kochen

Wie oft hast du diesen Satz gesagt? Vor einigen Jahren sagte ich es fast täglich. Als ich mit dem Studium fertig war, gab ich mich ihm Berufsalltag dem Zeitgeist hin und ging wie alle anderen zum Mittag ins Bistro um die Ecke. Zum Kochen haben wir keine Zeit.

Anstelle des Kochens sitzt man vor dem Fernseher oder arbeitet. Essen kann man nebenbei und am Ende des Tages gibt es im Supermarkt ein Fertigprodukt zu kaufen.

Der Markt für vorbereitete oder fertige Gerichte hat sich in den letzten sechs Jahren um 20% vergrößert, berichtet ein Branchenbuch. Das ist ein Zeichen dafür, dass viele ihre Zeit nicht gerne in der Küche verbringen. Im Ernährungsbericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft steht Jahr für Jahr, dass weniger Menschen kochen.

Es gibt viele Gründe, weshalb Menschen nicht kochen. Zeitmangel, nicht vorhandene Fähigkeit und nicht für sich alleine kochen wollen, stehen ganz oben auf der Liste.

Kochen – Emanzipation – Wirtschaft

Vor gut 100 Jahren stand die Ehefrau und Mutter täglich in der Küche, bereitete das Mittagessen für die Kinder und das Abendessen für den Ehemann vor. Bis 1958 durfte die Frau ohne die Zustimmung ihres Ehemanns weder arbeiten noch ein eigenes Konto eröffnen.

Von 1958 bis 1977 durfte die Frau erwerbstätig sein, wenn sie ihre Pflichten als Ehefrau nachkam und die Erlaubnis des Ehemannes einholte. Eine der Pflichten war es Lebensmittel einzukaufen und zu kochen. Mit der Berufstätigkeit der Frau wuchs der Markt der Fertiggerichte, der bereits 1980 mehr als 400 verschiedene Tiefkühlgerichte im Angebot hatte.

Das Übertragen der häuslichen Versorgung an Unternehmen brachte Vorteile mit sich, doch auch viele Nachteile. Allen voran den Verlust der Kochfähigkeit und Esskultur, sowie ernährungsbedingte Krankheiten und auch die Entfremdung von der Natur und damit deren Zerstörung.

Die Zeit zum Kochen nehme ich mir

Vor einige Zeit habe ich mir angewöhnt den Satz „ich habe keine Zeit“ nicht mehr zu gebrauchen. Es ist mein Leben und es ist doch merkwürdig, wenn ich in meinem eigenen Leben keine Zeit habe? Richtig heißt es, ich nehme mir die Zeit nicht, weil etwas anderes für mich wichtiger ist. Genauso ist es mit dem Kochen. Für viele Menschen ist etwas anderes wichtiger als am Herd zu stehen. Insbesondere Singles tun sich oft sehr schwer für sich alleine zu kochen.

An einem Punkt meines Lebens wusste ich, dass ich mir immer Zeit zum Kochen nehmen möchte. Meine Denkweise und mein Lebensstil änderten sich. Selbstliebe, Achtsamkeit, Bewusstheit, Kreativität, Gelassenheit und Freude drangen in meinem Leben und schoben mich in die Küche. Mit der Arbeit an meiner Denkweise stellte ich mir meine Achtsamkeitsübung zusammen. Die Übung findest du in dem Beitrag „Achtsam essen“. Meine Denkweisen habe ich hier für dich zusammengeschrieben.

Selbstliebe: ein Zeichen für die Liebe zu dir selbst, ist für dich zu sorgen. Zeige dir deine Liebe, indem du nach einem anstrengenden Tag für dich ein leckeres Essen kochst.

Achtsamkeit: alle Arbeitsschritte in der Küche kannst du achtsam machen und genießen. Sei bei der Arbeit mit deinem Geist im Hier und Jetzt. Genieße die Farben, die Formen und den Geschmack von Lebensmitteln.

Bewusstheit: Wenn du unverarbeitete Lebensmittel kaufst, dann siehst du die Form der Lebensmittel und weißt, dass sie zur Natur gehören. Dir wird bewusst, dass dein Filet ein Lebewesen war. Du fragst dich, wo hat es gelebt und wie?

Kreativität: Die Vielfalt der Natur lädt dazu ein, sich auszutoben. Mische Farben, Formen, Geschmacksrichtungen und probiere Lebensmittel aus. Hast du schon mal Dulse gegessen? Ich empfehle dir den Beitrag „Algen sind überall zu Hause“, bestelle die Lebensmittel und lege los.

Gelassenheit: Ein Gemüseladen ist wie eine Confettipackung. Kaufe dir diese wohlschmeckenden Confettis, wirf sie in die Pfanne und iss die Party. Die Party ist nun in dir und macht dich gelassen und fröhlich. Übrigens auch das Schneiden von Gemüse macht gelassen.

Freude: Servierst du dir einen ansehnlich angerichteten Teller mit bunter Naturvielfalt, dann bist du stolz auf dich und freust dich. Du kannst dich selber bekochen und brauchst keine Fertigpizza, keine Imbissbude, die ewig aufhat und auch kein Restaurant.

Probiere es aus! Besuche Kochkurse, das habe ich auch gemacht. Beachte: Ein gesundes, achtsames Leben und stressfreies Essverhalten beginnt mit dem Kochen!

Wenn ich kochen kann, dann kann es jeder ?. Trotz eines minimalistischen Lebensstil, koche ich fast immer. Ohne Küchenmaschinen und dergleichen koche ich für mich und esse fast immer alleine. Ich koche nicht nach Rezepten. An diese kann ich mich nicht halten. Ich lasse mich von Kochbüchern, Instagram und co. inspirieren. Am Herd mache ich daraus meine eigene Kreation.

Hallo, ich bin Victoria. Eine freiheitsliebende Frau, die am Tag der iranischen Revolution die Welt erblickte. Abenteuerlust und die große Liebe zur Freiheit prägen mein Leben.

Somit verstehst Du sicherlich gut, weshalb ich mich nicht in das Korsett des Beamtensystems "hineinquetschen" wollte.

So kündigte ich 2mal als auf Lebenszeit verbeamtete Lehrerin nachdem ich an 5 Schulen in drei Bundesländern mit Funktionsstellen und Co gearbeitet hatte. Und das trotz einer chronischen Krankheit und keinen Menschen, der meine Miete zahlt.

Nun unterstütze ich seit Jahren erfolgreich Lehrer und Beamte dabei ihre erfüllende Berufsalternative zu finden und souverän zu kündigen. Und wann starten wir Deine spannende Reise in Richtung Freiheit?

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