. Dadurch wird der Zucker wieder in der Leber und in der Muskulatur in Form von Glykogen gespeichert. Sind die Glykogenspeicher voll, wird Zucker in Form von Fett gespeichert. So schafft es dein Körper den Blutzuckerwert zu normalisieren.

Du verstehst nun vielleicht besser, warum Dauerstress zu einer erhöhten Beanspruchung der Insulinproduktion führt. Dies wiederum kann zu Altersdiabetes führen und zu viel Zucker, dass nicht durch Sport abgebaut wird, wird zu Fett und macht fett. Fettleibigkeit ist kann viele Krankheiten und Störungen auslösen.

Die durch die Stressreaktion des Körpers überhöhten Blutfette führen zu Fettablagerungen in den Blutgefäßwänden und begünstigen Arteriosklerose. Und das kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen.

In stressigen Situationen verlangt dein Gehirn mehr Glukose als in einer entspannten Situation. Es möchte nicht unterversorgt arbeiten, so sendet er Impulse für die Aufnahme energiereicher Nahrung. Automatisch wird in stressigen Zeiten dein Verlangen nach Zucker und Fett gesteigert. Du isst mehr süße und fette Speisen, die Energie liefern. Machst du keinen Sport, um diese Energie abzubauen, laufen die oben beschriebenen Prozesse ab. Das Risiko an Fettleibigkeit zu leiden steigt damit.

Es ist ein Teufelskreis, der nur durch den starken Wunsch nach Veränderung auch tatsächlich durchbrochen werden kann. Zusätzlich zu den oben aufgeführten physiologischen Prozessen kommen typische Verhaltensweisen hinzu. Durch die Hektik hast du weniger Zeit zum Einkaufen und Kochen. Dadurch isst du vermehrt Fertigprodukte, die zu viel Zucker und Fett enthalten. Diese werden in deinem Körper in Form von Fett gespeichert und du nimmst zu, dann hast du weniger Lust dich zu bewegen, da dir schnell die Knochen wehtun usw. Mache am besten die Achtsamkeitsübungen, die du in dem Beitrag „Achtsam essen“ findest und arbeite mit den Übungen in dem Beitrag „Zum Kochen habe ich keine Zeit“ an deiner Denkweise.

Es gibt Menschen, die in stressigen Situationen abnehmen. Zu welchem Typ du gehörst kannst du hier „Macht Stress dick oder dünn“ lesen.

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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